Wissenswertes über Kabel / elektro-technische Zusammenhänge

Das Problem bei den Tonabnehmern ist nicht deren Widerstand sondern der induktive Anteil, der eben irgendwo bei ein paar kHz eine Resonanzspitze (Schwingkreis) hat. Das Kabel verschiebt diese Resonanzfrequenz nach unten und verändert damit den Klang des Tonabnehmers in Richtung "dumpf".

Diese Aussage ist natürlich sachlich so nicht korrekt.. Es muß korrekt heißen:

Je höher die Kapazität des Kabels ist, desto mehr rutscht die Resonanzfrequenz des Schwingkreises nach unten.
 
Deine Aussage, dass es einen großen Unterschied macht, ob eine aktive Elektronik verbaut ist oder nicht, ist korrekt, ...

Ich begrüße es außerordentlich, dass du am Schluß dann doch noch einräumst, dass der Einfluß des Gitarrenkabels eigentlich nur bei passiven E-Gitarren relevant ist.
Das hättest du aber auch gleich machen und trotzdem anmerken können, dass du persönlich keinen Kausalzusammenhang zwischen dem Einfluß des Kabels und
dem hohen Innenwiderstand der Tonabnehmer mit schwacher Ausgangsleistung sehen kannst, was natürlich nicht bedeutet, dass kein Kausalzusammenhang existiert.
 
wäre cool wenn es noch hier sowas wie TOP 5 der Kabel geben würde. Mit Vorteilen, Nachteilen usw...
 
Du wirst wohl nie eine Top 5 oder Top 10 Liste von Kabeln bekommen, da gehen die Meinungen was ein gutes Kabel ist zu sehr auseinander.
 
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Wie ja schon berichtet wurde...wenn man Meterware der bekannten Hersteller nimmt, die liegen dann so um die 2 Euro lfm und vernünftige Stecker z.b. Neutrik...das ganze vernünftig verlötet, hat man ein gutes Kabel für wenig Geld.
Ein 3m Kabel liegt dann bei ca 10-15 Euro.

Da kann man frei wählen....Haptik...Flexibilität was einem eben zusagt.
Klangmäßig werden die sich nicht unterscheiden.
 
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Ein Kabel mit 2x 1,5mm² Querschnitt hat einen Widerstand von etwa 0,024 Ohm pro Meter.

Lustigerweise haben mich insbesondere Gitarristen blöd angekuckt, als ich im Proberaum die Gesangsanlage mit normalen Lampenkabeln aus dem Baumarkt (1,5mm²) verkabelt habe. Also die Lautsprecher. Aber bei 200W an 4Ohm ist es völlige Verschwendung für eine Festinstallation Lautsprecherkabel zu kaufen.

Als aktiver Bassist ist mir das Thema ansonsten nicht sooo wichtig und auch als Tonmensch nicht, was Mikrokabel angeht. Da steht was ganz anderes weiter vorne: Robust muss ein Kabel sein. Und da sind leider die Billigheimer echt ein Problem. Wenn ich beim Mikrokabel die Leiter und Seile fühle, wenn es durch die Finger gleitet, dann möchte ich da nicht damit verkabeln. Und drauf herumstehen tut man live dann sowieso, also muss ein Kabel das können. Ein Instrumentenkabel auch.

Tatsächlich verwende ich am Bass eine Sorte Kabel unbekannten Ursprungs, die ich vor 15 Jahren mal in einem Laden gekauft habe, ich habe noch Reserven gebunkert. Aber bisher nicht gebraucht – Selbst Neutrik-Stecker waren schneller durch als das Kabel. So muss das sein.
 
Laufrichtung bei Kabeln ist Kappes ...


Standard bei meinen PA Kabeln ist 10 Quadrat. Das geht als 4*10Quadrat grad noch in den Speacon von Neutrik, die Kurzen Verbindungen sind 4 Quadrat.

Nur Interessehalber:
wie bekommst du ein 10mm² in einen Speakonstecker rein? Speakon sind ja an sich bis 30A ausgelegt, laut Montageanleitung sollen 4mm² rein, was an sich auch reicht. Oder hast du spezielle Stecker?

Grüße Sebi
 
4 x 10 mm²haben einen Kabelaußendurchmesser von etwa 18-20mm .... ich wüsste nicht wie man das in einen Speakon 'reinkriegt.....
 
Heißt das im Klartext, für ein Keyboard, das ja ein "aktives" signal von sich gibt, kann ein Instrumentenkabel nicht zu lang sein?
(ich spreche von 15 bis 20 Metern)

Im Prinzip stimmt das. Man sollte aber bedenken, dass Instrumentenkabel unsymmetrisch ausgelegt sind und dass mit zunehmender Länge natürlich auch zunehmend Störsignale reinkommen können.
 
Ich spiele nur noch wireless im Proberaum. Irgendwie schaff ich es immer wieder mich sonst mit dem Kabel zu verheddern. Sicher mag es bisschen was vom Sound beschneiden aber im Bandkontext geht das wirklich komplett unter. Sonst ist mir bei Kabeln nur ein ordentlicher Stecker und Stabilität wichtig.
 
Ich spiele nur noch wireless im Proberaum. Irgendwie schaff ich es immer wieder mich sonst mit dem Kabel zu verheddern. Sicher mag es bisschen was vom Sound beschneiden aber im Bandkontext geht das wirklich komplett unter.

Aus Perspektive des Tontechnikers kann ich dieses "geht im Bandkontext unter" nicht unterstützen. Je besser jedes einzelne Signal klingt, desto besser klingt die Band auch im Kontext. Leider summiert sich gerade beim Amateur-Bands oft der Matsch auf.

Ich finde, insofern man verstärkt spielt, sollte man immer ein gutes Signal anliefern können. Oder zumindest nicht meckern, wenn man nicht kann. Ja, und um die Kurve zu kratzen, dazu kann auch gehören, das passende Kabel mitzubringen, das da zwischen Instrument und (Pre)Amp werkelt. :great:
 
Ich kaufe "teure" Kabel, weil sie - bei mir - deutlich länger halten. Ich kaufe keine 0,22^2 Kabel, weil ich der Meinung bin, dass man ab einer gewissen Kabellänge einen Unterschied hört (ich verwende ein selbst gebautes Pedalboard, dass mit der 4-Kabelmethode angeschlossen ist, da kommen schnell >15m Signalweg zusammen), daher benutze ich 0,75^2 Kabel. Außerdem habe ich damit das Gefühl, dass es NICHT an den Kabeln liegt, wenn mal was scheiße klingt, sondern eher an was anderem (an mir vielleicht??).

Ich halte Vovox-Kabel zum Beispiel für teures Voodoo, andere Leute die ich kenne schwören drauf... so what.

Gute Kabel:
Meterware 0,75^2 plus Neutrik Stecker, plus Lötkolben, fertig.

VG
Jacky
 
4 x 10 mm²haben einen Kabelaußendurchmesser von etwa 18-20mm .... ich wüsste nicht wie man das in einen Speakon 'reinkriegt.....

In die "normalen" Stecker passt ein 4*6mm2 Ölflex grad noch rein. Für Längen bis 15 m ausreichend ( IMHO)

Für 4*10 gibt es die STX Stecker, sind bis 6mm2 spezifiziert, aber das 4*10 geht eben grade noch.
Die STX sind übrigens bis 50 Ampere spezifiziert ...

http://www.neutrik.de/de-de/speakon/stx-serie/nlt4fx

Deshalb ja auch Ölflex ... das ist "schlanker" und "flexibler" als die normalen 4*10mm2.

https://www.conrad.de/de/steuerleit...-grau-lappkabel-1119615-meterware-602839.html

( Das ist das 5*10 ... mit 18,1mm Aussen )

Das 110 Ölflex 4*10 hat nur 16,1mm.
guckst du hier :

http://www.lappkabel.de/produkte/on...nd-nummerierte-adern/oelflex-classic-110.html

Der Stecker ist vom Aussenmaß nur noch etwas dicker als das Kabel, ist eine ziemliche Quälerei bei der Installation. Aber bei kleineren Querschnitten ist die Kabelllänge von 35m bei 2KW problematisch.
 
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again what learned :D

aber würde es nicht Sinn machen die endstufen näher an den Lautsprechern zu Positionieren? 35 Meter Kabellänge für Lautsprecherkabel sind ja irgendwie schon ein Kostenfaktor im Bezug auf Transport, Anschaffungspreis, etc.
 
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Schöner Beitrag!
Ja, leider geistern in puncto Kabel, egal ob nun für Instrumente oder Lautsprecher, viele Halbwahrheiten und noch mehr "Zauberei" herum. Das meiste, was man sich dabei von sehr teuren Kabeln verspricht, ist kaum meßbar und hat noch weniger Einfluss auf das Klangbild! Einzig eine meist bessere Verarbeitung und Qualität rechtfertigt ein teureres Kabel. Es hält halt deutlich länger als ein Billigheimer!
So long und laßt euch nicht von falschen Aussagen blenden ;-)
 
again what learned :D

aber würde es nicht Sinn machen die endstufen näher an den Lautsprechern zu Positionieren? 35 Meter Kabellänge für Lautsprecherkabel sind ja irgendwie schon ein Kostenfaktor im Bezug auf Transport, Anschaffungspreis, etc.

Geht halt manchmal nich anderst.
Habe die Kabel in 5m Abstufungen bis 35m

Die kurzem Kabel 2m und 3m sind 6mm2
An den Amps sind es 2 m 4mm2

Alles zusammen kostet der Spass 1500 Euro Schätzomativ ...

Die Kabelboxen für die Speaker wiegen um die 200 Kilo
Plus Multicores, plus Mikrokabel, plus DMX, plus Midi plus Klinkenkabel für die Bose 802
Plus Exotenkabel GK13, 5 POLIGE NEUTRIK, Wielands ... etc

Aber ich brauch bei keinem Gig irgendwas von Irgendwem. Auch keine Boxen, Mikros, Mixer oder Endstufen ...
Solang es nicht mehr als 5000 Gäste sind
 
Absolut. Bei mancher Artikelbeschreibung lach ich mich kaputt. Mir tun nur die Leute leid, die drauf rein fallen.
So ist es !!
Es gab mal vor zig Jahren bei Rockinger höhlentaugliche Kabel :D. Ich habe noch nie in Höhlen gespielt, grinse.
Ich benutze seit über 30 Jahren Cordial-Kabel mit Neutrik-Steckern und gut is...diese komischen, teuren Monsterkabel
hatte ich auch einmal ausprobiert, aber sofort wieder verkauft. Die klangen irgendwie,,,,ich weiß nicht,,,kann ich nicht
beschreiben, einfach sch....

Franky

PS: Das schlimmste was man kaufen kann sind Spiralkabel, die wirken wie eine Spule und
verhunzen den Sound,,,,das hat einem Jimmi Hendrix aber nicht gestört.
 
Zuletzt bearbeitet:
PS: Das schlimmste was man kaufen kann sind Spiralkabel, die wirken wie eine Spule und
verhunzen den Sound,,,,das hat einem Jimmi Hendrix aber nicht gestört.

Damals waren Spiralkabel der Hit! Voll cool! Hatte seinerzeit auch eines an meiner Jolana Iris und das sah so goil aus
Und ein Jimi Hendrix hat bekanntlich immer nach dem Sound gesucht, den noch keiner zuvor gehört hat.
 
Und ich habe sogar ein Spiralkabel von Hendrix besessen. Leider zig Unterbrechungen...nicht mehr spielbar und dann bei einem Umzug verschwunden. :mad:
 
Es ist ja nett, dass Ihr Euch hier so plaudernd austauscht. Aber versucht bitte, das hier im etwas "geschützten Bereich" stehende Grundsatz-Thema nicht allzu sehr zu verwässern. Fachlich ergänzende Informationen sind weiterhin gern gesehen, aber zu viel OT macht's suchenden Usern später umso schwerer, gezielt und schnell die erhofften Antworten aufzuspüren.

In dem Sinne :)

LG Lenny
 
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