Was tun bei Abzocke?

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Das stimmt. Ist ja auch bei einer neuen Band schnell geklärt. "Wie macht ihr das eigentlich normalerweise mit der Gage?"
Wenn am Ende von dem Gespräch natürlich niemand mehr etwas weiß, steht man auch da, wo der Threadstarter jetzt steht.
Wäre aber echt traurig, wenn man immer etwas Schriftliches in der Hand haben müsste.

Im vorliegenden Fall muss man als Mitglied der betroffenen Band doch nur einmal kurz die Perspektive wechseln:
Bandeinstieg mit Eindruck, dass es länger gehen könnte, in 3 Wochen das Programm Gig-reif draufgeschafft, 900 km Fahrt, Hotel bezahlt, direkt danach Rauswurf.
Mir fallen ehrlich gesagt gerade wenig Szenarien ein, in denen ich demjenigen dann nicht die 150€ in die Hand drücken würde.
 
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Mir fallen ehrlich gesagt gerade wenig Szenarien ein, in denen ich demjenigen dann nicht die 150€ in die Hand drücken würde.
Ich sag doch, wir wissen nur die halbe Wahrheit. Da muss noch irgendwas gelaufen sein, sonst macht das keiner.
 
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@OldRocker "Letzte Aktivität Heute um 00:44 " ... ich denke, 42 Beiträge sind die Antwort :D Nun ist er mal wieder dran ...
 
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Richtig, old Rocker müsste jetzt ausgeschlafen haben ;-)
Immer wieder schön-traurig zu beobachten, dass schon Musiker*innen häufig untereinander nicht solidarisch sind. Wie soll daraus eine bessere Lebenssituation (also angemessene Gagen, Wertschätzung der erbrachten Leistungen) für Musikschaffende entstehen? Die Selbstausbeutung dieses Berufszweiges wird auf Dauer immer weniger funktionieren, erst recht in Hinsicht der momentanen ökonomischen Entwicklungen.
Aber ich schweife ab….ich würde diese schlechte Erfahrung einfach wegbuchen und mir für die Zukunft klare Selbst-Regeln aufstellen.
Ich kann aber schon verstehen, dass mancher nach dieser Pandemie bedingten Zwangspause wieder hungrig auf Muggen ist und deshalb trotz langjähriger Erfahrungen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen blauäugig außer Acht läßt. Shit happens und ich bin sicher, dass OldRocker nicht noch einmal für €150 solche Strapazen auf sich nehmen wird.
 
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Richtig, old Rocker müsste jetzt ausgeschlafen haben ;-)
..
Vielleicht ist er schon wieder nen halben Tag unterwegs zum nächsten Gig? :unsure:

900 km sind ja i.d. R. schon über nen Hunni für Sprit plus den ganzen Tag unterwegs, die Zeit davor..
da bleibt dann noch Geld für ein gutes Essen und was zu trinken übrig.

Sowas würd ich eh nur für Freunde machen..
 
Na ja, wenn man irgendwo neu reinkommt und man denkt das könnte sich ganz gut entwickeln...

Ich frage mich aber ob der TE wenn er zurück schaut, immer noch alles gut fand wie es vorher lief oder ob im Nachhinein vielleicht doch ein paar Dinge in einem anderen Licht gesehen werden.
 
So ähnlich. Vielleicht auch Wunschdenken.
Aber irgendwas ist da doch schon komisch. Selbst wenns nicht weitergeht für Zukunft, dass jemand dennoch dann wegen 2 Hunderten abklemmt bei all dem Aufwand und auf Konfrontation geht und gar nix absteckt, nichtmal das Scheix-hotel...das merkt man doch schon irgendwie vorher, den Style..
 
ich fasse es nicht :facepalm1:
eigentlich müsste man in dem Alter rechnen können :nix:
 
Geld ist nicht alles. Und Gutgläubigkeit nicht per se was Schlechtes.
Dennoch Antennen auf Empfang ist die Devise. Man kann schon einiges spüren, wenn man sich nicht hinreissen lässt. Das mit dem gerichtl. Mahnverfahren für 35.- wär schon ne Sache, nicht weil was dabei rausspringen muss
sondern für sich selber, sich nicht alles gefallen zu lassen...
 
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@OldRocker :
Bitte lass dich nicht von unserer Fassungslosigkeit zusätzlich abtörnen, sondern erzähl uns, was genau da passiert sein könnte. Das Lehrgeld zahlst zwar du, aber vielen anderen können deine Erfahrungen vielleicht dabei helfen, ähnliche Situationen zu vermeiden.
 
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Hallo!

sehr groteske Rechnung. (abgesehen davon: keineswegs so schrecklich wenige Menschen/Berufsgruppen bekommen so viel tatsächlich, und wesentlich mehr ...)... Du solltest dich bei Jobcenter bewerben ;) , da kommen Lebenshaltungskosten auch auf der Basis solcher wirklich gelegentlich haarsträubenden Rechnungen zustande ... Die Anfahrtzeit? Aufbauzeit? Soundcheck? Abbauzeit? Rückfahrzeit? Probezeit? Schöpfungszeit? Instrumentenübungszeit? Anschaffung Equipment, Abnutzung Equipment, Pflege Equipment? Die €80 sind ohne diese Leistungen und Vorleistungen, die sich sicher nicht vollständig pekunär überhaupt erfassen lassen, nicht möglich. Deine Rechnung ist etwa dieselbe, die einem Kunstmaler einen Stundenlohn von 3000 Euro unterstellt, wenn er ein Bild für €9000 verkauft, weil er sein Bild auf einer Vernissage verkauft hat, die 3 Stunden dauerte ... Ich habe echt keine Ahnung, wie du auf so eine Idee kommst?

Ich weiß nicht in welcher Welt Du lebst.
Schau Dir mal an was ein Fachinformatiker z.B im öffentlichen Dienst verdient, Die Tabellen gibts online.
Da liegst Du umgerechnet bei nem Stundenlohn von 20 Euro Brutto.

Umbau, Abbau, ... ich bin in diesem Fall davon ausgegangen, das dort PA mit Technikern fertig vor Ort steht.
Keine Band spielt 45min wenn sie nich PA stellen, aufbauen, etc. muss.
Da wäre man mehr mit Auf- und Abbau beschäftig, als das man spielt.
Probezeit ist keine bezahlte Zeit. Das da viel Zeit bei draufgeht ist klar, nur das gehört einfach dazu, sonst kann man keine Gigs spielen.
Ich betrachte die reine Gage als Musiker. Man kann dann noch 2x 1h für Auf- und Abbau einkalkulieren.

Zumal es tatsächlich nicht halb so viel Spaß macht, hunderte von Kilometern zu fahren, um 45 Minuten zu spielen, wie du denkst, wenn man das mit einer gewissen Regelmäßigkeit machen muss.

Ich habe nicht gesagt das man das regelmäßig macht.
Ich selber würde die Strecke auch nicht für 45min Gig fahren.
Aber sowas entscheidet man gemeinsam in der Band. Wenn die Mehrheit sagt das sie den Gig spielen wollen, dann würde ich mitziehen.
Sowas kann, grade wenn man neu anfängt, gut zum reinkommen mit der Band sein.

Wenn das aber im Umkreis von 50km ist, dann würde ich 45min für 150 Euro sofort machen.
Dann muss aber PA mit FOH Mann fertig aufgebaut stehen.

Letztendlich sehe ich eh kein großes Potenzial mehr in großen Band.
Das will und kann kaum noch Veranstalter zahlen. Die stellen dann nen DJ hin und gut ist. So traurig wie es eben ist.
Wo ich großes Potential drin sehe wäre ein Duo. Damit kann man noch gut Punkten, zu mal das preislich attraktiv ist.

Gruß
sven
 
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Ich finde es immer wieder bescheuert wenn hier ohne die näheren Umstände zu kennen vorschnell Urteile über den TE oder sonstige Personen gefällt werden.
 
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Echt hilfreich wäre, wenn man die Band nennen dürfte, oder sogar machen sollte. Kann wirklich gut sein, dass diese Band diese Nummer schon erfolgreich mit anderen Musikern abgezogen hat, es womöglich weiter so treiben wird, weil es diese Gesetzeslücken gibt, die Musiker hinterher denken, Shit, Lehrgeld und es dabei belassen.

Da wir die Band nicht kennen (weil nicht genannt), dadurch nicht beurteilen können, ob einige von uns nicht auch auf solche Köder anbeissen würden, müsste man schon Tacheles sprechen, heisst, OldRocker könnte noch einige Details preisgeben.

Kann sein, dass diese Band einen "Namen" hat, in ihrem Bereich bekannt ist. Es wird von "professionell" gesprochen. Eine professionelle Band, wird sich sowas kaum erlauben, da eben der Name dahinter steht, das Managment (wenn wirklich prof) darauf bedacht sein wird, keine negativen Schlagzeilen zu bekommen.

Wenn das wirklich Abzocker sind, sollte man auch erfahren dürfen, wer die sind.

Abzocker bauen natürlich auch darauf, dass in seriösen Foren keine Namen genannt werden/sollen/dürfen.
 
Aber sowas entscheidet man gemeinsam in der Band. Wenn die Mehrheit sagt das sie den Gig spielen wollen, dann würde ich mitziehen.
Sowas kann, grade wenn man neu anfängt, gut zum reinkommen mit der Band sein.
Die Frage ist doch, will ich in eine Band reinkommen, die für Gigs draufzahlt. Also ich kann mir das nicht leisten.
Abgesehen davon kenne ich es nur so, dass ein Gig einstimmig angenommen werden muss, sonst wird er nicht gespielt. Ein echtes Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag führt bei meinen Bands, meist eine Mischung aus Profis und Semiprofis/Amateuren, häufig zu Absagen. Gleich nach nicht lösbaren Terminproblemen. Und in reinen Hobbybands würde ich es ebenso handhaben.
 
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Ich weiß nicht in welcher Welt Du lebst.
Schau Dir mal an was ein Fachinformatiker z.B im öffentlichen Dienst verdient, Die Tabellen gibts online.
Da liegst Du umgerechnet bei nem Stundenlohn von 20 Euro Brutto.
Selbst wenn das reale Stundenlöhne sind, unterschlägst du komplett, dass wir dabei über feste Anstellungsverhältnisse reden, mit der Garantie, jede Woche 40 Stunden bezahlt arbeiten zu dürfen. Hinzu kommt ein 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Vermögenswirksame Leistungen, Krankengeld und hastenichtgesehen. Ein selbstständiger Klemptner wird mit Sicherheit nicht für 100 Euro 4 Stunden Anfahrt in Kauf nehmen, um dir dann innerhalb ner Viertelstunde nen Wasserhahn zu tauschen. Auch wenn das nach deiner Rechnung einem Stundensatz von 400 Euro entspräche ;)
 
So viele Spekulation und Vorwürfe gegen den TE und die Band bei so wenig bekanntem Sachverhalt? Bevor ich Gesetzeslücken behaupte, Mahnverfahren empfehle, vorschlage, den Bandnamen zu veröffentlichen (kann schnell eine Anzeige auslösen, wenn man nicht beweisen kann, dass die eigene Darstellung wahr ist), usw. hätte ich gefühlt 1000 Fragen. Etwa:
- Ist bei dem Auftritt irgendetwas Außergewöhnliches passiert?
- Haben der Bandleader oder ein Mitglied den Rauswurf irgendwie begründet? Gibt es einen Anhaltspunkt dafür, woher die Aggressivität des Bandleaders kommt?
- Wie stellt die Gegenseite den Sachverhalt dar?
- Haben der Auftritt und der Gitarrenpart geklappt?
- Kann ich die getroffenen Abreden beweisen? Der Kläger kann nicht zugleich Zeuge sein.
usw.

Wenn die Sache so eindeutig und einfach ist, wie sie uns der TE geschildert hat, dann stehen tatsächlich neben dem persönlichen verständlichen Ärger nur 150 + 79€ im Raum. Lohnt der Aufwand eines Mahn- oder gar Klageverfahrens dafür? Kostet auch Geld und Lebenszeit.

Nur um dem Anderen "einen mitzugeben" würde ich das wohl nicht machen.
Ich denke, der TE macht alles richtig, wenn er erst einmal etwas abwartet und dann mit kühlem Kopf entscheidet.

Mein Vorschlag wäre:
Was er auf jeden Fall machen kann, ist ein außergerichtliches Einwurfeinschreiben mit konkreter Zahlungsfrist und der Androhung, im Falle des fruchtlosen Fristablaufs Ansprüche gerichtlich durchzusetzen. Das verdeutlicht der Gegenseite das Risiko, kostet nichts und verbessert die Ausgangslage nach Fristablauf, falls sich der TE doch noch vor Gericht begeben möchte.
Danach noch gerichtliche Weiterungen würde ich eher lassen, ist den weiteren Ärger nicht wert.
 
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angeblich berufen sich solche Veranstalter oder feste Bandmitglieder auf eine schlechte Performance des Künstlers & zahlen nicht. Früher war wohl der Veranstalter mit der Tageskasse abgehauen und ähnliche Geschichten.

Vielleicht sollte man demnächst Vorkasse nehmen
 
Umbau, Abbau, ... ich bin in diesem Fall davon ausgegangen, das dort PA mit Technikern fertig vor Ort steht.
Keine Band spielt 45min wenn sie nich PA stellen, aufbauen, etc. muss.
.. ich dachte da auch eher an die backline ... in einer Welt, in der Bandmitglieder die Hotelrechnung selbst bezahlen, steht da eine fertige backline anschlussfertig auf der Bühne?? So wie ich das kenne, betreiben ja kleine Bands genau genommen ihr eigenes "Logistikunternehmen" für die backline ... den Unterschied merkt man spätestens, wenn diese Leistung mal von Außen kommt.

Da wäre man mehr mit Auf- und Abbau beschäftig, als das man spielt.
... das kann bei den vorliegenden Bedingungen auch schon der Fall oder zumindest knapp sein, wenn ich alle gig-vor- und nachbereitenden Maßnahmen vor Ort zusammenrechne ... also Ausladen und Aufbau der backline, eventuell noch Mikrofonierung zumindest begleiten, Soundcheck, und dann eben Abbau und Verladen.
Probezeit ist keine bezahlte Zeit. Das da viel Zeit bei draufgeht ist klar, nur das gehört einfach dazu, sonst kann man keine Gigs spielen.
... erzähl mal einem selbstständigen Handwerker, dass sein Hammer eben "einfach dazugehört" :D Der wird, wenn er nicht gegen sich selbst arbeiten möchte, eben auch Faktoren in seine Preisgestaltung einfließen lassen müssen, die den Betrieb aufrechterhalten, inklusiv Anschaffung, Betreiben, Abnutzung, Ersatz der benötigten Voraussetzungen.
Probezeit einfach aus der Rechnung zu nehmen, ist vielleicht eine Methode, sich einzureden, es liefe wirtschaftlich prima, realistisch ist das aber keinesfalls ...
Ich habe, um wieder mit einem schrägen Beispiel zu kommen, noch nie einen niedergelassenen Arzt gesehen, der bei seiner Einkommensabrechnung nicht auch die Fortbildungen oder seine Praxenkosten einfließen ließe ... fällt mir gerade so auf. Ü-Raumkosten gehören also wohl auch in die Rechnung unterm Strich ...

Anders gesagt: ein businessplan für Hobbymucke wird vermutlich in den meisten Fällen eher desaströse Ergebnisse zutage bringen, und keineswegs €80 Stundenlohn als Fazit :D
 
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Selbst wenn man die Probezeiten, Instrumentenanschaffungen, Proberaumkosten u.s.w. weglässt, kommt man mit Anfahrt, (evtl. Aufbau), Soundcheck, eigentlicher Spielzeit, Abbau und Heimfahrt - also allem, was nur direkt zu diesem Gig gehört - bei 150 € pro Kopf auf keinen angenehmen Stundenlohn.
 
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Hey zusammen...
Ich danke euch allen herzlich für eure Anregungen und die rege Diskussion - ihr habt mir geholfen!
Es ging mir wohl am meisten darum, dass das wahrgenommen wird - was hier passiert ist - ich weiß, dass ich in der Sache selbst wohl eher nichts erreichen könnte, eher mit schlechten Google Bewertungen usw. noch etwas rumoren könnte...!?

Ein paar Aspekte haben hier Fragen aufgeworfen - die möchte ich hier noch klären.

-alle Absprachen (150.- Gagenanteil plus Zahlung der Hotelrechnung) waren mündlich, das wirklich einzig schriftliche war der Gastspielvertrag zwischen dem Braunschweiger Kulturverein und der Mannheimer Band, in dem eine Gesamtgage von 600.- festgehalten ist.
-als ich dort ankam erklärte mir der Bandchef ich solle die Kohle für`s Hotel vorstrecken, ich würde die dann später wieder von der Bandkasse bekommen...(naja, ob da mal nicht schon ne Absicht dahintersteckte?!)
-Ich war keine Aushilfe, sondern war als festes Mitglied vorgesehen.
Die Anderen haben alle nicht soviel Banderfahrung...so war zwar die Mucke gut und es kam auch was rüber, aber ich bemerkte doch sehr schnell so einiges. Besonders auffällig war ein Song, bei dem auf ihrer Platte offenbar ein Fehler passiert war - geschuldet der hektischen Produktion: die Strophe war komplett in A, während der Bass (war n anderer Bassist als der den ich dort kennen lernte) auf E spielte. Das klang wirklich schauerlich und geht bei Motörhead-ähnlichem Hardrock gar nicht, war schlicht falsch!!
Als ich das in der Probe erwähnte gab es Stirnrunzeln bei dem (sehr jungen) anderen Gitarristen, Schulterzucken beim Drummer, keine Reaktion beim Basser und begeisterte Reaktion beim singenden Chef, der noch sowas bemerkte wie dass es gut sei, dass endlich mal jemand in der Band wäre der sowas hört und dahingehend "aufräumt"...
Der damals auch recht neue Bassist kommt aus der Tanzmusikszene...mir fiel auf, dass er keine (in der Musik üblichen) wichtigen, pumpenden 8tel/16tel/4tel Grundnoten spielte, sondern nur sehr diffuse komplett unpassende Wechselbassläufe mit riesigen Löchern und schlechter Intonation und viel zu hoch -was daher kam, dass er seinen Bass nicht (wie die Gitarren) nen Halbton tiefer stimmte sondern alles elf Halbtöne höher....es klang schlicht grauenhaft.
Das sprach ich an, es gab aber in den drei Wochen vor dem Gig wo ich dabei war keine Möglichkeit das wirklich zu klären...
-beim Gig war ich als erster in Braunschweig. Ich konnte nicht mit den anderen fahren, da die teilweise miteinander fuhren und es keinen Platz mehr gab. Als die ankamen half ich denen reintragen, Stimmung war gut.
Für meinen Soundcheck brauchte ich 3 Minuten...meine Anlage klingt geil, funktioniert top und ich habe über die Jahre n gutes Gespür für Bühnensound/Bühnenlautstärke bekommen...Mischer begeistert!
Soundcheck anderer Gitarrist...."geht das leiser?".."rauscht das immer so?"...."hast n paar Höhen weniger?" usw vom Mischer...usw, Basser ging schnell, Gesang auch.
-Beim Gig habe ich fett gepumpt (hatte 90Prozent Rhythmusaufgaben...neue Aufteilung der Soli zu jeweils ca. 50Prozent war ausdrücklich vom Bandchef sowie dem anderen Gitarristen geplant.)
Vom Bassist habe ich nix gehört...war auf der riesen Bühne mit seinem 2/10er Combo (der eher im Jazz/Fusion-Bereich angesiedelt ist) auch viel zu unterrepräsentiert. Ich sah nur, dass er oft gar nicht spielte...
Ich hatte das Gefühl, komplett ins Leere zu spielen...was ich souverän gemacht habe!....ich dachte mir "scheiss drauf, muss halt heute so gehen, da arbeiten wir halt noch dran....und freute mich auch darauf daran zu arbeiten!
-Nachm Gig erst mal alles Gut...Stimmung gut...n paar Leute die tanzten haben uns darauf hin gewiesen, dass fast kein Bass zu hören gewesen sei....ja woher denn auch!?
-der Rausschmiss kam zwei Tage später. Begründung: ich würde für diese Musik nicht so brennen wie die anderen und ich würde zuviel Unruhe in die Band bringen mit meinen Verbesserungsvorschlägen. Meine Aufgabe wäre nur die Rhythmusgitarre gewesen...die müsse drücken, damit die Sologitarre und der Bass(!) ihre Linien darum spielen können.
Da ich Ambitionen auf mehr hätte (Soli!?) würde es bestimmt auch bald Streit geben in der Band deswegen....
-Ich habe den anderen Gitarristen über das Bandforum angeschrieben über das ich Kontakt zu denen aufnahm. Ich war mir nicht sicher ob der mitbekommen hat wie sein Chef mich abzockt und hatte nen recht guten Draht zu ihm und auch durchaus den Eindruck, dass er von meiner größeren Banderfahrung dazulernen wollte....

Ich habe mir nach dem Rausschmiss und dessen schlechten Beigeschmack erlaubt, der Band eine Rechnung über meine mir real entstandenen Kosten plus dem Gagen-Fünftel zu stellen...und es gibt eben diese Standard Km Pauschale von 30Cent...

Aber auch einer noch freundlich gehaltenen Neu Forderung des Gagenanteils, Hotelkosten plus Benzingeldanteil von (lächerlichen) 50.- wurde nicht nachgekommen...stattdessen gab es die Drohung wegen Anschreiben seines Bandmitglieds.

Soweit dazu, den Rest hab ich schon geschrieben.

Danke,
Bernie
 
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