Du hast ja nicht ausdrücklich um Feedback gebeten, aber ich schreibe trotzdem einfach 'mal was.
Zuerst einmal: mit dem zweiten Stück rennst Du bei mir natürlich offene Türen ein, weil ich ja immer dafür plädiere, nicht nur Gitarrensolos zu posten, sondern auch 'mal komplette, selbst gespielte Stücke. Allein dafür schonmal

Das Stück klingt roh und hart und die paar vorhandenen Dissonanzen machen sogar einen Teil des Reizes dieser Aufnahme aus. Ich würde daran nichts ändern wollen! Genauso, wie es ist, gehört es auch!
Zu dem Blues - Solo: auch hier natürlich immer wieder der Hinweis "Vibrato" und richtiges "Bending". Anfangs versuchst Du schon ein vernünftiges Vibrato hinzukriegen, was Du dann aber leider später vernachlässigst. Die Bendings - auch ein "Hobby" von mir - sind teilweise ziemlich schief. Ich denke das liegt wie bei vielen anderen hier an der "Angst vor der eigenen Courage". Wenn schon Bending, dann muss es auch bis zur letzten Konsequenz durchgezogen werden. Ich persönlich finde ja ( ich weiss solche Aussagen sind gefährlich! ), dass ein zu weit gezogenes Bendings nie so schief klingt wie ein zu vorsichtiges. Also kurz: lieber zu weit als zu wenig! (Aber wie gesagt, das ist m e i n e Meinung). Darüber hinaus, glaube ich, suchst Du Dir auch teilweise die falschen Töne zum Benden aus. Was ich meine ist, ohne das jetzt genau analysiert zu haben, dass Du vom eigentlichen Zielton wegbendest und nicht auf ihn zu. (Also: bei einem Blues in A ziehst Du von a nach h und nicht von g nach a) Kann man natürlich machen, aber dann muss das Bending auch 150%ig stimmen.
Der Gesamteindruck des Stückes ist ziemlich gleichförmig, weil Du die Geschwindigkeit und die Intensität zu wenig variierst. Daher klingt jeder Durchlauf fast gleich.
Allerdings sind auch sehr schöne, flüssige Passagen dabei, auf die Du aufbauen solltest.
Ich hoffe, das klingt jetzt alles nicht zu negativ. So ist es bestimmt nicht gemeint. Aber vielleicht kannst Du ja mit den Tipps was anfangen.