Anforderungen an professionelles Equipment bzw. Merkmale

von Jost Halenta, 14.05.16.

Sponsored by
pedaltrain
  1. Jost Halenta

    Jost Halenta Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.03.11
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    574
    Ort:
    Köln/Düsseldorf
    Zustimmungen:
    252
    Kekse:
    382
    Erstellt: 14.05.16   #1
    Info:
    Beiträge aus dem Harley-Benton / Gibson Thread ausgelagert



    Ich spiele seit 42 jahren Gitarre und Bass und habe Erfahrung im Gitarrenbau, Bühne und Studio, Musikgeschäft und unterrichte seit knapp 20 Jahren hauptberuflich Gitarren, Bass und Keyboard/Klavier und Bandcoaching. Ein Großteil der Instrumente stehen im Unterrricht den Schülern zur Verfügung, d.h. sie werden sehr häufig genutzt und ich stelle den Schülern definitiv keinen Schrott hin. Ich kaufe ausschließlich Instrumente, die mir gut in der Hand liegen und es wäre völliger Quatsch Instrumente zu haben, die ständig repariert werden müßten etc.
    Schlechte Mechaniken wären mir auch egal, denn wenn die Substanz (Holz und Verarbeitung) wirklich gut ist, dann kommen gute Mechaniken drauf und "That`s it".
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  2. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    2.480
    Zustimmungen:
    733
    Kekse:
    2.002
    Erstellt: 14.05.16   #2
    Sagt ja auch keiner, dass du da Schrott zur Verfügung stellst.

    Dennoch denke ich, in deinem Kontext der Nutzung ist klar, dass es nicht so um Feinheiten und Nuancen geht. An wirklich guten Amps, die handverdrahtet sind, sind es aber doch eigentlich mehr als nur Nuancen und Feinheiten. Und ein Spieler muss das Potential dann auch nutzen wollen und können... .

    Das es teils enorm ist, was man heute für wenige hundert Euro bekommt, da sind wir uns doch einig. Solche Zeiten gab es wohl noch nie. Und ewig werden die wohl auch nicht dauern... .
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.05.16 ---
    Mag sein. Konkret will ich dem nichts unterstellen, das machen aber etliche Musiker und das ist dann auch schon wieder eine Masche... .

    Und nicht wenige nutzen dann bei Aufnahmen megateures Equipment, sprechen nur nicht so sehr darüber... .
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.05.16 ---
    Wenn das Instrument schon Jahrzehnte alt ist, waren das aber auch andere Zeiten als heute... oder?
     
  3. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.15
    Zuletzt hier:
    29.05.17
    Beiträge:
    1.700
    Zustimmungen:
    716
    Kekse:
    1.961
    Erstellt: 14.05.16   #3
    Aha, dann erläutere doch mal die Nuancen, die einen Amp in Platinenbauweise schlechter machen als einen handverdrahteten?
    Wieder so ein alberner Mythos ohne Grundlage.
     
    gefällt mir nicht mehr 5 Person(en) gefällt das
  4. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    2.480
    Zustimmungen:
    733
    Kekse:
    2.002
    Erstellt: 14.05.16   #4
    Sprüche... :cheer:
     
  5. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.04
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    15.624
    Ort:
    münchen
    Zustimmungen:
    7.162
    Kekse:
    47.314
    Erstellt: 14.05.16   #5
    Die Grundlage gibt es schon. Oft werden bei handverdrahteten Amps auch andere (oder gar bessere? ^^) Bauteile verwendet.
    Ich habe schon mehrere JVMs umgebaut und andere Kondensatoren rein - gefällt zumindest mir klanglich deutlich besser.
    Liegt aber natürlich nicht daran ob Platine oder Handverdrahtet.
    Nur wird sich der Glaube, dass Handwired grundsätzlich besser ist, halten, solange es eben auch "besser" klingende handwired Amps gibt.
     
  6. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    2.480
    Zustimmungen:
    733
    Kekse:
    2.002
    Erstellt: 14.05.16   #6
    Habe ich doch so gar nicht geschrieben und unterstellt, ihr wisst da mehr... .
     
  7. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.04
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    15.624
    Ort:
    münchen
    Zustimmungen:
    7.162
    Kekse:
    47.314
    Erstellt: 14.05.16   #7
    Ich habe aber auch nicht dich zitiert, wie du siehst.
    Das sollte bloß allgemein eine Antwort darauf sein, warum viele denken, dass Handwired grundsätzlich besser ist.
     
  8. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    2.480
    Zustimmungen:
    733
    Kekse:
    2.002
    Erstellt: 14.05.16   #8
    Ja stimmt, alles klar! :great:
     
  9. Vester

    Vester E-Gitarren Moderator HFU

    Im Board seit:
    18.08.10
    Zuletzt hier:
    14.10.18
    Beiträge:
    8.534
    Ort:
    Norddeutschland
    Zustimmungen:
    3.928
    Kekse:
    74.197
    Erstellt: 14.05.16   #9
    Kurze Info:
    Ich hab die Beiträge aus dem Harley-Benton / Gibson Thread ausgelagert und zu diesem Zweck dieses Thema eröffnet
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  10. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.15
    Zuletzt hier:
    29.05.17
    Beiträge:
    1.700
    Zustimmungen:
    716
    Kekse:
    1.961
    Erstellt: 14.05.16   #10
    Na dann zur Info nochmal das Zitat:
     
  11. frankpaush

    frankpaush Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.07
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    4.251
    Ort:
    Hannover
    Zustimmungen:
    2.309
    Kekse:
    27.300
    Erstellt: 14.05.16   #11
    .. andere Zeiten, schlechtere Materialien im Billigsegment, ungenauere Verarbeitung, ja :D
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  12. clone

    clone Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.07
    Beiträge:
    2.480
    Zustimmungen:
    733
    Kekse:
    2.002
    Erstellt: 15.05.16   #12
    Das ist mir viel zu pauschal, vermutlich weißt du beide Punkte nicht wirklich.
     
  13. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.12
    Beiträge:
    12.545
    Zustimmungen:
    9.956
    Kekse:
    33.696
    Erstellt: 15.05.16   #13
    Merkmale für professionelles Equipment:

    • Extern zugängliche Sicherung

    • Euro-Netzbuchse mit Kabelsicherung

    • Kopfhörer-Ausgänge auf grosser(!) Klinke ....keine Miniklinken!

    • Symmetrische Anschlüsse... kein Cinch!

    • XLR-Outputs

    • Stabile Verarbeitung(!)

    • Langlebige Komponenten



    (Nicht speziell auf Gitarren-Equipment bezogen; eher rudimentär...)


    :hat:
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  14. frankpaush

    frankpaush Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.07
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    4.251
    Ort:
    Hannover
    Zustimmungen:
    2.309
    Kekse:
    27.300
    Erstellt: 15.05.16   #14
    ... natürlich ist das pauschal, aber ich weiß schon, wovon ich schreibe :D
    ... auf den zweiten Blick fällt mir auf: meine Aussage hat doch sehr wahrscheinlich mehr Basis als deine Vermutung in Bezug auf meinen Wissensstand :D

    --- Beiträge zusammengefasst, 15.05.16 ---
    ... das ist aber eher ein Kundenwunsch als die Realität. Es wird niemand ernsthaft behaupten, es gäbe gerade in dem Bereich, in dem Geräte der Abschreibung unterliegen, keine Obsoleszenz, oder?
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  15. Bran

    Bran Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.12.04
    Zuletzt hier:
    14.10.18
    Beiträge:
    2.488
    Zustimmungen:
    730
    Kekse:
    9.104
    Erstellt: 15.05.16   #15

    Ich finde diesen Beitrag von Clapton dazu ganz interessant: Ab ca. 3:30 spricht er über Marshall Bluesbreaker vs. Fender Twin


    Zusammengefasst spricht er davon, dass die Nachbauten von Marshall nie gleich klangen und nie ein verlässliches Ergebnis liefern konnten. Im direkten Gegenzug dazu konnte man sich damals klanglich auf Amps von Fender scheinbar verlassen und wusste, worauf man sich einlässt sobald man sich in einen Twin oder so eingesteckt hat.

    Auf der anderen Seite gibt es aktuell gerade ein Video von Rob Chapman auf Youtube in dem genau das Gegenteil behauptet wird:


    Ich glaube ehrlich gesagt, dass es zu dem Thema Handverdrahtet vs. Platine absolut keine maßgebliche Aussage gibt. Fender scheint es damals hinbekommen zu haben einen verlässlichen Klang zu liefern und Marshall ggf. nicht, auf der anderen Seite sagen andere wieder, dass die ersten Marshalls der Holy Grail waren...

    Es ist wirklich ein spannendes Thema und zeigt mir wieder auf, wie unterschiedlich doch Geschmäcker sind. Auch, oder gerade, von den großen "Helden" wie Clapton einer ist.
     
  16. Garcia

    Garcia Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.02.09
    Zuletzt hier:
    11.10.18
    Beiträge:
    769
    Zustimmungen:
    157
    Kekse:
    1.295
    Erstellt: 16.05.16   #16
    Komischerweise werden doch genau diese Teile aus den alten Zeiten, teilweise sehr Teuer gehandelt und weiss ich nicht wie in den Himmel gelobt.
    Vintage und Vodoooo.


     
  17. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.11.12
    Beiträge:
    6.887
    Zustimmungen:
    8.364
    Kekse:
    24.978
    Erstellt: 16.05.16   #17
    Es gibt diese richtig guten Koreaner.....aber eben nicht alle

    Ein Beispiel aus der Epiphone Geschichte,
    damals in der Zeit als sehr viele verschiedene OEMs für Epi gebaut hatten, war die Rücksendequote bei rund 5% - heute wo Epis vorwiegend in den eigenen Werken und bei langjährigen (20-30Jahre) OEMs hergestellt werden liegt diese Quote bei etwa 0,5%

    Viele verschiedene Fabriken bedeutet auch sehr unterschiedliche Fertigungs-Standards......

    Das könnte doch etwas über die Qualität aussagen
     
  18. Jost Halenta

    Jost Halenta Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.03.11
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    574
    Ort:
    Köln/Düsseldorf
    Zustimmungen:
    252
    Kekse:
    382
    Erstellt: 16.05.16   #18
    Mein erster teurer Bass war ein Fender Jazz-Bass 1975, den ich mir mühsam zusammengespart habe und für den ich zusätzlich einen tollen Fender Musicmaster verkaufen mußte. Schlecht bundiert (hohe Saitenlage) und das Highlight war die Fräsund der Halstasche. Ich habe Münzen zwischen Body und Hals gesteckt, damit der Hals nicht so sehr wackelte Damals hatten sie auch noch die blöde 3 Schrauben Halsbefestigung. So eine Schlamperei habe ich selten gesehen. Ich war jung und sowas von enttäuscht. Ich hatte geglaubt, das der Jazz-Bass natürlich viel besser, als mein Musicmaster sein mußte. Den Sound fand ich auch besser, aber von der Verarbeitung her war der Jazz-Bass Müll. :igitt: Ich habe übrigens seit Jahren den gleichen Jazz-Bass als Fender Geddy Lee Modell, der ist sehr cool und auch sauber verarbeitet.
     
  19. Garcia

    Garcia Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.02.09
    Zuletzt hier:
    11.10.18
    Beiträge:
    769
    Zustimmungen:
    157
    Kekse:
    1.295
    Erstellt: 16.05.16   #19
    Jein, ich denke jeder OEM hat gewisse Modelle die er Fertigt und muss genormte Fertigungs und Qualitätsstandards übernehmen.
    Anders geht es nicht in der heutigen Zeit.

    Früher, ich spreche so von 35 Jahren, gab es viel Schrott auf dem Markt, welcher für damalige Verhältnisse viel Geld gekostet hat.
    Natürlich hatte man damals die CNC Fräse und so Zeugs nicht. Mechaniken und Hardware auch nicht die beste und trotzdem erreichen da gewisse Modelle heute ein Mehrfaches des Preises und werden von den Musikern hochgelobt.
    Nur weil es eben Vintage ist.

    Weiss noch jemand wie das mit den 70 er Jahren Gibsons aus der Nolin Area war ?
    Schichtbodys und Ahornhälse.
    Was kosteten damals die Dinger und wie hoch werden sie heute gehandelt ?

    Sind sie deshalb heute besser als damals ???



     
  20. frankpaush

    frankpaush Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.07
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    4.251
    Ort:
    Hannover
    Zustimmungen:
    2.309
    Kekse:
    27.300
    Erstellt: 16.05.16   #20
    ... es werden nicht alle Billiggitarren aus den 60er und 70er Jahren teuer gehandelt (und etliche zu Unrecht aus musikalischer Sicht), viele davon haben nicht einmal das übernächste Jahrzehnt erlebt. Die Schwierigkeit ist denn, nach mehr als zwei Jahrzehnten nicht der Versuchung zu erliegen, alles was alt ist oder nur in geringen Stückzahlen überlebt hat, schon deshalb als besonders brauchbar und toll einzustufen. Auch wenn es denn wegen der hohen Mortalitätsraten irgendwann "rar" wurde ...
    Der Markt reguliert den Preis aber nun mal über die Nachfrage und Verfügbarkeit. Nachfrage lässt sich in Zeiten mit hoher Vernetzung gut erzeugen, und sei es mit Hilfe nicht verifizierbarer Qualitätsversprechen ... und wer drauf reingefallen ist und das (zu) teuer bezahlt hat, wird in einem Umfeld, das Wertschätzung über akkumulierten Besitz definiert, einen Teufel tun und seine Anschaffung madig machen, selbst wenn genügend Anlass dazu bestehen würde :D Das tut nur jemand, der kein Statussymbol erworben hat, sondern auf der Suche nach einem geeigneten Werkzeug ist.
    Erstaunlicherweise ist aber genau der reine Nutzeffekt mit viel weniger Aufwand erreichbar ... grotesk wird es denn eben nur, wenn ich den geringen Aufwand (bei der Herstellung) aus vergangener Zeit höher vergüte als einen aktuellen :D
     
Die Seite wird geladen...

mapping