opa_albin
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Am Handy ist es immer doof, lange Texte zu schreiben. Deshalb war ich vorhin etwas kurz angebunden.Warum setzt Du Db7 mit G7alt gleich? Hat G7alt nicht ein g?
Was ich meinte: Db7#11 (mixo #11) hat die gleichen Töne wie G7alt. Und beide Skalen sind "echte" Tonvorräte, also ohne Avoid-Töne. Deshalb funktionieren die an der Stelle so gut.
Du kannst natürlich je nach Kontext auch andere Töne verwenden, die dann aber ggf. dissonant klingen und nur als Durchgangs-/An-/Umspielungen gut funktionieren.
Ist schon grundsätzlich richtig. Aber das heißt nicht, dass man in einem Stück, was auf C-Dur beginnt und endet, immer die Töne der C-Dur-Diatonik verwenden muss.Ich betrachte das ganze halt immer aus dem Hintergrund der Tonart vom Stück, auf dieser Idee basiert ja auch die Stufentheorie, wie ich es verstanden habe.
Wenn es zB in die Paralleltonart geht, also über Bm7 - E7 nach Am, kannst Du für E7 die A harm moll benutzen, dann bleibst Du weitgehend bei der C-Dur-Diatonik außer dem Leitton zu Am.
Wenn man aber statt E7 E7alt benutzt, ergeben sich aus den alterierten Tönen auch die entsprechenden Skalentöne. In dem Moment modulierst Du quasi in eine andere Tonart und bist nicht mehr in C-Dur.
Vielleicht verstehe ich Dich auch falsch, vermutlich weißt Du das ja auch ...
Nur die Töne, die vom Akkordsymbol nicht festgelegt sind, füllt man quasi mit den Tönen der Tonart auf, wenn man möglichst in dieser Tonart bleiben will. Will man aber beim Hörer das Gefühl vermitteln, dass es in eine andere Tonart geht, nimmt man zum "Auffüllen" die Töne dieser (lokalen) Zieltonart.
In einer Jazz-Form geht es ja normalerweise auch wieder zurück in die Ausgangstonart. In der Klassik muss das nicht so sein, dort wird meistens nicht über "zirkulierende" Formen gespielt, sondern linear. Ansonsten funktioniert das dort genauso.
Bis dahin, dass man über einzelne Töne schon die Modulation in eine neue Tonart anschieben kann - Bach zB macht das ganz oft. Zum Beispiel wenn man bei einem Moll-Akkord eine 6 (13) hinzufügt, hat er sofort eine Subdominantwirkung und unterstützt dadurch eine entsprechende Kadenzierung. Genauso beim Jazz mit II-V-I oder Vergleichbarem.
Ich bin jetzt theoretisch nicht so sattelfest wie die anderen hier, aber aus meiner Sicht gibt es an vielen Stellen beide Varianten - also die diatonischen Töne zu verwenden und möglichst nahe an der Haupttonart des Stücks zu bleiben, oder eben "lokale Modulationen" zu machen und dabei die entsprechenden Töne zu verwenden. Musikalisch wirkt es halt unterschiedlich und man muss sich überlegen, was man will. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und es war das, was Du meintest