@musikuss hat schon recht, mit dem was er so schreibt.
Jetzt mal ganz abgesehen von Klang und Optik gibt es unterschiedlich schwere Gitarren, welche mit tieferem oder höherem Schwerpunkt, eher kantige Teile oder schöne abgerundete.
Da lohnt es sich auch schon als Anfänger sich ein paar Modelle mal näher anzuschauen und mal mit Gurt umzuhängen. Dann wirst du schon feststellen, ob dir manch schwerer Brocken einfach zu massiv ist, oder an einer leichten Gitarre zu wenig dran.
Beide von dir ausgesuchten Gitarren sind gut, die kannst du kaufen.
Für den Anfang kann ich dir auch die Squier Affinity Sets empfehlen. Die enthalten eine Stratocaster oder eine Telecaster in guter Qualität und einen
Fender* Frontman 15 Verstärker.
An den Gitarren gibt es gar nichts auszusetzen, das sind einwandfrei spielbare Teile. Die Telecaster taugt eigentlich wie die Stratocaster für alles bis auf Metal, dafür müsste man sie schon etwas modifizieren. Ich selbst habe neben einigen teils viel teureren Gitarren das Tele Set hier und kann mich nicht beschweren. Die Gitarre war aus dem Karton raus spielbar, stimmen musste ich sie natürlich. Die nehme ich oft und gerne in die Hand.
Der Frontman 15 ist nicht der beste Verstärker der Welt und für die Band zu leise, aber zum Üben absolut nicht übel. Auch wenn ich hier einige Verstärker stehen habe, spiele ich immer wieder gerne auf dem Teil.
Alternativen gibt es natürlich auch, je nachdem, was dir gefällt und welchen Sound du magst. Strat und Tele haben zum Beispiel eine drahtig - fetzigen Sound, während eine Les Paul eher warme, fette Töne erzeugt. Es gibt im netz genug Klangbeispiele, um zumindest eine ungefähre Richtung zu finden. Such dich mal da durch und grenze die Auswahl etwas ein, dann kann man konkretere Empfehlungen abgeben. Bedenke, dass du neben Gitarre und Verstärker noch ein paar Euro übrig lassen solltest.
Du brauchst ein Kabel
Da kommt man schon unter 10€ hin, ich empfehle für den Anfang 5m.
Willst du immer nur direkt neben dem Amp üben, reichen auch 3m.
Je nach Gitarrenmodell kann es vorteilhaft sein, wenn man auf einer Seite einen Winkelstecker hat.
du brauchst einen Gurt
Ich empfehle einen aus Leder, die rutsche nicht so. Ist die Gitarre etwas schwerer, ist es kein Fehler, wenn der Gurt etwas breiter als 5cm ist.
Ledergurte bekommt man in der Minimalausführung schon unter 10€, für 20€ schon richtig Schöne. Die meisten brauchen aber erst mal etwas Lederfett, um geschmeidig zu werden.
Du brauchst Plektren
Oft sind ein oder zwei dabei, aber immerhin ist das Plektrum das Bindeglied zwischen Musiker und Instrument, also nicht unwichtig, obwohl es nur ein kleiner Plastikschnipsel ist. Zum Glück sind die Dinger billig.
Als Shop für Plektren empfehle ich dir Martins Musikkiste oder einen anderen, der eine große Auswahl an Plektren einzeln verkauft. Nimm da mal ein paar Euro in die Hand und kauf etwa zwei Dutzend Plektren aus unterschiedlichen Plastikarten, mit unterschiedlichen Formen und Spitzen und in unterschiedlichen Stärken. So wirst du schon das finden, was dir am besten liegt. Da musst du dich nicht auf eines festlegen. Ich benutze verschiedene, je nach dem was ich gerade spielen will. Kauf im ersten jahr noch keine Großpackung, dein Geschmack wird sich in der ersten Zeit noch oft genug ändern. ich dachte auch nach ein paar Wochen, "mein Plek" gefunden zu haben und kaufte eine Packung mit 72 Stück, die jetzt noch fast voll rum liegt, weil ich diese Plektren nur gelegentlich benutze.
Du brauchst einen Gitarrenständer
Brauchen ist vielleicht das falsche Wort, aber die Dinger sind einfach sehr nützlich. Wenn die Gitarre immer griffbereit rum steht, nimmst du sie automatisch öfter in die Hand und spielst mehr. ist sie immer verstaut, spielst du weniger und machst langsamer Fortschritte. Ich mag Wandhalter, weil sie billig sind, keinen Platz am Boden weg nehmen, nicht umfallen können und man nicht drum herum putzen muss.
Du brauchst ein Stimmgerät
Das bekommt man in vernünftiger Qualität schon unter 10€. Achte auf ein großes Display.
Du brauchst Saiten
Die Saiten klingen irgendwann dumpf oder reißen auch mal (eher selten), dann braucht man neue. Du solltest also Saiten da haben, mindestens zwei Sätze auf Lager zu haben, ist kein Fehler.
Gute Saiten gibt es massig, um die 5€ kannst du kaum was falsch machen, so lange du die richtige Stärke wählst, welche aber von der Gitarre und deinem persönlichen Geschmack abhängt.
es gibt auch Billigsaiten, aber nicht alle davon taugen was. Die fame Saiten vom Music Strore benutze ich gern, die kosten nur 1,49€ pro Satz.
Ich wechsele lieber die Billigsaiten wenn sie anfangen dumpf zu klingen, als einen teuren Satz so lange zu spielen, bis gar keine Obertöne mehr raus kommen.
Du brauchst Ahnung
Wirklich brauchen tutst du die nicht, aber es ist einfach blöd und mit der Zeit auch kostspielig, wegen jedem Schiss zum Gitarrenladen rennen zu müssen.
Es ist also empfehlenswert zu wissen, wie man eine Gitarre vernünftig einstellt. Infos gibt es im Netz reichlich, bei Unklarheiten wird dir hier auch gern geholfen.
Einstellarbeiten sind hin und wieder notwendig und wenn es nur das Nachstellen des Halsspannstabes nach dem Wechsel auf eine andere Saitenstärke, das Einstellen der Oktavreinheit oder das Anpassen der Saitenlage an den persönlichen Geschmack ist.
Weiß man etwas über Gitarren bescheid, kann man viele Fehler auch selbst finden und reparieren. Eine Gitarre ist nicht besonders komplex aufgebaut.
Es gibt auch viel zu kaufen, was du gar nicht nötig hast.
Du brauchst nicht zig Pflegemittel
Eine Gitarre kann man mit einem ganz leicht feuchten, weichen Tuch abwischen. Das reicht. Die ganzen Mittelchen sind optional, viele davon sind einfach unnötig.
Du brauchst keinen Gigbag
Der einzige Einsatzzweck eines Gigbags ist nach meiner Meinung der Transport einer Gitarre auf dem Rücken wie ein Rucksack. Wenn du keinen Unterricht nehmen willst, brauchst du die Gitarre erst mal nicht zu transportieren. In dem Fall spar lieber auf einen vernünftigen Koffer, aber das hat ja Zeit