Yamaha P250 oder CLP150

cder
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Hallo Zusammen!

Ich bin neu hier und schon seit einiger Zeit verfolge ich dieses Forum.

Ich möchte mir ein Digitalpiano kaufen und stehe vor der Wahl P250 oder CLP150. Zur Zeit habe ich kein Instrument!

Ich spiele seit 25 Jahren Klavier (bin 31 Jahre): vorwiegend Klassik, will mich aber auch mal vermehrt mit Jazz beschäftigen (1. weil ich es viel höre, 2. weil ich mal Trompete gespielt habe und mit dieser Jazz gemacht habe) ... aber wieder zum Thema zurück: CLP150 oder P250?

Technisch sind die Dinger recht vergleichbar 16-Spur Sequenzer, 128 Polyphonie etc., die gleiche Anzahl an Voices! ... ich habe mir mal beide Handbücher als PDF bei Yamaha heruntergeladen ... [http://www.yamaha.co.jp/manual/german/index.php] ;)

Ein großer Unterschied: Die Lautsprecher:
- CLP150: 2x60W
- P250: 2x30W

1. Frage: Klingt das P250 etwas schwach auf der Brust?

2. Frage: Ist das die gleiche Tastatur? Beim Musikstore in Köln muss man immer über die Staße in den andere Fiale, wo die CLPs stehen, rennen, um es zu testen ... da geht das Gefühl schon mal verloren.

3. Frage: Dies mag etwas sehr speziell sein. Meines Wissen nach soll das CLP150 ein halbdurchgedrücktes rechtes Pedal in mehreren Stufen richtig imitieren können. So wie es beim Flügel auch ist. Geht das beim P250 auch?

Der Hintergrund ist der ... ich finde die CLPs, also die Clavinova-Reihe von Yamaha extrem häßlich :-( ... ein Digitalpiano darf ruhig wie eins aussehen und muss meiner Meinung nicht versuchen im Aussehen irgendwie ein Klavier zu imitieren.

Am Donnerstag nehme ich eventuelll sogar extra frei von der Arbeit und die Dinger nochmal ausführlich testen, es wäre schön, wenn ich mal ein paar Standpunkte hören würde.

Vielen Dank
Christian

Achso: das ein richtiges Klavier besser ist, ist mir schon klar und früher oder später wird auch eins angeschaft :). Kawai habe ich auch getestet: gute Tastatur, aber die Nicht-Piano-Sounds haben mir nicht gefallen und bei einigen Stücken bin ich zumindest beim MP9500 mit der 64-Polyphonie ans Ende gestoßen.
 
Eigenschaft
 
Hallo Christian,
es wäre wohl recht vermessen von mir, nach wenigen Tagen schon Bewertungen hinsichtlich meines frisch erworbenen P250 von mir zu geben, aber ich will mal versuchen, auf die Fragen zu antworten denen ich mit Hilfe meiner noch drüftigen Erfahrung und dem Handbuch beikommen kann :D . (Was im Moment schwer fällt, da im Hintergrund Glenn Gould das Wohltemperierte spielt ...).

#1: Zu den Lautsprechern: Die eingebauten klingen nicht nur über den gesamten Frequenzbereich überraschend klar und strukturiert sondern vermitteln vor allem über ihre Schwingungen (nicht nur im satten Bass) ein recht angenehmes und natürliches Pianogefühl. Für meinen kleinen Raum, in dem das P250 steht ist das völlig ausreichend, wenngleich ich hier noch 2 Nahfeld-Genelec an der Wand hängen habe und darüber das P250 auch schon habe laufen lassen. Dann gibts ordentlich "Wumms" :).

#2: Nach Aussage eines großen Händlers in FfM und persönlicher haptischer Prüfung sind die Tastaturen identisch. Die meine ist sehr nah am klassischen Pianogefühl dran, die Gewichtung vom Bass zum Diskant ist deutlich spürbar.

#3: Kann ich so nicht bestätigen, ich habs eben mal ausprobiert.

Clavinovas sind mir optisch auch ein Gräuel, das wäre für mich nicht in Frage gekommen. Wenn etwas nach "richtigem Klavier" aussieht, dann soll auch eins drin sein.

Was Du zum Kawai schreibst entspricht auch meiner Erfahrung. Wobei ich freilich nicht die Grenzen der 64-fachen Polyphonie auszureizen imstande bin.

VG
Udo
 
Nochmal zu #3: Scheint doch zu funktionieren.VG
Udo
 
Das hat ja prompt geklappt mit der Antwort. Vielen Dank!

Also ich kann das P250 ja auch an die Stereoanlage anschließen, wenn ich ordentlich Sound haben will oder hast du PA-Boxen? :D

Ich werde morgen mal frei nehmen und das Gerät noch mal ordentlich testen. Am Wochenende ist der Laden immer so voll :mad: und ausserdem habe ich sowieso noch so viele Urlaubstage :)

Übrigens wer sich ebenfalls zur Zeit überlegt ein Digitalpiano anzuschaffen; in der aktuellen Keyboardausgabe steht eine Artikel und Vergleich über Stage-Pianos und in der Ausgabe der nächsten Tastenwelt am 15. Dezember, wird etwas über Digitalpianos kommen. Ich habe aber keine Lust noch so lange zu warten ;)
 
cder schrieb:
Also ich kann das P250 ja auch an die Stereoanlage anschließen, wenn ich ordentlich Sound haben will oder hast du PA-Boxen? :D
Die Genelecs sind Aktive mit einem ziemlich amtlichem Wumms. Stereoanlagen resp. deren Brüllwürfel reagieren mitunter recht unerqicklich auf die satte Dynamik, die ihnen da zuteil wird. Da sind schon allerlei über die Wupper gegangen :D . (Nein, nicht bei mir...:rolleyes: )
VG
Udo
 
auch zu #3 ... und die Sache mit dem Pedal habe ich auch geklärt. Man kann einstellen, dass das Pedal halbgedrückt berücksichtigt wird wie beim CLP150 :)

Dazu muß man bei den Pedalfunktionen die Option "SustainCont" einstellen. Ist "Sustain" eingestellt, hat das Pedal nur eine An/Aus-Funktion des Effekts und keine Zwischenschritte, steht auf Seite 69 der Bedienungsanleitung :D
 
Seite 69 war genau die, über die ich heute morgen um 0730 Uhr beim Kaffeetrinken stolperte ;) .

U.
 
so jetzt war ich von 11 bis 14 uhr im musikstore und habe das p250 und clp150 ausgiebig getestet. ergebnis: clp150 gekauft :D

irgendetwas ist da einfach anders ... weiss auch nicht so ganz was? ich war auch fair und habe mit den gleichen kopfhörer getestet. die verkäufer meinten das könnte an einem anderen computer-chip in den instrumenten liegen ... ob es der gleiche ist können sie mir nicht sagen. auch irgendetwas ist meiner meinung nach mit den tasten anders ... ich fühle mich an dem clp einfach wohler, auch mit geschlossenen augen. das die tastaturen jedoch sehr ähnlich sind kann ich bestätigen.

letztendlich haben mich zwei punkte überzeugt:

- auch das clp kann man leicht demontieren ein paar schrauben lösen und schwupp ist das gerät zerlegt (hat mir der händler gezeigt). das p250 ist ja auch nicht gerade etwas was man sich unter dem arm klemmt!

- das p250 ist noch mal ca. 130 euro teurer und dann brauche ich noch ein ständer (ca. 88 euro) ... also bei der clp-variante habe ich fast 200 euro gespart und besser lautsprecher! zwar hat das clp 5 oder 7 stimmen weniger, aber alles wichtige ist an bord (38 stimmen + 480 XG mit 12 DrumKits)

jetzt habe ich zwar ein auffällig nicht gerade schönes instrument, aber einen geilen sound für die wohnung :great: .

falls jemand in zukunft fragen hat, kann er sich gerne an mich wenden. ich habe ausführlich folgende instrumente getestet: Roland DP-900, Roland HP-Reihe, Kawai C5, C7, Yamaha P-120, P-250, Yamaha clp130, clp150, clp170, casio ... da weiss ich aber nicht mehr die Bezeichnung.

der schwerpunkt lag für mich in der 1500 bis 2500-preisklasse. meine persönliche schmerzgrenze lag jedoch bei 2000. die teureren instrumente habe ich nur zum vergleich getestet.

bei aller begeisterung für die technik bleibe ich jedoch bei dem gleichen standpunkt wie alle hier im forum. hat man das geld und tolerante nachbarn, sollte man sich ein richtige klavier kaufen, das gilt gerade für anfänger und besonders die die klassik spielen wollen. mietkauf scheint für unentschlossene oder anfänger eine interessante alternative zu sein (jedoch muss man dann in der regel den transport bezahlen, also vorher mit dem händler alles absprechen, um keine überraschung zu erleben).

heute nachmittag hole ich mein gerät vom lager ab ... mit einem kombi von einem freund :D

gruß christian
 
Hallo,

ich habe deine Kaufentscheidung im forum verfolgt und deine Einladung dich über die Modelle die du an Digitalpianos getestet hast befragen zu dürfen nehme ich gerne an ;-)


falls jemand in zukunft fragen hat, kann er sich gerne an mich wenden. ich habe ausführlich folgende instrumente getestet: Roland DP-900, Roland HP-Reihe, Kawai C5, C7, Yamaha P-120, P-250, Yamaha clp130, clp150, clp170, casio ... da weiss ich aber nicht mehr die Bezeichnung.

Ich suche ein DP welches einem akustischen Piano sehr nahe kommt...(nichts neues). Ich spiele seit vielen Jahren eigentlich auf einem akustischen Klavier welches ich allerdings nicht in meine Mietwohnung Stellen möchte, hauptsächlich zwecks Lärmbelästigung.

der schwerpunkt lag für mich in der 1500 bis 2500-preisklasse. meine persönliche schmerzgrenze lag jedoch bei 2000.

Ist bei mir auch so. Momentan habe ich mich auf die Firmen Yamaha und Kawai versteift. Bei Yamaha kommt eigentlich eher das Clp 130 in Frage, bei Kawai das CA-5. Mich würde interessieren was dich beim Testen von den Kawai Modellen nicht so überzeugt hat, da du dir ja das Clp 150 von Yamaha gekauft hast.
Haust du einen großen Unterschied zwischen dem CA-5 und dem CA-7 bemerkt? Und dementsprechend zwischen dem Clp 130 und Clp150?
Beim Probespielen fand ich bis jetzt dass sich die Tastatur bei Kawai (vielleicht auf Grund der Holztastatur) schon "klavierähnlicher" anfühlt.

Ich bin auf jeden Fall für alle Tips und Erfahrungen dankbar, da meine Investition ja schon von Dauer sein sollte ;-)

Viele Grüße
Babs
 
Hallo Babs!

Ja - das war eine schwere Entscheidung :screwy:. Auch ich fand Kawai die CA-Serie besser von der Tastatur (ob das jetzt an den Holztasten, sei mal dahingestellt). Allerdings fand ich die Tastatur beim Yamaha auch nicht schlecht!!!! Also, sie ist auch sehr gut.

Tendenziell sind die Yamaha-CLP-Geräte etwas günstiger als die CA-Serie :great:. Das war schon mal ein Punkt. Und dann gefielen mir die anderen Sounds bei Yamaha besser - Orgel und Chembalo nutzte ich schon mal gerne bei Bach.

Ausserdem habe ich mir an einem Punkt die Frage gestellt was ich kaufe? ... ich kaufe eine technisches Gerät und kein reales Klavier und ich fragte mich inwieweit ich die Technik, die ein Digitalpiano bietet, nutzen will (z.B. Anschluß am Computer, Nutzung der Klänge, Anzahl der Spuren, Speicher etc.).

In all diesen Punkten bitete mir Yamaha ab dem CLP150 mehr als z.B. das Kawai CA7. Da ich mir früher oder später sowieso ein richtiges Klavier kaufen will, fand ich es nicht schlecht ein Gerät zu haben, das auch anderen technische Möglichkeiten bietet udn nicht nur ein Klavierersatz ist :cool:.

Das war der wesentliche Grund warum ich Yamaha gewählt habe - und es war preiswerter! ;)

Vom Vergelich her würde ich das CLP150 eher mit dem CA7 vergleichen.

Und hier noch ein paar Punkte, die du bedenken solltest:
- das CLP130 verfügt im Gegensatz zum CLP150 nicht über Saitenrezonanz! Sowie das CLP130 auch kein Halbpedal kennt - das heißt beim CLP130 gibt es nur an/aus als Pedalfunktion. Beim richtigen Klavier ist das aber nicht so, sondern stufenweise und das kann auch das CLP150er!!! Ich würde die also aus der Sicht, dass du einen Klavierersatz suchst die zu einem Gerät ab CLP150 raten!!!
- das gleiche ist bei KAWAI-CA-Serie, auch hier gibt es diesen Pedaleffekt und die Saitenrezonans erst ab dem CA7!
- von der Polyphonie sind beide ausreichend, auch wenn Yamaha ab dem 150er etwas mehr hat!

Ich empfehle also mindestens ein KAWAI CA7 oder YAMAHA CLP150 zu holen. Was du hier mehr zahlst gegenüber den preiswerteren Modellen der jeweiligen Serien lohnt sich.
Wenn dir die Tastatur sehr wichtig ist, dann nimm KAWAI. Trotzdem wirst du aber natürlich einen Unterschied auch bei der Tastatur feststellen, wenn du an einem richtigen Klaver sitzt und das waren mir die 400€ mehr zum CLP150 nicht wert, denn meine Schmerzgrenze lag auch bei 2000€.

Ansonsten gibt es noch das CLP170 - das hat eine neue und bessere Tastatur! Kostet aber 2500€ :eek:
Sicherlich wird dieser Tastatur auch bald in die anderen Digitalpianos von Yamaha eingebaut, aber wann das passiert - keine Ahnung? Vielleicht weiss Dein Händler mehr!

Meine zusammenfassende Empfehlung: Mindestens CLP150 oder CA7 kaufen - Ansonsten nach persönlichen Spielgefühl und Erwartungen an das Gerät entscheiden (und Geldbeutel - leider :()

Äh - ich gehe mal davon aus, dass du Klassik spielst :confused: - ist doch richtig oder :D ?
Gruß Christian
 
... oh ... jetzte habe ich gerade gesehen, dass Andreas_ch sein CA7 für 2160€ bekommen hat - das macht das CA7 natürlich interessant ;)
 
Hallo Christian,

danke für Deinen ausführlichen Bericht! :great:

"- das CLP130 verfügt im Gegensatz zum CLP150 nicht über Saitenrezonanz! " :confused:

Aber bist Du Dir sicher, daß das Yamaha CLP 150 über Saitenresonanz-Simulation verfügt? Laut Produktbeschreibung bei Yamaha hat dieses Feature erst das CLP 170.:screwy:

Saitenresonanz-Simulation hätte ich auch gern gehabt, aber da es das anscheinend erst beim CLP 170 gibt, habe ich mich (auch aus Kostengründen) für das CLP 130 entschieden. Das CLP 130 hat dynamische 3fach-Samples und das war mir schon wichtig.

Gruß
schlumeline
:)
 
laut einer produktbeschreibung von yamaha hat das clp150er es dann doch - aber, ich weiss, im internet steht etwas anderes - hmmm? - aber zumindest höhrt man auch, dass das 150er nun mal besser klingt als das 130er.
 
Irgendwie hat sich gerade mein Rechner "aufgehängt", also nochmal:

Hallo zusammen,
verfolge den Thread mit großem Interesse, da auch ich gerade vor so einer Kaufentscheidung stehe. Auch ich komme hauptsächlich von der Klassik (und manchmal Jazz) und suche daher einen adequaten Klavierersatz. Habe ein gutes Klavier, brauche aber etwas, um auch spät abends üben zu können. Zunächst einmal Danke für die ausführlichen und hilfreichen Beschreibungen.
Im Endeffekt blieben auch bei mir Yamaha (P-120) und Kawai übrig. Bei Letzterem schwanke ich zwischen CA5/CA7 oder MP-9500. Bevorzuge jetzt die Stagepianos wegen deren besserer Transportfähigkeit (und weil ich die Homepianos häßlich finde). Für mich spielt der Anschlag die größte Rolle. Zunächst war ich von Yamaha begeistert (P-120 und P-250), bis mich der Händler darauf aufmerksam machte, daß die Tastaturen keinen wirklichen Druckpunkt besitzen. Das "Druckpunkt-Gefühl" wird nur durch die Anstiegskurve des Klangs vermittelt. Man merkt das, wenn man die Pianos ausschaltet und dann spielt. Das gute Tastengefühl kommt dann auch noch daher, daß die Tasten generell sehr schwer sind, wie bei einem richtigen Klavier eben. Das ist bei KAWAI anders. Die AWA Grand Tastatur hat einen echten Druckpunkt, was an der "echten" Hammermechanik liegt. Das MP-9500 ist für mich hier der Favorit. Es verfügt über Saitenresonanzeffekt und hat zusätzlich noch einige interssante Spielereien. Zugegeben, der Preis ist mit ca. 2000 Euro recht hoch, auch wenn man bedenkt, daß keine Lautsprecher eingebaut sind. Es kann aber mehr und klingt realistischer als z.B. das CA-5 und ist im Endeffekt günstiger als das CA-7. Ich persönlich halte es in der genannten Preisklasse für das Instrument, das dem Flügel-Feeling am nächsten kommt. Wenn man jedoch bereit ist, bei der Tastatur geringe Abstriche zu machen und auch Saitenresonanz nicht unbedingt braucht, glaube ich, daß das Yamaha P-120 eine sehr gute und sehr günstige Wahl ist. Das war so etwa das Ergebnis meiner bisherigen Bemühungen und Tests in verschiedenen Piano-Häusern. Letztlcih muß natürlich jeder selber herausfinden, wie es sich unter den Fingern anfühlt.
Würde mich freuen, wenn man hier noch mehr Meinungen hören könnte, bevor ich endgültig zuschlage und viiieel Geld ausgeben.
Gruß,

Wolf
 
1. Ich habe gerade nachgeschaut: Das CLP150 hat Saitenresonanz - kann man auch im Menü einstellen.

2. Ich halte das P120 auch für eine gute Wahl, gerade im Gewichtvergleich, wenn man das Instrument rumschleppen will. Mit dem P250 hat man noch ein bisschen mehr Effekte. Das P120 hat sogar eigene Sampels hat für das Haltepedal wie das CLP ab dem 130er.

3. Ja, die Clavinova sind hässlich :eek: :redface: :) :cool: ! Ok, ich habe selber eins, habe das aber aus anderen Gründen in Kauf genommen.

4. Das MP9500 ist auch eine wirklich feine Sache, ob der große Preisunterschied allein für die Tastatur jedoch gerechtfertig ist, muss jeder selber entscheiden. Grundsätzlich ist meine Meinung (was auch pille schon erwähnte): YAMAHA kommt einem Klavier bei der Tastatur sehr nahe und KAWAI halt eher einem Flügel - es ist dann wohl absolute Geschmacksache was man eher mag - in naher Zukunft wird aber sicherlich auch die neue YAMAHA-Tastatur, die derzeit nur im CLP170 und der neuen Clavinova-Reihe (das bunte Ding, das wie ein in eine farbige Wand eingemaurter Flügel aussieht) eingebaut ist, vielleicht auch in die preiswerteren Instrumente eingebaut. Die ist noch ein Schuss feinfühliger.

Mir persönlich war es nicht Wert für ein Funken bessere Tastatur so viel mehr auszugeben - da waren mir andere Sachen wichtiger - irgendwann werde ich doch eh ein Klavier mal haben (und ob das selbst bei einem guten Instrument mit einem 1a-Flügel in Sachen Tastatur mithalten kann, ist nun mal definitv nicht so, da es ein Klavier ist und kein Flügel, warum sollte ich dann so einen Flügelmaßstab am Digitalpiano anlegen, der es nur teuer macht, aber das Orginal auch nie erreicht).
 
Ich habe mir gedacht, ich könnte auch mal was zu diesem Thema sagen.

Ich habe seit ca. 3 Wochen ein P-250, weil ich es zufällig bei www.musical-sounds.de für 1750 EUR gesehen habe (die sind gerade im Begriff dicht zu machen), und weil ich es schon ein paar mal bei verschiedenen Händlern ausprobiert habe und für gut befunden habe, daneben habe ich auch andere probiert wie z.B. CLP-150, CLP-170, CA7 und CA9, RD300SX. Eigentlich wollte ich, bevor ich mich festlege, noch ein paar weitere Digitalpianos ausprobieren, aber bei dem Preis für das P-250 dachte ich mir, ich kann da nicht so viel falsch machen.

Nun erst mal zum Klang: Ich spiele meistens mit Kopfhörer (AKG-K141), da ich nur abends Zeit dazu habe. Mir gefallen dabei sowohl Grand Piano 1 als auch Mellow Piano 1 ziemlich gut, die Klänge kommen ziemlich nach an ein echtes Klavier heran. Über die eingebauten Lautsprecher ist es nicht ganz so gut wie über Kopfhörer, aber auch hierbei macht es mir sehr viel Spaß auf dem Instrument zu spielen. Seltsamerweise finde ich den Klang über die eingabauten Lautsprecher besser als über die Stereoanlage, womit es eher dumpf und Bass-lastig klingt. Hier könnte ich vielleicht noch was mit dem Equalizer herumspielen, ich habe es aber noch nicht probiert.

Mit der Tastatur bin ich sehr zufrieden. Mir ist zunächst aufgefallen, dass sie sehr schwer gewichtet ist, schwerer als bei jedem Klavier, das ich bisher gepielt habe. Trotzdem lassen sich gerade schnellere Stücke (z.B. Schubert-Impromtus) sehr gut auf dem P-250 spielen, denn die Tastatur repetiert ziemlich gut. Es fällt mir jedenfalls wesentlich leichter, solche Stücke auf dem P-250 zu spielen als auf dem Klavier, auf dem ich 8 Jahre lang während meiner Schulzeit gespielt habe. Der fehlende Druckpunkt auf dem P-250 stört mich nicht wesentlich, normale Klaviere haben den auch nicht. Z.B. finde ich diese GH3-Tastatur aus dem CLP-170 fühlt sich beim Spielen eher nicht so an wie die von einem Klavier, eher vielleicht wie die Tastatur eines Flügels. Ich hatte bisher allerdings nur selten die Gelegenheit, auf einem Flügel zu spielen. Ich glaube nicht, dass man sich mit der Tastatur aus dem P-250 seinen Anschlag kaputt macht.

Für mich persönlich ist das P-250 der beste Lösung. Ich wollte immer ein Digitalpiano haben, das sich noch transportieren läßt, und das geht mit dem P-250 wesentlich besser als mit einem Homepiano. Ich will mir sowieso noch ein richtiges Klavier kaufen (läßt sich halt nicht durch ein Digitalpiano ersetzen). Zwei "Möbelstücke" wären mir da einfach zu viel. Weiterhin hat das P-250 einen Sequencer und diesen General-MIDI-Kram (XG), der für meine beiden Jungs ziemlich wichtig ist. Die wollen halt immer wieder mal MIDI-Files abspielen und irgendwas dazu klimpern, was sie dann auf einem noch freien Track aufnehmen und dann stolz vorführen. Beide bekommen Klavierunterricht, aber in dem Alter (7 und 9) ist das Geklimpere auch noch ziemlich wichtig.
 

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