Jet City JCA-20HV als "Billig-Plexi" oder andere Lösung?

  • Ersteller Hanseat
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Die Jet City Amps sind gute Amps, aber was man daran an Gefallen finden könnte, liegt in erster Linie auch gekettet am eigenen Anspruch an den Klang.

Ich habe einen 22H. Guter Amp, hat mir Freude gemacht, sollte auch als Plexi-Ersatz dienen. Den Plexi-Charakter hat er nicht, aber die Zerrstruktur ist halt für die gleiche Musikrichtung objektiv betrachtet ähnlich gut geeignet - Soldano halt. Das mit dem designed by steht da tatsächlich nicht nur zum Spaß.
War dann beim Amptech in der Gegend und habe ihn gebeten, mir den 1. Kanal gen Plexi zu modden. Kam auch deutlich näher dran, aber letzten Endes habe ich mir dann doch einen "richtigen" bei Peter Linnemann bauen lassen. Und es ist was nochmal was anderes.

Abgesehen davon stellt sich auch die Frage, was als Plexi betitelt wird. Denn die meisten verstehen darunter den Super Lead 1959 oder 1987. Und der ist meiner Meinung nach näher am JCM800 als am direkten Vorgänger JTM45 - der aber auch als Plexi betitelt wird (und den ich mir auch habe nachbauen lassen). Letzterer hat einen meiner Meinung nach radikal anderen Klang, der mir persönlich unglaublich gut gefällt.
Vielleicht an der Stelle erstmal klären, was genau es denn sein soll und wie sehr man auf den Plexi-Charakter setzt.

Und, dass der Jet City bei moderaten Lautstärken in die Endstufensättigung fährt wäre mir zumindest neu. 22 Watt sind kein Spaß. Es ist nicht wirklich ein Wohnzimmer-Amp.
Hatte letztens einen 1W mit 8" Lautsprecher von Blackheart hier. Abgesehen davon, dass der voll aufgerissen nicht klingt, ist der schon ordentlich laut. Nicht ohrenbetäubend laut und nicht wirklich was für die Bühne (wobei das selbst ja nach Anspruch/Bedingungen alles andere als unmöglich wäre), aber laut genug um auf Dauer die Nachbarn zu nerven.
Da du ja bereits ein paar der BassBreaker angespielt hast, kannst du ja in etwa abschätzen, wie laut das ist.
Das Master Volumen sitzt vor der Endstufe, entsprechend müssten die für Endstufensättigung auch aufgedreht werden.


Und weil der Preis ja auch ein Faktor ist: Ein vernünftiger Attenuator kostet auch viel Geld und ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Selbst mit Endstufensättigung und einem per Attenuator runtergeregelten Amp kann der Klang wenig zufriedenstellend werden, da die einem Plexi im klassischen Sinne gerecht werdenden Lautsprecher auch mit einem entsprechend lauten Signal gefüttert werden wollen.
Womit man eigentlich schon beim nächsten Thema wäre: Lautsprecher sind genau so wichtig (keine Übertreibung) wie der Verstärker davor. Es gibt genug Leute, die sogar behaupten, dass der Lautsprecher weit mehr als der Amp ausmacht.

Hier ist ja auch nich gar nicht geklärt worden, wie der Plexi-Ersatz den gespielt werden soll. Die JCA 22H oder 20HV bedürfen noch Boxen. Welche im Übrigen auch wieder schwer wären.
 
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Danke für den Beitrag. Was die Frage "welcher Plexi" angeht, ist mir schon klar, dass es da deutliche Unterschiede gibt. Gern empfehle ich da mal wieder den Marshall-Verrückten Johan Segeborn (da hört man den anderen Charakter des JTM45 auch ganz gut, ich würde fast jeden davon nehmen - nur der 2005er ist mir zu "grade" - der JTM gefällt mir alleredings auch sehr gut!):


Johan empfiehlt ja auch den aktuellen 1987x Reissue für alle die einen aktuellen Plexi suchen, auch wenn das Teil nicht ganz mit dem 1967er-Modell mithalten kann (jedes Mal, wenn ich den Clip "nebenbei" höre und den Sound richtig umwerfend finde, dann ist grad der 67er Amp dran). Die Online-Beispiele gefallen mir z.B. deutlich besser als die des 1959SLP - Vergleich HIER). Auch schick das Teil. Aber da sind wir dann wieder bei groß, schwer und laut (Johan nutzt ein Hot Plate und der Sound klingt immer noch lebendig). "Plexi" steht für mich hier aber in erster Linie für einen Marshall-Sound mit einer großen Feindynamik (bei der jede Nuance des Spiels differenziert in Klangdynamik umgesetzt wird). HIER gibt's noch einen Vergleich der JTM45/1987x Reissues.

Ich bin im Studio-Bereich schon lang unterwegs und daher weiß ich, welch großen Einfluss die Wandler haben (Mikros und Lautsprecher) - das ist hier auch nicht anders. Wir experimentieren grade mit einigen Speakern und werden u.U. auch unterschiedliche Speaker nutzen(1x12er Box - größere Boxen kommen nicht in Frage). Z.Zt. habe ich einen Neo Creamback in einer Palmer-Box (ist auch echt leicht) und demnächst kommt noch der übliche V30 (China-Type), den ich bislang noch nicht im Haus hatte und den ich wenigstens mal ausprobieren möchte. Der Jet-City soll auch mit dem "Custom-Eminence"-Speaker ganz gut funktionieren (die Combo-Test-Hörbeispiele des Einkanalers bei Bonedo gefallen mir jedenfalls extrem gut). Auf Kompressions-Artifakte des Lautsprechers werden wir wohl verzichten müssen - so laut können wir nicht aufdrehen.

Stellt sich mir also nun die Frage, ob ein kleiner Jet-City Ein/Zweikanaler uns in der Kategorie "Marshall-Sound mit hervorragender Feindynamik" schon ein gutes Stück voranbringen und zufriedenstellen kann (auch mit Abstrichen bei der genauen Klangcharakteristik) oder ob das noch "Galaxien" von diesem Ziel entfernt ist und uns (übertrieben) nur die vielfach teurere und schwerere Kombination von Vintage Marshall Head (oder Reissue), Powersoak und Vintage-Greenbacks dem gewünschten Ziel näher bringt.

P.S.: Einen guten Powersoak werden wir uns wohl so oder so zulegen müssen, wenn man auch mal ie Endstufe mehr ins Spiel bringen will.

Übrigens: Was kostet so ein Linnemann-Topteil?

EDIT: Danke auch noch zu den Details zum 22H. Wenn der erste Kanal der wichtigere ist, dann kann ja auch ein Einkanaler sinnvoll sein (um eben auch den Umgang mit Volume-Poti und Fingerdynamik zu lernen).

Bei Blackheart hatte ich mal den Handsome Devil im Blick. Vielleicht auch noch eine Idee.
 
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Ich kann es nur ohne Gewähr sagen, da es bei mir auch ein paar Jahre her ist. Mein Linnemann M45 mit KT66 und PPIMV hat ca. 1000€ gekostet.
Zerrreserven eher geht so. AC/DC Crunch ist zwar drin, aber eben auch aufgrund der ampeigenen Kompression. Naja, anders haben die Jungens es ja auch damals (wie heute) nicht gemacht. Zerrstruktur ist aber weicher und bluesiger als der Super Lead.

Den Handsome Devil hatten bei meiner letzten Band (ich war dort an den Drums) meine beiden Gitarristen. Die waren der Ansicht, dass der erst ab MV auf ca. 1 Uhr anfängt gut zu klingen. Das ist dann wirklich sehr sehr laut. Unser Saxofonist und mein Nachfolger an den Drums spielen mit denen nur mit Gehörschutz.
Sind aber keine schlechten Amps, definitiv marshalliger als der Jet City. Aber eben auch kein Marshall.

Wenn du konkret ein Auge auf den Jet City geworfen hast, dann würde ich vorschlagen, den einfach zu bestellen und anzutesten. Da kommt man ohnehin nicht drum herum.
Mit modden und dergleichen würde ich mich anfangs nicht beschäftigen. Am Ende bist du unzufrieden und wirst die Kiste nicht mehr wirklich quitt, bzw. hast mehr Geld investiert als du wieder rausbekommst. Aber Ausprobieren lohnt allemal. Denn wenn man den Bias richtig eingestellt hat, dann ist das ein absolut guter Amp. Es verhält sich letzten Endes bei Jet City zu Soldano wie Epiphone zu Gibson.

Die Frage ist halt, ob ihr einen guten Classic Rock Amp sucht oder ob ihr tatsächlich einfach einen Plexi wollt.
Ich habe selber die Erfahrung gemacht und kann hier nur dazu raten, nicht irgendwo in der Mitte einen Kompromiss zu suchen, wenn es ein Plexi werden soll. In diesem Fall hilft nur eins so wirklich: Besorgt euch einen Plexi. So reduktiv das auch klingt. Man muss nicht die völlig überteuerten Marshall Reissues nehmen. Die Origins kenn ich nicht, scheinen ja aber ganz solide anzukommen. Bauen lassen bei jemandem wie Linnemann ist vielleicht günstiger, aber ich kenne da euer Budget nicht. Auch kann man die natürlich schlecht antesten. Man könnte bei Peter Linnemann auch mal anfragen, ob er einen kleinen 5-Watter Plexi bauen könne. Klingt dann natürlich direkt wieder ein bisschen anders, aber hier hat das mWn mal jemand gemacht. Vielleicht mal im User Thread nachschauen...

Wenn ihr einfach einen guten Classic Rock Amp sucht, dann könnte der Jet City 22H eine gute Idee sein. Als ich den noch aktiv gespielt habe, lautete das Mantra hier im Forum immer "Bias einstellen (lassen) und neue Röhren einmessen (lassen)".
 
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Ich schmeiße mal den laney Lionheart in der 5 Watt Variante (Laney L5 oder als Top den L5 Studio) ins Rennen. Beide eher klassisch, sehr dynamisch und lautstärkemäßig für daheim akzeptabel. Den L5 Studio kann man sogar in einer 0.5 Watt Einstellung fahren...
 
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Linnemann Heads stehen regelmäßig auch in den Kleinanzeigen, vielleicht ist da ja was dabei
 
Hier ist ja auch nich gar nicht geklärt worden, wie der Plexi-Ersatz den gespielt werden soll. Die JCA 22H oder 20HV bedürfen noch Boxen. Welche im Übrigen auch wieder schwer wären.
22H als Combo ist ziemlich klein für einen 1x12 (wenig Tiefe vor allem), und mit einem Neodymspeaker auch wirklich leicht. Damit mE mit Gitarre im Gigbag ein "U-Bahn-fähiges" Session Kit.

Und die Bestückung mit 2 EL84 finde ich ideal weil zum einen laut genug auch für Spaßfaktor im Proberaum oder für unverstärkte Clubgigs, aber nicht so viel Power als dass ein Atenuator aufwendig oder teuer würde und unnötig viel Leistung verbraten müsste, und kann man ihn gleich fest einbauen. Die Klangänderung wird mE überbewertet und ein sinnvoller Vergleich ist nur durch Aufnehmen und Anhören mit dann erst angepassten Pegeln möglich.

Die Jet City Amps stechen aus der Riege ähnlicher Amps heraus indem sie extrem gut dokumentiert sind und auch Anfängern Modding-Erfolge ermöglichen, weil die Platinen sehr robust ausgelegt sind und nicht ganz ausgereifte Lötkünste überleben, und weil der ganze Aufbau des Amps relativ durchdacht ist sodass man nicht jeweils drei 3 Stunden braucht um fummelig "alles" aus- und dann wiedereinzubauen nur weil man einen Widerstand wechseln will. Für sowas muss man die Platine nämlich idR nicht mal ausbauen.

Wenn man aber "out-of-the-box" was 100% geiles Spielfertiges haben will, dann sind die Jet Citys wohl nicht ganz so zu empfehlen.
 
naja wenn ich das hier so verfolge, gebe ich halt doch mal meinen Senf dazu: Ich bin jetzt bei einem TAD JTM45 mit einer Box of Rock davor gelandet; damit hat man einen göttlichen Ton ohne Kompromisse. Für mehr Gain eben eine andere Tretmine davor; die Auswahl ist ja riesig (mir reicht's so).
Schallwandler ist 1 x 12; für weniger Druck. Eine externe Box dranhängen geht bei Bedarf ja immer. Der Speaker (AlNiCo; 100 Db/A) wird evtl. noch gegen einen ineffizienteren (97 Db/A) getauscht.

Und die Option, noch den Tone King Ironman Mini II dazu zu nehmen, falls es mir zu Hause im Wohnzimmer noch nicht perfekt genug ist, habe ich bereits ins Auge gefasst.

wie hat einer mal gesagt: das Geld ist ja nicht weg - es ist nur woanders. Ich gehe jedenfalls beim Ton kein Kompromisse mehr ein.
 
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Ich möchte noch einwerfen, dass ein unmodifizierter Jet City 22er clean nicht kann! Mit einer Humbucker-Gitarre bestenfalls auf Zimmerlautstärke.
Ich würde jederzeit wieder einen Laney VC15 vorziehen, die geistern für ca 300€ in den Kleinanzeigen herum momentan.
 
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Update: Nach einigen Überlegungen und einiger weiterer Recherche kommt auch die neue Marshall DSL-Serie in Frage. Das ist sicher nicht ganz so "wahrheitsgetreu" wie die alten Marshalls und ihre Reissues. Aber nach einigen guten Beispielen im Netz wird deutlich, dass diese Serie im Classic-Sound-Bereich eine gute Spieldynamik bieten und dazu auch noch modernere Sounds liefern kann (das kriegt der Origin z.B. nicht hin).

Interessant finde ich an dieser Serie:
  • Marshall DSL-40CR: Laut diverser übereinstimmenden Beiträgen wurde der alte 40C wesentlich überarbeitet und soll in der neuen Version viel besser klingen.
    Die Features des Amps gefallen mir gut (2 Kanäle mit je 2 Sounds, 2 umschaltbare Master, schaltbarer Effektweg, Reverb-Regler, Pentode/Triode-Umschaltung, Presence, Resonance, Midi-Fähigkeit...) und die Soundbeispiele ebenso. Das Gewicht ist für einen Combo grade noch tragbar.

  • Marshall DSL-20HR: Wäre als Head eine gute Alternative. Einsparungen bei den Kanälen (keine Umschaltung der Sounds), die beiden Master-Regler und der FX-Bypass fehlen ebenso wie die Midi-Fähigkeit.
  • Marshall DSL-1HR: Eingespart werden Presence / Resonance und der Gain beim Classic-Channel. Beim Bonedo-Test wird deutlich, dass man den Kleinen aber klanglich auch nicht unterschätzen sollte.
 
Beim Bonedo-Test wird deutlich, dass man den Kleinen aber klanglich nicht unterschätzen sollte.

Bonedo schreibt die Reviews im Auftrag vom Thomann...

Wenn du einen kleinen DSL haben möchtest, dann schau, dass du noch einen von den alten DSL5C (nicht den neuen DSL5CR) bekommst - dürfte es gebraucht noch (!) zu guten Kursen geben.
Die neuen DSL5CRs haben eine Vorstufenröhre weniger und sind mit Sicherheit Hybridamps. Das hört man auch.

Der neue DSL40CR hat einige sinnvolle Features neu gegenüber dem älteren DSL40C, z.B. die Mastervolumes - aber er klingt auch anders, hat einen sehr speziellen Mitten-Honk. Das muss man mögen - falls nicht, würde ich auch da lieber den alten nehmen.

Oder - wenn diese Größe generell in Frage kommt - gleich einen JVM215C, das ist dann mal eine ganz andere Liga und in Sachen Vielseitigkeit kaum zu schlagen.
 
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Bonedo schreibt die Reviews im Auftrag vom Thomann...

Joah - aber die Soundtests sind schon besser als mancher Youtube-Kram. Dennoch... das folgende Video hat mich beim Vergleich der Clean-Sounds auch staunen lassen - da gefällt mir der ältere 15H deutlich (!) besser als der neue 20HR (ab 6:35min. im Video)


Beim 410H war ich bei einem Test mal nicht so begeistert (flexibel schon, aber irgendwie wollte der Funken nicht überspringen). Ist der 215C klanglich anders aufgestellt als der 410?
 
Ich würde mich da nicht so an Youtube Demos orientieren, vor allem, wenn du die von zwei verschiedenen Kanälen vergleichst.
Den DSL15H fand ich klanglich wirklich mies - habe den auch nie empfohlen, nur entweder den DSL5C oder den DSL40C (beide von der alten Serie). Zudem hat er keinen Effect-Loop.

Der JVM215C klingt auch nach JVM wie der JVM410H. Hat aber nicht 4 Kanäle, sondern nur 2.
Clean Grün (leicht anders als beim JVM4), Crunch Orange und Crunch Rot im ersten Kanal - OD2 Grün, OD2 Orange und OD2 Rot im zweiten Kanal.
Man kann den aber auch sehr leicht modden und aus OD2 den OD1 Kanal vom JVM4 machen, wenn man mag.
 
Youtube dient mir als Vorauswahl, um schon mal rauszufinden, in welche Richtung die Reise gehen soll und was ich gern mal testen würde. Die Reaktion auf das eigene Spiel kann das nicht ersetzen, da hast du recht. Mal sehen, was der Händler morgen sonst so noch vorführbereit hat. Marshall, Fender und Vox mit den üblichen Verdächtigen ist sicher vor Ort.
 
So, zurück vom Dauertesten. Erkenntnisse:
  • Marshall Origin (haben wir als 20er und 50er Combo sowie als 20er Head an einer V30-Box getestet) kommt tatsächlich auch ganz schön über die Endstufe - dann geht es auch Richtung AC/DC. Aber: Das Ding wird dann auch richtig laut (auch mit Powersoak) und kriegt dann immer mehr übertriebene Höhen.
  • Marshall DSL-Serie (40er, 20er und 1er-Combo sowie 20er Head): Der Klangcharakter hat was sehr Hartes und Höhenlastiges - und auf keinem anderen Amp hat das normale Saitenrutschen so gestört wie auf diesen. Das hat sich auch nicht mit einer V30-Box gegenüber dem verbauten V-Series-Speaker geändert. Scheint also nicht einfach nur der Speaker zu sein.
    Der 1W-Amp an einer BluGuitar-Box klang gar nicht so übel, hat aber im Bass natürlich gar nichts zu bieten (geht bei dem kleinen Ausgangsübertrager auch nicht anders).
  • Fender Bassbreaker 15: Sehr (!) coole Clean- und Blues-Sounds in den ersten zwei Modi. Im dritten Modus dann leider völlig blutleerer Bass. Schade - das hätte es sonst echt sein können.
  • Marshall 2061x an BluGuitar-Box: Sehr gute Dynamikwiedergabe - aber richtig cool klingt es auch nur wenn er richtig (!) laut ist (aua!).
  • Orange TH30H an V30-Box: Mit der Ibanez SA-120 meines Sohnes erstaunlich gut klingender Amp mit etwas gewöhnungsbedürftiger Bedienung. Mit einer Strat (Classic Vibe 60s) dann aber echt fürchterlich (und lässt sich mit den mageren Klangregelelementen auch nicht ändern). Der gesuchte Amp sollte aber auch mit einer Strat gut klingen können.
  • Marshall JVM-215C: Gar nicht übel das Teil, aber seltsam: Der Steg-Humbucker klang schön warm, die anderen PUs dann aber ziemlich undifferenziert. Die einzelnen Kanäle und Sounds fanden wir (mit dem Steg) ziemlich gut, aber die anderen funktionierten einfach kaum. Der Verkäufer meinte, dass das eigentlich nicht sein könnte. Hat uns dann mal den JVM-410H an eine V30-Box angeschlossen. Klang deutlich aggressiver (suchen wir gar nicht so) und meiner Meinung nach jedenfalls nicht unbedingt besser als der 215C. Vielleicht suche ich in der Umgegend nochmal nach einem gebrauchten Combo und teste das da nochmal.
  • Auch noch schnell mal getestet: Hughes & Kettner Tubemeister 40, Engl Gigmaster 15, Friedman Runt 20, Victory Sheriff 22 - passten vom Charakter nicht so gut oder gefielen uns schlicht nicht.
  • Bugera V22 bei einem privaten Verkäufer nur kurz mit einer Gitarre des Anbieters getestet (in der Wohnung geht's eben nicht laut): Irgendwie nicht schlecht, aber auch irgendwie nicht toll. Zweiter Kanal ohne Mittenboost irgendwie kraftlos - mit Mittenboost aber schon ziemlich "nöckelig". Tolex wirkt wie dünnes Papier - ist sicher extrem empfindlich.
Fazit des heutigen Tages: Wir wissen immer mehr was uns nicht gefällt, aber wir haben auch noch nichts gefunden, was uns begeistert hätte.
 
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Danke für dein Feedback hier - das ist echt vorbildlich!
Du könntest ggf. auch mal den Orange OR15 ausprobieren, wenn dir der Thunder 30 gar nicht so schlecht gefallen hat.
Den OR15 finde ich prima - ein recht unterschätzter Amp meiner Meinung nach.
 
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Mit wird dieser Thread etwas unübersichtlich.... nach dem Eingangspost mit der Frage nach einem günstigen Plexi-Ersatz sind wir mittlerweile in einem Geld-spielt-keine-Rolle-Bereich.. oder hab ich was übersehen???
 
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Tja, wenn die Lösung so einfach wäre, dann nur her damit.

Meine Ausgangsfrage war ja, ob der Jet City als "Billig-Plexi" (Marshall-artiger Sound mit hervorragender Feindynamik) durchgehen kann - oder ob es eine andere Lösung gäbe. Ich habe den Jet City bislang noch nicht anspielen können, dazu kann ich also nichts sagen - und die Berichte von Usern des Amps klangen auch nicht unbedingt so, als ob mich diese Variante ans Ziel bringen würde.

Zum Budget ("Geld-spielt-keine-Rolle"): Ich halte eigentlich nichts davon, ein festes Budget zu setzen und erkläre auch gerne warum: Möglicherweise gibt ja es eine günstige Lösung, warum sollte man dann mehr als nötig ausgeben? Vielleicht muss man aber auch mehr Geld in die Hand nehmen, um das Ziel zu erreichen - dann ist das eben so. Außerdem gibt es ja gegebenenfalls auch die Möglichkeit, nach einem gebrauchten Amp zu suchen, um diesen günstiger zu erwerben.

Im Moment ist das Problem weniger das Budget, als die Lösung bei der es einfach passt.

@Myxin: Danke für den Tipp - der Orange OR15 könnte tatsächlich auch noch interessant sein.
 
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Den OR15 finde ich prima - ein recht unterschätzter Amp meiner Meinung nach.

Habe auch diverse kleine Röhrenamps, auf der Suche nach eher klassisch klingenden Amps, durch.
OR15 kann ich nur empfehlen, ist mein kleiner lieblingsamp. Supersound!, unbedingt testen, gerne mit Greenbacks ... . Zudem habe ich den DSL5 mit anderem Speaker, auch schön im Channel 1 oder wenn man im Channel 2 nicht zuviel Gain reinhaut.

Habe mir jetzt auch noch den Origin 20H bestellt, mal sehen was der bringt. Ansonsten habe ich noch den Kong Tube 5H, ist verzerrt schön Richtung 90er Indy sound, clean nicht meins, eher Fenderesk, daher hier eher raus und gebraucht für knapp über 100€, inkl. Federhall zu haben. Evtl mit neuen Röhren noch etwas besser.
 
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