App zum Klavierspielen empfehlen

von vokarin, 29.12.19.

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Casio
  1. vokarin

    vokarin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.19   #1
    Hallö Pianisten,
    ich bin Karin und eigentlich bei den Vocals und Bläsern im Musikerboard.
    Ich hab noch eine Woche Urlaub und mir überlegt, ob ich mir ne App/ Programm schieße, wo ich bisschen weiter Klavier üben kann, seit einem Jahr krieg ich ständig Werbung für verschiedene Programme vor die youtube Filmchen. Gibts eins, dass ihr kennt und ihr gut findet?
    Ich kann keinen Bassschlüssel, werde ihn in diesem Leben auch nicht mehr lernen (!), aber ich kann Lieder am Klavier mit Harmonien begleiten, und improvisiere gerne.
    Könnt ihr was empfehlen?
    Ich WEISs, IHR braucht ja sowas nicht, aber vielleicht ist ja doch jemand der Erfahrungen damit hat.
    Viele Grüße, schönen Sonntag
    Karin
     
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  2. d-f-k

    d-f-k Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.19   #2
    Hallo Karin,
    ich habe als Kind Orgelunterricht gehabt aber nie wirklich gut und intensiv gelernt. Trotzdem kann ich Noten lesen (einfach) und Akkorde und Melodie spielen. Habe vor einer Weile mal wieder etwas Unterricht genommen aber musste wegen einem neuen Job aufhören. Ich habe immer wieder Werbung von Simplypiano auf meinem iPad erhalten und es hat mich schon interessiert aber war mir zu teuer. Meine kleine Tochter (7 Jahre alt) meine, sie will auch Keyboard üben. Ich habe die Yamaha PSR 9000 Pro und daher mal die Testversion von Simplypiano runtergeladen. Meine Tochter hat tatsächlich etwas spielen gelernt aber inzwischen nicht mehr so das Interesse aber ich habe dafür angefangen und muss sagen, mit dieser App habe ich mehr gelernt als im gesamten Unterricht. Ich bin so glücklich und auch ein wenig stolz über meine Fortschritte. Es macht riesig Spaß, es wird erklärt, es sind ein Haufen Musikstücke dabei, die sich langsam steigern. Man lernt Akkorde und auch die linke Hand separat und auch ich konnte den Bassschlüssel nicht gescheit aber inzwischen auch. Es war die beste Investition die ich seit langem gemacht habe und bin wirklich total begeistert. Ich spiele jetzt vielleicht seit ca. 6 Wochen aber habe so viel Spaß und Lust daran, dass ich fast täglich stundenlang übe. Ehrlich, ich kann es absolut empfehlen. Übrigens, als Tipp; mach die 7 Tage Testversion. Wenn Du es dann tatsächlich abonnieren willst, mach das nicht über die App bzw. die In-App-Käufe sondern gehe direkt auf die Internetseite von Simplypiano. Dort war das Angebot deutlich günstiger, daher habe ich mich auch gleich für das Jahresabo entschieden.
    Falls Du Dich dafür entscheidest, erzähl mal, wie Du es findest. Aber wie gesagt, ich konnte bereits einige Akkorde, etwas spielen und Noten lesen, war also kein absoluter Beginner.

    Viel Erfolg,

    Big D.
     
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  3. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.12.19   #3
    In diesen beiden Videos sieht man, wie gründlich man mit Simply Piano in einem Jahr bzw. 177 Tagen Fehler einstudieren kann:





    Aus meiner Sicht: Verlorene Zeit! Sich diese Fehler wieder abzutrainieren, wird sehr schwer, und der Lehrer, der sie ggf. irgendwann wieder ausbügeln muß, ist nicht zu beneiden. Man trainiert sich bei dieser Art, "Klavierspielen" zu lernen, ungefähr solche Fähigkeiten an, wie die, die man braucht, um ein Computerspiel zu bedienen. Musik habe ich in beiden Videos nicht gehört, das lernt man dabei nicht.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  4. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 29.12.19   #4
    Respekt, das ist doch 'was. :)

    Ich nehme an, die naheliegende Lösung gezielter Unterricht kommt für ich nicht in Frage.
    Aber warum arbeitest Du deine Grundlagen nicht mit (mindestens) einer gedruckten Klavierschule und natürlich anhand der vielen Literatur auf, die es für Piano gibt?

    Apps kenne ich nicht und was ich auf YT sehe kommt mir das vor wie Malen nach Zahlen.
    Es wäre für mich definitiv keine Unterstützung zum Lernen und Musizieren.

    Gruß Claus
     
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  5. vokarin

    vokarin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.19   #5
    Hey, ich hatte im November/ Dezember
    10 Klavierstunden, aber auch nur mit
    Melodie und Akkorden.
    Ich hab schon Gesangsunterricht, 2 Chöre und ein Querflötenquartet, für Klavier ist nicht so viel Raum, halt jetzt grad mal, weil ich Ferien hab.
    Ich bin echt zu ungeduldig, Bassschlüssel zu lernen, und es macht mir auch so absolut gar keinen Spaß, nach Noten zu spielen. Ich bin da über Jahzehnte Violinschlüssel fixiert und mein Hirn ist schon sehr alt und langsam beim Neulernen ;-))))
    Wenn man mal mit Hilfe von Akkorden schon ein bisschen Klavier spielen „kann“, ist das Spielen vom Blatt für mich gefühlt so eine riesige Zeitverschwendung, vor allem wenn ich eh nicht das Ziel habe Literatur zu spielen.
    Hab grad gesehen, dass Simplypiano ja auch Noten nutzt...
    Hmmm, ich denk da noch mal darüber nach.
    Liebe Grüße
    Karin
     
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  6. LoboMix

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    Erstellt: 29.12.19   #6
    Klavier (oder irgend ein anderes Instrument) zu spielen ist angewandte Motorik, im Detail vor allem angewandte Feinmotorik. Das so zu lernen, dass es leicht, frei und gut kontrolliert läuft und dabei auch immer freier wird, je länger man spielt, ist ein hochkomplexer Vorgang, der - leider - sehr anfällig ist für Fehler. Denn da spielt die ganze Haltung und Bewegung des Menschen mit hinein, auch und gerade seine Alltagshaltung, seine alltäglichen Formen von Bewegung und Haltung, die ihrerseits Fehl-Stereotype enthalten oder von diesen mehr oder weniger geprägt sein können, meistens auch sind. (Die Atmung kommt als ebenso komplexer Bereich dazu, naturgemäß insbesondere bei Sängern und Bläsern, aber nicht nur.)

    Das nimmt man unbewusst mit in das Instrumentalspiel hinein und der Selbstkontrolle ist das meistens nicht so ohne weiteres zugänglich. In der Folge übt man sich fehlerhafte, grobmotorisch dominierte Fehl-Bewegungs-Stereotype in seinem Instrumentalspiel an und vertieft sie immer weiter - was in den Videos im übrigen gut zu sehen ist. Den anfänglichen oft scheinbar verblüffend einfachen Fortschritten überlagert sich dann immer mehr die Festigkeit, schließlich läuft man regelrecht fest und die Lernkurve geht gegen Null, schlimmstenfalls verschlechtert man sich sogar wieder.

    Das erfordert einen kompetenten, verantwortungsbewussten und engagierten Lehrer, der als Beobachter von außen diese Vorgänge nicht nur unmittelbar gut erkennen, sondern auch das gute Feedback dazu geben kann, damit der Schüler nicht in eine Sackgasse gerät.
    Die musikalische Seite des Musizierens, die ebenfalls Rat und Feedback erfordert, kommt noch dazu und ist mindestens ebenso komplex, aber die Motorik bildet die Basis, ohne die letztlich kein musikalischer Gedanke zum Ausdruck gebracht werden kann.

    Mein Fazit zu solchen Apps usw. ist, dass man damit sicher recht schnell lernen kann, Tasten zu drücken. Mehr aber kaum. Falls das genügt, na ja ...
    Aber ich halte guten Unterricht nicht für ersetzbar.
     
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  7. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.12.19   #7
    Was ist das denn? :eek:
    Nichts davon ist irgendwie "musikalisch" und im zweiten Video.... Ich glaube sie hat die Elise misshandelt:o

    @vokarin, ich will jetzt bei Leibe nicht angeben und halte mich nicht für begabt oder besser, allerdings hier mal zwei Beispiele für Unterricht.
    Und der Pianist ist einfach nur fleißig und übe jeden Tag ne Stunde (das weiß ich aus sehr verlässlicher Quelle :rolleyes:)

    Ich glaub das war ca nach 6 Monaten :

    Und das hier am Ende des ersten Jahres :


    Ich will jetzt nicht überheblich wirken, aber die Videos von McCoy sind sehr gute Gründe von dem Gedanken, durch eine App klavier spielen zu können, Abstand zu nehmen.

    Außerdem, du lernst dabei nichts sinnvolles, höchstens ein "was muss ich drücken, damit es irgendwie nach Stück X klingt".
    Dieses "wissen" ist dann schon mit dem nächsten Stück passe.

    Am Beispiel der Elise hörst du das es zwar "große Stücke" sind, aber keine "schönen Stücke". Das Ergebnis wird dich nicht befriedigen :o
     
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  8. Piano1071

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    Erstellt: 30.12.19   #8
    Also die Nachspielapps sind absoluter Mist, wenn man Klavierspielen lernen will. Wenn man nur ein paar Lieder klimpern will, dann ist es sicherlich OK. Aber für ein tieferes Musikverständnis völlig ungeeignet.
    Das hat mit Musikmachen soviel zu tun wie "Malen nach Zahlen" mit Malerei.

    Was ich eine zeitlang hatte (und nur aus Zeitgründen aufgegeben hatte) war GMTC. Das fand ich richtig gut, auch für Leute ohne jegliche Notenkenntnisse. Ist halt eine reine Gospelpianoseite (keine App), aber ich bin mir sicher, es gibt auch andere. "Piano with Willie" erscheint mir auch ganz brauchbar, das aber ohne Gewähr.
     
  9. brennbaer

    brennbaer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.20   #9
    Sorry, das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie sich ein halbwegs intelligenter Mensch, der des Lesens und Schreibens mächtig ist, seinen Alltag eigenständig bewältigen kann, darüber hinaus seit Jahren Musik macht und sich wie Du bereits im Violinschlüssel, der im Grunde nichts weiter ist, als eine „Verlängerung“ des Bassschlüssels nach oben, sicher bewegt, sich dermaßen kleinreden kann.
    Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf, damit wir Deine Aussage über Dein „nicht mehr lernfähiges altes Hirn“ auch richtig einordnen können?
     
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  10. vokarin

    vokarin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.20   #10
    LOL, ich bin 50, aber mein Hirn ist
    gefühlt nur noch halb so lernfähig,
    wie mit 25. Dauert oft ewig und ich bin
    soooo ungeduldig, wenn Dinge nicht gefälligst schnell in meinem Kopf bleiben.
    Herzlichen Gruss
    Karin
     
  11. taxman

    taxman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.20   #11
    ...ich bin da schon weiter (mit dem Alter) und lerne jeden Tag dazu (auch an den Tasten) :w00t:;-)
    Nicht aufgeben
     
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  12. brennbaer

    brennbaer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.20   #12
    was, 50....???:eek:
    Schon sooooo alt.
    Da hilft eigentlich nur noch, sich einbuddeln und kompostieren zu lassen...;)

    Rede Dir nicht ein, es sei denn, es bestehen tatsächliche gesundheitliche Gründe, dass die Rübe nicht mehr leistungsfähig genug ist!
     
  13. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 21.01.20   #13
    Letztens habe ich mit einer Lern-Forscherin gesprochen. Sie gab zu, dass man mit steigendem Alter mehr Wiederholungen braucht, bis man etwas sicher gelernt hat. Lernen kann man aber alles! Dein Problem ist also eher die (fehlende) Geduld.
     
  14. vokarin

    vokarin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.20   #14
    Ihr habt ja recht.
    Vielleicht habt ihr noch ne Idee, was (außer viel Üben und Wiederholen) das Lernen beschleunigen könnte?

    Ich „kann“ den Bassschlüssel ja „lesen“,
    aber ich „denke“ halt jeden Ton 2 Tasten hoch. Von daher brauch das alles ewig.
    Da stehen Basstöne und ich such mir einzeln zusammen, was dann zu spielen ist, das dauert halt ewig.
    Es fehlt die Automatisierung, die Note zu sehen und die Taste zu wissen, ohne den Umweg, dass ich eben nicht die passende Taste (Violinschlüssel dazu spiele) sondern zwei drüber.
    Ich spiele gut Flöte und Gitarre und täglich viele Noten, das kann ich also ;-)))
    Fühlt sich an wie eine Teilleistungsstörung, dass der Transfer dazu nicht automatisiert wird und das schon bei jedem Anlauf in den letzten Jahrzehnten, bei jedem Versuch das besser zu lernen.

    Antworten von „nur üben hilft“ helfen mir nicht, dass empfehlen ja irgendwie alle, und sicherlich mit Recht!! Mach ich ja auch. Ja! Ungeduldig!
    Aber vielleicht gibts ja noch andere sachdienliche Hinweise?
    Liebe Grüße
    Karin
     
  15. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 22.01.20   #15
    Nach aller persönlichen Erfahrung mit dem Instrumente lernen würde ich sagen, dass Üben und Wiederholen genau das ist, was dir fehlt.

    Dabei lässt sich die Methode allerdings optimieren. Mein Rat ist, mit dem App-Unsinn aufzuhören und einen konventionelleren Weg zu gehen.

    Es dauert bei 5 Minuten Üben am Tag keine 4 Wochen, total flüssig und sicher im G- und F-Schlüssel Noten lesen zu können, ich habe es früher bereits kleinteilig beschrieben.
    Klavierspielen steht auf einem ganz anderen Blatt, denn da geht es technisch gesehen um Koordination und Unabhängigkeit der Hand- und Fingerbewegungen, natürlich ebenfalls durch Üben und Wiederholen.

    Man kann das tun oder lassen und auf noch tollere Apps warten oder auf ein Wunder.

    Gruß Claus
     
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  16. LoboMix

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    Erstellt: 22.01.20   #16
    Nach den mir bekannten Erkenntnissen der Gehirnforschung ist das einzige, was die grauen Zellen wirklich fit hält: Neues lernen!
    Und das einfach immer weiter praktizieren, egal wie alt man ist. Die Plastizität des Gehirns wird sicher etwas geringer und es dauert länger, bis man etwas ´intus´ hat. Aber sie verschwindet nicht einfach so, wenn keine schlimme Erkrankung auftritt, schon gar nicht mit erst (!) Anfang 50.

    Genau das wird auch von der Gehirnforschung bestätigt. Mühe ist dazu da, dass man sie sich macht ;).
    Wenn es dann aber nach einiger Zeit immer besser klappt, dann darf man sich auch freuen wie ein kleines Kind. Das hält auch jung!
     
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  17. MS-SPO

    MS-SPO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.20   #17
    Zwei Dinge dazu: Nutzung und Anki.

    Nutzung - Unser Körper ist pragmatisch: Was nicht benutzt wird, verkümmert. Was genutzt wird, peppt er auf. Das ist beim Gehirn nicht anders als beim Muskel :) Also bewegen (für die Muskeln) und lernen (für das zwischen die Ohren) :D

    Anki - (M)Eine Geheimwaffe. Läuft auf dem Desktop, auf Smartphones und Tablets. Ist kostenlos, es sei denn, man ist Apple-Nutzer: https://apps.ankiweb.net/ . Vorsicht: Der Suchtfaktor ist durchaus gegeben :rolleyes:

    Anki ... bietet im Grunde elektronische Karteikarten, die man abhängig vom Lernfortschritt wiedersieht: Was sitzt, kommt selten, was schwerfällt ... oft. Es funktioniert. Am besten funktioniert Anki, wenn man sich erst selbst etwas erarbeitet (z.B.: "diese Note im Bassschlüssel ist jene Taste und heißt soundso"), und das dann für sich selbst als Fragekärtchen in Anki formuliert. Das geht als Text, mit Bildern, Sound, Video, was Du willst. Diese kleine Mühe zahlt sich sehr schnell aus.

    Ja, das kann man auch mit Pappkärtchen machen, aber nein, das ist nicht zu vergleichen.


    Und ein letztes: "Alter" kann auch Ausrede sein :D .. niedliche 50 :)

    [​IMG]
    (aus einer langen Nacht meiner Kindertage ...)


    Grüße und viel Erfolg, Michael
     
  18. McCoy

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    Erstellt: 22.01.20   #18
    Das ist so ziemlich die umständlichste Methode, den Baßschlüssel zu lesen, die es gibt. Derjenige, der die erfunden hat, möge 10.000 Jahre in der Hölle schmoren. :evil:
    Merkspruch für den Baßschlüssel: Gustav Hat Den Frack An. Dis Anfangsbuchstaben sind die Töne auf den Linien im Baßschlüssel von unten nach oben. Dann einen Stapel Klaviernoten besorgen und jeden Tag eine Seite durchlesen, auch ohne Instrument.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  19. taxman

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    Erstellt: 22.01.20   #19
    Ich hab's damals beim Orgelspielen auch mit den zwei Tönen höher beigebracht bekommen. Als ich dann irgendwann begriffen hab, das der Violinschlüssel die Verlängerung des Bassschlüssels ist, ging schon einmal eine kleine Leuchte an, Gustav ist viel cooler
     
  20. Koksi01

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    Erstellt: 22.01.20   #20
    Genau so hatte ich es vor ein paar Jahren gemacht um Noten lesen zu lernen. Einfach um im Notensatzprogramm mit der Tastatur anstelle der Maus eingeben zu können.
    Und so weit ich mich erinnern kann war das Thema nach ein paar Tagen gegessen. Ist ja wirklich kein Hexenwerk :-)
    lg Thomas
     
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