"The Death of the Electric Guitar"

  • Ersteller DerZauberer
  • Erstellt am
Was ist für dich "Provinz"? Ich kann auch mit ner Kleinstadt (ca. 10k Einwohner) dienen, da ist es ganz genauso - mit DJs füllt man die Hütten, bei Bands (sofern es nicht internationale Größen sind), kommt nichtmal die Hälfte...
Das haben wir sogar im "kleinen" Rahmen schon im örtlichen Jugendzentrum Anfang der 2000er Jahre gemerkt. Neu ist die Entwicklung also wirklich nicht.

Und ich kenne auch andere "Dörfer", da gibt es regelmäßig irgendwelche Partys, auf denen, ich nenne es mal "Ballermann-Mucke" (ein wüster Mix aus Schlager, Oldies, 80s Pop, NDW, 90er "Eurodance" etc.) aufgelegt wird. Da wird gesoffen und gefeiert ohne Ende. Ab und zu schummelt sich aber auch mal was von AC/DC darunter. *g*
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessantes Zitat von Hans Thomann: "Zweifellos ist bei Gitarren eine Sättigung des Markts zu erwarten" - der müsste es ja wissen, oder?
natürlich ist die zu erwarten... bei der Menge, die dort rausgehauen wird ... :D
 
Ich als Großstädtler hab die Erfahrung gemacht, dass man mit Elektro Party macht, und Rock zu Haus hört.
Die Szenen sind nicht mehr so radikal getrennt was die Zuhörer angeht wie früher.

That said, ich verstehe nicht wieso man sich mit ganz vielen Leuten trifft und dann so laut Musik anmacht, dass sich keiner unterhalten kann :confused:
Bei nem Konzert hat man ja wenigstens noch was zu gucken...
 
Was ist für dich "Provinz"? Ich kann auch mit ner Kleinstadt (ca. 10k Einwohner) dienen, da ist es ganz genauso - mit DJs füllt man die Hütten, bei Bands (sofern es nicht internationale Größen sind), kommt nichtmal die Hälfte...
Das haben wir sogar im "kleinen" Rahmen schon im örtlichen Jugendzentrum Anfang der 2000er Jahre gemerkt. Neu ist die Entwicklung also wirklich nicht.

Und ich kenne auch andere "Dörfer", da gibt es regelmäßig irgendwelche Partys, auf denen, ich nenne es mal "Ballermann-Mucke" (ein wüster Mix aus Schlager, Oldies, 80s Pop, NDW, 90er "Eurodance" etc.) aufgelegt wird. Da wird gesoffen und gefeiert ohne Ende. Ab und zu schummelt sich aber auch mal was von AC/DC darunter. *g*
Ich gehe jetzt mal von der Provinz in NRW aus. Viele Dörfer und kleinere Städte bis so ca. 80.000 EW, die nächsten größeren Städte sind etwa eine Autostunde entfernt.

Diese ganzen "Schlager-Sauf-Parties" gibt es da natürlich andauernd und das schon so lange ich denken kann. Da geht es dann aber nicht wirklich um Musik, sondern Alkohol in rauen Mengen und die kleine Hoffnung, einen Stich zu landen :). Trotzdem gibt es noch relativ gute Auftrittsmöglichkeiten für Newcomer-Bands, wenn auch manchmal privat organisiert (jemand kennt einen Veranstalter usw.). Es gibt öfters Bandwettbewerbe, Rock im ABC-Parties usw.
Ansonsten kenne ich da viele "gleichgesinnte" Leute, von denen viele auch ein Instrument spielen oder singen. Ich finde es dort einfacher jemanden zum jammen zu finden oder jemanden, der zu einem Konzert mitkommt, als z.B. in der Großstadt. Selbst die Leute, die damals in der Region studiert haben, hatten schnell einen Freundeskreis mit "Gleichgesinnten" gefunden. Das ist aber auch eine "gefühlte" Sache.
 
Gesoffen wird auf Rockkonzerten aber auch - und das nicht zu knapp. ^^

Diese Bandwettbewerbe, Kneipenfeste mit zig Bands in verschiedenen Lokalitäten etc. gibt es hier im Münchner Raum auch. Nur sind die eben recht schlecht besucht.
In den 90ern gab es im örtlichen Jugendzentrum auch noch einmal wöchentlich eine öffentliche Jam-Session. Das war super, da konnte jeder kommen, der Bock hat, und einfach mitspielen. Gibt es leider schon seit über 15 Jahren nicht mehr und wurde seinerzeit durch "Zockertreffen" (damals sog. "WLAN Parties") ersetzt.
 
die kleine Hoffnung, einen Stich zu landen :)
:rofl: das ist der Vorteil bei extrem lauten Clubs, man kann viel trinken und gleichzeitig wenig Falsches sagen^^

Nö, LAN-Partys ;-)
Weil die PCs über LAN-Kabel verbunden sind.
So hab ich auch einige Wochenenden verbracht, das schließt aber nicht das Spielen von Instrumenten aus.
Bei uns saßen da Drummer, Gitarristen und Pianisten und fast alle hörten beim Zocken Hardrock und Metal.

Und das sowohl in der Stadt, wie auch in der Eifel
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
So hab ich auch einige Wochenenden verbracht, das schließt aber nicht das Spielen von Instrumenten aus.
Das nicht, aber wenn die Location nur eins zur Zeit verkraftet, muss das andere weichen.
Bei Myxin warens scheinbar die Mukker, die weichen mussten...
 
Und täglich Grüßt der Tod der E-Gitarre. Oder so.:tongue:

Das rotglühende Eisen mit dem Stempel „Die Jugend von heute“ fasse ich mal lieber nicht an (is eh zu schwer und außerdem hab ich Rücken) geb mir stattdessen noch eine Ladung The Bros. Landreth.

Ich bin aber mal gespannt, was passiert, wenn die ganzen gigantischen Sammlungen* der Generation derer, die vor dem Pillenknick geboren sind, auf den Markt gespült werden. Für uns kaufbereite Gitarristen könnte das ein Segen, für die Serienhersteller aber wirklich das Ende des Wachstums sein, weil sie auf einmal mit ihrem eigenen Output der letzten Jahrzehnte auf einem eh schon übersättigten Markt konkurrieren müssen.
Kleine Gitarrenbauer und Innovatoren wird es vermutlich nicht so arg treffen, weil es immer eine Klientel gibt, die sich ein Instrument auf den Leib schneidern lassen bzw. etwas ungewöhnliches abseits vom Mainstream will. Aber Fender und Co werden die Argumente ausgehen, neue Gitarren zu verkaufen, die sich nicht oder kaum von den vorherigen Jahrgängen unterscheiden. Ein Argument pro Neukauf könnte CITES werden, je nachdem wie es in der Praxis umgesetzt wird.

Den Vintagemarkt beäuge ich schon lange mit einer gewissen Skepsis und würde mich nicht wundern, wenn auf einmal mehr "100% originale" 1956er Strats in den Läden stehen als tatsächlich 1956 in Fullerton gebaut wurden. :evil:
Die wirklich echten und gut dokumentierten Sammlerstücke mit Geschichte werden davon wohl eher nicht betroffen sein und möglicherweise sogar noch im Wert steigen, wenn sich die Investoren so richtig darauf stürzen, nachdem sie sich an Fälschungen und doch nicht soooo seltenen Instrumenten die Finger verbrannt haben. Erinnert sehr an die Blase auf dem Markt für klassische und exotische Autos in den 90ern. Jaguar XJ220, anyone? ;)

Und wer weiß? Vielleicht schiebt eine große Verfügbarkeit guter Instrumente gar eine neue Welle von Gitarrenmusik an, weil eine neue Generation die altmodischen Klampfen ihrer Vorväter für sich entdeckt und etwas völlig Neues damit anstellt, wie es Clapton, Beck, Green und die anderen Heroen in den 60ern gamacht haben?

Optimistischst,
Captain Blackguard:)


* Mir sind schon ein paar ungespielte Sammlungen untergekommen, die nichts mit Vintage und klassischen Sammlerstücken zu tun haben sondern eher dem Thema „Gut sortierte Custom Abteilung eines großen Musikhauses zwischen 1990 und 2010“ folgen. Wenn ich das konservativ hochrechne, warten alleine in Deutschland tausende an neuwertigen Instrumenten der großen Hersteller auf ihre Wiederentdeckung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
das die gitarre (und andere instrumente) ins hintertreffen kommt, ist nicht verwunderlich.
für elektronische musik, muß ich kein instrument beherrschen. also kann jemand mit einem PC, einer DAW und einer maus hochwertig klingende musik produzieren und ins internet stellen.

ich lerne derzeit gitarre und klavier. beides ist anstrengend, und ich vermute, das wird oft gescheut, darum geht man den weg des geringsten widerstands und macht elektronische musik.

was die gitarre an sich anbelangt, gehe ich davon aus, daß die mode in ein paar jahren wieder richtung rock schwingt. wenn die leute sich an den süßen stimmchen mit synth-begleitung satt gehört haben, wird man wieder derberes hören wollen.

so meine einschätzung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
....öffentliche Jam-Session.... Gibt es leider schon seit über 15 Jahren nicht mehr
Gibt es hier in der Gegend sogar mehrere. Bei schönem Wetter am Lagerfeuer, bei Sauwetter im Wirtshaus, wobei es da oft sehr eng bis kuschelig wird
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vielleicht werden wir Restgitarristen ja unter eine Art Naturschutz gestellt :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Immer lustig wenn die Satire (1992) von der Realität überholt wird ;)

gs_09_92_ibanez_skolnick.jpg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 12 Benutzer
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Es ist die Frage, ob die existierenden Gitarren Helden, so große Helden sind, die es mit einem Monzart oder Wagner aufnehmen können. Letztere haben quasi null AirPlay/Relevanz für Jugendliche seit fast hundert Jahren und dennoch stirbt weder ihre Musik noch die entsprechenden Instrumente. Wird es in 50 Jahren noch Geigen und Violinisten geben? Ich denke auf jeden Fall. Mal sehen wie sich die E-Gitarre da schlägt.....
Die Klassische Community ist gegenüber Mozarts Zeiten doch auch extrem geschrumpft. Und der einzige Grund warum jeder Mozart kennt ist doch weil er Teil des Schulunterrichts ist. Wenn das nicht der Fall wäre und so nicht jede Generation quasi zwangsweiße von Mozart und co gehört hätten, würdest du ihn heute kennen? Ja als Musiker vll - aber als normalsterblicher?
Ich glaube nicht - vll hast du die Stücke mal gehört - in nem Film - aber wissen wie es heißt - pustekuchen.

Die E-Gitarre genauso wie die Gitarre ist nachwievor ein sehr populäres Instrument. Und kaum eine CD, selbst in genres wo man es nicht vermuten würde, kommt gänzlich ohne sie aus.

Es wäre schwachsinnig zu behaupten ein Instrument würde aussterben. Das wird der Gitarre aufkeinenfall passieren, so wie praktisch keinem anderen Instrument. Und die Popularität schwankt doch ohnehin schon immer. Jenachdem was gerade im Mainstream in - ist.

Ich sehe überhaupt kein Problem. Und kann den Typen in dem Artikel nicht ganz ernst nehmen.
Niemand hat wegen John mayer angefangen Gitarre zuspielen, echt jetzt? Total verquerre Weltanschauhung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hier noch ein schöner Beitrag zu dem Thema:

 
Die Klassische Community ist gegenüber Mozarts Zeiten doch auch extrem geschrumpft. Und der einzige Grund warum jeder Mozart kennt ist doch weil er Teil des Schulunterrichts ist. Wenn das nicht der Fall wäre und so nicht jede Generation quasi zwangsweiße von Mozart und co gehört hätten, würdest du ihn heute kennen? Ja als Musiker vll - aber als normalsterblicher?
Ich glaube nicht - vll hast du die Stücke mal gehört - in nem Film - aber wissen wie es heißt - pustekuchen.....

ich behaupte das gegenteil.
zu zeiten mozarts, lebten etliche millionen menschen weniger in europa, es gab kaum nachrichten, daher war mozart eher regional bekannt und hier und da in konzerthäusesern von damaligen metropolen wie wien, salzburg, mailand usw.
sonst war er relativ unbekannt. auch seine stücke waren kaum bekannt, weil es keine tonaufzeichnungen gab, nur sehr wenige kopien der partituren, damit kollegen die stücke in anderen städten aufführen konnten.
wenn er damals vielleicht 1mio menschen bekannt war, war das viel würde ich meinen.

heute sind süßigkeiten, plätze, schulen, straßen nach ihm benannt, es gibt millionen tonträger. seine noten in allen varianten.
in jedem konservatorium wird mozart auf dem lehrplan stehen.....er ist heute ein star, damals ein fast verkanntes genie, das arm gestorben war.

jeder kennt mozart. außer vielleicht naturvölker
 
Ich steig auf das Theremin um, wenn die Gitarre ausstirbt. Klingt bestimmt auch nicht schlecht, wenn man das durch nen Marshall jagt :D
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben