anfänger-fragen zu mehrspur-aufnahmegeräten

von bolch, 24.01.06.

  1. bolch

    bolch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #1
    guten tag.
    ich brauche dringend informationen und vorschläge zum thema recording.
    die sache ist die:
    ich mache seit jahren musik und will meine lieder jetzt endlich in toller qualität aufnehmen.
    jetzt hab ich mir einige kompaktstudios/mehrspurgeräte angesehen und durch die große auswahl bin ich total überfordert.
    was ich suche ist ein aufnahmegerät(<580€) mit

    -drum computer(taugen die was?) und
    -effekten für die stimme,damit es so klingt als ob ich singen könnte ;) !

    zum drumcomputer:
    ich bin auf der suche nach einem gerät wo mehrere rythmen von verschiedenen musikrichtungen quasi mit BPM gesteuert werden können,und so meine aufnahmen und mein songwriting inspirieren.

    und was hat das mit den virtuellen spuren aufsich?laut den anbietern hat dann ja jedes aufnahmegerät bis zu 32 spuren.

    hier sind einige der aufnahme geräte die mir ins auge gefallen sind:

    -Boss BR-900CD 8-Spur workstation
    -Korg D-4 Multitracker 4-Spur Multitracker
    -Zoom MRS-8SD 8-Spur Multitracker



    bitte um ein paar informationen im verwirrenden:confused: recording jungle.

    danke
    mfg bolch :rolleyes:
     
  2. Gogor

    Gogor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.06   #2
    Hallo,

    bin seit einiger Zeit Besitzer des Zoom MRS-8 und halte das gerade was Preis-Leistungsverhältnis angeht für ein geradezu unschlagbares Angebot.
    Lustigerweise habe ich auch mit dem Boss BR-900CD geliebäugelt, was mir für meine
    Ansprüche (Ideen aufzeichnen und unkompliziertes Handling) allerdings zu teuer war.

    Der Aufpreis zum Zoom ist meines Erachtens allerdings gerechtfertigt, da es doch ein paar Features hat, die es gegenüber dem Zoom ein bisschen professioneller daherkommen lassen. Interner CD-Brenner, USB-Anschluß, 2 phantomgespeiste XLR-Eingänge.
    Ausserdem gibt es wohl einen Pitch-Shifter für/gegen schiefen Gesang, sowas hat das Zoom nicht .
    Weiterhin sind Drumpattern einfach zu editieren, da das Display dann auf eine von einschlägiger PC-Software bekannte Patternmatrix umschaltet und so eine grafische Referenz der Drumspur hat. Beim Zoom muß man das ohne visuelle Referenz machen, was ich persönlich nicht schlimm finde.

    Das Korg-Teil kenne ich gar nicht, würde allerdings von 4 Spuren abraten, wenn Du etwas ernsthafter aufnehmen möchtest. Eigentlich hat man so nur 2 Stereo-Spuren zu Verfügung.
    Selbst bei einem 8-Spur Recorder nutzt man früh die Möglichkeit des Ping-Pongs.

    Die Features, die das Boss dem Zoom voraus hat, sind für mich persönlich nicht wirklich entscheidend, könnten für Dich aber (gerade was die Gesangskorrektur betrifft) ausschlagebend sein. Technisch und soundmäßig (Gitarrensims, Effekte) dürften Zoom und Boss sich eigentlich nicht viel geben. Da wird man wohl anständig bedient.
    Die Drumsounds und Gitarrensims sind wirklich gelungen; gerade bei dem Zoom war ich doch sehr überrascht. Mit etwas Gefummel kriegt man überzeugende und eigenständige Sounds hin, die Presets selber sind für die erste Zeit auch ok.
    (Das "Gefummel" bezieht sich darauf, dass man erstmal von der Menge der Effekte erschlagen wird und sich da erstmal Durchblick verschaffen muß)
    Von Boss kenne ich nur die Drumcomputer und die sind soundtechnisch sicher mit das Beste was es gibt.

    Auf www.bossus.com gibt es übrigens eine nette Demo zum Boss Recorder (das Video von de Namm-Show ist auch zu empfehlen, weil der Demonstrator so nett hyperaktiv daher kommt LOL)

    Gruß

    Gogor
     
  3. bolch

    bolch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.06   #3
    danke für deine nachricht und tipps.

    hast du denn von beiden geräten die drumcomputer getestet?
    ich intressiere mich sehr für "schon gemachte" drum-takte,bei denen man noch die BPM verändern kann,denn selbständige drums reizen mich nicht so.

    und noch mal zur vocal-kiste.
    der pitch corrector ist toll, aber sind auf beiden geräten solche sachen wie kompressor,hall, deesser usw,.. inkludiert?

    danke nochmal.

    lg bolch
     
  4. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 26.01.06   #4
    Ich kann nur über das MRS-8 sprechen, da kannst du für vocals einen insert patch vorschalten der mehrere Effekte enthalten kann, die patches kannst du auch nach Geschmack modifizieren oder ganz selbst definieren.

    Da gibt es als Einzeleffekte:

    Compressor oder Limiter wahlweise
    Mic Preamp mit De-Esser (der aber glaube ich nicht so doll ist)
    3 Band EQ
    die gängigen Modulationseffekte

    Übrigens kann man sich von www.zoom.co.jp das komplette manual (auch in deutsch) holen, da sind im Anhang all diese Sachen beschrieben.
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.01.06   #5
    Uff.
    Also ich habe seit Jahren ein Tascam - 8-Spur und damit gute Erfahrungen gemacht.

    Du solltest auf folgendes achten:
    > Wenn Du einen brauchbaren Computer zu Hause hast und homerecording machst (und das hört sich ganz so an), dann überlege die Variante, Dir eine vernünftige Sound-Karte anzulegen. Dazu gibt es Software, die quasi ein Tonstudio ersetzen. Dann gibts eine Software, die heißt "Band in the Box", da sind Standardbegleitungen von drums und Bass etc. mit drin.
    > Wenn das nicht hinhaut: Nimm auf jeden Fall ein digitales Mehrspurgerät. Du hast dann beim "Ping-Pong" (Mischen schon aufgenommener Spuren) keinen Qualitätsverlust.
    > Digitale Mehrspurgeräte gibt es in der Regel mit oder ohne Soundkarten. Auf den Soundkarten sind in der Regel Effekte für Gtarre und Gesang. Einen Taktgeber hat es da auch, allerdings in der Regel keinen drumcomputer. Den müßtest Du extra kaufen.
    > Für Dein Vorhaben ist wichtig, wie viele Spuren man gleichzeitig aufnehmen kann. Je mehr, desto teurer. Wenn Du homerecording machst, reichen vier Spuren dicke.
    > Bei digitalen Mehrspurgeräten gibt es virtuelle Spuren. Als Beispiel: Track 1=gitarre, Track 2=drum, Track 3=Gesang. Zu jeder dieser 3 Spuren gibt es "virtuelle" Spuren. Der Vorteil davon ist, dass Du mit virtuellen Spuren auf Track 1 beispielsweise mehrere Male die Gitarre aufnehmen kannst, ohne dass Du vorherige Einspielungen mit der Gitarre überspielst. Also spielst Du die Gitarre 5 mal ein und die beste Spur nimmst Du. Natürlich lassen sich die virtuellen Spuren auch für Ping-Pong nutzen.

    Alles klar so weit?

    Melde Dich mal, wie es ausgegangen ist,

    x-Riff :cool:
     
  6. bolch

    bolch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.06   #6
    ja danke für die informationen...

    werd mal drüber schlafen aber wahrscheinlich macht boss das rennen.


    schöne tage noch

    mfg bolch
     
  7. Gogor

    Gogor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.06   #7
    Hallo,

    kurz noch ein paar Infos:

    die Rhythmuspattern beim Zoom sind wirklich klasse und sinnvoll.
    Statt mit jedem Pattern zeigen zu müssen, was das Teil drauf hat, gibt es wirklich brauchbare Loops. (z.B. 8tel Bass mit Duff-tschack-duff-duff-tschack etc. also ganz simples aber oft gebrauchtes Rockzeug). Exotisches und elektrisches ist auch dabei (da ich aber ein verhinderter Drummer bin, macht es auch Spaß, selbst mal eigene Pattern zu erstellen, das geht recht fix).

    Beim Boss wird es wohl ähnlich sein, die Drumcompies, die ich mir mal angehört hatte, klingen verblüffend realistisch und warum sollte Boss in seinen Recordern eine andere Technologie verwenden?

    BTW In der neuen Gitarre&Bass gibt es einen sehr ausführlichen Test über den Boss-Recorder und seinen großen Bruder.

    Gruß

    Gogor
     
  8. JeffVienna

    JeffVienna Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.06   #8
    Tools4music hat einen ausführlichen Test der drei aktuellen Boss-Recorder (BR900CD, 1200, 1600 V2) online: http://www.tools4music.de/archiv/t_bossmultis.doc

    Have fun!

    Hab selber den Zoom MRS8 und bin vollauf zufrieden mit dem Teil. Einzig die Speichervorgänge (vor allem beim Kopieren von Trackabschnitten, man will den Refrain ja nicht unbedingt mehrmals einsingen :rolleyes: ) dauern mir einen Tick zu lang. Ansonsten feines Teil.
     
  9. Down Under

    Down Under Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #9
    Hi

    ich hab das Boss und bin sehr zufrieden mit diesem Teil. Die voreingestellten Effektketten für Gesang und Gitarre sind sehr ordentlich und machen schon gut Spaß. Wenn man noch bessere Ergebnisse will kann man sich auch alles genau anpassen, bedarf zwar etwas Übung geht aber mit der Zeit immer besser.
    Mit dem DrumComputer bin ich auch recht zufrieden, muss allerdings sagen dass sich die Drums schon noch ein bischen nach Synthi anhören. Dieses Problem kann man allerdings mit Tone lösen indem man einfach Sounds importiert.

    Das einzige was ich allerdings vermisse ist ein richtiger EQ, so mit Drehpotis, leider muss man sich da immer durch Menü hacken.

    Aber sonst empfehlenswert

    Die SOngs unten sind alle mit diesem Boss aufgenommen worden, vielleicht für dich interessant was ein Anfänger auf diesem Bereich in 3 Monaten damit geleistet hat :)
     
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