12" oder 10" Speaker für Combo (offen)

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Würdet ihr einen 10" oder einen 12" Speaker einbauen?

  • 10"

    Stimmen: 7 11,1%
  • 12"

    Stimmen: 56 88,9%

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Hallo,

Ich werde demnächst den leicht defekten Speaker von meinem Combo austauschen.
Als ich einem Bekannten von mir (Wahnsinns guter Gitarrist :rolleyes:) davon erzählt habe, hat er gemeint ich sollte einen 10" Zoll Speaker (statt dem derzeit vorhandenem 12") einbauen.

Als ich frage warum einen 10" statt einen 12" meinte er, dass

  • ein 10" mehr Höhen und Bässe hat/macht, ein 12" dagen mehr Mitten. :rolleyes:
  • ein 10" einem 12" im Druck nichts nachsteht. :screwy:
  • in den ganzen neuen Combos jetzt vermehrt 10" eingebaut werden, da der Sound der 10"er "moderner" ist. :confused:

Was stimmt davon, was stimmt nicht und was würdet ihr mir raten? ;)

Noch ein paar Infos zu meinem Setup: Der Combo ist hinten offen, und wird derzeit als Top für meine 412er "missbraucht".:D
Ich möchte später vlt sogar beide (Combo + 412er) im Stereo-Setup betreiben.
So könnte man die Box als "Druckkanone" verwenden, den Combo dazu, dass man insgesamt mehr Durchsetzungsvermögen hat....

Danke schonmal für euer Antworten :great:
 
Eigenschaft
 
Hallo,
das kommt allerdings sehr auf Deinen gewünschten Musikstil und den AMP an!

Ich habe bisher folgende 10" mit einem Marshall 1987X Selbstbau-Combo ausprobiert:
- Celestion G10-35
- Celestion G10S-50
- Celestion G10-60
Der 60er ist derzeit noch eingebaut und bringt noch das beste Klangbild - allerdings fehlen allen drei die Tiefen!
Die aufgezählten 10" sind definitiv etwas für den höhenreichen Cleansound.
Ich spiele deshalb über eine 2x12"-Box mit Celestion G12-M Greenbacks - das passt ideal.
Grüsse
Jürgen
 
Also stimmt es eher nicht, dass ein 10" mehr Wert auf Bässe als ein 12" legt.

Das hab ich meinem Bekannten auch ned so ganz abgenommen....
 
Eigentlich ist das klar, wenn man sich einfach mal überlegt, warum die Lautsprecherchassis mit abnehmender Frequenz größer werden...Stichwort Membranfläche.

Der 10er ist weniger träge als der 12er und macht daher mehr Hochmitten und Höhen, klingt dadurch insgesamt etwas schriller, wenn man gleiche Fertigungstechnik des 10er und 12er voraussetzt.

MfG OneStone
 
Also dem moderen Sound kann man ja eigentlich nicht so zustimmen, oder? - Es waren doch gerade die uralten Bassmann und Bandmaster, die mit 10"ern bestückt waren.

Ich spiele auch 10er, sie sind ein bisschen schneller im Attack und für funkige Sachen sehr geeignet. Ob eine Membran mehr Druck oder mehr Bässe macht hängt neben der Membranfläche auch noch von der maximalen Auslenkung ab.

LG!

Han
 
Und von dem, was du dem Ding an Signal reinschickst :)
Ahja und die Bauform der Box macht ja auch noch ganz schön was aus :D

Das ist jetzt ca. so als wenn man fragt wie groß die Felgen am Auto sind und das als Indikator dafür verwendet welches schneller fährt...

MfG OneStone
 
Also mein Gallien-Krueger Backline 210 klingt überhaupt nicht schrill! Selbst wenn ich die Höhen voll aufreiße. Dafür hat er Bässe bis zum Abwinken und macht da manchem 115er Konkurenz ...
Okay; das ist ein Bassverstärker. Es lehrt uns aber: Traue nie dem Speakerdurchmesser ...
Bei den Bassisten ist der 10er mittlerweile beliebter als der 15er. Der 12er Speaker ist momentan wieder im Kommen.

Und mein Fender Super 112 Gitarren Vollröhrencombo hat soviele (trockene) Bässe, dass man je nach Einstellung meint ein Bass würde mitspielen. Er hat mehr Wums unten rum als eine 412er Marshall Box.

Wobei ein 210er Combo mehr Membranfläche hat als ein 112er Combo ...
(oder verrechne ich mich da?)

Das "dumme" Ergebnis: Einzig hören hilft. Je nach Gehäuseform / -bauart un verwendeten Speaker kann da alles mögliche an Ergebnissen raus kommen. Es gibt leider keine Faustformel, die treffsicher funktioniert.

Was One Stone schreibt stimmt schon. Bei absolut baugleichen 10ern und 12ern hat der 12er mehr "Arsch". Frage ist aber, ob die Hersteller selbst in der gleichen Serie die 10er immer so bauen wie die 12er, oder ob sie da korrigierend eingreifen.

So sind alle Fragen beantwortet, alles bleibt unklar
und noch viel mehr neue Fragen sind entstanden ... :rolleyes: :)

Gruß
Andreas

P.S.: Wenn vorher ein 112er drin war, würde ich auch wieder einen rein setzen. Das erspart Bastelarbeiten und gegenüber einem 110er ist in der Tat mehr Membranfläche da.
 
Ich hab mal für nen Freund ne Box gebaut mit einem 12" und einem 10" speaker...
genial ausgewogener sound :)
aber 10"er alleine klingne mir (imho) en bische zu höhenalstig :great:
 
M
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also ich persönlich bevorzuge 12er, weil sie meiner erfahrung nach mehr bass bringen und die 10er erfahrungsgemäß wirklich etwas "schrill" klingen
 
Habe jetzt auch einen 12" eingebaut :)

Nur mal der Vollständigkeit halber :great:

Gruß :)
Lukas
 
Ich hab nen 10"! Warum? Der war schon drin. Gerade wenn es um den Ersatz des Speakers geht würde ich nicht gerade die Größe verändern, die werden sich dabei schon was gedacht haben.
Wie hat sich dein Kumpel das auch gedacht, das Ding aufzuhängen? An Federn, freischwingend?!

Ich glaub einfach, dass in den neuen Combos 10" eingebaut werden, damit man den Nachbarn nicht so aufs Schwein geht. Der Trend sind Combos für daheim und gerade Bässe durchdringen selbst Mauerwände. Ich glaube nicht, dass die Lautsprechergröße rein physikalisch besonders den Anteil der Tiefen, Mitten und Höhen verändert. Die Bässe werden einfach erst ab einem bestimmten Druck wahrgenommen und dominieren dann mehr. Das gillt aber nur für kleinere Größenschwankungen.

Warum werden in Combos keine 3 Wege Lautsprecher eingebaut?


PS: Ich bin mir bewusst, dass ich für meine hobbyphysikalischen Äußerungen gelüncht werden kann. :)
 
Also mein Gallien-Krueger Backline 210 klingt überhaupt nicht schrill! Selbst wenn ich die Höhen voll aufreiße. Dafür hat er Bässe bis zum Abwinken und macht da manchem 115er Konkurenz ...
Okay; das ist ein Bassverstärker.

Ja, obendrein noch eine Bassreflexkonstruktion, lässt sich mit nem offenen Gitarrengehäuse also kaum vergleichen ;)

Ich denke auch, dass 10"-LS eher bei den ~5W-Vollröhrenamps beliebter werden, da sie halt weniger Luft bewegen als nen 12"-LS und damit für den Heimgebrauch besser geeignet sind. Mit modernem Sound hat das nix zu tun. "Modern" würde ich bei Gitarrensound eher mit großer Transparenz und schubstarkem Lowend in Verbindung bringen und zumindest auf nen massives Bassfundament sind 10"-LS nicht ausgelegt. Auch bei Bassanlagen liefern 10" halt den knackigeren Ton, 15" aber mehr die Wucht :)

MfG
 
...und mein Fender Super 112 Gitarren Vollröhrencombo hat soviele (trockene) Bässe, dass man je nach Einstellung meint ein Bass würde mitspielen. Er hat mehr Wums unten rum als eine 412er Marshall Box.

...kann ich bestätigen, mein Super Sixty, der ja fast baugleich mit Deinem Super 112 ist (Red Knob, nicht wahr?) führte auch immer dazu, dass sich mein Bassist beschwert hat, mit Bass-Einstellung auf 11 Uhr (=4)...und das bei einem offenen 1*12er-Combo. Lange Rede, kurzer Sinn: OneStone und die anderen haben es auf den Punkt gebracht, Eingangssignal und Boxen- bzw. Gehäusekonstruktion haben ebenfalls Einfluß auf den Sound, bei identisch gefertigten 10ern und 12ern wird bei dem 12er ein etwas tiefer hinab gehender Sound zu erwarten sein, der 10er hingegen ist normalerweise etwas schneller in der Ansprache, die Membran ist minimal weniger träge. Das wirst Du aber wahrscheinlich nicht hören bzw. ist auch für viele Musikstille irrelevant. Und SickSoul sagte ja bereits, dass Zehner bei den kleinen (...) 5-Wattern beliebt sind...Gruß aus dem Westerwald, Alex.
 
Hallo SickSoul,

stimmt schon, dass der GK Backline 210 ein Bassverstärker mit Bassreflex ist.
Allerdings liefert er mit seinen 210ern rundere fettere Bässe als mancher 115er Basscombo.

@ capridriver: Jau, der Super Sixty war von der Elektronik baugleich mit dem Super 112.
Der Super 112 hatte lediglich ein breiteres Combogehäuse.
Und in der Tat: Red Knob! :cool: (obwohl ich auch einen schwarzen Super 112 gesehen habe)

Gruß
Andreas
 
Allerdings liefert er mit seinen 210ern rundere fettere Bässe als mancher 115er Basscombo.

Kann es vielleicht auch sein, dass die 10"er die Bässe "thighter" machen?
Also dass die 15"er schon basslastiger ist, aber die 10"er vielleicht eher den Punch bringen, weil die ja auch bei den hohen bässen und tiefmitten leichteres Spiel haben und den Sound einfach druckvoller erscheinen lassen, während so ein 15"er bei höheren Frequenzen ganz schön ackern muss.
 
@ capridriver: Jau, der Super Sixty war von der Elektronik baugleich mit dem Super 112.
Der Super 112 hatte lediglich ein breiteres Combogehäuse.
Und in der Tat: Red Knob! :cool: (obwohl ich auch einen schwarzen Super 112 gesehen habe)

Gruß
Andreas

Extrem Off-Topic:
Echt, Black Face? War bestimmt ein Umbau ;)! Bin mit meinem immer noch glücklich, mein erster Vollröhrer, vor fast 20 Jahren gekauft und Suuuuper-zuverlässig! Und nun: Back to topics...Gruß Alex.
 
12er, auf alle fälle.

Da fehlt einfach das Bassfundament mMn. Liegt aber auch mit dem Amp zusammen.
Wenn man nen ziemlich bassstarken Amp hat dann kann ne 10er Box schon gut drücken und gut klingen.
Kommt halt darauf an was man so reingibt.

Aber lieber ne 112er Box. Denn bei der hat man immer noch Spielraum. Bei ner 110er Box ist man einfach zu eingeschränkt.

Ist sowieso alles subjektiv :)
 
In meinem Variac ist auch ein 10"er drin und klingt ausgezeichnet! Die besagten "schrillen Höhen" kann ich jedoch nicht ausmachen!
 

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