Jet City JCA-20HV als "Billig-Plexi" oder andere Lösung?

  • Ersteller Hanseat
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Tja, wenn die Lösung so einfach wäre, dann nur her damit.

Meine Ausgangsfrage war ja, ob der Jet City als "Billig-Plexi" (Marshall-artiger Sound mit hervorragender Feindynamik) durchgehen kann - oder ob es eine andere Lösung gäbe. Ich habe den Jet City bislang noch nicht anspielen können, dazu kann ich also nichts sagen - und die Berichte von Usern des Amps klangen auch nicht unbedingt so, als ob mich diese Variante ans Ziel bringen würde.

Zum Budget ("Geld-spielt-keine-Rolle"): Ich halte eigentlich nichts davon, ein festes Budget zu setzen und erkläre auch gerne warum: Möglicherweise gibt ja es eine günstige Lösung, warum sollte man dann mehr als nötig ausgeben? Vielleicht muss man aber auch mehr Geld in die Hand nehmen, um das Ziel zu erreichen - dann ist das eben so. Außerdem gibt es ja gegebenenfalls auch die Möglichkeit, nach einem gebrauchten Amp zu suchen, um diesen günstiger zu erwerben.

Im Moment ist das Problem weniger das Budget, als die Lösung bei der es einfach passt.

@Myxin: Danke für den Tipp - der Orange OR15 könnte tatsächlich auch noch interessant sein.

Es klingt auch ein wenig so, als würdet ihr gerne die komplette Bandbreite abdecken. Inwiefern das ein einzelner Amp auf allen Stufen gleich gut kann, kann man schon hinterfragen.

Wenn der Fender Bassbreaker gefallen hat, würde ich den - auch weil er günstig ist - vielleicht mit entsprechenden Zerrpedalen ergänzen. Ich kenne ihn selber nicht, aber im weitesten Sinne hat er ja was mit dem JTM45 zu tun. Der selber auch unglaublich gute Clean- und Bluessounds hat. Und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass er Pedale sehr gut annimmt.
 
Gibt es von Marshall evtl. auch so was wie ein Gegenstück zum Orange OR15 - also ein "klassisch" klingender Einkanaler mit hervorragender Feindynamik und Mastervolume (+ mögl. Einschleifweg) - oder kann das im Prinzip auch der Jet-City (20H / 20HV / 22H im ersten Kanal)?

Es klingt auch ein wenig so, als würdet ihr gerne die komplette Bandbreite abdecken. Inwiefern das ein einzelner Amp auf allen Stufen gleich gut kann, kann man schon hinterfragen.

Wenn der Fender Bassbreaker gefallen hat, würde ich den - auch weil er günstig ist - vielleicht mit entsprechenden Zerrpedalen ergänzen. Ich kenne ihn selber nicht, aber im weitesten Sinne hat er ja was mit dem JTM45 zu tun. Der selber auch unglaublich gute Clean- und Bluessounds hat. Und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass er Pedale sehr gut annimmt.

Der Wunsch nach großer Bandbreite ist schon da, aber "komplett" (im Sinne von Fender-Clean bis zu harten Rectifier-Sounds) wäre sicher illusorisch (da landet man dann allenfalls im Modeling-Bereich, der mich aber noch nie wirklich überzeugt hat). Ein schöner Clean bis zu sattem Crunch wäre dennoch schon klasse. Der JVM-215C deckt diese Bandbreite sicher mehr als ausreichend ab - nur klang die Variante vor Ort eben etwas seltsam (und die Feindynamik ist sicher nicht so überragend, aber in einigen Modi völlig ausreichend). Der Orange TH30H bietet auch eine erstaunliche Bandbreite an Sounds an einer Humbucker-Gitarre. Es scheint diese Amps mit großer Bandbreite an Sounds also wirklich zu geben.

Eigentlich denke ich bei jedem Amp (auch mit verschiedenen Kanälen oder Modi wie beim JVM) im "Einkanaler-Modus". Wenn es einen Cleanen Kanal gibt, dann reiße ich den Gain erstmal maximal auf (mit beginnendem Crunch) und versuche dann über Finger und Volume-Poti die klanglichen Möglichkeiten auszuloten. Ähnliches gilt für die Crunch/Lead-Kanäle (mit dem Unterschied, dass ich da den Gain auf einen sinnvollen Wert stelle).

Die Variante (Fender-)Amp + Pedals haben wir noch nicht getestet. Das wäre sicher noch einmal ein ganzes Universum an Möglichkeiten...
 
Zum JVM215C noch eine Sache: Ich persönlich mag den Werksspeaker überhaupt nicht - habe auch bei meinem den Speaker ersetzt (derzeit ist ein WGS Invader drin).
 
Ich halte es grundsätzlich für mehr als richtig, dass man einen Einkanaler bändigen möchte und dieser dafür auch einen entsprechenden Dynamikumfang mitbringt. Das hilft nur beim Besserwerden - viel wichtiger als ein genialer Amp ist immer noch, dass man sich mal ausführlich mit seinem Equipment beschäftigt und damit umzugehen lernt.

Die eierlegende Wollmilchsau wird man auch nicht finden, wenn man nicht gerade (wie ich :-D) auf einen Kemper setzen möchte. Und der kommt trotz all der Sachen, die ich an ihm schätze, für mich persönlich nicht ganz ran an wirklich gute "echte" Amps, die er kopiert.
Aber grundsätzlich wird man aus einem Verstärker schon alles von Clean bis Lead abdecken können. Früher war das Volumengedrehe und Aufreißen der Amps ja auch aus reiner Notwendigkeit erforderlich. Es ist wirklich erstaunlich, was für unglaublich gute Tretminen es heutzutage gibt. Extrem gute, wie mein alter Baldringer Dual Drive (leider auch unglaublich teuer) machen den Amp mMn. sogar nochmal besser.
Aber bereits weit darunter findet man geniale Sachen. Selbst mit einem effen Boss BD-2 kann man vor einem angecrunchten Marshall richtig was rausholen. Also gerne mal ein wenig Stöbern, ob da vielleicht was bei wäre, was es für euch was flexibler macht.
 
Laney ;)
Ich würde jederzeit wieder einen Laney VC15 vorziehen
Ich auch!
Laney würde ich unbedingt ausprobieren, wenn ich einen Verstärker mit schönem Clean und Old School Zerre suchen würde.
Natürlich muss er nicht jedem so gut gefallen wie mir, aber Laney ist ein Tipp, der oft mal überlesen wird. Nicht nur VC - auch AOR, GH, VH, Lionheart, ... :)
 
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