6 Mono und 4 Stereo-Kanäle in den PC ?

von Radamanthus, 10.09.06.

  1. Radamanthus

    Radamanthus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.06   #1
    Hallo,

    Vorgeschichte: als "ich" für unseren Gospelchor einen neuen Powermixer suchte, hab ich mir auch so Geräte wie den Mackie Onyx mit der Firewire-Option angeschaut, gekauft hab ich dann aber doch nen Dynacord Powermate 1000.

    Welche Möglichkeiten habe ich, um alle Kanäle vor dem Powermixer in den PC zu kriegen ?

    Wie meist üblich:----> günstig, oder vieleicht sogar billig, und evtl für die Zukunft ausbaufähig


    Gruss
    Bernd
     
  2. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.06   #2
    "Vor" oder "vom" Powermixer?

    6 Mono und 4 Stereo, das ist schon eine stattliche Menge. Wenn die Signale mal im Powermate sind, wirst du sie nicht wieder einzeln herausbekommen. Die Monokanäle kann man per Insert-Abgreifmethode noch "einfangen", aber die Stereokanäle werden schwieriger.

    Die sauberste Möglichkeit wäre also, die Kanäle vor dem Mixer zu splitten und mittels Preamps/Interface(s) aufzunehmen.
    Was läuft denn über die Stereosignale? Wenn es Einspielungen sind (CD etc.), würde ich die gar nicht aufzeichnen, sondern später wieder dazuspielen. Sonst wäre es ja doppelt gemoppelt.

    Je nach dem brauchst du also zwischen 6 und 14 Eingangskanälen. "Günstig" und "billig" wirst du da aber nicht mehr davon kommen, zumal es noch ein weiteres Problem gibt: viele DAWs im günstigeren Bereich können zB nur 8 Kanäle getrennt aufzeichnen. D.h. auch da muss man u.U. mal einiges berappen.


    Es kommt jetzt eben darauf an, wieviele Kanäle wirklich parallel aufgezeichnet werden müssen. Wenn ich mal vom Maximum ausgehe, wäre eine Kombination von 8fach-Preamps (der Behringer soll da recht gut sein) und Digitalkarten von zB RME eine denkbare Möglichkeit. Die Anbindung würde dann per ADAT erfolgen.


    Was vielleicht "wirtschaftlicher" wäre, gerade für den Live-Einsatz, sind Harddiskrecorder oder Multitracker. Das reduziert etwas die Gerätemenge vor Ort, und man muss sich auch keine Gedanken um abstürzende PCs oder so machen.

    Aber wie gesagt: das gilt jetzt alles für die Liveaufnahme. Wenn das alles im "Studio" passieren soll, ist der Powermate sowieso total überflüssig.
     
  3. Radamanthus

    Radamanthus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.06   #3
    "Vor" dem Powermixer - dieweil es ja nur so möglich ist, im nachhinein die einzelnen Spuren noch zu verändern.

    Das mit den Abgreifen des Signals per Insert's hab ich im Handbuch gelesen, für die Stereo-Züge gibts diesbezüglich ja keine Möglichkeit.

    Ich hab von allen Mono/Stereo-Kanälen des Powermate 1000 deshalb geschrieben, weil ich mich jetzt nicht auf eine geringere Anzahl von Kanälen festlegen möchte, mich dann vieleicht für "irgendeine" günstige Variante von Hardware entscheide die meinen jetzigen tatsächlichen Bedarf abdeckt, und die ich dann in die Tonne treten kann, wenn der Bedarf - die Anzahl nach Belegen aller vorhandenen Kanäle zb durch nen eingesetzten 2. Mixer - steigen sollte.

    Jetziger Bedarf ist: 6 Mikrofone als XLR, 1x Stereo Piano. Ausschliesslich Live-Einsatz. Ein zweiter Mixer wäre ja allein schon nötig, wenn ein Drumset mit 6 Micros dazukäme (wobei ich derzeit dazu neigen würde das Schlagzeug als Summe und nicht die einzelnen Micros aufzunehmen)

    Problem dabei ist auch, dass ich "Fachbegriffe" nicht unbedingt verstehe und es mir hilfreich wäre, zB Modellbezeichnungen oder Links mit anzugeben, damit ich mir ein Bild machen kann, zuerstmal was an Hardware nötig wäre, danach (oder im gleichen Atemzug?) kommt die Software...

    Was zB ein DAW ist, bin ich mir eigentlich nicht im klaren. Zb hab ich bei Behringer nachgesehen ob ich "etwas" finde das deinen Ausführungen entspricht, bin aber nicht schlüssig geworden.

    Soweit ich das beurteilen kann brauche ich ja mindestens "irgendeine" Möglichkeit zumindest die Stereo-Eingänge VOR dem Mixer aufzusplitten, die Monokanäle dann per Insert-Buchse (Direct-Out) abgreife, damit ich dann die Einzelnen Mono und Stereo-Kanäle entweder mit nem externen Gerät digitalisiere und in den PC reinschicke, oder aber ne entsprechende Soundkarte die mit nem Interface daherkommt an dem ich genügend Anschlussmöglichkeiten habe. Das ganze dann evtl auch noch ausbaufähig.

    So grob gesagt.

    Frage: schliesse ich zB an dieses Gerät
    COMPUTER-BASIERTES RECORDING - AUDIO/MIDI INTERFACES - ULTRAGAIN PRO-8 DIGITAL ADA8000 : High-End 8-Kanal A/D- & D/A-Wandler mit Premium Mikrofonvorverstärkern und ADAT®-Schnittstelle
    dann die Eingänge ob nun Micro oder Stereosignal analog an, und leite es "unverändert" analog an den Powermixer weiter, und kann die Einganssignale per ADAT an den PC weiterleiten ?

    Gruss
    Bernd


    P.S. vor einigen Monaten war ich noch absolut neuling was Mischpult anging (und bin es noch) - nun wage ich mich an die Thematik Recorden,, leider auch ohne jegliches Hintergrundwissen.
     
  4. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.06   #4
    Ok, dann sehen wir ja schon ein wenig klarer! ;)

    Zuerst mal zum Splitten der Signale: da wäre die einfachste Lösung, Y-Kabel zu verwenden. Dadurch hat man ein Mikrokabel mit quasi zwei Ausgängen, die man verwenden kann.

    Da wir in deinem Fall die Inserts verwenden können, ist das nicht soo wichtig - nur zu allgemeinen Info. Es lässt sich im aktuellen Stadium (!) auch anderst lösen.

    Für dein Setup könnte man es also so machen:

    Da durch die Insertmethode und das Stereopiano nur Line-Signale zu verarbeiten sind, ist der Behringer Preamp vorerst mal unnötig.

    Wir haben also aktuell 8 Line-Signale: die Monokänle geben das Signal über die Inserts aus, den Stereokanal kannst du zB mittels der beiden Aux-Wege ausgeben - es sei denn du brauchst die schon fürs Monitoring. Dann wäre u.U. die Splitmethode von oben wieder angebracht. Besitzt das Piano selbst vielleicht nicht schon mehrere Ausgänge - oder anderst gesagt, muss das Piano überhaupt stereo sein (live)? Dann könnte man direkt vom Piano in die Aufnahmehardware.

    So hätten wir dann mal unsere acht Linesignale, die müssen jetzt eben noch digitalisiert werden. Da gibt es diverse Wandlereinheiten, von M-Audio, RME, MOTU (Mark of the Unicorn), Edirol...ist leider halt alles nicht wirklich billig.
    Von diesen Einheiten geht es dann - je nachdem - mittels ADAT oder einer anderen Verbindung zum PC/Notebook.

    Deshalb meinte ich auch, das eine rechnergestützte Lösung für Live nicht sooo prall ist. Bei acht Kanälen ist es noch nicht heikel, aber du willst ja auch flexibel bleiben.
    Es wäre gut, wenn du mal einen Preisrahmen nennst. Sonst empfiehlt man hier ins Blaue ;)
     
  5. Radamanthus

    Radamanthus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.06   #5
    ups, der Preisrahmen. An sich ist mir alles über 1000 € ist mir erstmal unsympatisch. Knapp darunter eigentlich auch.

    Zuallererst versuche ich rauszufinden was mich eine "vernünftige" Lösung kosten würde und mit welchem technischen Aufwand dies verbunden ist, und ob ich vieleich so nach und nach ein Bauteil nach dem anderen anschaffen kann, oder ob da nur die Komplettbeschaffung aller benötigenten Teile sinnvoll ist.

    Ich hab hier und bei Thomann nach Multitrackern gesucht und da besteht vom Prinzip her ja schon das Problem überhaupt ein Gerät zu finden das mindestens 8 Spuren gleichzeitig recorden kann, und dann auch noch unter 1000 €.
    Das Piano könnte ich natürlich auch als Mono einspielen.

    Interessant fand ich folgenden Satz in nem anderen Forum:
    Zitat: "Ich hab nen Tascam 688 bei mir rumstehen .... und benutz die allenfalls für "Outdooraufnahmen". Ansosnten IMMER Cubase sx! Also mulittracker haben heute doch höchstens noch nostalgische Berechtigung ..."

    Die Frage an sich ist ja auch: könnte ich JETZT praktikabel sagen, ich schaff mir ein Teil für meinen jetzigen Bedarf an, und sollte der Bedarf steigen, dann halt das selbe Gerät nochmal. Auch stellt sich mir die Frage ob ein Laptop mit USB/Firewire für die anfallende Datenmenge ausreicht, oder doch ein Desktop mit entsprechnder leistungsfähiger Schnittstellenkarte/n zum Einsatz kommen muss.
     
  6. Radamanthus

    Radamanthus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.06   #6
    so wie ich das sehe, wäre für meinen Bedarf zum jetzigen Zeitpunkt mindestens folgender Multitracker notwendig:
    https://www.thomann.de/de/yamaha_aw1600.htm

    aber "leider" wär sowas auch die wohl einfachste Lösung für mobilen Einsatz, hmmmmm...

    Die Frage die dann kommt ist, was kommt günstiger: Ein Sammelsurium aus PC-Komponenten oder ein Multitracker. Ne Bearbeitungssoftware für den PC ist dann ja trotzdem notwendig.
     
  7. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.06   #7
    Das Problem in deinem Fall ist, dass du quasi an einer Schwelle stehst: mit der beschränkung auf die aktuell nötigen Möglichkeiten käme man wohl irgendwie mit den 1000€ hin, aber wenn du das ganze flexibel halten möchtest, musst du halt so oder so später was dazukaufen.

    Multitracker:

    Lass dir da keinen Stuss anschwätzen, Multitracker sind heutzutage höchst potente Geräte. Im Grunde bietet ein MT wie der von dir genannte Yamaha AW alles was du brauchst, um eine fertige CD rauszukriegen. Und das in absolut amtlicher Qualität. Dieses Forumzitat zeugt vom Schwachsinn des Autors bzw. einfach von null Ahnung.

    Es ist nur mehr eine Glaubens-/Geschmacksfrage, ob man lieber per PC und Software oder "hands on" am Multitracker arbeitet.
    A propos Software: wie gesagt, die ist nicht erforderlich bei einem Multitracker. Du kannst das Ding komplett auf dem MT machen, oder die Spuren nach der Aufnahme auf eine DAW (= Digital Audio Workstation, quasi PC mit Musiksoftware) ziehen und da weiterarbeiten. Das ist dir überlassen.

    PC vs. Laptop:

    Da würde ich mir nicht soo viele Sorgen machen, was die Leistung angeht. Ein potentes Notebook kostet halt ein wenig mehr als der gleichwertige Desktop. Der Speicherplatz dürfte nicht das Problem werden, Festplattenspeicher kostet heute ja nix mehr. Und so lange man mit vernünftigen Sampleraten aufnimmt (also maximal 96kHz), hält sich die Datenmenge auch in Grenzen.

    Von der Schnittstelle her würde ich persönlich dann schon auf Firewire setzen, das überzeugt mich vom Prinzip her irgendwie mehr als USB. Ist aber auch eine eher subjektive Geschichte. Wichtig bei USB ist, dass es die 2.0 Variante ist - bei 1.1 ist bei zwei Spuren parallel nämlich schon das Ende der Fahnenstange erreicht.

    Wenn du einen einigermaßen flotten Laptop zur Verfügung hast, würde ich dir empfehlen dir zB mal bei MOTU die Interfaces Ultralite, Traveler und 828 anzuschauen. Ich habe die Features grade nicht im Kopf, aber die gehen alle so in die passende Richtung. Und wären dann auch im Preisrahmen, darüber hinaus noch recht flexibel was Erweiterungen angeht.

    EDIT: Das mit dem Laptop hängt natürlich auch von den verfügbaren/erweiterbaren Schnittstellen (USB/FireWire) ab.
     
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