Brummen verschwindet beim Berühren der Saiten - Erdungsproblem ?

Hatte ich auch bei meiner 2015 Les Paul Less+ mit den 57 PUs.

Die haben ziemlich heftige Nebengeräusche produziert unter anderem deine genannten Geräusche, gepaart mit einem Marshall JVM 410 (der an sich schon ein recht geräuschvoller Verstärker ist) war das nicht zum aushalten. War aber nur diese Gitarre, alle anderen waren eigentlich recht ruhig. Die Erdung zur Brücke und der PUs habe ich überprüft und war nicht das Problem. Ich habe dann auch mit einem Kabel mit Krokodilklemme versucht die Erdung herzustellen, war auch nicht erfolgreich.

Ich wollte dann nachfolgend die PUs tauschen und im Zuge dessen das E-Fach neu abschirmen mit so einem Graphitlack. War mir aber dann zu doof und ich habe die Gitarre dann verkauft.

Welche Gibson und welche PUs hast du?
 
Habe ich schon einmal hier im Forum geschrieben, weiß aber nicht mehr wo.
Du hast hier geschrieben. *edit: Zusammengeführt*
Du kannst in deinem Profil schauen, welche Themen du erstellt hast (oder auch ein anderer User erstellt hat), da findest du dann eine säuberliche Liste.
Gruß Andreas
 
Grund: siehe Edit (grün) - C_Lenny
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dann sind die Saiten nicht geerdet... bzw. nicht mit dem Massepunkt am Poti verbunden.
Daran liegt es nicht,,,,habe alles überprüft und durchgemessen.

Welche Gibson und welche PUs hast du?
Les Paul 50' Tribute mit Gibson Alnico 490 R und 498 T

Du kannst in deinem Profil schauen, welche Themen du erstellt hast (oder auch ein anderer User erstellt hat), da findest du dann eine säuberliche Liste.
Danke für die Info !
 
Hi,

es ist völlig normal, dass die Gitarre mehr Nebengeräusche einfängt, wenn man die Saiten nicht berührt. Das heißt auch keineswegs, dass die Saiten "nicht geerdet" sind - im Gegenteil!

Die Störquelle sind nämlich nicht die Saiten, sondern Du selbst. Der Mensch ist auch nicht etwa die Erde, sondern wird über die Saiten an die elektrische Masse (Erde) angeschlossen. Das ist übrigens ganz wörtlich zu nehmen, den letzten Endes ist man über Kabel, Ampmasse, Stromnetz/Schutzleiter mit einem Erdanker verbunden, der irgendwo unten im Haus in der Erde steckt. Eigentlich müsste das also "Körpererdung" heißen...

Die Saitenmasse dient dazu, dass der menschliche Körper, der wie eine Antenne Störgeräusche aus der Umgebung, vom Amp, anderen elektrischen Geräten usw. einfängt, mit der Masse verbunden wird. Da der einzige elektrisch leitfähige Teil, den man (fast) die ganze Zeit über anfasst, die Saiten sind, wird die Verbindung dort hergestellt. Probier mal folgendes aus: lass die Gitarre aufgedreht und nimm die Hände von den Saiten. Jetzt brummts stärker. Dann leg die Gitarre ab oder stell sie in einen Gitarrenständer, immer noch aufgedreht. Wenn Du Dich jetzt ein wenig entfernst, sollte der Störpegel wieder geringer werden. Am höchsten ist er, wenn Du ganz nah dran bist, aber die Gitarrensaiten noch nicht berührst. Beim Spielen steht bzw. sitzt man nun unmittelbar hinter den Tonabnehmern, also nehmen deren Spulen das ganze Störfeuer auf.

Tatsächlich gibt es Gitarristen, die bei starken Einstreuungen im Studio ein leitfähiges Armband tragen, das über ein kurzes Kabel mit der Bridge der Gitarre verbunden ist, damit die Störgeräusche permenent abgeleitet werden.

Dass der Unterschied in der Einstreuung bei Strats nach dem Loslassen der Saiten oft geringer ist, habe ich auch schon festgestellt. Ich könnte mir dafür mehrere Erklärungen vorstellen: Zum einen sind Strats oft besser abgeschirmt, gerade wegen der SCs. Sie haben in aller Regel zB eine leitende Folie auf dem Pickguard, während bei Les Pauls keine Abschirmung da ist. Zum anderen ist da noch das Tremolo samt der Federn. Die sind ja ebenfalls leitend und an Masse angeschlossen, wobei sie genau unter den Pickups liegen. Ich habe die Vermutung, dass die letztlich als zusätzliche Abschirmung nach hinten zum Körper wirken. Zu guter Letzt haben die HB der Les Paul natürlich mehr Output. Wenn die also schon mal was einfangen, ist es dann auch lauter als bei SCs.

Gruß, bagotrix
 
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Sobald ich meine Finger von den Saiten wegnehme, brutzelt es so komisch

Deswegen haben sowohl Leo als auch Les Paul an der Gitarre ein Volume Poti vorgesehen...das dreht man halt in Spielpausen ab und Ruhe is im Karton (beobachtet zB mal Bonamassa wie oft der an- und wieder abdreht). Ich hab auch etwas gebraucht mich daran zu gewöhnen in Spielpausen abzudrehen aber inzwischen geschieht das (fast) unbewusst, selbst wenn ich mal dazwischen singen muss...

Hier zB bei 0:40:

 
Ich habe vergessen zu erwähnen, das die Stromversorgung im Haus noch aus den 50er Jahren ist.
Die Masse ist auf Minus genullt oder wie das heißt, bin kein Fachmann.

Wenn ich mit der Hand über das Gehäuse des Multieffekts, oder das Frontpaneel des Verstärkers
streife, ist so ein unangenehmes elektrisierendes Gefühl vorhanden.

Aber wie oben bereits beschrieben ist das Problem nur bei der Gibson.
Ich werde nun einmal intensiver die Masseverbindungen untersuchen.

Franky
 
Wenn ich mit der Hand über das Gehäuse des Multieffekts, oder das Frontpaneel des Verstärkers
streife, ist so ein unangenehmes elektrisierendes Gefühl vorhanden.

In dem Fall würde ich nur noch über einen Sender oder über Batterieamps spielen - alles andere ist potentiell lebensgefährlich :tomatoes::stars: :crutch:!

Denn wenn das der Normalzustand ist, kann es gut sein, dass schon bei einem geringfügigen Defekt im Gerät oder dem Leistungsnetz volle 230 V auf die Saiten kommen. Bei einem Haus mit simpler Nullung ohne Schutzleiter wird regelmäßig auch das Kabelmaterial so uralt sein, dass die Isolierung zu jeder Zeit irgendwo zerbröseln kann - Kurzschluss, Brandgefahr, Strom, der auf Gehäuse von Elektrogeräten gelangt... Ich bin kein Elektriker, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass die Hauserdung schlicht nicht in Ordnung ist, zB der Erdanker korrodiert ist oder sowas.

Falls Du zur Miete wohnst (und ohne jetzt ganz konkret in den Einzelfall einzusteigen): Grundsätzlich erkennt die Rechtsprechung keinen Anspruch gegen die Vermieter an, einen zur Zeit des Neubaus mit damals normgerechter Verkabelung versehenen Altbau immer nach aktuellen Normen nachzurüsten. ABER (und das ist ein großes ABER) es muss alles natürlich schon betriebssicher sein. Letztlich ergibt sich das umittelbar aus dem Wortlaut des BGB, denn eine Wohnung muss wie jede Mietsache "in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand" sein. Da hätte ich jetzt gewisse Zweifel, wenn ich handelsübliche, mangelfreie Elektrogeräte anschließe und da Strom fließt...

Ich würde von daher auch dringend mal nachmessen, wieviel Spannung am Gehäuse anliegt, und ggf. beim Vermieter vorstellig werden. Tatsächlich könnte man da sogar eine Pflicht des Mieters in Betracht ziehen. Denn grundsätzlich haben Vertragsparteien auch Nebenpflichten, die ganz Außenstehende (wie zB Besucher) nicht haben. Dazu gehört, den anderen Partner auf Gefahren aufmerksam zu machen, die einem auffallen. Vielleicht weiß der Vermieter ja gar nichts davon, dass da was nicht stimmt.

Gruß, bagotrix
 
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Das Problem mit dem Brummen ist nur durch eine gut Abschirmung der Gitarren Elektrik in den Griff zu bekommen. Die Tonabnehmer sind Humbucker und von sich aus relativ ruhig, aber es gibt aber eine Menge nichtabschirmter Leitungen und Kabel (Pickupwahlschalter, Klinkenbuchse,...)
So man die Saiten berührt, fungiert dann der eigene Körper als Abschirmung (zumindest für die Rückseite...).
Graphitlack ist die einfachste Möglichkeit eine leitende Hülle für die Elektrik zu schaffen. Am besten funktionieren tut Kuperfolie meiner Erfahrung nach.
Nicht vergessen diese Hülle mit Masse zu verbinden!

(...das mit dem elektrisierende Gefühl beim Berühren des Verstärkers klingt nicht gut!!!!!!!!!!)
 
Es ist zwar schon sehr spät (3:15) aber ich habe bis eben noch "rumgebastelt".
Ich habe nun alle 4 Potigehäuse mit einem Massekabel verbunden (gelötet).
Außerdem habe ich das Gitarrenkabel an beiden Enden mit einem klappbaren
Ferritkern zur Entstörung bestückt und die Knisterei ist weg ( kein Voodoo).

http://www.ebay.de/itm/2-Ferritfilt...bis-8mm/291705096144?_trksid=p2047675.c100005.

Jetzt muss ich nur noch die Stromversorgung in meiner Wohnung überprüfen lassen, mit dem Vermieter
habe ich schon gesprochen.

Bye und gute Nacht, hab müd im Gesicht.

Franky
 
In der heutigen Zeit der Mobiltelefone, laptops, computer, Home-Automation usw. sind Klappferrite mittlerweile unverzichtbar an allen "sensitiven" Leitungen.
 
Moin!

Ja, das ist zwar wahr, aber was bringt es einem, wenn die im hörbaren Bereich nicht wirken?

Schicken Gruß,
Etna
 
Wie du einen Beitrag weiter oben lesen kannst, wirken die durchaus gegen Prasseln und Knistern - das ist auch physikalisch durchaus erklärbar.
 
Was ich auch ganz gut finde ist, das es einige AC/DC Adapter mit diesen Ferritdingern gibt,
kann man nachrüsten wo keine vorhanden sind....

Zusammenfassung: Diese beschriebenen Knister/Brutselgeräusche habe ich zu 98 % wegbekommen.
Ein Brummen, wie ich anfangs geschrieben habe war ein wenig übertrieben....
Ich vermute mal, das die heutigen, mit Platine und Steckverbindung bestückten Gibsons nicht so
das "gelbe vom Ei" sind und ich schon überlegt habe, die ganze Elektronik zu entrümpeln und
traditionell von Hand zu verdrahten, aber dazu habe ich im Moment kein Bock drauf.

Schon wieder so spät :D:rolleyes:

Franky
 
Ich habe es getan ! Die Platine und Steckverbinder samt Kabel habe ich nun "rausgerissen".
E-Fach mit Abschirmlack eingepinselt und die Fachabdeckung mit Alufolie beklebt.
Sämtliche Kabel neu verlegt. Die Klinkenbuchse mußte auch erneuert werden, habe keine
Ahnung was die bei Gibson für einen Schrott eingebaut haben.

Im E-Fach sieht es bissle chaotisch durcheinander aus, aber alles funktioniet.
Das "Brummen" und Geknister ist nun 100%ig weg, es herrscht absolute
Ruhe.
Fach.jpg
2.jpg
1.jpg
 
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Hi, habt ihrn Tipp , wie man so einen Ferritkern am besten benutzt ? also z.B. nur in die Masseleitung, nur in die Signalleitung oder nur um beide zusammen ?
Und gibts da Empfehlungen, inwieweit man ein Idealverhältnis zwischen SNR und Beeinflussung des Sounds herstellen könnte ?

LG Jörch
 

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