Korg Prologue

  • Ersteller defrigge
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@defrigge

Da hast Du natürlich Recht. Selbst wenn jetzt bald ein Patch kommt, macht das natürlich nicht den Ärger bzw. die Enttäuschung der bisherigen Prologue Käufer wett.
Aber eine nachhaltige Lösung wäre ja trotzdem positiv. Du könntest Dir den Prologue ja noch (ich weiß, ein drittes) Mal ohne Bedenken kaufen, oder ihn jetzt doch behalten.

Wenn KORG hier nicht zeitnah (also so in den nächsten 2 - 4 Wochen) eine Lösung bereitstellt, wäre das hinsichtlich des bisherigen Support- und Produkt-Pflege-Verhaltens schon sehr merkwürdig.
Allerdings kann ich den Schwierigkeitsgrad das Tuning-Problem zu beheben auch nicht beurteilen. :confused:
 
Ich werde einfach in den nächsten Tagen noch mal mit ein paar Leuten sprechen (Korg Product Support Deutschland, mein Versender) und dann entscheiden.

Lustigerweise erhöht in der Zwischenzeit ausgerechnet Omnisphere 2.5 die Chancen für den Prologue-Verbleib ein wenig (falls der Rest sich klärt): hier sind sowohl Prophet 6 als auch Prologue derartig gut als Hardware-Schnittstellen (samt einiger guter Patches für die jeweiligen Hardware Synths) integriert, dass es einen komplett umhaut! :)
 
@defrigge

Hast du schon was in Erfahrung bringen können bei deinem Kontakt bei Korg Deutschland?
 
@Dr. D
Leider nicht.

Der deutsche Support hatte meine Email vor einer Woche an einen Korg Produkt-Manager weitergeleitet, der sich nach der Musik-Meyer Hausmesse (die war letztes Wochenende) zeitnah bei mir zurückmelden sollte. Als bis Mitte der Woche (gestern nachmittag) noch keine Rückmeldung da war, habe ich versucht, den Produkt-Manager telefonisch zu erreichen. Er war nicht zu sprechen, und ich habe meine Nummer für einen Rückruf hinterlegt, der ebenfalls heute Vormittag nicht erfolgt ist.

Bei meinem Versender wollten sie prüfen, ob sie mir ein fehlerloses Ersatzgerät zuschicken könnten. Sie haben es in der Werkstatt zunächst als fehlerlos deklariert, bis ich sie telefonisch bat, das Gerät auf den bekannten Fehler zu checken, den sie dann auch sofort festgestellt haben. Also kein drittes Ersatzgerät ohne Fehler: mein zweiter Prologue geht heute gegen Money back zurück.

Zusammen mit anderen Prologues, die ich an anderer Stelle testen konnte, weiß allein ich von 6 defekten Geräten, die alle den Fehler haben. Ich habe inzwischen Zweifel, ob in Deutschand ohne weiteres Prologues ohne den Fehler zu finden sind. Genau das wollte ich klären, leider ohne Ergebnis. Inzwischen hat mich der Prologue mehr unnötige Zeit gekostet als mir Freude gemacht. So langsam sehe ich mich genötigt, das Gerät einfach zu vergessen.

Und die Firma, die die ganzen letzten Jahre meine Lieblings-Keyboard-Firma war, sehe ich nach den Erfahrungen der letzten Wochen allmählich mit wachsender Distanz. Dazu haben auch aktuelle Gespräche mit Versender-Service-Personal und einigen Bekannten aus der Musikindustrie beigetragen. Dabei ist mir deutlich geworden, das nach ziemlich einhelliger Ansicht Korg's Qualitätskontrolle, Ersatzteil-Beschaffung und der Korg Japan Support aufgrund von Firmenentscheidungen der letzten Jahre unter der jetzigen Leitung insgesamt bei weitem nicht mehr auf der Höhe dessen sein soll, was wir aus früheren Jahren von Korg gewohnt sind. Also sollte man größere Kaufentscheidungen künftig wohl gut überdenken, bevor man sich in einer Qualitäts, Support- oder Ersatzteil-Sackgasse wiederfindet. Dieselben kritischen Rückmeldungen mit denselben Kritikpunkten gab es übrigens in diesen Gesprächen auch für Roland und Kurzweil. Nur Yamaha kam in diesen Gesprächen als angeblich relativ verlässlicher Partner etwas besser weg: für mich leider kein Trost, da ich die meisten Yamaha Synths nicht besonders mag.

Während ich früher zu einigen Firmen Vertrauen hatte und bei Problemen einfach eine in der Regel zeitnahe Lösung abwarten konnte (wie seinerzeit beim losen Korg Kronos Joystick: Korg gestand das Problem ohne Zögern zu und dann wurde der zeitnah kostenlos ausgetauscht), kann ich nach meinen letzten Erfahrungen nur davon abraten, auf solche Lösungen zu vertrauen. Geräte funktionieren entweder komplett wie gewünscht oder eben nicht. Geräte mit Problemen oder fehlender versprochener Software kann man aus meiner Sicht heutzutage nicht mehr kaufen: Firmen suchen aktuell eher schnellen Umsatz als langfristige Kundenbindung und verhalten sich entsprechend rücksichtslos, mit Einsparungen in Qualitätskontrolle und Support. Und als Kunde hängst Du dann einfach in der Luft und wartest vergeblich auf halbwegs zeitnahe Lösungen: in der Zeit werfen sie lieber drei unausgereifte neue Geräte auf den Markt.
 
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Oh je.....

Nach der Vorstellung des Prologue dachte ich damals spontan: "Haben will"!
Nachdem deutlich wurde, dass solch ein Bolide kein Aftertouch hat: "Ohne mich"!
Wenn ich das jetzt lese: "Um Himmels Willen! Was für ein Saftladen"!

Schade, dass Korg da nun auch absackt. Auf ein Grandstage-Update, dass das
OS für andere Sounds öffnet (was mein Händler damals in Aussicht stellte, "so hiess es" - wo auch immer...)
warte ich vergeblich.....

Na immerhin haben sie ein neues low-cost Entertainer-Keyboard samt passender Tasche (wow!)
rausgebracht.

Aber nach 2 bzw. 3 Geräten, die nicht richtig gehen, hätte ich auch keinen Bock mehr,
Vergangenheit hin oder her.....
 
Meiner ist stabil. Er hat hin und wieder zu Beginn, also kurz nach dem Einschalten leichtes Detuning, ist aber spätestens nach einmaligem Nachtunen dauerhaft gestimmt.
 
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Heute ist ein kleines Wunder geschehen: nach zwei gekauften und zurückgeschickten und 4 weiteren angesteten Prologues, alle 6 Geräte ausnahmslos mit dem Tuning-Fehler, habe ich anscheinend nun ein funktionierendes Gerät bekommen: Prologue 16 mit Seriennummer 2560. Es gibt immer noch minimale Tuning-Sprünge, aber nun deutlich unterhalb meiner Toleranzschwelle, und weit weg von dem, was ich vorher erlebt habe.

Ich hab keine Ahnung, ob Korg das Problem in neueren Chargen stillschweigend in den Griff gekriegt hat, oder ob das nur ein Zufallstreffer war.

Und so sehr ich nach viel Zeitverschwendung relaxe und mich darauf freue, den Synth einfach spielen zu können, so sehr fühle ich auch mit jeder/jedem, die den Stress weiter durchmachen müssen, weil Korg Japan den Betroffenen keine öffentliche Transparenz und Hilfestellung bietet. Es war ein wochenlanger Hürdenlauf, bis ich an diesen Punkt gekommen bin, und Korg Japan war NULL Hilfe dabei und ist m.W. immer noch auf Tauchstation.
 
Die wollen das offenbar tatsächlich aussitzen. Wenigstens hast du jetzt deinen Prologue gefunden. :D
 
So langsam verstehe ich das mit den immergleichen neuen Macbooks und den unzufriedenen Kunden...
 
Also bevor hier Euphorie aufkommt: nach 1-2 Stunden Aufwärmen war das Problem wieder eindeutig hörbar und blieb dann konstant, nur nicht in dem Ausmaß wie bei den vorherigen Prologues. Was ich jetzt habe, ist ein halbwegs benutzbarer Prologue. Ich werd ihn wohl behalten, weil ich seinen Sound so gern nutze. Aber Korg ist offenbar noch längst nicht am Ziel mit der Lösung des Problems.
 
Na ja, wir reden hier seitenweise drüber, dass man die Teile vielleicht einfach nicht kaufen sollte, bis das Problem im Griff ist, egal wie gut die Kiste ist. Defrigge kauft sich einen kaputten Synth nach dem nächsten, und andere werden's wohl auch so halten, von daher müssen wir uns nicht wundern, auch wenn Korg nicht Roland ist was das aussitzen angeht...

Ich meine, GERADE Korg, die (im Gegenzug zu Apple) wirklich ein Problem haben können mit angepissten Endusern (und nicht eine einstellige Prozentzahl an Profis die aufjaulen und sich dann das neue Zeug gezwungenermassen doch kaufen müssen (und für die man dennoch unlängst Entschuldigungs-Pressekonferenzen abhalten muss, weil imagerelevant)) sollten eigentlich mal was geschissen kriegen, wenn ein Gerät wirklich durch die Bank nen Fehler hat. Aber scheinbar verkauft's sich genug gut, um die Klappe zu halten, die Kohle ist ja eh da...
 
Na klar, ich möchte den Prologue behalten, weil ich seinen Sound unter für mich akzeptablen Bedingungen benutzen möchte. Zugleich möchte ich Korg Japan in Diskussionsforen öffentlich zur Rede stellen.

Mein Ding ist es folglich gewesen,
- sehr bewusst Prologues zu kaufen und anschließend zurückgehen zu lassen, wenn sie nicht benutzbar waren. Ich hätte das auch so weiter gemacht, weil das Korg viel mehr Problem-Feedback gibt, als eine unbekannte Zahl von Leuten, die keinen Prologue kaufen. Daher hoffe ich, das andere das genauso machen! Boykott-Forderungen in der Breite sind bekannterweise bloß Träumereien am Kamin und funktionieren in der Praxis nicht: sinnlos, an so was zu denken. Was man m.E. aber erreichen kann, ist eine Verbreitung der Problemkenntnis, einen höheren Rücklauf von Geräten mit massiven Problemen und die Ermutigung anderer User, Geräte gezilet und gründlich auf das Problem zu prüfen.
- daher Soundbeispiele und Beschreibungen online zu stellen, damit Leute das Problem richtig einschätzen und im Fall eines Kaufs nach Beschreibung mit geeigneter Methode schnell verifizieren können
- bei Korg Deutschland ausführlich den Support anzuprechen und deutlich zu machen, dass die öffentliche Diskussion und das Bestellen und Rücksenden von Geräten weitergeht, solange Korg Japan sich so verhält
- Service-Abteilungen mehrer großer Versender wachzuklingeln, dass sie evtl. ganz Wagenladungen nicht benutzbarer Prologues auf Lager haben
- in mehreren Foren die Ergebnisse von Tests regelmäßig online zu stellen, naive Erklärungen von Analog-Drift etc. aus der Welt zu schaffen und zum Zurücksenden nicht einsetzbarer Geräte zu ermutigen.

Ich weiß nicht, was Du in der Zeit zur Lösung des Problems beigetragen hast, außer keinen Prologue zu kaufen und zu hoffen, dass das irgend jemandem auffällt. ;)
Mit Deinem Tonfall und Deiner Kritik kann ich nicht so viel anfangen und würde alles oben gesagte wieder ganz genauso machen.
Das schließt das Behalten eines für mich spielbaren und aufnehmbaren Gerätes ein.
 
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@ribboncontrol Ziehst Du etwa insofern einen Vergleich zu Apple, dass die auch fehlerhafte Geräte auf den Markt werfen, wo Kunden unzufrieden sind? Diesen Vergleich fände ich zu weit hergeholt und hat in dieser Diskussion auch nichts verloren, wobei ich defrigge auch mit seiner Feststellung verstehe, dass Deine Beiträge hier nicht zu einer Problemlösung beigetragen haben.
 
Na ja, Apple kann es sich halt leisten, stur seinen Weg durchzuziehen, weil die Kunden eben doch mit der Kohle entscheiden. Und wenn all diejenigen, die mit der 2016er-MBP-Generation verzweifelt sind, sich aus Mangel an Alternativen eben doch wieder ein 2018-MBP kaufen, obwohl die Kernprobleme eher erhöht denn gefixt wurden, muss man sich auch nicht wundern wenn die Geräte nicht mehr besser werden, sondern nur teurer...


Wobei ich defrigge nach seinen Ausführungen (vielen Dank) zustimmen muss, dass seine Herangehensweise für das Gerät selbst und auch für Korg die deutlich konstruktivere wie produktivere ist, zumal Korg nicht so taub sein kann wie Apple und der Prologue ansonsten ein wirklich guter Synth zu sein scheint.
 
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Danke für die Klarstellung, ribboncontrol. Alles gut ... :great:
 
Hier ist ein Video, das die Wirkung des Tuning-Fehlers gut zeigt:



Der Prologue hat aber NICHT den in diesem Video am Ende behaupteten Netzbrummen-Fehler. Ich hab inzwischen genug Prologues getestet, um das sagen zu können. Und der Autor hat inzwischen selbst gemerkt, das das Brummen nur an seinem ad-hoc-setting beim Aufehmen lag.
 
Update: Es gibt laut Luke von Korg UK einen kleinen Hoffnungsschimmer.
In einem inoffziellen Video in der geschlossenen Prologue Facebook-Gruppe (sic!) hat er geäußert, dass es laut Korgs Untersuchungen um einen Firmware-Fehler handelt, der mit einem Update bald ("hopefully in the near future") behoben werden soll. Wenn das so wäre, wäre das nach all dem Zirkus das mit Abstand beste unter allen denkbaren Szenarios für Prologue-User.

Warum all diese dringend nötigen Inofrmationen nur minimal und auf absoluten Nebenwegen für Prologue-User zugänglich werden, muss ich nicht verstehen. Zu den Verantwortungs- und Kommunikationsfähigkeiten der aktuellen Korg Japan Management-Führung kann ich in dieser Sache nur sagen: "Ungenügend, bitte setzen."
 
Sag mal nem Japaner in einer japanischen Firma,
dass er nen Fehler gemacht hat....
 
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Sag mal nem Japaner in einer japanischen Firma, dass er nen Fehler gemacht hat....

Korrekt, das ist bei denen eine Katastrophe, Fehler zuzugeben. Siehe zB das Design beim JD XA. Alle, wirklich alle, haben denen beim Preview gesagt, dass das ein ganz schlechtes Design ist und die glänzende Oberfläche kontraproduktiv ist. Sie habens dann trotzdem so gemacht und nach ein paar Jahren kostenlos das Overlay aus/mitgeliefert. Das brauchte massiven Druck der Kunden, bis sie das eingesehen haben.
 

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