Da wäre jetzt ein Link oder Web-Suchwort cool gewesen... Ich weiß leider gerade wirklich nicht, was ich da in die Suche eingeben soll, um so einen Schriftverkehr zu finden. Interessiert mich aber!!
Könntest Du bitte nochmal aushelfen?
Danke und Gruß
Hm, jedenfalls was aktuelle Verträge angeht wird kaum einer freiwillig was rausgeben. Diese Sorte von Handelsverträgen haben oft eine Verschwiegensheitsklausel drin - offiziell oder halboffiziell kann so was sehr teuer werden für den der was sagt. Die gilt oft auch für ein paar Jahre nach Vertragsende. Klar ist, dass Gibson seit etwa einem Jahrzehnt seine Händler ausgedünnt hat und nur noch jene akzeptiert welche eine bestimmte Menge an Ware abnehmen und einen lokalen Shop haben (brick and mortar) zur Präsentation. Wo die Grenze da liegt weiss ich nicht, aber es dürften schon mehr als 20 Gitarren sein die man innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. Kollektionsdauer) abnehmen muss. Es gibt sicherlich ebenfalls eine Preisbindung - was man daran sieht, dass aktuelle Modelle überall ungefähr das gleiche kosten - bis die nächste Saisonware angekündigt ist. Dann sind die Händler offenbar freier in der Preisgestaltung. Und ausserdem muss man einen Querschnitt aus dem Programm abnehmen. Gibson macht hier das gleiche wie viele andere auch, z.B. Modelabels. Wenn du bei einer bestimmten Marke eine Kollektion kaufst, kannst du auch nicht nur die am besten laufenden Größen 36-42 (Frauen) aka Les Pauls z.B. kaufen, du musst auch 34, 44,46 etc. abnehmen ( aka Resonatorgitarren oder so) sofern vorhanden. Wer mehr abnimmt bekommt auch hier bessere Preise und/oder Einflussnahme auf die Kollektionszusammenstellung, das ist überall so. Die Unterschiede können drastisch sein.
Wie weiter oben beschrieben: Wenn nur irgendwo eine einsame Gibson hängt will die keiner oder hält sie für einen Rückläufer. Also muss der Händler vorfinanzieren, vielleicht 20-50 Stück ordern und ausstellen, hat vielleicht noch ein paar im Lager. Die hat er nach einem Jahr vielleicht noch nicht abverkauft und kann/muss diese günstiger anbieten während im Laden schon die neue Welle an Gitten ankommt und ausgestellt werden will.
Ich frage mich da immer, warum wir einerseits auf der Suche nach dem umfangreich anbietenden Musikgeschäft sind, die auch
innerhalb einer Serie Vergleichsmöglichkeiten bieten uns es andererseits aber oft egal ist wie der Händler das stemmen können soll als kleine Klitsche, denn wie auch immer: Keine kleine Klitsche kann es sich - selbst bei Einkaufspreisen von geschätzt 40-70% des Ladenpreises leisten, nur eine Gibson/Fender/Irgendwas in den Laden zu hängen. Da sind wir Kunden oft zu verwöhnt oder argwöhnen gleich ... Das weiß auch der Händler. Die alte Supermarktregel: Die Regale haben immer voll zu sein, zur Not eben mit Les Paul-Models anderer Hersteller.
Edit: Das liegt halt auch an der Marktdurchsetzung von Gibson. Andere Hersteller können sich das nicht oder nicht so leisten, würden aber gerne.
Edit 2: Hab doch noch ein paar Zahlen in einer Financial Times von 201 gefunden:
http://www.ft.com/cms/s/2/cad42764-...tml?ft_site=falcon&desktop=true#axzz1FN7lHSYS
Hier wird von einem Händlerumsatz ab etwa 100.00 USD jährlich ausgegangen.