[Amp] Palmer Fat 50 Combo

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Palmer Fat 50 Combo

Vorgeschichte:

Auf der Suche nach einem neuen Amp bin ich damals, nach wirklich ausgiebigem Testen von Vox, Fender, Peavey, Hughes&Kettner etc., zuerst beim Marshall JVM 215 Combo gelandet. Den habe ich relativ günstig gebraucht in einem Musikgeschäft bestellt. Ich war mit dem Sound sehr glücklich, jedoch hatte ich immer wieder kleine technische Probleme, bis ich den Amp dann zurückgab.
Was anderes sollte her - Für einen neuen JVM reichte das Geld nicht wirklich, zumal ich dem Amp nicht mehr so ganz traute.
Ich erinnerte mich an den Palmer FAT50 Combo
, den ich mal im Musikladen gespielt hatte und der meinen Klangvorstellungen eigentlich entsprach - Allerdings hatte ich von Palmer wenig gehört und optisch wirkte er nicht besonders überzeugend auf mich. Damals hatte ich mich einfach auf den Marshall eingeschossen, von dem ich nur Gutes gehört hatte und wollte mich nicht so recht auf den Palmer einlassen.
Nachdem ich den Fat 50 dann aber nochmal im Musikladen 2 Stunden angespielt hatte, entschied ich mich dafür, ihn gleich mitzunehmen. Das ist jetzt ein gutes Jahr her, sodass ich ein bisschen was zum Amp sagen kann…

Info:


  • Streetprice: 750 Euro
  • 50 Watt
  • 1x12"; Eminence Governor Speaker
  • 2 Kanäle: Clean und Drive
  • Gain Boost, im Clean und Drive aktivierbar (Also effektiv 4 Kanäle)
  • Bright-Schalter
  • 1x 3 Band EQ + Presence Regler
  • Federhall (Fußschaltbar)
  • Mastervolume + 2tes Mastervolume
  • Regelbarer paralleler Effektweg
  • Fußschalter: CHANNEL/GAINBOOST/REVERB/VOLUME

Kanäle und Sounds:

Der Aufbau erinnert stark an einen ENGL Screamer. Der Amp hat 2 Kanäle, die durch den Gain Boost aber eigentlich zu 4 werden, die ich mal der Reihe nach durchgehen werde:

  • Clean: Ein ausgesprochen warmer Ton kommt einem da entgegen. Die Bezeichnung "Fat" kommt nicht von ungefähr. Dem Einen oder anderen kann es ein wenig zu muffig werden, dann kann aber einfach der "Bright"-Schalter aktiviert werden und der Klang wird deutlich heller, bleibt aber immer noch sehr warm.


  • Clean+GainBoost: Jetzt schalten wir am Fußschalter den GainBoost dazu. Es kommt, je nachdem wie weit der Gain Regler der Clean Kanals aufgedreht wird ein leicht angezerrter bis crunchiger Sound zustande. Allerdings gibt es hier keinen zusätzlichen Volumeregler für den Kanal, sodass hier schon ganz schön laut gespielt werden muss, wenn es richtig crunchen soll. Der Amp ist nämlich mächtig laut - Auch schon wenn der Master-Regler nicht weit aufgedreht ist. Aber wer Crunch will, schaltet eh in den nächsten Kanal. Der Clean+Boost- Chanel ist eher was für einen bluesigen, fast cleanen Ton, der bei gewissem Anschlag schön reagiert und ein bisschen das Verzerren anfängt.


  • Gain: Wir schalten den Gain-Boost ab und in den Drive Channel, wo es ganz typisch AC/CD mäßig zur Sache geht. Ein sehr definierter, ausgeglichener Klang, wunderbare harmonische Verzerrung. Genial auch für ZZ-Top-mäßige Sounds, weil der Kanal recht trocken ist und trotzdem schon schiebt und sehr fett klingt. Wenn man den Gain Regler ausreizt, kann schon ein richtiges Brett gefahren werden, das auch Metalfans gut gefallen wird. Der Bright-Modus wirkt sich auch in diesem Channel aus, allerdings weit weniger als im Clean-Channel. Am Anfang habe ich garkeinen Unterschied gehört, wenn der Bright-Schalter an war, aber eine kleine Veränderung gibt es auch im Drive Channel.


  • Gain+GainBoost: Jetzt kommt wieder der Gain-Boost hinzu: Es wird zum einen nochmal deutlich Verzerrter, aber zum anderen auch nochmal komprimierter, ein bisschen bassiger und cremiger und weniger trocken. Der Klang bleibt definiert, wird aber wesentlich dicker und "schmatzt" mehr. Nochmal der Verweiß auf das Wort "Fat" im Produktnamen. Der Name ist besonders hier Programm. Ähnlich wie beim JVM mit Humbuckern ein bombastisch großer, fetter Ton, nur ein bisschen definierter und klarer oder je nach Betrachtungsweise ein bisschen weniger dick. Interessanter Weise bringt der Palmer in dem Kanal dafür stark verzerrte Rhythmusparts mit Strats mit SingleCoils viel fetter rüber als jeder andere Amp den ich bisher gehört habe (auch als der JVM).
    Ich liebe diesen Kanal und benutze ihn fast immer wenn ich was Verzerrtes spielen will, auch wenn er vielleicht (?) als Solo Kanal gedacht ist. Für Manche ist es vielleicht zu viel Gain oder zu mumpflig, allerdings kann ja dann einfach der Gain-Boost weggelassen werden, oder am EQ gearbeitet werden.

Wer, so wie ich, Clean und Gain+Boost direkt hintereinander verwendet, muss jedenfalls auf die beiden linkesten Treter des Fusschalters gleichzeitig treten um Channel und Boost gleichzeitig zu wechseln. Das ist Barfuß ein bisschen doof, mit Schuhen aber gar kein Problem.

Der Federhall ist toll, ich hätte mich auch mit einem digitalen zufrieden gegeben, aber schaden kann es ja nicht. Bei Hall und Delay ist es mir ziemlich egal ob die analog oder digital sind, wohingegen ich die warme Verzerrung von Röhren wie beim Palmer schon deutlich schöner als die Transistorzerren, die ich kenne, finde. Wie auch immer, der Hall macht was er soll - Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich eben kein Hallfetischist bin und den Regler meistens auf 2 schalte um ein bisschen mehr Raum zu schaffen.

Der letzte Taster am Fußschalter, der übrigens enorm robust und schwer ist, aktiviert das 2. Volume: Hinten am Amp gibt es einen kleinen Regler, der die Lautstärke des Amps drosseln kann. Wenn dann der Volumetaster bedient wird und das Licht leuchtet, macht der Amp voll auf und es wird so laut, wie der Mastervolumeregler VORNE auch anzeigt. Ich hoffe das ist verständlich ausgedrückt. Es ist ein bisschen komisch zu erklären, weil es ein bisschen komisch gelöst ist, aber OK…

Equalizer:

Der Equalizer ist endlich mal so, wie man es von jedem EQ auch erwarten sollte. Ich weiß, nicht warum das so ein Problem für die anderen Hersteller ist. Der EQ arbeitet ganz exakt und bietet einem alle Einstellungsmöglichkeiten. Was ich sonst noch nie erlebt habe: Sind alle Regler, Bass,Mid,High, auf Null, kommt auch nichts mehr raus aus der Kiste. Das macht ja auch Sinn. Ich denke das ist der große Knackpunkt bei vielen Amps: Sie lassen sich nicht richtig manövrieren, weil die Regler ganz offensichtlich nicht den ganzen Sound beeinflussen können. Der EQ abeitet meiner Ansicht nach besonders effektiv, wenn man aus der 12 Uhr Stellung z.B., statt Höhen hinzufügt, Bässe wegnimmt. Das mach ich aber bei fast allen EQ lieber, ich habe das Gefühl, das der Klang dann natürlicher ist, als wenn man künstlich irgendwas draufpackt, was nicht da ist.

Verarbeitung:

Wie oben erwähnt, ich finde nicht, dass der Amp besonders toll aussieht, das ist aber eine subjektive Sache. Besonders hochwertig sieht er eben aus meiner Betrachtungsweise auch nicht aus, ABER:
Die Potis haben einen angenehmen Drehwiederstand, die Cockpitmäßigen Schalter sind auch super Robust und bei genauer Betrachtungsweise lässt sich eigentlich fast nichts erkennen, was auf irgendeinen Mangel hindeutet.
Mein einziges Problem mit dem Amp war, das der Presence-Regler mal den Geist aufgegeben hat und dann praktisch immer voll auf war. Keine Ahnung wie es dazu kam. Der Amp wurde schon ein paarmal vom Proberaum zu Gigs transportiert, ich passe dabei aber eigentlich immer sehr gut auf…Die super netten Jungs von Palmer haben den Amp jedenfalls kostenfrei innerhalb einer Woche bei mir abholen und repariert zurück bringen lassen. Generell wird Service bei Palmer ganz groß geschrieben. Mit ein paar Leuten hier aus dem Board hatten wir mal ein paar Fragen und Unklarheiten im Handbuch gefunden und haben Palmer geschrieben, die immer freundlich und schnell geantwortet haben und uns sogar kleine "Dankeschöns" für das Aufmerksam machen zugeschickt haben.

Sonstiges:

Wie der Amp mit Pedalen klar kommt, kann ich nicht wirklich beurteilen, dafür hab ich zu wenig probiert. Einige Male hab ich den Marshall Jackhammer davor geschaltet, das war cool, aber nichts, was ich nicht auch mit der Amp Zerre hinbekommen hätte. Sonst habe ich nur immer mal wieder ein Delay in den Effektweg, was auch - wie bei wahrscheinlich jedem Amp - klappte ohne irgendwie Aufzufallen.
Was ich ganz nett finde ist, dass die Firma ihren Sitz in Frankfurt hat. Ich weiß nicht ob die Amps dort vollständig gebaut werden, aber der Service funktioniert halt einfach schon tausend Mal besser als mit den anderen Marken, wo die Entwickler und die Chefs hinter dem großen Deich sitzen.

Ich habe mit dem Amp ca. 10 Gigs gespielt, und wurde 3 mal von den Mischern unaufgefordert angesprochen, wie geil der Amp abznehmen sei. Wirklich eigenartig, aber da hab ich mich schon gefreut J
Man kann übrigens den internen Speaker zusätzlich zu einer externen Box gleichzeitig laufen lassen. Da braucht man dann eigentlich nur noch eine 1x12er Box statt einer 2x12er - Praktisch! Hab ich aber noch nicht probiert.
Übrigens: Die 50 Watt sind mehr als genug. Er ist sau laut und ordentlich schwer!

Soundsamples:

Von mir kann ich hier ein instrumentales Lied anbieten, dass ich im Winter aufgenommen habe. ALLE Gitarren wurden mit dem Palmer eingespielt. Größtenteils ist es der Sm57 Sound, aber auch ein paar andere Mikros waren mit dabei. Ich denke, auch wenn es gemixt wurde, erkennt man, wie der Amp ungefähr klingt, weil beim Mischen, fast nur Lautststärke und Panning gemacht wurde, die Sounds wurden so gut wie gar nicht verändert (bis auf diesen Effekt ganz am Anfang):


Hier gibt es auch ganz fantastische Soundsamples, die es möglich machen, ein Gefühl für den Amp zu bekommen (ich hoffe, dass ich das verlinken darf):
http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/palmer-fat50-combo.html
(Ist auch ein tolles Review dort)


Ich freu mich über jedes Feedback und jeden Hinweis, wenn was nicht stimmt oder fehlt!
 
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Da ich es schade finde, wenn bei manchen Tests keine Rückmeldung kommt, hier meine: Sehr nett geschrieben, hat mir Spaß gemacht zu lesen. Hatte ihn auch mal im Auge, dann aber wieder aus selbigen verloren.
Übrigens cooles Sample. Bin bei sowas eigentlich skeptisch, da ich finde, man muss den Amp live und in heimischer (Proberaum, Wohnzimmer, etc., je nach Einsatzbereich) Umgebung hören und "spüren". Nichtsdestotrotz ist es gut eingespielt und eine nette Beigabe:)

Beste Grüße,
Jan
 
Wieder ein Palmer-Fat50-Jünger! Super Review. Was für Musik machst du denn mit dem Amp? Für Metal empfinde ich den Combo nicht so gut, da (wie bei einigen meiner ehem. Combos, deswegen habe ich nur noch Topteile) das Gehäuse zu doll vibriert hat und Nebengeräusche verursacht hat. Ich habe immer gedacht, dass der Drehknopf auf der Rückseite nicht die Lautstärke des Amps beeinflusst, sondern nur die Anhebung durch den 2nd Volume steuert. So habe ich das auch aus der Anleitung gelesen gehabt. Das werde ich mal bei meinem Head probieren ;)
 
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Ich wollte es gerade bewerten....
Hab ich aber schon....:D

Sehr schönes Review!
 
Wieder ein Palmer-Fat50-Jünger! Super Review. Was für Musik machst du denn mit dem Amp? Für Metal empfinde ich den Combo nicht so gut, da (wie bei einigen meiner ehem. Combos, deswegen habe ich nur noch Topteile) das Gehäuse zu doll vibriert hat und Nebengeräusche verursacht hat. Ich habe immer gedacht, dass der Drehknopf auf der Rückseite nicht die Lautstärke des Amps beeinflusst, sondern nur die Anhebung durch den 2nd Volume steuert. So habe ich das auch aus der Anleitung gelesen gehabt. Das werde ich mal bei meinem Head probieren ;)

Ich spiele Blues und Rock bis hin zu Hard Rock und ein bisschen härteren Sachen. Von Hendrix über Peppers , Joe Bonamassa hin zu Slash sind so meine Sounds und Songs. Ich finde eigentlich Störgeräusche bemerkt man eben (wenn überhaupt) nur, wenn man (fast) cleane Parts spielt (dass bei tiefen Frequenzen z.B. mal was mitsurrt)- Ansonsten ist es doch so laut und verzerrt, dass da vom Gehäuse nichts mehr zu hören ist?
In dem Video, dass ich oben erwähnt habe, bekommt man von der Musikrichtung einen kleinen Einblick, wobei das ganze eher die weiche und funkige Schiene ist ;)

Und ja, das mit dem Volume ist - wie gesagt - ein bisschen komisch. Ich hatte wie Du in der Anleitung verstanden und war auch verwirrt. Aber es ist tatsächlich eine Dämpfung und das wohl auch absichtlich, so wie ich die Jungs verstanden habe.

Danke für das Feedback!


Danke auch Dir, Daddy :)
 
Könnte jemand von den Admins noch diesen Link zum Review hinzufügen?.Das ist eine neuere Version von dem Song, den ich mit dem Palmer aufgenommen habe...

http://www.youtube.com/watch?v=Leks1bf9weE

Wäre auch nett, wenn jemand bei der Gelegenheit mal die falsche Klammer im Threadtitel korrigiert ;) Danke :)
 
Jemacht jetan!
Das nächste Mal einfach per Melde-Button. ;)

Greetz,

Oliver
 
Geht klar! Danke :)
 
Also erstmal ist das Review wirklich gut geschrieben. Mich würde mal ein direkter Soundvergleich mit dem Screamer interessieren, denn die Specs und die Beschreibungen der Sounds erinnern mich doch wirklich s e h r an den Screamer. Von den Specs und dem Aufbau würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass da kaum ein Unterschied besteht. Die Regler sind zwar etwas anders angeordnet, aber hinten sehen beide Amps völlig gleich aus. Gut, der Palmer hat einen anderen Speaker.
Hat jemand da mal einen Vergleich mit beiden Amps gemacht?
Übrigens ein schönes Soundsample.
Viele Grüße
Locki
 
Danke, Locki!

Ich hab den Screamer - meine ich zumindest - mal ganz kurz angespielt und so, wie ich mich erinnere, wirkte er auch mich etwas härter/böser/moderner/metaliger während der Palmer eher bluesiger/rockiger war. Clean fand ich den Palmer noch ein bisschen bassiger. Bin mir allerdings nicht mal mehr 100 prozentig sicher, ob das der Screamer oder ein anderer ENGL war und hab ihn auch nur kurz angespielt und ohne eingespielten Speaker...
 
Ja, der klingt schon etwas aggressiv und hat brizzlige Höhen, zumindest meine ich das. Ich habe die Röhren ausgetauscht und seit dem ist es weg und er klingt nicht mehr so "modern".
 
Hey ho,

ich hatte mal den Direktvergleich gemacht. Ich würde nicht behaupten, dass der Screamer "härter" ist.
Die Amps sind vom Aufbau mehr als ähnlich, das fällt schon auf, doch klanglich waren es in meinen Ohren Welten. Ich habe generell ein Problem mit ENGL, da sie mir zu dumpf klingen. Der Palmer ist im Vergleich zum Screamer (oder Thunder) wesentlich offener und kann wesentlich mehr im High-Gain Bereich (was mir wichtig ist), klingt insgesamt dyamischer. Auch Clean und im Crunch liegt der Palmer weit vorne, da er einfach klarer klingt. Der ENGL klingt dumpfer und mitten "betonter" und matscht irgendwann. Letztendlich liegt es aber im Ohr des Hörers. Ich war mit Freunden vor Ort, die mir meinen Eindruck aber bestätigten.
Da ich ein Topteil haben wollte, habe ich beide Amps an einer V30 Box und der Palmer F212 mit Delta und Govenor getestet.

Mittlerweile habe ich auch die erste Vorstufenröhre gewechselt (auf anraten einiger Board User), wodurch der Palmer noch aggressiver klingt ;)

Gruß
DeadboZ
 
Das ist ja mal interessant :)

Was mich zum Palmer gebracht hat, war eben, dass er nicht so unangenehm aggressiv ist sondern sehr warm und organisch. Kann aber ja auch am Speaker liegen...
 
Wahrscheinlich. Ich habe mal drei verschiedene Boxen mit dem Screamer Top getestet, die Engl 212 Pro mit V30, die selbe mit anderen Celestion speakern, ich weiß leider nicht mehr welche und die Orange PPC 212 mit V30. An allen drei Boxen klang der Amp ziemlich unterschiedlich. Die Box macht wirklich viel aus. Ich fand den Engl etwas zu fizzelig in den Höhen, was sich aber durch einen Röhrenwechsel sehr verbessert hat. Nun klingt er schön rund in meinen Ohren und vor allem fett, das kommt aber auch auf jeden Fall von der Box.
 
"unangenehm aggressiv" finde ich gut, genau so klingt der Palmer in meinen Ohren gerade nicht, sondern der Screamer ;)
Gerade in der High-Gain Zerre hat der Palmer bei mir gewonnen, gerade aus aggressiv, während der Screamer immer mehr muffeliger wurde. Es kommt da aber eben auf die gespielte Musikrichtung an ...

Der Govenor (grundlegend im Combo verbaut) klingt auch anders als der V30, obwohl er ein Klon dessen ist. Er klingt insgesamt runder als der V30. Der V30 geht schon merbar in Richtung Metal, der Govenor ist in meinen Ohren eher all-rounder. Dazu dann noch verrschiedene Boxenbauerten und Positionen dieser. Ich spiele zu Hause einen Turm aus 2x 112ern, es ist nur eine 112 mit V30 angeschlossen. Die klingt in meinen Ohren besser, wenn sie ganz unten steht. Es ist echt irre, was den Sound so alles beeinflusst.
 
Ich komm gerade jetzt nicht ganz mit Deadboz :D

Findest du den Screamer jetzt unangenehm aggressiv oder muffelig? :D

Das ist für mich so ziemlich das genaue Gegenteil ;) Und den Screamer fand ich eben aggressiv, den Palmer dagegen dumpfER, wärmer, organischer, runder. Nicht matschig oder so, aber halt nicht so stechend.

Sounds zu beschreiben ist doch ne tolle Sache, oder :D
 
Habe hier mal den Clean-Kanal das Palmers getestet - der Clean ist einfach sagenhaft:

http://www.youtube.com/watch?v=LOHnLzr978g

Super differenziert, klar und mit viel Punch - besser geht es für meine Ohren kaum. Verträgt sich auch super mit Pedalen (nutze eigentlich zur Zeit nur den Clean-Kanal)
 
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@ Dizzy: Sehr geschmackvoll, gefällt mir echt gut! : )

Der Clean vom Palmer klingt in meinen Ohren auch wirklich gut - wenn da nur nicht dieser mulmige Drive Sound gewesen wäre, hätte ich mir den Amp auch gekauft.
 
@ Dizzy: Sehr geschmackvoll, gefällt mir echt gut! : )

Der Clean vom Palmer klingt in meinen Ohren auch wirklich gut - wenn da nur nicht dieser mulmige Drive Sound gewesen wäre, hätte ich mir den Amp auch gekauft.

Der Crunch-Kanal hat mich erst auch enttäuscht. Hatte immer irgendwie das Gefühl, dass ich diese matschigen Mitten nicht rausbekomme, aber dann hat sich das Problem gelöst als ich die Chance hatte den Amp mal laut zu spielen.
Gute Crunch-Sounds bekommste mit einem Röhrenamp anscheinend nicht bei Zimmerlautstärke gebacken - laut klingt der nach einem Marshall JCM800 aufgerissen - trotzdem bevorzuge ich Bodentreter für die Zerre.
Vielleicht sollte ich dem Crunch-Kanal noch eine Chance geben, aber alleine der Clean-Sound war die Kohle wert :)
 

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