Amp Wars: Peavey 6505 vs Engl Powerball

  • Ersteller Flying Duckman
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Hey Leute, ich frag mich gerade warum die Meinungen gerade bei den beiden Amps so extrem auseinander gehen.

Sie klingen halt sehr unterschiedlich - das polarisiert, abhängig von den eigenen Vorlieben.

Man könnte ja manchmal meinen, wer den einen Verstärker hat muss den anderen zwangsläufig hassen.

Amüsiert mich ebenfalls. Ist ein wenig so, wie wenn sich ein Golf- und ein Astra-Fahrer streiten, wer von beiden das exklusivere Auto fährt ;-)

Aber im Ernst: Beides gute Amps und sicher nicht ganz umsonst so weit verbreitet. Mir selbst lag der 5150 immer näher, hab' den 13 Jahre gespielt ...

Ich bin ganz klar Fan von dem 6505 (wenn man den mit dem Powerball vergleich zumindest): Aber zuerst muss ich (leider?) auch psywaltz zustimmen, die Kisten sind verarbeitet wie der letzte Schrott, rauschen extrem und der Clean Kanal ist so ziemlich für den Müll :bad:

... und muss hier mal eine Lanze für den Amp brechen:

Als ich meinen 5150 1993 kaufte, kostete er 2100,- DM, heute liegt er als baugleicher 6505 unter 1200,- EUR. Ein Dual Rectifier kostete damals 2.600,- DM, der kostet heute 2.600,- EUR. Der Peavey IST also in der Tat ein preisgünstiger Amp, absolut gesehen und auch im Vergleich zu Konkurrenzmodellen. Ich finde, 1200,- sind nicht zu viel für den Gegenwert eines (High-Gain-)Sounds, der immerhin Maßstäbe gesetzt hat.

Bezüglich des miesen Clean-Sound ist zu beachten: Der Amp wurde damals als Signature-Modell nach den Wünschen Van Halens gebaut und der legte seinerzeit eben kein Wert auf einen besseren Clean-Kanal mit eigener Klangregelung.

Man muss bei der Bewertung des Amps auch ein wenig den zeitlichen Kontext betrachten: Als der 5150 im Jahre 1992 rauskam, war er schlicht revolutionär: Der erste Amp (zusammen mit dem Recti), der überhaupt ab Werk genug Gain für "modernen" Metal mitbrachte. Dafür waren 2.100,- DM eher günstig, der Rectifier war deutlich teurer - und lange nicht lieferbar. Ein Soldano SLO 100 - DER Urvater ALLER modernen High-Gain, kostete damals gar 8.000,- DM ...

Der Peavey war und ist tatsächlich eine "pragmatisch" zusammengekloppte Kiste, der Sound ist aber nunmal "amtlich". Und kaputt gehen tun die Kisten auch nie. Was tatsächlich verwundern kann, haha.

Natürlich gibt es Amps, die einen derartigen Sound in noch besserer Qualität abliefern (noch "punchiger" und ohne diese Nebengeräusche) und die aufwändiger gebaut sind - Die gibt's aber nicht für 1.200,- ... Bitte mal die Kirche im Dorf lassen: Zum Preis eines Golf kann ich nicht S-Klasse-Verarbeitung erwarten.

Was mich hier noch zum grübeln bringt ist, dass einige User schreiben, dass der Engl ein "matschender" Amp ist. Ich dachte bisher, dass Engl im generellen sehr "ehrliche" Amps baut, sprich das man selbst bei hoher Verzerrung jeden Fehler raushört. Bin ich da nun falschen Informationen auf den Leim gegangen?

Was ist denn "der" Engl? Ich persönlich mag die Engl Amps lieber, die "marshall-mäßiger" gevoiced sind wie den Savage und den Blackmore und finde diese in der Tat durchsetzungsfreudiger als die "-Balls". Ich finde letztere für "meinen" Sound auch etwas "einstellungskritisch", mir persönlich komprimieren sie in der Tat etwas zu sehr. Ich würde untern den Engl-Amps daher den Savage oder Blackmore vorziehen (oder eben den 6505 - zur Erinnerung: "Pate" bei der Entwicklung des 5150 war Eddies getunter Plexi-Marshall ...).

Das ist aber eine Sache des persönlichen Empfindens und ich kenne (leider ...!?) genug Gitarristen, die auch mit Amps geil klingen, die ich persönlich überhaupt nicht mag, haha.
 
soll heißen: wenn man sein Eq-ing beherrst und nen Amp spielt der nicht matscht, hat es laut Psywaltz keinen Sinn einen TS zu nutzen. (wenn ich das richtig interpretiert habe)

Ich weiß allerdings auch nicht, warum man einen TS ausschließlich zum "entmatschen" nehmen sollte... :gruebel:

100 Punkte, du hast mein Kauderwelsch entschlüsselt:D ich knne, dass man den TS vor ne etwas müden Amp hängt. Wir machten das mit den alten JCM900er Marshalls.

Blöd nur, dass ein EQ NACH(*) der Vorstufe sitzt und damit genau NULL Einfluss auf Matschen hat....

(*) in den meisten Fällen

seit wann denn das? Er sitzt in der Vorstufe!!!!
 
Nach der Vorstufe in der Vorstufe :ugly:

In den meisten Amps (6505, Engl, Recto, Diezel, ...) sitzt das Tonestack nach den Röhrenstufen vor der Loop. D.h. man kann mit dem Tonestack auf die Zerre an sich nicht einwirken.

lg :)
 
100 Punkte, du hast mein Kauderwelsch entschlüsselt:D ich knne, dass man den TS vor ne etwas müden Amp hängt. Wir machten das mit den alten JCM900er Marshalls.

Jo, um Amps die ein wenig schwach auf der Brust sind ein wenig auf die Sprünge zu helfen, sind die kleinen Minen echt Gold wert. Allerdings sieht man ja auch häufig im härteren Bereich Live sowie bei Produktionen (zb aktuelle Whitechapel / Jason Suecof) den Einsatz von Tubescreamern an Amps, die definitiv nicht "müde" sind. Unwissenheit / Unvermögen im Bereich EQ-ing usw, will ich denen aber bestimmt nicht anlasten :cool:... woran liegt's also :gruebel:

Ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass ich mich gerne von meinem Maxon trennen würde (versaut mir den schönen Clean), es aber um himmelswillen nicht adäquat gebacken bekomme, den AMP+TS-SOUND nur mit dem Ampinternen EQ zu reproduzieren. In den Palmmutes und bei extremen Squealies fehlt es dann einfach an dem letzten Quäntchen. Wird zwar jetzt extrem Offtopic (tschuldigung :redface:), aber wenn's eh gerade mal zur Sprache kommt :)

Ich meine ich werde es heute bei der Probe bestimmt zum 100sten mal probieren und schlussendlich doch wieder denken: "Nääää komm, da fehlt doch wat!"...
Ich will mich auch einfach nicht in die "ich hab nix plan von EQ"-Ecke spieben lassen (da gehöre ich meines Wissens nach auch nicht hin) und den Amp mag ich ansich auch sehr. Wat nu? :gruebel:
 
Jo, um Amps die ein wenig schwach auf der Brust sind ein wenig auf die Sprünge zu helfen, sind die kleinen Minen echt Gold wert. Allerdings sieht man ja auch häufig im härteren Bereich Live sowie bei Produktionen (zb aktuelle Whitechapel / Jason Suecof) den Einsatz von Tubescreamern an Amps, die definitiv nicht "müde" sind. Unwissenheit / Unvermögen im Bereich EQ-ing usw, will ich denen aber bestimmt nicht anlasten :cool:... woran liegt's also :gruebel:

Weil es mit einfach besser klingt und manchmal doch das i-Tüpfelchen ist, was einen zu "seinem" Sound bringt. Ich könnte mir mein Setup ohne kaum noch vorstellen bzw. würde da auch nicht wollen. Er macht das Gitarrensignal schon tight, bevor es in der Vorstufe mißhandelt wird.

MfG
 
Weil es mit einfach besser klingt und manchmal doch das i-Tüpfelchen ist, was einen zu "seinem" Sound bringt. Ich könnte mir mein Setup ohne kaum noch vorstellen bzw. würde da auch nicht wollen. Er macht das Gitarrensignal schon tight, bevor es in der Vorstufe mißhandelt wird.

MfG

Hm, ich kann mir eigentlich nichts tighteres vorstellen als einen Amp, der schon von sich aus tight ist ;-)

Ich habe über die Jahre (meine "5150-Jahre") auch einiges mit Zusatzgeräten probiert, mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass mir jedes Zusatzgerät Tightness + Transparenz raubt. Klingt allein gespielt alles spektakulär, im Bandsound will ich aber lieber ein möglichst sauberes Signal haben. Wenn man das nicht mit dem Amp allein hinbekommt, ist es vielleicht der falsche!?

Na, Geschmacksache. Ich will den "TS-Trend" nicht grundsätzlich in Frage stellen. Aber teilweise liest man hier in Threads, dass die Metalcore-Jungs bei der Anschaffung eines 6505 oder Powerball die Kosten für TS und Sonic Maximizer gleich mit einplanen ...

Und das erinnert mich dann ein wenig an die Jungs in aufgepimpten Corsas und Polos, die für das Geld, dass sie da rein investiert haben, auch gleich 'nen richtigen Sportwagen hätten kaufen können ;-)
 
David, du kannst einen objektiven Vergleich nicht daran ausrichten, was der jeweilige Musiker braucht (das hängt natürlich auch von seinem Anspruch ab), sondern an dem, was vor einem steht. Wenn man einen Amp als 2-Kanaler herstellt und sich der Cleankanal als mehr oder wenig wenig brauchbar herausstellt, ist das für mich ein Manko. Und ich wiederhole mich nochmals, ich möchte eher den 6505 und Fireball verglichen haben.

Die Ursprungsfrage, warum sich beide User so anfeinden, liegt in der Natur der Sache. In meiner Jugend gingen sich Zündapp und Hercules Mofafahrer gegenseitig an die Gurgel, später Opel vs VW... ESP vs Ibanez. Wenn ein Gerät die gleiche Nische bedient, mögen sich die jeweiligen User nicht immer. Auch ich kenne Bands, bei denen beide Amps im Proberaum stehen. Bei mir hat weder die Optik noch die Verarbeitung entschieden, sondern der Ton und da mochte ich den PB einfach deutlich mehr... ich konnte mit dem Peavey Pedant gar nicht. Zu viel Kohle für zu wenig Feature, nicht mein Sound.

echt?
hmm also ich würde dich mehr fragen ob ich mal deinen earforce ausleihen kann und du nicht mal bisschen meinen diezel spielen willst.
ich würde nie sagen : dein earforce ist scheiße.

ich bin da viel skeptischer beim rectalfeuer, da der für mich der pendant zum 6505 , für leute mit zu viel geld, ist.

kann echt nicht verstehen wenn leute sagen, dass der amp eine gute soundqualität hat, aber gut das ist ein anderes thema ;)
 
Naja, ich hab nen Krank Revolution, der, wie du ja weißt, schon sehr tight ist. Aber der TS machsts halt noch "besser" und im Mix setzt er sich auch besser durch.

MfG
 
Mir gefällt der Thread. :great: Ist mal schön die verschiedenen Meinungen relativ unbelastet außerhalb eines "Welchen Amp brauch ich für ______-Metal? 6505 oder Powerball?" Thread zu lesen.

Das mit dem TS versteh ich nun auch nicht. Wenn ich heute in den Laden geh und mir einen (DEN?) Amp aussuche, dann plan ich das Budget für einen guten Amp ein. Und nehm nicht einen der erst mit Booster so klingt wie ich ihn haben möchte. Ich glaube ich wiederhole mich... :redface:

Und ganz ehrlich: Wenn ich DEN Amp gefunden habe und nach einer gewissen Zeit merke ich, dass mir das letzte Quentchen fehlt... Dann fahr ich damit zu einem renommierten Amp-Tech und lass mir den Amp so hinlöten das es passt. Das wärs mir auf jeden Fall wert!! Frank Finkhäuser bietet z.B. für 129 Euro einen Clean-Kanal nebst seperater Klangregelung an. Nur mal nebenbei erwähnt. Obs Sinn macht muss jeder selbst entscheiden (s.o. was ich schon zum TS schrubte). Das wär mir auch total egal das der Amp dann eben als "verbastelt" durchgeht. Wenns mein Amp ist, warum nicht? Solange es in gewissen Grenzen bleibt und am Ende nicht Frankensteins Monster rauskommt. ;)
 
echt?
hmm also ich würde dich mehr fragen ob ich mal deinen earforce ausleihen kann und du nicht mal bisschen meinen diezel spielen willst.
ich würde nie sagen : dein earforce ist scheiße.

ich bin da viel skeptischer beim rectalfeuer, da der für mich der pendant zum 6505 , für leute mit zu viel geld, ist.

kann echt nicht verstehen wenn leute sagen, dass der amp eine gute soundqualität hat, aber gut das ist ein anderes thema ;)


das sollten wir mal machen (wenn er denn mal da ist... ) diesen Kleinkrieg bezog ich nur auf ENGL und Peavey User... alle anderen vertragen sich ja. Ich kenn das noch aus meiner Jugend mit Mesa und Marshall... entweder Marshall oder Mesa, die Konkurrenz wurde nur belächelt. Ich habe bald alles durch und bin mit dem TWO hoffentlich endlich am Ende der Fahnenstange.

Ich habe für mich entdeckt, dass sich die mit einem TS oder sonstwas aufgebockten Amps im Bandsound nicht mehr durchsetzen... aber da mag auch jeder hören was er will, und wenn man einen 1200€ Amp noch mit ner Tretmine "verbessern" will. meinetwegen... ich bleibe Purist!
 
Zuletzt bearbeitet:
Der TS verändert weniger am Verstärker als mehr am Gitarrensignal, man könnte genausogut einen EQ zwischen Gitarre und Vorstufe schalten, dort alle Frequenzen unter 200Hz kappen und die Hochmitten je nach Geschmack anheben, dann hat man den selben Effekt wie wenn man einen TS so einsetzt, wie es im Metalbereich getan wird. Wenn ich hier hör, dass ein mit einem Tubescreamer vorgeschalteter Amp sich in der Probe schlechter durchsetzen soll, kann ich nur den Kopf schütteln - dann hast du das Prinzip nicht verstanden. Das Signal soll nicht lauter gemacht werden, der Gainknob soll zu, es soll nur ein cleanes, bearbeitetes Signal rauskommen und das macht den Ton nun mal in den meisten Fällen durchsetzungsfähiger, allein schon durch die Anhebung der Mitten. Also warum einen teuren Amp kaufen nur um sich dann einen 100€-Tubescreamer dazuzukaufen? Weil's besser klingt und man flexibler damit ist, darum! Wem der Tubescreamer nicht gefällt, der soll ihn nicht benutzen, aber ihn grundsätzlich als Schwachsinn darzustellen ist nicht richtig, er "räumt" die Zerre nun mal auf. Und allein klingt der grauselig für Metal. :p
 
Frag mich auch, was Psywaltz mitm TS gemacht hat, wenn der Sound weniger Durchsetzungsfähig geworden ist. Ist so ziemlich das 1. mal, dass ich sowas lesen durfte......und ich bin nicht froh darüber :D .
 
Ich bin mir schon sicher, dass psywaltz weiß, wie man einen TS richtig vor dem Amp plaziert und einstellt. Ich denke eher, dass es einfach am Amp lag, bzw. der Amp den TS nicht brauchte und damit einfach nicht gut klingt. Da er lange einen Powerball spielte kann ich mir das sogar sehr gut vorstellen, ich fand einen TS vor meinem alten Fireball auch kontraproduktiv und stellte fest, dass es den Sound nicht verbeserte sondern eher verschlechterte. Am Engl 530 das Gleiche. Ich hatte eher das Gefühl, dass der TS bei den AMps mehr Kompression hinzufügte, die aber völlig unnötig und für die Durchsetzungsfähigkeit auch nicht sonderlich förderlich war (allerdings auch nicht wirklich negativ).

Ich erinnere mich z.B. auch an einen Clip von Lasse, einmal Engl Savage mit und einmal ohne TS. Ohne klang er mMn deutlich besser. An anderen Amps, z.B. Rectifier geht damit hingegen die Sonne erst so richtig auf, den würde ich für ein derbes Brett nicht ohne spielen wollen.

Meiner Meinung nach kann man nicht pauschal sagen, dass ein TS den Amp immer aufwertet, das kommt sehr stark auf den Amp an und wie der darauf reagiert. Bei den Engl High Gain Amps finde ich einen TS generell unnötig, ein mulmiges Bassfundament, das man mit dem TS aufräumen muss, kann man denen ja nicht gerade vorwerfen, solange man die Bässe im Zaum hält mit vernünftigen Einstellungen. Und da psy aowohl PB als auch FB spielt/spielte, kann ich gut nachvollziehen, dass er vom TS davor nicht begeistert war.
 
das sollten wir mal machen (wenn er den mal da ist... ) diesen Kleinkrieg bezog ich nur auf ENGL und Peavey User... alle anderen vertragen sich ja. Ich kenn das noch aus meiner Jugend mit Mesa und Marshall... entweder Marshall oder Mesa, die Konkurrenz wurde nur belächelt. Ich habe bald alles durch und bin mit dem TWO hoffentlich endlich am Ende der Fahnenstange.

machen wir, sag einfach wann und wo ;)

ich verstehe das gerede mit dem TS, aber auch nicht. hab noch nie einen gebraucht, da ich verstanden habe dass die regler an meinem amp auch nach link bewegt werden können. einen TS halte ich auch für ein fragwürdiges konstrukt, dass leuten helfen soll die ihren amp nicht einstellen können. aus meiner erfahrung kann ich euch sagen, dass die meisten gitarristen ihren amp nicht einstellen können, dabei ist es egal ob vollprofi oder absoluter anfänger.
viele drehen grundsätzlich zu viel gain rein, dann wird das signal mit effekten überladen und später heulen die sich bei mir aus, dass es in der band scheiße ist. man muss sich mit dem thema amp genau so beschäftigen wie man das spielen an der gitarre üben muss. einen amp einstellen bedarf auch übung, erfahrung und ein verständnis der frequenzen. hier ist es wie mit dem gitarre spielen, viele meinen sie können es, aber die wahrheit sieht doch ganz anders aus.

dann gibt es den trend in beide richtungen. amps die nur einen regler haben und amps wie den Koch supernova oder den marshall JVM. emin kollege im proberaum hat einen JVM und er verzweifelt an dem ding, aber er wollte es auch nicht anders haben. jedes mal wenn ich dem den amp eingestellt habe, kam er rein und gain wieder voll auf.
dann haben wir einmal zusammen gespielt und ich habe meinen amp garnicht leise genug machen können weil man seinen JVM einfach nicht gehört hat. danach hat er meine einstellungen endlich belassen und übt jetzt halt bisschen mehr um mit weniger gain spielen zu können.

ihr könnt das jetzt für unsinn halten, aber dank solcher gitarristen habe ich schon einige meiner rechnungen bezahlen können und es ist nicht so, dass die anfragen weniger werden.
 
aus meiner erfahrung kann ich euch sagen, dass die meisten gitarristen ihren amp nicht einstellen können, dabei ist es egal ob vollprofi oder absoluter anfänger.

Kann ich nur zustimmen,
sehe ich bei uns in den Proberäumen und Konzerten immer wieder.

Das beste was ich neulich hatte war,
das ein Fireball-User sich die Zerre aus einen vorgeschalteten Bosstreter geholt hat. :ugly:

Oder einer hat mich neulich schief angeguckt, weil ich zu ihm meinte das ich bei meinem Fireball Gain Nur auf 10.30 spiele.

Oder noch so ein Ding, ich wurde gefragt ob mein Line 6 Über Metal auch richtig Verzerren kann,
Gain war auf 2/3.

Pipapo, ich denke das man eigentlich mit jedem Amp einen guten banddienlichen Sound einstellen kann,
nur die meisten sind dazu einfach nicht in der Lage.
Gutes Beispiel dafür ist ein Kumpel von mir, spiel ein Line 6 Spider 3 über eine Harley Benton Box, ohne Celestion,
klingt im Bandgefüge astdrein,

Wer also den TS BRAUCHT um sich im Bandgefüge durchsetzten zu können macht wohl etwas falsch,
aber wer mit seinem Amp umgehen kann und einen TS hat wohl den meisten Spaß. :D
 
Der TS verändert weniger am Verstärker als mehr am Gitarrensignal, man könnte genausogut einen EQ zwischen Gitarre und Vorstufe schalten, dort alle Frequenzen unter 200Hz kappen und die Hochmitten je nach Geschmack anheben, dann hat man den selben [...] nicht gefällt, der soll ihn nicht benutzen, aber ihn grundsätzlich als Schwachsinn darzustellen ist nicht richtig, er "räumt" die Zerre nun mal auf. Und allein klingt der grauselig für Metal. :p

wenn man lesen kann, ist das auch ein Riesenvorteil... ich habe nicht behauptet, dass es "Mist" ist, dass man mehr Gain nehmen soll oder dass mehr "laut" mehr Durchsetzung heißt, ich habe gesagt, so wie das Kollege Bartek auch noch mal betont, dass ich es für fragwürdig halte, an nen 1500€ Higain Amp einen TS zu hängen, um irgendwelche Frequenzen aufzuräumen... ich räume meine Fequenzen am EQ des Amps auf, ich glaube auch, dafür habe die die Knöppe hingemacht. Wenn der Amp ohne TS für mich nicht funktioniert, dann kauf ich mir den Amp nicht. Wie ich oben schon gesagt habe, bin ich Purist und überlade mein Signal nicht noch mit ner kleinen Kiste... und dass ihr das Gain auf 0 habt, ist mir schon klar... und nochmal, ich habe in den 80er genug Erfahrung mit Tretminen gesammelt, wir haben die Dinger als Booster verwendet, nicht um was aufzuräumen, sondern um was aufzublasen, weil es noch nix higainmäßiges gab. Und wenn die TS Fraktion 20 Kisten in ihren Signalweg hängt, ist mir das auch Wurschd - für mich muss ein Amp ohne funktionieren.

Frag mich auch, was Psywaltz mitm TS gemacht hat, wenn der Sound weniger mit Durchsetzungsfähig geworden ist. Ist so ziemlich das 1. mal, dass ich sowas lesen durfte......und ich bin nicht froh darüber :D .

ich habe ihn an die Decke geklebt, weil er für mich da am " aufgeräumtesten" ist... und diesen möchtegern-Sarkasmus kannst dir sparen... ich könnte hier jetzt auch tröten "wenn du mit einem EQ nich umgehen kannst... bla bla bla"
 
Das Signal soll nicht lauter gemacht werden, der Gainknob soll zu, es soll nur ein cleanes, bearbeitetes Signal rauskommen und das macht den Ton nun mal in den meisten Fällen durchsetzungsfähiger, allein schon durch die Anhebung der Mitten. Also warum einen teuren Amp kaufen nur um sich dann einen 100€-Tubescreamer dazuzukaufen? Weil's besser klingt und man flexibler damit ist, darum! Wem der Tubescreamer nicht gefällt, der soll ihn nicht benutzen, aber ihn grundsätzlich als Schwachsinn darzustellen ist nicht richtig, er "räumt" die Zerre nun mal auf.

Das Prinzip ist schon verstanden - der Amp soll mit einem modifizierten Signal gefüttert werden, das er dann zu einer "aufgeräumteren" Zerre verarbeiten kann.

Ein für mich viel nahe liegender Weg ist allerdings:

1. einen Amp zu nehmen, der von vornehein schon meinem Geschmack bzgl. des Zerrcharakters und -Verhaltens entspricht

2. dies ggf. durch die Wahl einer passenden Gitarre + PU-Kombination (!) noch zu optimieren. Denn damit kann ich doch viel unmittelbarer beeinflussen, was für Frequenzen (Bass-Matsch oder kräftige Mitten) angeliefert werden. Auch das Attack-Verhalten unterschiedlicher Gitarren macht riesige Unterschiede, ob's am Ende "tight" klingt!

Voraussetzung: Der Amp reagiert auf diese Unterschiede. Mein 5150 tat das eher nicht, ob EMG oder SH-4 war dem relativ egal. Wenn ich vor so einen Amp noch einen TS davorschalte, um das Signal zurecht zu biegen, dann dürfte es dann auch völlig egal sein, was für 'ne Gitarre ich nehme ... So was will ich eigentlich nicht mehr.

Klar ist: Geschmacksache, soll jeder so machen, wie es passt.

Für mich ist es jedoch "Von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge", Defizite im Zusammenwirken von Gitarre und Amp durch Zusatzgeräte auszugleichen.
 
ich habe ihn an die Decke geklebt, weil er für mich da am " aufgeräumtesten" ist... und diesen möchtegern-Sarkasmus kannst dir sparen... ich könnte hier jetzt auch tröten "wenn du mit einem EQ nich umgehen kannst... bla bla bla"

Sarkastisch war das auch nicht gemeint. Nicht immer alles so schwarz sehen. Und mit nem EQ kann ich durchaus umgehen ;) Hab immerhin nen Krank hier stehen der nicht gerade dafür bekannt ist einfach einzustellen zu sein. Ich kann mir nur überhaupt nicht vorstellen, wie ein TS den Sound weniger durchsetzungsfähig machen soll. Das man ihn nicht unbedingt braucht, um einen durchsetzungsfähigen Sound zu bekommen hab ich gar nicht abgestritten. Aber wie soll ein Sound weniger durchsetzungsfähig werden, wenn Bässe beschnitten und Mitten leicht angehoben werden?

Wer also den TS BRAUCHT um sich im Bandgefüge durchsetzten zu können macht wohl etwas falsch,
aber wer mit seinem Amp umgehen kann und einen TS hat wohl den meisten Spaß. :D

+1

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Prinzip ist schon verstanden - der Amp soll mit einem modifizierten Signal gefüttert werden, das er dann zu einer "aufgeräumteren" Zerre verarbeiten kann.

Ein für mich viel nahe liegender Weg ist allerdings:

1. einen Amp zu nehmen, der von vornehein schon meinem Geschmack bzgl. des Zerrcharakters und -Verhaltens entspricht

2. dies ggf. durch die Wahl einer passenden Gitarre + PU-Kombination (!) noch zu optimieren. Denn damit kann ich doch viel unmittelbarer beeinflussen, was für Frequenzen (Bass-Matsch oder kräftige Mitten) angeliefert werden. Auch das Attack-Verhalten unterschiedlicher Gitarren macht riesige Unterschiede, ob's am Ende "tight" klingt!

Voraussetzung: Der Amp reagiert auf diese Unterschiede. Mein 5150 tat das eher nicht, ob EMG oder SH-4 war dem relativ egal. Wenn ich vor so einen Amp noch einen TS davorschalte, um das Signal zurecht zu biegen, dann dürfte es dann auch völlig egal sein, was für 'ne Gitarre ich nehme ... So was will ich eigentlich nicht mehr.

Klar ist: Geschmacksache, soll jeder so machen, wie es passt.

Für mich ist es jedoch "Von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge", Defizite im Zusammenwirken von Gitarre und Amp durch Zusatzgeräte auszugleichen.

das sind dann die punkte die wirklich ins detail gehen und wo dann noch mehr gitarristen absolut überfordert sind. bei mir ist alles auf einander abgestimmt, sicher kann auch mein diezel matschen, aber dan muss sich schon echt mühe geben.
ich weiß noch als ich im studio war und dort eine art berater funktion hatte für die band die aufnehmen wollte. der eine gitarrist spielt seit über 20 jahren und sein kollge seit etwas mehr als 10 jahren und die haben gesichter gemacht als ich denen gezeigt habe wie verschieden die gitarre klingen und das nur durch andere stärken der plektren und verschiedene winkel beim anschlag. ich hatte das gefühl das war IHRE mondlandung.
da gibts geschichten die glaubt man garnicht.
einmal war im studio eine band die echt rostige saiten hatte und nicht verstanden hat warum die gitarren nicht die stimmung halten. ein gitarrist der sein equipment wirklich versteht und technisch immer fit ist, ist wirklich die AUßnahme und nicht die regel.

es ist übrigens auch kein beweise für das verstehen wenn man einen krank hat und meint dieser sei schwer einzustellen.
das ist genau das gleiche argument das mir entegegen gebracht wurde als ich mal wieder einer band paar tipps gegeben habe und mir die probe angeguckt habe. danach sage ich zum schlagzeuger : da und da warst du nicht intime, da musst du noch daran arbeiten. seine antwort war : kann nicht sein ich spiele nach kling.
einen klick im ohr haben und einfach spielen ist was anderes als einen klick im ohr haben und wirklich dazu spielen.

auch bin ich nicht rennfahrer nur weil ich einen Nissan Skyline GTR 34.5 mit 1000 PS in der garage habe.
 
es ist übrigens auch kein beweise für das verstehen wenn man einen krank hat und meint dieser sei schwer einzustellen.

Nein...ists auch nicht. Aber ich hatte nie Probleme mit der Durchsetzungsfähigkeit, auch ohne TS. Die hätte ich aber, wenn ich ihn nicht richtig einstellen könnte. Psywaltz dagegen unterstellt mir ja, nicht mit dem EQ umgehen zu können und deswegen einen TS zu benötigen, was schlichtweg falsch ist. Oder hab ich ihn jetzt falsch verstanden?

auch bin ich nicht rennfahrer nur weil ich einen Nissan Skyline GTR 34.5 mit 1000 PS in der garage habe.

Ich bin aber ein Rennfahrer wenn ich damit auf der Rennstrecke umgehen kann^^.

MfG
 

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