Beim PreAmp Di-Out nutzen: Mit oder ohne Speaker-Simulation?

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Hallo,

Ich spiele Bass über den Microtubes B7K Ultra.

Live gebe ich den XLR-DI Ausgang an den Mixer.

Über Klinke Ausgang an den Bass-Amp klingt es sehr gut.
Klar, sonst würde ich den nicht spielen.

Aber wie hört sich das nach draußen an?
- Wenn ich den Speaker-Simulator anschalte, könnte es passieren, dass sich der Bass im Gesamtsound nicht durchsetzt.
- Wenn ich den Speaker-Simulator ausschalte, könnte es passieren, dass sich der Sound grätzig anhört.

Kann der PA-Mischer einen Speaker Simulator simulieren?
Frage an die Bassisten: Schaltet ihr den Speaker Simulator an oder aus bei Live-Gigs?

Im Studio schalte ich ihn an...

Danke, Gruß
 
Also ich habe live noch nie eine Speaker Sim benutzt. Das ist normal kein Problem für den Mann am Mischpult. Aber das kann man eigentlich vor Ort testen oder besprechen.
 
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Über Klinke Ausgang an den Bass-Amp klingt es sehr gut.
Ich gehe davon aus, dass der Amp Ausgang keine Speaker Simulation benutzt. Also kommt da etwas anderes an als bei der DI mit eingeschalteter Cab Sim. Wenn dir dein Sound am Amp gefällt, dann benutze ein Mikro vor der Box. Gerne eine Beyerdynmamic M88 oder EV RE20, oder wenn das Budget knapp ist, auch ein Shure SM57. Eventuell gibst du dann zwei Signale weiter, eines ohne Cab Sim per DI Out und eines via Mikro von der Box. Der Tonmensch kann dann entscheiden, was wie besser funktioniert.
Ich mach das inzwischen so recht oft. Und zwar als Bassist und als Tontechniker.
Kann der PA-Mischer einen Speaker Simulator simulieren?
Kommt auf das Mischpult an. Ich verlasse mich da nicht drauf. Dann eher die Lösung, die ich gerade beschrieben habe.

Es ist halt auch etwas davon abhängig, wie der Grundsound genau ist. Manchmal kommt da am Pult etwas an, das sich einfach nicht gut im Sound absetzt. Dann ist es auch egal ob das mit Cab Sim daher kommt oder ohne. Da ist man als Techniker oft auch machtlos.
 
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Mein Bass-Cab hat keinen Hochtöner (oder ich benutze ihn nicht), deswegen klingen die Höhen sehr angenehm,
da kann ich sogar am Amp noch Höhen zugeben.
Die PA Anlage überträgt aber alle Frequenzen, da wird es dann immer etwas grätzig klingen.
Mein DI - Signal ist sicherlich zufriedenstellend, da ich selbst damit Recording mache.
 
Aber wie hört sich das nach draußen an?
Nicht raten, einfach anhören. Ist doch kein Problem, sich beim Soundcheck mal vor die Bühne zu stellen ;)
Frage an die Bassisten: Schaltet ihr den Speaker Simulator an oder aus bei Live-Gigs?
Ich würde die CabSim nur beim Recording einschalten (wenn ich Recording betreiben würde), ansonsten nicht. Live sind ja genügend Boxen am Start, die das Bass-Signal übertragen und "färben". Die Leute am Mischpult, mit denen ich in meinen rund 50 Jahren "Hobby on stage" begegnet bin, wollten immer nur "ein sauberes Signal aus der DI-Box", das ich nach Einsatz von Kompressor und ggf. mal ein Effektgerät wohl immer geliefert habe. Auf CabSim hat mich noch kein Toni (m/w/d) angesprochen...
 
Beides ausprobieren! Wenn Du Funk hast auch mal gerne nach vorne gehen, aber letztlich sollte da der Mischer das letzte Wort haben mit welchem Signal er den besseren FoH-Sound hinbekommt. So viel Vertrauen in ihn sollte man schon haben - bzw. muss man eigentlich. Dass das Klangergebnis fürs Publikum besser wird wenn man ihm ein Signal (wohlgemerkt für das FoH) gegen seinen Willen "diktiert" dürfte wohl nicht unbedingt die Regel sein.
Dem Mischer ist mit einem durchsetzungsfähigen Signal am meisten geholfen - da gibt es Dinge die es Ihm erschweren aber unabänderlich(?) zu der Soundvorstellung des Bassisten/der Band/des Songs gehören (Modulationseffekte für Bass können da schon durchaus herausfordernd sein), aber an der Boxensimulation hängt ja offensichlich nicht Dein Herz was den Bassound nach vorne heraus anbelangt.

Ist jetzt nicht sooo der Riesenaufwand - was hilft es Dir das nicht auszuprobieren weil Dir das Forum mehrheitlich zu A) oder B) geraten hat?
Fürs Forum bitten wir dann eher um Deinen Erfahrungsbericht.
 
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Beim Bass ist IMO eine Speaker Simulation nur dann erforderlich, wenn da gewollt Verzerrung dabei ist.
Bei Verzerrung/Fuzz/… werden dem Klang reichlich Obertöne hinzugefügt, die nicht unbedingt harmonisch klingen und der Sound wird erst angenehm, da ein Gitarren/Bass Lautsprecher die störenden Frequenzen nicht überträgt. Wie das geschieht, ist ziemlich komplex und mit einer einfachen Klangregelung/EQ oft nicht zufriedenstellend nachzubilden. Das machen (IR) Cab-Simulationen viel besser.
Solange das Signal aber unverzerrt ist, kann ein Toni das mit dem EQ regeln.
 
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Wenn es im Studio funktioniert, gibt es keinen Grund warum es nicht auch Live funktionieren sollte. Versuchs einfach. Ist im Grund auch nix anderes als ein mikrofonierter Lautsprecher.
 
tatsächlich ist es so, dass ich eine Drahtlosanlage habe und daher den sound check vor der Bühne machen kann.

Aber wir stehen unter Zeitdruck und die wenige Zeit, die uns zur Verfügung steht reicht noch nicht mal, um einen vernünftigen Monitorsound hinzubekommen.
 
tatsächlich ist es so, dass ich eine Drahtlosanlage habe und daher den sound check vor der Bühne machen kann.

Aber wir stehen unter Zeitdruck und die wenige Zeit, die uns zur Verfügung steht reicht noch nicht mal, um einen vernünftigen Monitorsound hinzubekommen.
Ein vernünftiger Monitor-Soundcheck braucht ja auch durchaus nicht wenig Zeit....
Am Rande meine Einschätzung: kämpft für mehr Zeit für den Monitor-Sound, zur Not auch zu Lasten des FoH-Sound. Für letzteren hat der Soundmensch den ganzen Gig Zeit, wohingegen Anpassungen am Monitorsound während des Gigs deutlich schwerer hinzubekommen sind.

Meine Empfehlung zu Deinem Thema bleibt allerdings gleich: dem Soundmann vertrauen und dem beide Varianten anbieten. Dann eben während des Gigs, und hinterher gibt's klares Feedback was besser war - wenn er sagt "war kein Unterschied" dann weißt Du auch Bescheid ;-)
 
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Mein Bass-Cab hat keinen Hochtöner (oder ich benutze ihn nicht), deswegen klingen die Höhen sehr angenehm,
da kann ich sogar am Amp noch Höhen zugeben.
Die PA Anlage überträgt aber alle Frequenzen, da wird es dann immer etwas grätzig klingen.
Mein DI - Signal ist sicherlich zufriedenstellend, da ich selbst damit Recording mache.
Ich denke wenn es hörbar ist,wird das der Techniker auf jeden Fall anpassen
Es sei denn dass das im Gesamtbild nicht wirklich relevant ist.
Bei genug Zeit bin ich nach Signalcheck auch erstmal auf die Bühne, um zu hören wie es klingt , und mich dran orientiert.
Damals!
Heute haben die Jungs Tablett und sind flexibel und können mit auf die Bühne zum Monitoring.
In ein paar Jahren kann man bestimmt den Monitor überall mit dem iPhone per Passwort selbst bedienen.
Ein paar Gemeinheiten werden die Tontechniker immer noch machen, sowas wie High Cut lowcut und gesammtbild Anpassung.
 
Zuletzt bearbeitet:
In ein paar Jahren kann man bestimmt den Monitor überall mit dem iPhone per Passwort selbst bedienen.

Da bist Du nicht ganz auf dem laufenden - das gibt's schon lange.
Hier (wie in vielen anderen Themen auch) kann ich den AXLMV-Podcast empfehlen. Hier wird auch beschrieben dass bei BAP die Musiker sich ihren IEM-Mix per App auf dem iPad zusammenstellen - scheint nicht für alle die praktikabelste Lösung zu sein.
 
Die PA Anlage überträgt aber alle Frequenzen, da wird es dann immer etwas grätzig klingen.
Mein DI - Signal ist sicherlich zufriedenstellend, da ich selbst damit Recording mache.
Kannst du mal ein Beispiel hier reinstellen, einmal mit und einmal ohne Speaker SIM? Dann könnten wir uns etwas besser vorstellen, was woh besser über die PA klingen könnte.
 
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Ein vernünftiger Monitor-Soundcheck braucht ja auch durchaus nicht wenig Zeit....
Der Bühnensound sollte VOR dem Sound nach draußen passiert sein. Die richtige Aufstellung bringt mehr als das meiste geschraube an Monitorwegen. Und mit etwas Erfahrung und einer vorbereiteten Band ist der Monitorsound in 10 Minuten getan.
Klar könnte man als Musiker selber am Tablet oder Handy sein Monitoring zusammenschrauben... aber spätestens unterm spielen hat man dafür keine Hände mehr frei.. und eigentlich ist man wegen dem spielen da, oder? In der Theorie mag das alles super sein, in der Praxis ist es dann aber so, daß jedes Problem plötzlich bei den Musikern hängen bleibt, je mehr sie (außer spielen) sonst noch tun sollen/wollen und da ich viele Konzerte betreue, erlebe ich regelmäßig wie Musiker auf der Bühne deswegen Probleme haben.
Neulich ne Band, die 45 Minuten eines Soundchecks nur deswegen in den Sand gesetzt haben, weil es Probleme mit ihrem Splitter Rack/Inears gab. Tut mir für die Band leid, ich sag jetzt mal frech wäre das nicht über ihren Splitter gegangen sondern über meine Aux vom Pult in ihre Inears, dann wär das in 5 Minuten gegessen.

Speaker Sim oder nicht- ich veranschlage mal drei verschiedene Sounds am Bass:
- clean: kein Problem ohne, wenn eine Ecke zuviel Höhen drauf sind, da gibts nen Regler im Kanal
- angezerrt: kein Problem, die Höhen runterdrehen oberhalb dessen, was aus einem Speaker käme
- stark verzerrt: kann Problem sein wenn sich jemand nicht auskennt, da zuviel Kratz-Höhen im Spiel sein könnten und wenn "einen Regler runterdrehen" nicht reicht, dann muß wer her, der sich zu helfen weiß.
Für deinen konkreten Fall: wie oben gefragt, stell mal ein paar Sekunden Soundbeispiel in den Thread.
 
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Ich hab ne Speaker Sim drauf weil ich mein Signal auch noch auf IEM schicke und ohne ertrage ich das nicht.
Ich gebe das Signal dann Pre-EQ aber MIT Speaker Sim unserem Mischer und das klappt bisher einwandfrei.
Ich könnte die Sim richtung Mischpult ausschalten und sie nur auf dem IEM Signal haben, musste ich bisher
aber nie tun.

Ich würd mir darüber nicht zu sehr den Kopf zerbrechen. Wenn was absolut schlecht ist wird es dir ein guter
Mischpultmann schon sagen. Das sollte™ ja das Gleiche sein wie eine Mikrofonierte Box und das wird schließlich
auf Bühnen "überall" gemacht. Wird schon klappen wenn das Signal nicht irgendwelche anderen Probleme hat.
 
Klar könnte man als Musiker selber am Tablet oder Handy sein Monitoring zusammenschrauben... aber spätestens unterm spielen hat man dafür keine Hände mehr frei.. und eigentlich ist man wegen dem spielen da, oder? In der Theorie mag das alles super sein, in der Praxis ist es dann aber so, daß jedes Problem plötzlich bei den Musikern hängen bleibt, je mehr sie (außer spielen) sonst noch tun sollen/wollen und da ich viele Konzerte betreue, erlebe ich regelmäßig wie Musiker auf der Bühne deswegen Probleme haben.
Ich denke Musiker die sich selbst mischen wollen müssen sich bewusst sein dass es eine zusätzliche Fähigkeit und Tätigkeit ist die ist erlernt, GEÜBT und übernommen werden muss.
Sprich: auf der Bühne muss ich mit dem Mischdevice fast genauso gut umgehen können wie mit meinem eigenen Instrument/Effektboard etc.
WENN das gegeben ist, dann ist eine gute Lösung - wenn denn auch die Notwendigkeit besteht.
Extrembeispiel:
a) die Sing meinen Song-Band (gibt im AXLMV-Podcast interessante Einblicke): Profis die wissen was sie tun und mit vielen unterschiedlichen Stilen/Sounds/Instrumenten arbeiten - die können das.
b) eine Amateur Punk- oder Bluesband mit relativ konstantem Sound über das gesamte Konzert - da sollte ein guter Soundcheck im "Set and Forget"-Prinzip ausreichen.

Das Argument mit dem Hände-frei finde ich nur halb zutreffend - ja die Hände muss man freihaben, aber wenn man nicht selbst mischt muss man auch eine Möglichkeit haben schnell, gut und zuverlässig mit dem Mischer zu kommunizieren, ist ja auch nicht immer so leicht.

Und ich denke dass IEM ist natürlich ein größerer "Eingriff" in das was der Musiker letztlich hört, im Vergleich zu dem "alten Konzept" Verstärker+Schlagzeug geben selbst massig Signal auf die Bühne, Monitor gibt dann Gesang, Keys und was ansonsten vom Pegel her noch Unterstützung braucht dazu. Da ist man als Musiker anspruchsvoller an den den Mix auf dem IEM gegenüber dem alten Wedges-Mix. Und wenn die Ansprüche nicht erfüllt werden dann erliegt man der Versuchung "komm ich mach's selbst" - aber wenn man das "nur nebenher" angeht dann kann's Probleme geben.
 
Ein Spiekersimulator bei Bass?
Ist eigentlich nicht die ideale Lösung, ich kenne keinen speaker, der ordentlichen Tiefbass wiedergegeben kann, und dann auch mitten und Höhen sauber abstrahlt.

Dem Tontechniker ist das egal, der nimmt das Signal wie es kommt, und macht (wenn er möchte ) das Beste draus.
Ist der Sound mittig, soll's ihm Recht sein, da macht die Bassdrum den tiefen Ton.

Was nicht passt wird weggedreht .

Für Gitarre macht das Sinn, ist aber nicht nötig.
Der Tontechniker ist in der Lage das am Pult zu optimieren.

Die ganz tiefen Töne bei 5 Saiten Bass
Werden sowieso kaum abgestrahlt und sind nur mit ganz großem PA stacking zu hören.
Weitere Informationen zu speaker Simulation
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll ich sagen...funktioniert bei mir gut und ich finde es klingt besser als ohne Sim.
Echten Tiefbass (50 (60?)Hz und tiefer) reproduziert doch auch keine echte Bassbox, oder (Jaja, gibt bestimmt Ausnahmen und Extremfälle)?
Also macht eine Sim es auch nicht besser/anders/schlechter. Es geht, was gefällt und funktioniert.

Oder hab ich dich falsch verstanden?
 
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Sorry. Hat bei mir viele Jahre den optimalen Sound produziert, obwohl ich keine Ampeg Box hatte, aber deshalb die Positionierung am Topteil. ;) :prost:
 

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