8- vs. 9-String (Schecter Hellraiser-Serie)

von Strato Incendus, 03.06.16.

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  1. Strato Incendus

    Strato Incendus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.16   #1
    Hi zusammen,

    ich spiele bislang zwei Siebensaiter-Modelle, eine Jackson Soloist Slat 3-7 (die Translucent Black-Version) in Standard Tuning (H bis e) und eine Schecter Hellraiser C-7 FR einen Halbton runter (Bb bis eb). Während meine eigene Musik bisher größtenteils mit der Jackson gespielt wird, benutze ich die Schecter hauptsächlich für Cover - gibt ja eine Menge Metalbands, die einen Halbton runter stimmen, wo es oftmals gar nicht um den einen Ton mehr (das Bb) geht, das man unten hat, sondern um Voicings und Griffmuster, die bei normalem Tuning schwieriger sind.

    Während sich beide Gitarren super bespielen lassen und der Floyd Rose auch keinen Anlass zur Beschwerde gibt, merke ich allmählich, dass die Schecter einfach fetter klingt. Vielleicht liegt's an dem Halbton runter, vielleicht an den Pickups - der Halspickup ist bei beiden ein EMG 707, während die Schecter jedoch so einen auch am Steg hat, hat die Jackson dort einen EMG 81-7 - vielleicht an den 10er-Saiten der Schecter vs. die 9er der Jackson, ich persönlich habe jedoch die Mensur um Verdacht. Die Jackson hat eine 648 mm-Mensur, die Schecter 673 mm. Zudem ist der Korpus der Schecter deutlich dicker und aus Mahagoni.

    Man könnte an der Jackson also höchstens den Stegpickup austauschen auf einen EMG 707 und die Saiten auf 10er umstellen, aber aufgrund der anderen genannten Variablen klänge sie wahrscheinlich immer noch nicht so fett wie die Schecter.

    Warum ist das relevant? In letzter Zeit habe ich dann doch mal angefangen, mit Drop A herumzuexperimentieren. Und dabei greife ich natürlich auf die Jackson zurück, weil Drop A von Standard-Tuning aus besser geht als von Halbton runter (dazu müsste ich dann schon die ganze Schecter einen weiteren Halbton runterstimmen und darauf ist sie natürlich nicht eingestellt). Mit 9er-Saiten, kürzerer Mensur und dünnerem Korpus kommt die Jackson bei Drop A aber natürlich langsam an ihre Grenzen. Für Solo-Kram ist sie weiterhin super und auch für sehr "kompaktes" Rhythmus-Spiel mit viel Pinch Harmonics & Co., aber halt nicht, wenn's untenrum einfach nur richtig drücken soll. :D

    Da ist es das Nächstliegende, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und mit einer weiteren Hellraiser - wahlweise 8- oder 9-String - in Standard Tuning a) die Tür zu diesen Tiefen aufzustoßen, ohne umstimmen zu müssen und b) die Möglichkeit zu haben, durch den "normal gestimmten Siebensaiter, der oben dran hängt", auch meine bis dato auf der Jackson gespielten Sachen bei Bedarf noch mit dem fetteren Schecter-Sound spielen zu können.

    Meistens werden solche Gitarren leider von Leuten demonstriert, die keine Ahnung haben und dann in der Tiefe mit irgendeinem Gammel-Sound wie gewohnt alles mit Power Chords zumatschen. Die haben wohl noch nie was von Interferenzen gehört - auf einem Bass oder in der tiefsten Oktave eines Klaviers spielt man doch auch keine Akkorde, auch keine Quinten, sondern meistens Oktaven ;) .

    Hier mal ein Typ, der mit seiner Hellraiser C-9 umzugehen weiß:


    Da ich wie er einen Marshall JVM spiele, ist die Variable Amp beim Soundvergleich zum Glück außen vor ^^. Ich habe nämlich hier in der Gegend keine Möglichkeit, die beiden genannten Modelle mal anzuspielen, MusicStore hat die momentan nicht. Allerdings ist mir der Klang der Hellraiser-Serie in Kombination mit JVM ja im Allgemeinen schon vertraut.

    Nun ist nur das Problem, dass es bei der 8saitigen-Variante noch eine Version mit Floyd Rose gibt, bei 9 Saiten aber nicht (bzw. noch nicht ;D ). Ich bin jetzt kein riesiger Whammybar-Fetischist, aber ab und an brauchen meine Songs eben doch schonmal eine Dive Bomb oder ein Pferdewiehern (ist teilweise sogar essenzieller Bestandteil des Liedes).

    Mit einem 8-Saiter mit Floyd Rose könnte ich alles wie von der Jackson gewohnt spielen und hätte zusätzliche Luft nach unten plus den fetteren Sound; andererseits will ich natürlich auch nicht in einem Jahr dastehen und merken, "oh, die neunte Saite extra wäre doch cool gewesen". Nach dem Motto: Warum kleckern, wenn man klotzen kann?

    Gibt es überhaupt schon 9-Saiter mit Floyd Rose von irgendwelchen Firmen? Früher dachte ich nämlich auch, dass man schon mit 8-Saitern kein schwebendes Vibratosystem mehr verbauen könnte, weil der Saitenzug zu stark sei - und das geht ja offenbar doch :D . Also vielleicht einfach abwarten? ^^
     
  2. DerThorsten

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    Erstellt: 03.06.16   #2
    Aber klar gibts neun Saiten mit nem Whammy!
    [​IMG]
    (Agile Interceptor)

    Ob das sinnvoll ist sei dahingestellt.

    Ich habe mir vor zweieinhalb Jahren eine Achtsaiter zugelegt, weil ich dachte, wenn ich mir eine Siebensaiter kaufe, könnte es mir schnell zu wenig sein. Ich muss sagen, acht Saiten sind auch mehr als man wirklich braucht. Ich benutze sie schon, aber ich käme auch mit sieben aus, was nicht an mangelnder Experimentierfreude liegt.
     
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  3. Strato Incendus

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    Erstellt: 03.06.16   #3
    Mmh... leider keine EMGs :D . Aber die Farbe ist schon geil, Grün habe ich noch nicht.

    Der Punkt bei 9-Saitern ist ja gerade, dass sie die komplette Bass-Range (eines 5-Saiters) abdecken anstatt nur die eines 4-Saiters - jeweils wenn man die tiefste Saite drop-tuned. Damit kann man also spezielle Sachen machen, wenn man über längere Strecken mit dem Bass unisono spielt - da ist dann gar nicht mehr der Anspruch, dass der Bass standardmäßig eine Oktave tiefer sein muss als die Gitarre.

    Was Tieferes als fünfsaitige Bässe habe ich bisher halt auch kaum gesehen, klar gibt es 7-saitige Bässe, nur deren tiefes F# ist ja selbst auf einem Klavier nicht mehr zu finden ^^.

    Bekommt man die Agile Interceptors denn irgendwo in Deutschland? ;) Google hat nur internationale Seiten ausgespuckt.
     
  4. DerThorsten

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    Erstellt: 03.06.16   #4
    Das weiß ich nicht... Ich glaube ich habe mal gesucht, aber nichts gefunden, das ist aber schon einige Zeit her.
     
  5. Strato Incendus

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    Erstellt: 03.06.16   #5
    Laut diesem australischen Herren werden die Gitarren in Südkorea produziert, aber nur von einem einzigen Händler in den USA vertrieben:



    Er sagt in dem Video auch noch, dass es keine Floyd Rose-Version des Neunsaiters gebe (das Video ist von Juli 2015).

    Der Preisvorteil der Agile-Gitarren wird leider nichtig, wenn man internationales Shipping plus Zoll zahlen muss. Da kann man dann im Prinzip auch gleich die Schecter nehmen. Außer das ist wirklich die einzige Firma, die mittlerweile 9-Strings mit Floyd Rose herstellt... :(

    Kennt sonst noch wer 9-Saiter-Hersteller? Was ist mit ESP / Jackson / Dean?

    Ich konnte mich auch früher mit Ibanez gut anfreunden, habe eine S Prestige aus meiner DragonForce-Zeit, :) deren Floyd-Varianten (ZR-2 / Edge Zero-Stege) sind deutlich leichter zu stimmen, was gerade beim Saitenwechsel sehr entgegenkommend ist; das Problem bei Ibanez ist nur, dass die oft werkseitig sehr matschige Pickups verbauen und generell nicht viele EMG-Modelle anbieten. Die RG9 hat allerdings Bare Knuckle Pickups, die klingen für passive PUs verhältnismäßig klar.

    Weiß einer, ob es von der RG9 mittlerweile eine Floyd-Variante gibt oder zumindest eine geplant ist? ;)
     
  6. robinBjordison

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    Erstellt: 06.06.16   #6
    Ich weiß nicht, aber anhand dessen, was Du so geschrieben hast, würden dir doch acht Saiten eigentlich reichen. Du kannst ja auch ein wenig mit Pickups, Saiten und Tunings experimentieren, oftmals nutzen Gitarristen nicht den vollen Tonumfang einer Gitarre.
    Das hohe E z.B. kann man Notfalls mit Pinch Harmonics, oder Bendings spielen, dann ginge ja Standard-A z.B. auf einer Siebensaiter. Nur so als Idee.
     
  7. Strato Incendus

    Strato Incendus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.16   #7
    Es geht weniger um den absolut höchsten Ton, mit Pinch Harmonics habe ich auch schon gezielt a'''s produziert ;) . Problematisch sind eher Soli, die auf Leersaiten zurückgreifen; eins meiner wichtigsten baut elementar auf der offenen hohen e- und h-Saite auf. Das geht nur mit Standard Tuning oder Drop A, und ich bin mittlerweile kein großer Fan mehr von Drop Tunings (d.h. nur unterste Saite tiefer), weil man damit die Gitarre aus dem Verhältnis bringt.
     
  8. robinBjordison

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    Erstellt: 07.06.16   #8
    Nja, aber jetzt sprichst Du gerade von nur einem Solo. Oder spielst Du immer nur mit einer Gitarre und wechselst live nicht?

    Was ich aber gerade lese, ist die Frage wegen des fetteren Tons der Schecter. Ich glaube nicht, dass es rein an der Mensur liegt, eigentlich bringen lange Mensuren eher klarere, definiertere Töne, nicht unbedingt fetter. Aber was fett ist, ist auch immer Definitionssache...
    Es ist vielmehr die Konstruktion im Zusammenspiel mit den Saiten, dem Tuning und allen möglichen Faktoren an sich, nur von der Mensur kommt der fettere Ton nicht.
     
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  9. Strato Incendus

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    Erstellt: 07.06.16   #9
    Klarer ist der Ton auf jeden Fall auch - in dem Sinne, dass der Anschlag deutlicher zu erkennen ist ;) .

    Mir ist schon bewusst, dass das ein Ergebnis des Zusammenspiels vieler Faktoren ist. Es geht nur darum, welche Variablen sich theoretisch an der Jackson verändern ließen, um den Klang dem der Schecter ähnlicher zu machen: Pickups und Saitenstärke ja, Mensur, Korpusdicke und verwendete Holzarten nein ;)

    Beim letzten Auftritt habe ich tatsächlich alles nur mit der Jackson bestritten, in Standard-Tuning. Die Schecter ist nur für Halbton runter, und das mache ich bei meinen eigenen Sachen nicht, weil dann der Bassist runterstimmen müsste (der hat nur den einen Fünfsaiter).

    Man könnte wie gesagt eine weitere Siebensaitige anschaffen und sie auf Standard A setzen (so wie die Ibanez RGDs, die haben leider keine EMGs), nur wenn's dann eh wieder eine Hellraiser wird, warum einen Siebensaiter auf A setzen, wenn ich auch gleich einen Achtsaiter mit Floyd Rose nehmen könnte? Preislich tun die sich nicht viel ;) .
     
  10. robinBjordison

    robinBjordison Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.16   #10
    Mir ging es vielmehr darum, dass Du wohl eher keine 9Saiter brauchst, nicht noch ne 7Saiter. :D
    Ich sagte ja bei meinem ersten Post, dass es für mich so aussieht, dass dir ne 8Saiter ausreichen dürfte.
     
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  11. Strato Incendus

    Strato Incendus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.16   #11
    Nach jetzigem Stand sieht das für mich auch so aus, zumal es die C-8 eben mittlerweile auch als Floyd Rose-Variante gibt.

    Die Frage ist einfach nur, ob eine C-9 mit Floyd Rose in Planung ist und man da den zusätzlichen Benefit mitnehmen könnte, oder eben nicht.

    Die Agile-Gitarren waren eine nette Idee, aber da man die in Deutschland nicht bekommt, werde ich mich einfach mal direkt an Schecter wenden.

    Danke auf jeden Fall schon mal für deine Einschätzung! ;)

    EDIT: Von Seiten von Schecter ist laut eigener Aussage offenbar nicht mit einer C-9 FR zu rechnen.

    Ist das Whammysystem bei den Agile Guitars denn Original-Floyd Rose? Der Typ von Schecter meinte nämlich, ihm sei nicht bekannt, dass Floyd Rose überhaupt Systeme für 9-Saiter bauen :/ .
     
  12. blubbersens

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    Erstellt: 08.06.16   #12
    Ob original oder nicht spielt so gefragt keine Rolle, da es kein Floyd Rose ist ;)

    Optisch erinnert es mich an ein Kahler System. Ich kenne mich aber mit Kahler nicht gut genug aus, um das mit Sicherheit sagen zu können.
     
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  13. robinBjordison

    robinBjordison Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.16   #13
    Jap, das ist ein Kahler-System. Aber die sollen ja ähnlich gut, wie Floyd Rose's sein.
     
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  14. Leader

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    Erstellt: 09.06.16   #14
    Dir sollte halt klar sein das Agile nicht antestbar ist, der Versand ist nicht ohne Risiko und natürlich das der Wiederverkaufswert mau ist bei Nichtgefallen. So populär sind die Teile nicht und ehrlich gesagt waren die Agiles die ich in der Hand hatte ordentlich, aber da würde ich eher nach einer Schecter greifen.
     
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