Ist die Zeit der 100 Watt Topteile vorbei?

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...auch wenn`s etwas abschweift vom Thema, aber man muss doch sehen für was Röhren ursprünglich gedacht sind--zum Verstärken halt. Es liegt sicherlich nahe, dass nicht ganz so hochwertige Exemplare im ursprünglichen Sinn also nicht so gut sind und deswegen zB in "high-endigen" Röhrenamps aus dem Hifi und Home-Audio Segment natürlich einer möglichst klangneutralen und feinen Auslegung solcher Geräte im Wege stehen. Nicht ohne Grund werden vor allem in diesem Segment Mullard und Co mittlerweile teilweise fast mit Gold aufgewogen.

In der Praxis ist es oft auch nicht ganz einfach zB die Endstufensektion eines Ampeg SVT mit wirklich guten und rausch/brummfreien Röhren zu bestücken. Das ist ein Grenzbereich, wo Sound doch nicht alles ist.

In Gitarrenverstärkern sieht das zum Glück etwas anders aus-hier kann eine Röhre mit "schlechteren" Daten sogar prägnanter klingen-sofern die Qualität nicht auf Kosten von Belastbarkeit und Haltbarkeit geht.
 
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Der Musikerbereich ist auf jeden Fall anders, weil halt so subjektiv. Bei SpectreSoundsStudios auch erst ein Video gesehen, wos um Metalrecording ging. Erzählt Glenn auch davon, wie im Profibereich Metalgitarren durch ein billig-Behringermischpult aufgenommen werden, statt Preamps für mehrere tausend zu nehmen, ala "wir nehmen ja nicht Deline Cion auf, dreckig ist geil"
 
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Ich bin primär im Hardrock Bereich beheimatet, spiele in meiner Band (mit lautem Trommler) meißt vor 400 - 1500 Leuten. Equipment ist hauptsächlich ein JMP 2203 inkl. 2x12er. Der Master vom Amp steht je nach Location zwischen 9:30 und 13 Uhr - also ich möchte meine 100 Watt nicht missen. Sicherlich würde den Job auch zb ein 2204 mit 50 Watt erledigen, allerdings klingt der 100-Watter doch runder, hat mehr Fundament unten rum und der 50er wäre unerheblich transportabler. Also why not 100 Watt Amp?

Zwischenzeitlich hatte ich auch mal einen Amp 1 im Einsatz, das war allerdings nicht das Gelbe vom Ei. Zweifelsohne kein schlechter Amp und wirklich super handlich & praktisch - soundtechnisch und vom Spielgefühl konnte er aber nicht mit einem "richtigen" Amp mithalten. Da mir der eigene Ton beim Spielen sehr wichtig ist, habe ich noch keine bessere Lösung gefunden. Die Kemper Erfahrung im Vergleich lasse ich hier mal außen vor, bevor die Diskussion wieder losgeht :D
 
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Ich bin primär im Hardrock Bereich beheimatet, spiele in meiner Band (mit lautem Trommler) meißt vor 400 - 1500 Leuten. Equipment ist hauptsächlich ein JMP 2203 inkl. 2x12er. Der Master vom Amp steht je nach Location zwischen 9:30 und 13 Uhr - also ich möchte meine 100 Watt nicht missen. Sicherlich würde den Job auch zb ein 2204 mit 50 Watt erledigen, allerdings klingt der 100-Watter doch runder, hat mehr Fundament unten rum und der 50er wäre unerheblich transportabler. Also why not 100 Watt Amp?

Zwischenzeitlich hatte ich auch mal einen Amp 1 im Einsatz, das war allerdings nicht das Gelbe vom Ei. Zweifelsohne kein schlechter Amp und wirklich super handlich & praktisch - soundtechnisch und vom Spielgefühl konnte er aber nicht mit einem "richtigen" Amp mithalten. Da mir der eigene Ton beim Spielen sehr wichtig ist, habe ich noch keine bessere Lösung gefunden. Die Kemper Erfahrung im Vergleich lasse ich hier mal außen vor, bevor die Diskussion wieder losgeht :D

Guter Punkt mit der Transportabilität :D.

1. Die Holzgehäuse wiegen in der Regel einiges.
2. Die meisten Netztrafos könnte man locker durch Ringkern ersetzen. Laney hat das z.B. schon oft gemacht ohne Probleme...wer schaut denn auch ständig von hinten in den Amp?

Allein damit könnte man sicher schon Gewicht sparen ohne auch nur ein Watt analoge Röhrenleistung einbüßen zu müssen :cool:.
 
Als ich vor knapp 10 Jahren meine 2x50W = 100W Röhren Endstufe samt Röhrenvorstufe verkauft habe war klar, die Zeit der 100 W Röhre ist für mich vorbei!
Zwei Tage später stand ein neues Topteil da. nicht 50, nicht 25, 10, 5 oder 1W Röhrenpower -nein......















































180W Vollröhre!

[provokation]Hubraum ist durch nichts zu ersetzen -außer durch mehr Hubraum! aber das erklär mal dem Lupo fahrenden ÖkoVeganer...

Ein Fullstack wird noch geiler, wenn noch ein zweites (eigenes) daneben steht! Das können aber nur die beurteilen, die überhaupt schon mal über ein Fullstack gespielt haben! [/provokation]

nix für ungut, aber was soll die Diskussion? Machen SUV´s Sinn? ne Rolex, ein Iphone, Hawaii Urlaub, neue kaputte Jeans?
 
Grund: Ergänzung
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*Troll an

100 Watt Topteile sind immer noch IN! Weil sie so schön Leuchtn
IMG-20171212-WA0007.jpeg


*Troll aus

Ich finde auch heute haben die 100er immer noch ihre Daseinsberechtigung. Klar können Kemper es Profilen und ja auch kleine Amps können abgenommen werden und sind teilweise scheisse laut.

Aber ich will halt bei meiner Musik das der Amp auch auf B oder F Standard klarkommt. Leider hab ich bis jetzt nur ein Top unter 50 Watt gehabt was es einigermaßen konnte und nicht rumgemumpft hat!

Daher jedem Tierchen sein Plesierchen :)
 
Schöner H&K Trilogy :D
Meinen habe ich ja nach fast 8 Jahren dieses Jahr verkauft...
Aber das Teil war viel live dabei und im Proberaum... Zuverlässig wie ein Panzer... Manchmal vermisse ich den schon.
 
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Und warum hast du ihn dann verkauft?
 
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Und warum hast du ihn dann verkauft?

Ach.. Den hatte ich hauptsächlich nur im Einsatz mit den Coverbands. Da ich in dem Punkt aber auf Modeller umgestiegen bin, stand das Teil immer mehr ungenutzt in der Ecke. War zu schade...
 
Nein! Noch lange nicht!
20171216_112501 (2).jpg
 
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Weil ich gestern mal wieder mein 100 Watt Vollröhrentopteil nach vielen Monaten in Betrieb setzte - trotz auf die Gefahr hin, einen induktiven Schluss zu formulieren -, beantworte ich die Eingangsfrage mit Nein.

20171220_172200.jpg


Das Topteil besitze ich fast so lange, wie ich Gitarre spiele. Meine eigene Kanalkette war zuerst Gitarre - Kabel - 2 Kanal 20 Watt Transistorverstärker, dann kam zwischen Kabel und Verstärker ein Ibanez Metalcharger und ein weiteres Kabel, danach noch ein Crybaby und noch ein Kabel. Dann flog der Metalcharger aus der Kette und es kam ein Korg G3.
Und kurz vor 2000 stach mich eine Line 6 Hornisse. Und alles zwischen Gitarre und Verstärker flog raus, weil POD mit Floorboard. Update auf 2.0. Ach, der Verstärker wurde auch obsolet.
Dann flogen POD und Floorboard raus, POD XTLive rein. Das weg. POD HD500. Ablösung durch HD500X. Für die 500er ergänzte ich aber einen Line 6/Bogner DT50 212 Combo, um mal "amtlich" ohne Kopfhörer spielen zu können.
Gestern packte ich nach Monaten des Schweigens das Top aus der Kiste, verkabelte es mit dem Cab, schloss noch den Footswitch zur Kanalwahl an, stöpselte die Gitarre direkt per Kabel ein und spielte im Clean- oder Crunch-/Overdrive-Modus.
Da es durch "moderne" Endgeräte nicht mehr notwendig ist, alleine aus dem Amp heraus das Publikum zu beschallen, sondern mit digitalen Kisten eine direkte Einspeisung in die Beschallungsanlage erfolgen kann, ohne vorher Mikropositionen usw. zu definieren, können Verstärker durchaus kleiner ausfallen.
Auf der anderen Seite wird es aber immernoch genug Audiophile geben, die eben nicht digital modellierten Klang haben möchten, sondern Oldschool-Tonwiedergabe.
 
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Also ich bin, wie viele von uns, von Transistor-Amps über ein 100W-Hybrid-Halfstack von VOX hin zu einem 100W-Vollröhren-Halfstack von VOX gekommen. Als daraus kurze Zeit später dann ein Fullstack wurde, wollte ich nie mehr davon weg. Mittlerweile sind alle aus meiner Band auf Fullstacks umgestiegen - trotz der 120 fuckin Kilo des Turms! Das ist mir das Rumgeschleppe wert!
Also was ist besser als ein 100W-Röhren-Fullstack? … Richtig! Zwei 100W-Röhren-Fullstacks!
 
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Mittlerweile sind alle aus meiner Band auf Fullstacks umgestiegen - trotz der 120 fuckin Kilo des Turms! Das ist mir das Rumgeschleppe wert!
sag ich ja, wem das Schleppen nichts ausmacht ( ich habe bis ins hohe Alter geschleppt ) und wenn der Platz da ist, spricht nichts, aber auch gar nichts gegen das Original.
 
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Interessant finde ich, dass beim Thema Modeling oder Kemper & Co immer nur über die Amps gesprochen wird. Selbst bei Amplitube finde ich das Experimentieren mit verschiedenen Boxen oder Micros ziemlich drastisch von den Unterschieden. Die Boxen und Speaker werden imho oft etwas stiefmütterlich behandelt.

Aber bevor ich Unsinn erzähle, weil ich Kemper nicht kenne... Es ist doch sicher möglich die Boxen zu tauschen oder ist es nicht möglich, da Amp, Mikro und Box quasi ein "Paket" ist ?
 
Beim Kemper kannst du mit Merged Profiles auch die Cabs ändern...
 
Der Musikerbereich ist auf jeden Fall anders, weil halt so subjektiv. Bei SpectreSoundsStudios auch erst ein Video gesehen, wos um Metalrecording ging. Erzählt Glenn auch davon, wie im Profibereich Metalgitarren durch ein billig-Behringermischpult aufgenommen werden, statt Preamps für mehrere tausend zu nehmen, ala "wir nehmen ja nicht Deline Cion auf, dreckig ist geil"

Immer Geschmacksache. Dreckig kann cool sein, Rauschen nicht...
 
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Klar. Aber das Rauschen hörst auch nicht, wenn da aufgerissene Highgainamps spielen. Da wird ja auch nichts groß komprimiert nachträglich außer vll ein leichter Kompressor im tieferen Frequenzbereich um die Spitzen von Palm Mutes abzufangen.
 
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