12/8-tel Takt mit Synkopen - Bitte um Kommentare zu dieser Notation

  • #21
Ja, wäre interessant. Ich habe mich vor Dorico bisher gedrückt, weil ich befürchte, dass die Noten nicht so-mal-eben einzugeben sind. Das Musikalische ist bei mir beruflich immer ein Nebenaspekt.

Aber für genau die Leute, die du oben beschreibst, setze ich dann Lieder mit Text und Harmonie - im Liedblatt für die Kirche. Zwar bündele ich immer zwei Achtel, was man ja sonst nicht tut - aber weiter gehen meine Freiheiten beim Setzen eigentlich nicht: Übergebundene Noten müssen sie akzeptieren und verstehen. Hat noch niemand gemeckert, scheint auch heute noch allgemeines Kulturgut zu sein.
 

  • #22
wenn der Tenor bei den meisten Antworten in dieselbe Richtung geht
Ich dachte geht um Altsaxofon? (SCNR :D )

Ich finde komisch, dass das Arrangement in E-Dur steht (transponiert für ein Eb-Altsax), also klingend in C#-Dur. Wieso quält man Schüler in einer Schulbigband mit so einer abgefahrenen Tonart, statt es einfach bläserfreundlich einen halben Ton tiefer zu arrangieren?
 
  • Ersteller
  • #23
E-Dur notiert für Alt-Sax ist klingend G-Dur. Du hast in die falsche Richtung gedacht beim Transponieren.
Die Faustregel ist "+ 3 #" (bzw. "- 3 b") für Alt-Sax.
Also für die C-Spieler doch nicht so wild.
 
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  • #24
Ups... Du hast natürlich Recht! :whistle:
 
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  • Ersteller
  • #25
Ich habe mich vor Dorico bisher gedrückt, weil ich befürchte, dass die Noten nicht so-mal-eben einzugeben sind.
Die Noteneingabe an sich ist nicht wirklich komplizierter oder aufwändiger als z.B. bei Finale. Allerdings ist Bedienkonzept sehr anders als bei Finale, angefangen bei der Einrichtung eines neuen Notensatzes, aber auch sonst an allen Ecken und Enden. Die meisten Befehle musste ich erst mal finden, und die Lernkurve fand ich verdammt steil.
Aber da für registrierte Nutzer von Finale seinerzeit der Crossgrade zu Dorico zu einem extrem günstigen Preis angeboten wurde, hatte ich mich ohne langes Zögern entschieden, überzuwechseln. Und, obwohl anfangs öfter geflucht, den Wechsel nicht bereut. Im Gegenteil, denn wie schon gesagt ist Dorico ein sehr ausgereiftes und durchdachtes Programm mit dem exzellente Ergebnisse möglich sind. Und mit etwas Übung auch ziemlich flott.

... setze ich dann Lieder mit Text und Harmonie - im Liedblatt für die Kirche. Zwar bündele ich immer zwei Achtel, was man ja sonst nicht tut ...
Bei der Notation für Gesang ist es üblich, bei Achteln den Silben des Textes zu folgen. Wenn auf jede Achtel eine Silbe gesungen werden soll, werden sie einzeln als Achtel mit Fähnchen notiert. Wird eine Silbe (bzw. ein Vokal) über mehrere Achtel gesungen, bekommen diese einen Balken.

Übergebundene Noten müssen sie akzeptieren und verstehen. Hat noch niemand gemeckert, scheint auch heute noch allgemeines Kulturgut zu sein.
Wenn eine Note in den nächsten Takt verlängert werden soll, also über den Taktstrich gebunden werden soll, geht es ja gar nicht anders als sie übergebunden mit Haltebogen zu notieren. Innerhalb eines Taktes könnte man sich entscheiden, den entsprechend langen Notenwert zu setzen, z.B. statt Viertel mit angebundener Achtel eine punktierte Viertel, wenn da noch eine Sechzehntel dazu kommen soll, ggf. eine doppelt punktierte Viertel usw.

Aber dabei gilt es, nicht gegen das Grundprinzip zu verstoßen, nämlich dass die Lage der Taktschläge nicht verschleiert werden sollte.
Beispiele die scheinbar dagegen sprechen wie der weiter oben angeführte Claves-Rhythmus (2 punktierte Viertel + 1 Viertel) sind typische Ausnahmen von dieser Regel. Erstens bleibt der Takt mit nur drei Noten immer noch sehr übersichtlich, und zweitens handelt es sich um ein Standard-Pattern, das zudem mit den Claves permanent repetiert wird
Gängige Standard-Patterns können sowieso von dieser Notationsregel abweichend notiert werden, bzw. etablieren sie mit ihrer eigenen Notation sozusagen ihren eigenen Standard.
Notation ist zudem Genre-abhängig. Wenn der Stil "Latin" ist, muss der Claves-Rhythmus korrekt in seinem eigenen Standard notiert werden. Bei z.B. Brahms würde man beim selben Rhythmus eher "punktierte Viertel - Achtel mit angebundener Viertel - Viertel" finden.
 
  • #26
Und, obwohl anfangs...
Das geht ja noch. :D
An meine Finale Vollversionen kann ich mich über gut die ersten zehn Jahre erinnern, wenn immer wieder über Stunden nichts ging außer der Suche nach einer praktischen Lösung. :eek2:
Richtig gut kam ich damit neben schließlich zunehmenden Wissen und Erfahrung erst mit Einführung der vollständig überarbeiteten Online-Hilfe zurecht.

Notation ist zudem Genre-abhängig.
Rhythmische Bindungen wie an Takte sollten sich aber aufheben lassen, das konnte bereits Finale. Oder gibt es in Dorico "Neue Musik" als Genre für "anything goes"?

Gruß Claus
 

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