so, dass besonders gute Instrumente oft nicht dran kommen, weil die "weniger guten" gut genug sind.
Den Effekt gibt es bei mir nicht. Ich bin immer am Ausprobieren, welche Gitarre bei was nach meinen Vorstellungen klingt. Genau um diese Möglichkeit zu haben, habe ich eine Mehrzahl von Gitarren und wĂŒrde mir sofort die nĂ€chste kaufen, wenn keine meiner vorhandenen Gitarren bei einem bestimmten Lick meine Klangvorstellungen erfĂŒllen wĂŒrde.
ist sie in dem fast neuwertigen Zustand wohl mehr wert, als wenn sie schon abgerockt ist.
AuĂerdem gibt es ja auch noch den Spruch: "Der erste Kratzer tut am meisten weh." Davor fĂŒrchte ich mich wohl auch noch zusĂ€tzlich.
der generelle Zustand ist vom Vorbesitzer nicht so gut. Deswegen wird die am meisten geschont.
Konkret schonen will und muss ich meine Gitarren nicht. Ich habe auch kaum Gitarren "neu" gekauft, sondern fast alle sind gebraucht und hatten schon Kampfspuren (aber keine SchĂ€den). Ich will auch nicht das "Haben" zur Freude oder Investition praktizieren, sondern jede ist zum Spielen da, halt dann, wenn sie mir am geeignetsten erscheint - deshalb sind sie auch so verschieden (auch oder vor allem meine 7 Gibson LPs). Das ist dann so eine Kombination zwischen Emotion und Analysenergebnis, wenn ich mich bei einem Lick oder einer Idee fĂŒr eine entscheide (verkompliziert wird das allerdings durch die Wahl aus ca. 20 Combos ..., wobei ich meine Pappenheimer schon kenne und letztlich 3 bis 4 fĂŒr einen konkreten Fall infrage kommen, wie auch bei den Gitarren, deren individuellen Klangbereiche ich ja inzwischen auch kenne).
Auch meine ersten Gitarren (Akustik und E-Gitarre) hebe ich nicht mehr auf. Bei der Akustischen hat sich am Steg die Decke gewölbt (verkauft vor ca. 10 Jahren) und die E-Gitarre wollte ich "damals" umbauen/verschönern, was "nicht so richtig klappte", so dass ich sie schon vor 45 Jahren zerlegt verkauft habe. Witzigerweise waren beides Cimar. Ach ja, bis vor ca. 20 Jahren hatte ich nur die Akustische - weil ich ja eigentlich/hauptsĂ€chlich Keyboarder bin - und hab mir 2004 im Rahmen eines USA-Urlaubs erst wieder eine Elektrische "gegönnt" (das ist meine 57er RI Goldtop Gibson LP). Grade der gĂŒnstige Dollarkurs zu der und in der folgenden Zeit fĂŒhrten zu WĂŒnschen und deren ErfĂŒllungen.
An eine gewinnbringende Investition habe ich nie gedacht. Mein Kaufverhalten war dennoch immer besonnen und es gab nie ein "Must Have". Wenn es nicht zu meinen Preisvorstellungen ging, hab ich es gelassen und mich weiter mit der "Jagd" "befriedigt". Ăberwiegend hab ich schon auf Rasse und Klasse (also vergleichbar Zuchthunden) geachtet, wobei ich nur zweimal quasi hinter einem "prĂ€mierten" Exemplar her war (jeweils "echte" 59er LPs im 6-stelligen Bereich), aber beide Male die Finger davon gelassen habe. "StraĂenköter" waren nur wenige dabei und alles, was mir nicht passte, wurde zeitnah wieder verkauft (das waren in den letzten 20 Jahren ĂŒber 100 StĂŒck) und aufgrund externer "Vorgaben" habe ich dann vor ca. 10 Jahren auch mal den Bestand kritisch verglichen und daraus etwa 50 StĂŒck "gehen lassen". Was ich jetzt noch habe - inzwischen doch wieder ca. 25 Gitarren - hört sich vielleicht nach viel an, ist aber genau das, was ich zum Spielen und Rumprobieren haben möchte (und auch guten Gewissens vererben darf und will).
Daher
habe ich mehrere Gitarren, von denen halt nicht alle regelmĂ€Ăig drankommen (siehe meine erster Post hier im Thread), aber bei mir keine mehr gehen wird.