@OceanD:
Ich mache mal mit der nächsten Nummer auf deinem Kanal weiter ("The Whales"):
Im Prinzip ist das eine schöne Klangcollage. Das Schlagzeug sorgt für den nötigen Drive, um den Zuhörer bei der Sache zu halten und die wabernden Synthiesounds sind zudem geschmackvoll eingesetzt worden.
Ich hatte zu deinem ersten Video gesagt, dass die Gitarre zu sehr auf Singlenotes fixiert ist. Hier ist dies zwar wieder so, aber in diesem Kontext ergibt das musikalisch mehr Sinn. Durch die verwendeten Effekte, würden Akkorde eventuell zu fett und undifferenziert werden, weshalb einzelne Töne besser passen.
Allerdings musst du auch hier wieder aufpassen, dass es nicht zu eintönig wird. Im Mittelteil nudelt die Gitarre vor sich hin (ist aber auch schwierig, wenn kein Sänger da ist und man alle Lücken alleine füllem muss

), wobei mir wieder ein roter Faden in Form einer Melodie fehlt. Ein zweiter Part, der sich mit dem bestehenden abwechselt wäre wieder die optimale Lösung. Dann könnte das Schlagzeug außerdem einen anderen Beat spielen und die Sache so spannender gestalten.
Insgesamt ist es immer hilfreich sich den Song anzuhören und sich zu fragen, was man anders machen könnte, um für Überraschung zu sorgen. Außenstehende können da meist besser helfen, da sie eine größere Distanz zu dem Werk haben, als man selbst. Dann würde ich versuchen, diese Vorschläge und Ideen musikalisch umzusetzen.
Alternativ kannst du auch einfach auf der Begleitung herumimprovisieren und findest so vielleicht neue Inspiration.
EDIT:
Ich habe mir auch die nächsten paar Sachen angehört ("Under the Tree"; "Home and the Begin of Spring"; "Moonshine"; "Feelings")
Ich fasse das mal zusammen, da ich bei allen eingentlich ähnliche Dinge sagen würde.
1. Deine Seagull Costline klingt toll.
2. Wie ich schon zu "A Castle Story" gesagt habe, handelt es sich bei diesen Stücken um schöne Begleitungen. Neben dem Strumming gibt es schöne, kurze Arpeggios mit interessanten Akkorderweiterungen (sagt man das so?

). Nichtsdestotrotz sind es in meinen Augen "nur" Begleitungen. Ich würde die Aufnahmen als Ausgangsbasis für das weitere Songwriting sehen und darauf Melodien am Keyboard oder auf der Gitarre entwickeln. Drumbeats würde ich eventuell noch darunter legen. Aber nur dezente Rhythmen, die die ruhige Athmophäre unterstützen und nicht zerstören (so wie bei"Arlequin" wäre es perfekt).
3. Es sollte außerdem nicht unerwähnt bleiben, dass du alles weitestgehend souverän und ohne Fehler eingespielt hast. Das ist auch keine Selbstverständlichkeit hier im Beginner-Thread (das soll aber keineswegs als Angriff gegen die anderen gesehen werden. Fehler sind natürlich erlaubt und dieser Thread ist ja da, um darauf hinzuweisen und Tipps zu geben.

)
4. Ich sollte auch noch einmal erwähnen, dass ich jetzt auch kein sensationeller Songwriter bin. Ich sage nur, was meine persönliche Eindrücke sind und was besser/anders gemacht werden sollte. Wenn du andere Vorgehensweisen für besser hältst, dann probier sie aus und hör nicht blind auf mich. Nutze deine eigene Kreativität.
5. Sind die Bilder selbst gemacht?
Gruß Theo
Noch mal EDIT:
Beim hören von "Reflected" ist mir neben den oben genannten Punkten aufgefallen, dass die kurzen Einschübe auf den hohen Saiten teilweise ein wenig unsauber gespielt sind, aber das ist ja nichts, was man nicht mit ein wenig Übung hinbekommt.
Ansonsten sind diese Einschübe natürlich auch ein gutes Mittel, um Melodie und Abwechslung in die Akkorde hineinzubringen.