Wo findet man "den" Jimmy Page Sound?

von firegarden, 10.07.08.

  1. firegarden

    firegarden Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #1
    Jimmy Page wird von vielen bekannten Gitarristen als Referenz an Sound und Kreativität angeführt.

    Ich hab mich durch Led Zeppelin Stücke gehört und tat mir richtig schwer irgendwas besonderes an Jimmys Sound oder Spiel zu erkennen.

    Aber vielleicht hab ich auch nicht die richtigen Sachen angehört. ( oder es fehlt an Sachverstand)

    Was würdet ihr mir als "das Highlite" in Jimmys Schaffen empfehlen? Mit welchen Liedern hat er seinen Sound geprägt?

    Danke schon mal für eure Tips.

    Grüße

    Toni
     
  2. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #2
    Whole lotta Love

    Das Solo im Mittelteil, während das Schlagzeug nur im Hintergrund die Becken erklingen lässt, das ist schon extraklasse. Was der Mann alles aus einem (analogen!) Delay rausholt, das kann sich sehen lassen.

    Dann natürlich das legendäre Geigenbogensolo von der Song remains the same, das Solo auf Stairway to heaven (exzellente Intonation) und die verzinkten Grooves auf Black Dog - das ist dermaßen ungerade, dass es wieder gerade wird. Jimmy Page hatte auch ein exzellentes Timing und Gefühl für krumme Taktarten.
     
  3. Blackdog1989

    Blackdog1989 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #3
    Kann Köbes nur recht geben, das Whole Lotta Love-Solo ist imo wirklich eines der besten überhaupt und ein Beispiel für den Jimmy Page Sound. Außerdem würde ich Good Times Bad Times empfehlen, in nicht mal 3 Minuten zeigt sich wie exzellent seine Riffs sind und enthält wieder ein Klasse Solo.
     
  4. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 10.07.08   #4
    Hi all,

    ohne jetzt polemisch sein zu wollen: Jimmys Sound findet man nur in seinen Fingern und seinem Kopf!

    Wenn man berücksichtigt, dass er auf dem 1. Led Zep-Album fast alles mit einer Tele eingespielt hat, dann natürlich viel seine Paula(s) und auch mal zu einer Danelectro und einer Strat gegriffen hat, mekrt man schnell, dass sich sein Sound nicht gross unterscheidet - egal was er für ein Instrument gespielt hat.

    Hier findet ihr übrigens mehr zu seinen Gitarren: http://www.zeppinhood.net/lzequip/index.htm

    Greetz :)
     
  5. jamesmyself

    jamesmyself Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #5
    Was für ne Frage... ^^

    Entweder du magst Led Zeppelin und lässt dich bezaubern, und wirst merken dass man in jedem einzelnen Song hört was ihn ausmacht. Oder du lässt es bleiben und stehst ganz einfach nicht auf den Sound.

    Nur so am Rande. Höchstleistungen seines dynamischen Spiels stellt für mich wohl "The Rain Song" dar.
     
  6. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #6
    Das Highlight gibt's nicht! Led Zeppelin haben das Genre sehr stark geprägt und es war mit sicherheit nicht nur Page der daran beteiligt war. Viel herrausragender ist eigentlich der Schlagzeuger John Bonham, der bis heute noch als "the perfect model for all hard rock drummers that have followed him" (Britannica) gilt.

    Bei Page ist es eigentlich interessanter zu sehen und zu hören in vielen Genres er sein spiel einbringen kann. Hör dir mal "I Can't Quit You Baby" & "Since I've Been Loving You" (Blues-Stück), "Fool In The Rain" (Pop/Rock mit Latin Mittelteil!), "Hot Dog" (Rock'a'billy), "Babe I'm Gonna Leave You", "Over The Hills And Far Away".

    Bei letzterem sieht man dann auch wirklich, dass Page ordentliche und geniale Riffs schreiben kann und eine außergewöhnliche gabe für eine Songstruktur hatte.

    Grüße

    p.s. und nein es sind nicht die bekanntesten stücke, wo page am besten spielt (meiner meinung nach).
     
  7. firegarden

    firegarden Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #7
    Danke schon mal bis hier hin. Ich werd mich mal in eure Tips reinhören.

    Grüße

    Toni
     
  8. Gast90210

    Gast90210 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #8
    Stimme meine Vorgängern in allen Punkten zu.

    Jedoch finde ich auch dass es gerade seinen Sound, der sich zum Teil sehr stark verändert, auch hervorzuheben gilt.
    Die Tele auf der ersten klingt so PHATT, auf der zweiten LP dagegen finde ich z.B. die FuzzGitarre im Lemon Song einfach genial.
    Der heilige Gral ist aber (für mich) der abefuckte, aufgerissene, schneidende, alles zerstörende aufgerissene Marshall in Heartbreaker (vor allem im schrillen Solo!). Einer meiner Lieblingssounds, weil es gerade an der Grenze zum Ohrenbluten ist, aber Page durch seine geniale Spielweise das Maximum rausholt. Mein Linnemann JTM 45 (all on 11) mit der TT Bluesbreaker V30 open back und ner Les Paul mit Steg klingt schon verdammt ähnlich, aber eben nur fast.

    Jimmy war übrigens auch ein begnadeter Akustikgitarrist. Wer an seinem Ton arbeiten will sollte diese Disziplin nicht vernachläßigen!
     
  9. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #9
    Ich finde den Jimmy Page Sound auf den neun Led Zeppelin Studionalben.
    :D
     
  10. Cotton Fever

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    Erstellt: 12.07.08   #10
  11. Gast90210

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    Erstellt: 12.07.08   #11
    Was ist schon unsauber. Es hat ne Menge "Feeling", jedenfalls mehr als die achso sauberen Supershredder. Am besten ist natürlich wenn man beides kann. Und er kann's mit Sicherheit.
     
  12. Down Under

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    Erstellt: 12.07.08   #12
    schade, genau das wollte ich auch schreiben :D:great:


    Betreff unsauber:
    Kommt immer darauf an was der Spieler ausdrücken will, leidet er gerade, dann macht es imo keinen Sinn präzise und sauber zu spielen.
     
  13. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #13
    Immer wenn ich mir diese Live-Videos ansehe, kommt mir der Gedanke, dass Jimmy Page halt immer schon ein Studiogitarrist war und Live nicht in seinem originären Betätigungsfeld, deswegen würde ich das nicht unbedingt als repräsentabel ansehen. Obwohl in den Liveaufnahmen einige Extraklasse-Stellen drin sind, trotz der gelegentlich absterbenden Töne, die man vielleicht bei unbearbeiteten Live-Aufnahmen des ein oder anderen hochgelobten 80s Shredder auch hat. Ob Yngwie und Petrucci soviel sauberer spielen, sei dahingestellt. Page hatte keine Effekte, nur die Gitarre und den Amp. Dazu ist hier nix overgedubbt oder nachbearbeitet, das sollte man im Hinterkopf behalten.
     
  14. jimmypage_Rocks

    jimmypage_Rocks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #14
    naja, es sind die wilden 70er und man war damals gern auf irgendwelchen tripps :D. aus irgendeiner quelle hab ich mal erfahrn, dass jimmy page bei den verlinkten auftritten im madison square garden 5 tage nicht geschlafen hat (und so leicht, ohne dabei bekannte substanzen zu nehmen is das net ;) ).
    von daher...

    noch zum topic:
    den gitarrensound gibt es einfach nicht, auf jeder platte is der anders. auf der II eher dünn und höhenlastig, auf der III eher dunkel und fett... .
    seine improvisationen finde ich auch nicht durchgehend ansprechend, er ist trotzdem ein sehr guter live-gitarrist und vorallem im studio hat er nunmal seine stärken ausgespielt.
    zu allem anderen, wie der spieltechnik, ist nur zu sagen: jeder gitarrist ist verschieden, auch er kocht nur mit wasser (das merkt man, wenn man sich mit led zep mal ne weile genauer beschäftigt). es ist nur die art und weise, wie mans macht, und die ist bei led zep mmn einfach genial.

    und nochwas zur sauberkeit:
    es ist doch langweilig und nervig, wenn alles immer nur perfekt ist.... :)
     
  15. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #15
    Ich persöhnlich finde ihn Live um Welten besser als im Studio! :D Gerade so kleine, eigetlich unhörbare Schnitzer machen da für mich das Salz in der Suppe aus.

    Für mich ist und Bleibt Maddison Square Garden 73 das Beste Konzert ever, vielleicht gerade weil Jimmy dort nicht jede note ach so perfekt gespielt hat :D wenn ich nur 1% davon erreichen könnte wäre ich schon zufrieden!!

    Mein Lieblingsbeispiel: Since I've Been Loving You: Im Studio ist das Lied ja eigentlich schon perfekt (bis auf das Quietchen ^von Bonhams Fußmaschine am Anfang im Hintergrund:D:D:D:D) aber Live putz einen das einfach nur Weg!! Sagenhaft geil einfach nur!!

    Studio: http://de.youtube.com/watch?v=ryZCHb1W8OI
    Live: http://de.youtube.com/watch?v=89yw7wqoaio
     
  16. LostLover

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    Erstellt: 14.07.08   #16
    Vor allem ...war Led Zeppelin eine BAND aus 4 exzellenten Musikern, die in der Lage waren, sich auch in langen improvisierten Passagen die Bälle zuzuwerfen und über die Musik zu kommunizieren.

    Wie alle Projekte danach gezeigt haben, war Page ohne Jones, Bonham und Plant nur die Hälfte wert.

    Was sein besonderes Können angeht: das liegt nicht im "flashy guitarplay" - er spielte live extrem rotzig, dreckig und aggressiv, ganz sicher auch jenseits von den damals üblichen Blues-Rock-Klischees. Manchmal hat er sich ganz offensichtlich auch einen ziemlichen Scheiss zusammengespielt. Aber da war nix, was damals Rory Gallagher, Pete Townshend oder Brian May nicht ähnlich hingekriegt hätten. Abgesehn davon war er ein genialer Poser :).

    Was Page besser konnte als alle anderen, war in kürzester Studiozeit sehr zielsicher Gitarrenspuren so mit einander - und vor allem: mit Bonhams Drums - zu verknüpfen, dass es in der Gesamtheit einfach FETT klang. Verschiedene Sounds, verschiedene Tunings, die Palette hat bis heute kaum ein anderer Gitarrist anzubieten. Schon deswegen gibt es DEN Led Zeppelin-Sound nicht.

    Zweitens: Aus wenigen einfachen Tönen ein Riff zu machen, dass einem die Rübe abreisst, das konnte kein anderer so wie er, bis heut nicht. Heartbreaker, Immigrant Song, Custard pie, Whole lotta Love, Kashmir....die Liste ist fast endlos.

    Drittens: sein Sound ist relativ banddienlich - mässige Zerre, sparsamer Einsatz von Effekten, klingt für sich genommen relativ dünn - aber im Bandzusammenhang drückt's dann halt wieder, weil die Entschlossenheit da ist - die Jungs waren eben tight. Da kam die "FATNESS" nicht aus der Rectifier-Vorstufe, sondern aus dem brutalen Anschlag. Eigentlich sass die fatness auf dem Schlagzeughocker :D

    Wenn man die Aufnahmen aus London aus dem letzten Jahr gesehen hat: die haben zwar alle weisse Haare, aber sie können immer noch Ärsche treten.....cool
     
  17. MagetaTheLion

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    Erstellt: 14.07.08   #17
    Stimm ich dir teilweise zu, allerdings kann Tom Morello - Pages einzig wahrer Nachfolger (NICHT von der Musikrichtung her) das....genauso gut:)

    P.S: Whole Lotta Love Rocks:)
     
  18. Gast90210

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    Erstellt: 15.07.08   #18
    Geschmackssache. Ich möchte die beiden (obwohl ich sie mag) z.B. ungern vergleichen-
     
  19. MagetaTheLion

    MagetaTheLion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #19
    Klar, irgendwie ist der Vergleich (auch für mich) auf den ersten Blick seeeehr abwegig (gewesen).
    Aber letztendlich zeichnet beide so ziemlich das gleiche aus:
    (!Im Bandkontext!) fette, simple aber geniale Riffs und Experimentierfreudigkeit (Theremin bei Page, Killswitch/Scratchen bei Morello etc.pp), das ausgeprägte Talent für Songstrukturen
    und das Beherrschen vieler verschiender Musikrichtungen.
    Und wenn Morello die Les Paul auspackt (die er liebt, genau wie er Page liebt (und wie Page Les Pauls liebt)...naja dann find ich gibts da schon einige Parallelen zwischen den Beiden:great:
     
  20. Gast90210

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    Erstellt: 15.07.08   #20
    Ja schon, mich stört nur immer die Ernennung irgendwelcher Nachfolger.
     
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