48V Phantomspeisung, ein paar Fragen zu richtige Umgang

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Tim
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Hallo,

da ich mich ja nun endlich auch praktisch mit Großmembranenmikrofonen beschäftige, aber wenig Ahnung von der Technik habe, möchte ich Euch darum bitten, mir ein paar Fragen zu beantworten:

1. Kann ich die Phantomspeisung am Steinberg UR22 Interface im Betrieb des PCs und Interfaces ein- und ausschalten, wie mir beliebt?
2. Ist es besser sie bei Nichtbenutzung des aber angeschlossenen Mikrofones trotzdem ausgeschaltet zu lassen und nur für Aufnahmen einzuschalten, oder sollte man sie immer eingeschaltet lassen?
3. Was passiert wenn ich vergesse sie einzuschalten und anfange mit dem Mikrofon zu singen, schadet das dem Mikrofon oder dem Interface, oder kommt dann nur kein Ton an?
4. Was passiert wenn die Phantomspeisung angeschaltet ist und ich mein altes SM58 Mikro anschließe?

Danke schonmal!
Gruß
Tim
 
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Auschalten, wenn du ein Mikro an oder aussteckst. Ausgeschaltet lassen, wenn Du kein Mikro, das die Speisungs braucht, angeschlossen hast. Dem SM58 macht das nichts aus. Warum heißt es wohl Phantomspeisung!?!
 
Das Ein- und Ausstöpseln bringt erst mal keine technischen Probleme mit sich.

ABER:
Wenn ein Mikro bei eingeschalteter Phanthomspeisung ein- bzw. ausgestöpselt wird und der Kanal offen/umgemuted ist und der Master auf Arbeitspegel steht, dann kann der Knackser gut und gerne einer Person, die nebem dem Lautsprecher steht (oder Kopfhörer auf hat) das Gehör beschädigen - ggf. auch den Lautsrepcher himmeln (aber den kann man ja einfach ersetzen).
Also: In der Praxis ist Vorsicht geboten. Stöpseln entweder bei ausgeschalteter Phanthomspeisung oder mindestens den Kanal muten/den Fader komplett herunter ziehen. Diese Anweisungen gelten im Prinzip für das Arbeiten am Mischpult, kann man aber auch auf das Steinberg-Interface übertragen - jedenfalls wenn Lautsprecher angeschlossen sind oder ein Kopfhörer. Ist beides nicht der Fall, ist es auch egal, denn der Rest kann keinen Schaden nehmen.
Allerdings ist es ratsam, sich diese Vorsicht anzugewöhnen, denn einmal kommt der Tag, da hat man doch den Kopfhörer auf und der Pegel ist zufälligerweise hoch gezogen ...

Gruß, Jürgen
 
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Man kann durch falsche Bedienung auch Hardware zerstören. Ob jetzt Interface oder Mikro.

1. Kann ich die Phantomspeisung am Steinberg UR22 Interface im Betrieb des PCs und Interfaces ein- und ausschalten, wie mir beliebt?
Nein....Im Prinzip ganz einfache Reihenfolge :
  • Mikro anschließen > dann Phantomspeisung aktivieren.
  • Phantomspeisung deaktivieren > dann Mikro abklemmen

3. Was passiert wenn ich vergesse sie einzuschalten und anfange mit dem Mikrofon zu singen, schadet das dem Mikrofon oder dem Interface, oder kommt dann nur kein Ton an?
Bei einem Kondensatormikro, welches die 48V Phantomspeisung braucht, musst du sie schon einschalten, ansonsten kommt nix raus. Bei einem dynamischen Mikro, wie dem SM58
spielt es keine Rolle.

4. Was passiert wenn die Phantomspeisung angeschaltet ist und ich mein altes SM58 Mikro anschließe?
Gar nichts :). Wie "Astronautenkost" schon erwähnt hat, macht das dem SM58 nichts aus.
 
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man sollte grundsätzlich nie bei aktiver Phantomspannung umstecken (!)
auch wenn das theoretisch unproblematisch ist, kommt es in der Praxis zu Nebenwirkungen
(sie Hinweis oben auf die 'Schaltknackse')

cheers, Tom
 
Ok danke, alles geklärt!
 
Ich frage mich blos wie konsequent in Live-Situationen, insb. Festivals mit dieser Regel umgegangen wird... ich wage zu bezweifeln, daß bei jedem Umpatchen Phantomspeisung sauber mit FOH/Mon-Platz koordiniert wird... Zumindest kann ich zugeben, daß ich das in den letzten 20 Jahren die ich Livesound mache nicht wirklich praktiziert habe. Und habe es auch auf Festivals noch nirgends erlebt (wobei da ja meist der Monitorplatz den parallel Out vom Multicore-Split bekommt, ich aber FOHler bin und das somit eh dann an mir vorbei geht).
 
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auf'm Platz herrschen halt rauhere Sitten ... Ausgang/Monitor runter und stecken was das Zeug hält :D
es gibt halt ein paar Sachen, die im Studio betroffen sein könnten - schadet halt nicht, darauf zu achten
am Ende macht man's irgendwann sowieso mal verkehrt...

cheers, Tom
 
Zumindest kann ich zugeben, daß ich das in den letzten 20 Jahren die ich Livesound mache nicht wirklich praktiziert habe. Und habe es auch auf Festivals noch nirgends erlebt (wobei da ja meist der Monitorplatz den parallel Out vom Multicore-Split bekommt, ich aber FOHler bin und das somit eh dann an mir vorbei geht).
Genau so habe ich das auch erlebt.
 
Es ist sch*****egal ob die Phantomspeisung bein Einstecken oder Ausstecken des Mikrofons ein- oder ausgeschaltet ist! Da geht nichts kaputt!

Wenn im Zusammenhang mit Phantomspeisung wirklich etwas kaputtgehen sollte, so hat das eine andere Ursache.
"Kann bei meinem Auto der Reifen leichter platzen wenn ich das Licht eingeschaltet habe?"

Bei alten Mischpulten mit Eingangsübertragern war zumindest theoretisch die Möglichkeit gegeben daß bei eingeschalteter Phantomspeisung und fehlerhaftem Kabel der Eingangstrafo vormagnetisiert wurde.
Solche Eingangsstufen kommen heute kaum noch vor. Das Abschalten der Speisung vor Einstecken des Mikrofons nützte da aber auch nichts, weil es spätestens mit dem Einschalten der Speisung wieder zur Vormagnetisierung kommen konnte.

Ich habe in über 40Jahren Praxis 1 mal mit der Phantomspeisung ein teures Gerät geschrottet. Das geschah allerdings in voller Absicht. Es ging darum zu demonstrieren daß es bei einer bestimmten Gerätekombination in Verbindung mit einer bestimmten Fehlerkonfiguration zu einer Beschädigung des Geräts kommen kann.
 
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es geht nicht um live-on-stage, sondern um eine Studio Anwendung
warum soll er es nicht gleich richtig machen, selbst wenn der 'Ernstfall' eher exotisch ist ?
es kann immer mal ein falsches Kabel genommen werden, eins kaputt sein etc
vielleicht bekommt er wirklich mal ein Bändchen-Mikro geliehen - oder jemand bringt was mit...
das schreibt Royer zum Thema... (mit Erklärungen, allerdings enlisch...)

cheers, Tom
 
Hallo mikroguenni

Es ist sch*****egal ob die Phantomspeisung bein Einstecken oder Ausstecken des Mikrofons ein- oder ausgeschaltet ist! Da geht nichts kaputt!
Hmm....:gruebel:...Lese ich jetzt zum ersten Mal.
Gaaanz zufällig bin ich im Moment mit dem DR-40 von Tascam am liebäugeln und lese mir dort gerade die Bedienungsanleitung durch.
Und auch hier steht...............
upload_2015-9-14_13-17-47.png


Warum wird das denn IMMER WIEDER bei solchen Geräten und auch bei Interfaces erwähnt, wenn es doch eigentlich Egal ist ? :confused: :confused:
Naja, jedenfalls halte ich die Vorgehensweise ein. Schaden kanns bestimmt nicht.
 
theoretisch kann da nicht passieren - aber das tatsächliche 'Kabel-Umfeld' kennt niemand im Detail
sobald ein Kabel defekt oder falsch beschaltet ist, kann es eben doch Nebenwirkungen haben
(Royer weist zB auf Pachbays hin, bei denen mit symmetrischen Klinken 'gepatcht' wird...)
da sichern sich die Hersteller einfach pauschal ab

cheers, Tom
 
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Ich hab probeweise mal versucht in das Mikrofon zu singen, wenn die Phantomspeisung ausgeschaltet war, da kommt dann tatsächlich gar nichts an, nichtmal ganz leise.

Was ich noch gerne wüßte, ich glaube das wurde noch nicht beantwortet, ist es eine Belastung für den PC (der das Interface ja via USB 2.0 mit Strom versorgt) oder das Interface oder das Mikrofon, wenn man die Phantomspeisung immer angeschaltet läßt, also sagen wir mal 8 Stunden am Tag, obwohl man das Mikro davon vielleicht nur 1 Stunde braucht?
Sollte man sie zur Schonung daher lieber abschalten, wenn man das Mikro sowieso gerade nicht verwenden will?

Und was ist mit den Kopfhörern, die am Interface (UR22) hängen, wenn ich die abziehe und andere anschließe, was ich ab und zu schon mache, und dabei die Phantomspeisung an ist, kann das den Kopfhörer beschädigen, oder ist gillt die Phantomspeisung nur für die beiden Mikrofonkanäle?

Gruß
Tim
 
Und was ist mit den Kopfhörern, die am Interface (UR22) hängen, wenn ich die abziehe und andere anschließe, was ich ab und zu schon mache, und dabei die Phantomspeisung an ist, kann das den Kopfhörer beschädigen, oder ist gillt die Phantomspeisung nur für die beiden Mikrofonkanäle?

Du stellst Fragen! Mikrofoneingang braucht Phantomspeisung für Kondensatormikros. Kopfhörerausgang braucht Phantomspeisung wozu? Zu gar nix.
 
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ist es eine Belastung für den PC (der das Interface ja via USB 2.0 mit Strom versorgt) oder das Interface oder das Mikrofon, wenn man die Phantomspeisung immer angeschaltet läßt, also sagen wir mal 8 Stunden am Tag...

was ist mit den Kopfhörern, die am Interface (UR22) hängen,

oder ist gillt die Phantomspeisung nur für die beiden Mikrofonkanäle?

=> Mal im Ernst:

Alle gestellten Fragen können Handbücher der Hersteller beantworten oder zumindest der normale menschliche Verstand.

Wenn ich soviel "Schiss" vor elektrischen Geräten und dem realen Leben als solchem wie Du haben würde, dann würde ich:

  • Nicht mehr mein Auto betanken - ich weiss ja nicht, wie die Stromanlage der Zapfsäule verdrahtet ist und ob die Zapfsäule überhaupt für Anzahl "X" an Autos pro Tag konzipiert wurde.
  • Nicht mehr Fernsehen, da ich auch nicht weiß, ob der Fernseher für 8 Stunden Dauerbetrieb geeignet ist oder mir der Fernseher beim Umschalten nach 6 Stunden Filme auf Tagesschau mit starkem blauen Hintergrund mir um die Ohren fliegt, weil auf einmal zuviel Blau auf der Mattscheibe ist.
  • Nicht mehr im Internet surfen, da ich mir unsicher bin, ob die Stromzufuhr für die grossen deutschen Internetknotenpunkte (die mir ja die Daten liefern) überhaupt meinem Anfragesturm gewachsen sind.
  • Und überhaupt: Dann würde ich mir lieber ein Buch (Roman, Thriller, was auch immer) kaufen, und mich damit beschäftigen, statt das Thema Stimme aufnehmen bis ins letzte Atom zerlegen zu wollen, bevor ich überhaupt mal damit anfange!
Also: Hau rein, mach´ was statt Dein Hirn mit unnötigen Fragen zu quälen und so die Kreativität im Keim zu ersticken. :D
 
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@Trommler53842

"Du musst erst..." ;)
 
Ich glaube auch, dass Tim39 bei seinen 266 Einträgen erst 3-4 mal überhaupt erst was mit dem Krempel gemacht hat und den Rest der Zeit sich nur den Kopf über unglaubliche, teils theoretische Sachen zerbricht und sich diese dann von uns vorkauen lässt anstatt mal was auszuprobieren oder zu googlen.

Sorry, aber ich glaube langsam, dass er in Wirklichkeit gar nichts mit den Sachen machen will sondern lieber daraus eine Raketenwischenschaft entwickelt:cool::coffee:
 
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das ist einfach seine Art - das wirkt halt etwas 'übergründlich'
er kommt dann aber auch wieder auf den Teppich der Tatsachen zurück - nix wildes ;)

cheers,Tom
 
Alle gestellten Fragen können Handbücher der Hersteller beantworten oder zumindest der normale menschliche Verstand.

Eben durch lesen der Handbücher bzw. der darin enthaltenen Sicherheitshinweise, entstehen (bei mir) ja erst solche Fragen! ;)

Nutzen tu ich die Geräte natürlich trotzdem, bevor ich alles bis ins letzte Detail erfragt habe. Ich möchte mir nur eben einen korrekten und sicheren Umgang mit der Hardware von Anfang an angewöhnen.
 

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