A-Moll Tonleiter mit D als Grundton?

von thorbb, 12.11.07.

  1. thorbb

    thorbb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #1
    Hey hab mal ne Frage... sehr häufig sieht man in Musik des härteren Genres, insbesondere auch Metalcore, ja diese Gitarrenriffs bei denen die gedroppte tiefste Saite leer angeschlagen wird, wobei dann aufer der A-Saite in den "Zwischenräumen" eine bestimmte Melodie erzeugt wird. Bislang bin ich einfach immer davon ausgegangen dass die meisten Lieder in D-Moll geschrieben sind, eben weil D ja der Grundton ist. Ein Beispiel:


    - 8 7 5 2 3 5 3 2 0
    - 0 0 0 0 0 0 0

    in Noten: D D F E D D d D D H C d C H A

    Soo jetzt zu meiner Frage zurück? WAs is das fürne Tonart? A-Moll? oder irgendwas anderes?^^ Hoffe die Frage is nicht zu dämlich
     
  2. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 12.11.07   #2
    Wenn das D fast permanent mitklingt, dann ist das so was wie ein Bordun-Ton.
    Du kannst auf dem D als Grundton alle möglichen Kirchntonarten aufbauen.
    Im konkreten Fall hast Du alle Töne der C-Dur Tonleiter - nur G oder Gis fehlt.
    Ich nehme jetzt an es ist ein G.
    C-Dur Tonleiter bei D begonnen wäre - sowei ich mich erinnere - die Kirchntonart D Dorisch
    Bei D-Moll müsste ein B statt ein H gespielt werden.

    Typische Bordum-Instrumente wären übrigens der Dudelsack und die Drehleiher.
     
  3. Blue Gator

    Blue Gator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #3
    Ich denke mri jetzt auch mal ein G (statt Gis) dazu. Dann wäre a-moll theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich: Dauernd die Quinte im BAss wäre gegen alle Satzregeln. Rein vom Tonmaterial würde ich deshalb auch auf d-dorisch tippen.

    ABER: Alleine durch das Verwenden bestimmter Töne in einem Riff etabliert man in der Regel noch keinen Modus. Wenn die restlichen Akkorde/Riffs eher Richtung d-moll-Harmonik tendieren (sofern man das bei exzessiver Verwendung von Powerchords, Doublestopps und ähnlichen Späßen überhaupt noch sagen kann), wird das Ganze wie d-moll erscheinen.

    Umgekehrt müsste man, wenn man denn wirklich d-dorisch (was für Metal ein eher ungewöhnlicher Modus wäre) wollte, das schon mit entsprechenden Akkorden bzw. Arpeggien untermauern: h7b5, d6, G7 9 usw.

    Kurzum: Ich denke mal, dass du mit der Diagnose "d-moll" so falsch nicht liegst, auch wenn da mit dem H ein leiterfremder Ton drin ist.
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 12.11.07   #4
    Ist es auch

    Nein, muss man nicht. Das sich ständig weiderholende D auf der Tiefen Saite ist als tonales Zentrum in diesem Falle eindeutig genug, um mit den darüber gespielten Tönen aus C-Dur dorisch zu klingen (sofern die gr. Sexte H drin ist, was ja hier der Fall ist).. Beweis:

    Als die Kirchentoarten "erfunden" waren, gab es noch keine Mehrstimmigkeit. Trotzdem hört man aus einer einstimmigen Melodie aufgrund des jeweiligen tonalen Zentrums ganz eindeutig den Modus heraus. Umkehrschluss: Sonst hätten die Kirchentonarten ja gar nicht erst entstehen können.
     
  5. thorbb

    thorbb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.07   #5
    Mmm dankeschön,

    ich hoffe ihr habt das Riff welches ich in Zahlen geschrieben habe richtig gedeutet, die leerzeichen wurden leider entfernt, die 0 (das D) taucht nicht gleichzeitig mit den anderen Noten auf, sondern eben immer zwischen den Tönen.

    Danke schon mal!

    Ist es nicht evtl auch möglich dass der Ton D ganz zufällig gewählt ist, weil diese Saite im typischen Dropped-Tuning leer gespielt eben D ist und jeder andere Ton mit schwierigem Greifen verbunden wäre?^^ Klingt jetzt vielleicht etwas banal, aber im Prinzip wird diese Saite ja eh immer abgedämpft, sodass die Melodie ja im Prinzip nur aus den Tönen auf der A-Saite gebildete wird. Somit wäre man wieder bei normaler A-Moll Melodie.

    Naja, wie dem auch sei :great:
     
  6. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 13.11.07   #6
    Wirklich immer ganz abgedämpft? Sicher?
    Sobald ein D öfter mitklingt, kann das nichts mit A-Moll zu tun haben.
    Die dazugehörigen/passenden Akkordfolgen sicher auch nicht.
    Du kannst mit einem so eindeutigen D als tonales Zentrum nichts auf A-Moll konstruieren.
    Das D taugt in keiner Weise als durchklingender Ton bei einer A-Tonart.

    Ansonsten - bei den angegebenen Tönen kommt ja auch das D sehr dominant zum Einsatz.
     
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