Da ich beide Tonerzeugungen habe, kann ich meine persönliche Meinung zum Klang wiedergeben.
Erstmal klingen beide gut.
Der
Yamaha* klingt im Bereich der Naturinstrumente und bei allen sonstigen Brot&Butter-Sounds besser.
Die Sounds sind spielfertig mit Controllern programmiert und in den meisten Kategorien amtlich. Die Chöre waren beim XS nicht so doll, hier hat
Yamaha* aber bestimmt beim XF nachgebessert.
Aufgrund der Tatsache, dass die ganzen gut gemachten Songvorlagen auch noch einen EQ + 8x 2 Insert-Effekte haben, kommt man hier sehr schnell zu einem absolut amtlichen Ergebnis. Selbst bei meinem Motif ES bin ich schneller zu einem amtlichen Endergebnis gekommen als mit dem Fantom G. Yamaha hat dafür andere Bedienungshürden, die beim S90XS leider mehr stören als beim Motif.
Was spricht für den Fantom G:
Die Synthsounds: Dreckige, eklige, schmatzende, organische Synthsounds mti Technocharakter finde ich eher im Fantom G. Dafür sind manche Bereich aus dem Brot und Butter-Geschäft richtig schlecht: Orgeln, Bläser und Gitarren kommen wesentlich schlechter als beim Motif. Und der Motif schlägt bei den Bläsern oft meine 400 teure Bläserkarte des Fantoms.
Ferner sind die Sounds oft schlampig programmiert und man muss nacharbeiten. Außerdem fehlt ein wichtiger EQ pro Part. Mal schnell für einen Klang, die Bässe rausnehmen ist nicht! Und diesen Anwendungsfall habe ich gar nicht so selten. Mal schnell einen Klang im Kombi so klingen lassen wie im Single-Modus? Is nicht? Es gibt doch Zettel und Stift. Ferner kann man nur einen Insert-Effekt pro Klang verwenden, der auch noch als EQ dienen muss. Dies schränkt beim Sound auch ein wenig ein.
Witzigerweise kann ich mich von im schwerer trennen, als vom Yamaha. Das liegt bei mir aber daran, dass ich die komplexeren Sachen seit 2 Jahren am Fantom gemacht habe, während das untere Keyboard nur 3 bis 4 Lieblingsklänge und das Piano abbilden musste. Sich vom Fantom zu trennen, würde mich sehr viel Programmierarbeit kosten.
Soweit mein kleiner Vergleich...