Der Jazz-Virus hat mich auch irgendwann erwischt und nach einer kurzen Inkubationszeit, war es unabwendbar.
Ich begab mich auf die langwierige Suche,
aber mit meinem 300,- Euronen-Budget war nicht wirklich was tolles zu finden.
Hab viel getestet aber nichts gefunden was man ohne faule Kompromisse behalten hätte können.
Der 77er Squier hätte mir zwar sehr gut gefallen, von Optik und Klang, aber der war leider so lau verarbeitet und die Bünde waren nicht sauber abgerichtet...
Als ich schon ernsthaft am überlegen war das Budget aufzubohren hab ich einen alten Fenix Jazz Bass gefunden.
Die Seriennummer ist E 900221
Wenn ich richtig liege heist das Baujahr 89 - korrekt?
Der erste offensichtliche Haken an dem Bass: Es waren mal Aufkleber drauf gewesen.
Der Lack darunter ist hell, der Rest vergilbt, da es auch noch teilweise ähmm.. Hust,
peinlicher Moment "Sendung mit der Maus" Aufkleber waren, musste ich neue Aufkleber draufpappen um meine Glaubwürdigkeit zu erhalten.
Die Bespielbarkeit ist perfekt. Der Sound ist so wie er sein soll, der Slapsound ist Hammer,
es sind übrigens Fender Custom Shop 60´s Pickups verbaut.
Die PotiKnöpfe waren ziemlich verrottet und haben nicht richtig gepasst, einer war gebrochen,
deshalb hab ich "provisorisch" welche draufgemacht, die mir inzwischen aber so gefallen.
Das Tortoise-Pickguard, war um die Öffnung vom Hals-Pickup unsauber ausgeschnitten und stark verkratzt,
also runter damit! Ersatzpickguard hat nicht gepasst, also wieder mal "Aufkleber" und die Schrauben für den Look wieder rein.
Noch ärgerlich ist das Kratzen der Potis, viel Regelweg ist auch nicht da.
Deswegen bin ich am überlegen die Elektronik einfach komplett neu zu machen.
Ich hab mir schon die Schaltplan-sammlung von Cadafel reingezogen, bin aber ehrlich gesagt, total überfordert.
Was meint ihr, was für ne passive Schaltung passt zu den Fender Custom Shop Pickups?
Und jetzt noch ein paar Bilder vom Bass in seiner natürlichen Umgebung!
Würde mich freuen wenn mir jemand eine Tip bzgl. Elektronik geben kann.