Aufbau eines Studios..

von Huba, 17.10.07.

  1. Huba

    Huba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.07   #1
    Hallo,

    wo soll ich am besten anfangen?

    Als mir einen neuen PC anschaffte habe ich beschlossen den alten in den Proberaum zu stellen und mit Wavelab auszurüsten. Nun nach den ersten Aufnahmen waren wir alle sehr erstaunt wie gut das Resultat war. Jetzt sind wir drauf und dran uns langsam aber sicher "studio technisch" aus zu statten.
    Nun zu meiner Frage:

    Was benötige ich um sagen wir semiprofessionelle Ergebnise zu erzielen?

    Vorhanden ist derzeit:
    2 Röhrenverstärker für Gitarren
    2 Bassverstärker
    1Drumtriggermodul
    1Virtualizer
    1Kleinmixer 8 Kanal
    1 Overhead Mikro
    1Großmembranmikro
    3Gesangsmikros
    2 Studiolautsprechen
    Verstärkeranlage für Regieraum
    2 DJ-Mixer
    Wavelab 5,0
    PC, AMD Athlon XP 2800+, 640mb RAM, on Board Soundkarte (die doch recht gut ist)

    Zu kaufen ist derzeit geplant:

    Das Mischpult:

    http://www.musik-service.de/PA-Mischpulte-Behringer-Eurodesk-SL-3242-FX-PRO-prx395740485de.aspx

    Reicht so ein Mischpult für unsere Zwecke oder muss man wirklich soooo tief in die Tasche greifen?

    Wir haben schon mal im Studio aufgenommen und habe dabei festgestellt dass dort jede Trommel beim Schlagzeug eine eigene Spur hatte.
    Das geht bei uns natürlich derzeit nicht.

    Was brauche ich also dazu? Reicht eine andere Soundkarte die so viele Eingänge hat.
    Ich hab bisher noch keine Soundkarte gesehen die 32 Eingänge hat.

    Wie geht das im Studio?

    Welche Soundkarte könnt Ihr mir empfehlen?

    Was benötigen wir noch dringend was nicht ganz so dringend?

    Wir wollen unsere eigenen CD´s damit aufnehmen und uns damit viel beschäftigen.
    Da wir alle arme Musiker sind muss das Equipment natürlich erschwinglich sein, aber trotzdem hochwertig.

    Ach ja noch eine Frage schließend.
    Was macht man beim Mastern genau?
    Ich habe mich schon auf Wikipedia, hier bei der Suche und X-Mal wo anders informiert und leider immernoch keinen Genauen Plan davon.

    Was mache ich genau wenn ich alles Abgemischt habe und nun mit dem Mastern beginne?

    Ich bin für jede Antwort dankbar!

    Da Huba
     
  2. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.07   #2
    Meistens steht und fällt so eine Heimproduktion mit der Abnahme des Drumsets. Das Mischpult was ihr euch ausgesucht habt ist auch nur bedingt für Recording geeignet, weil du nicht viel mehr als ne Stereosumme rausholen wirst. (wegen den Subgruppen natürlich noch etwas mehr, aber das bringt nicht viel) Es ist natürlich möglich damit das Schlagzeug abzumischen und dann als Stereosumme aufzunehmen, dabei hat man hinterher natürlich kaum noch Bearbeitungsmöglichkeiten. Das Ergebnis muss trotzdem nicht schlecht sein und kann für Demo - Aufnahmen wirklich ausreichen.

    Dafür brauchst du erstmal, wie du schon richtig bemerkt hast eine Soundkarte/Interface mit entsprechend vielen Eingängen.

    Hierbei unterscheidet man grundsätzlich mehrere Kategorien:
    1. interne (meist PCI) Soundkarte: hat im Regelfall 8 Eingänge, meist ohne Mikrofonpreamps. Unter Umständen hast du eine sog. Breakout Box dabei, die vielleicht noch 2 Preamps mitbringt. Dabei lassen sich durchaus auch mehrere Soundkarten eines Herstellers in einem System kombinieren um mehr Eingänge zur Verfügung zu haben.
    2. externe (USB oder Firewire - Interfaces): gibt es mittlerweile in zig Ausführungen, mit entsprechend vielen Eingängen. Firewire - Interfaces lassen sich auch meist kombinieren, so dass man auch hier auf eine stattliche Anzahl Eingänge kommen kann. Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Ausführungen mit entsprechend vielen Preamps und Eingängen.
    3. Komplett - Mixer - Firewire - Interfaces - Lösungen: Dabei handelt es sich um komplette Mischpulte, die noch zusätzlich ein Firewire Interface mitbringen um die Eingänge an einen Rechner zu übertragen.

    Jetzt müsst ihr überlegen was ihr braucht, mal kurz zusammengefasst:
    - 3. lohnt sich vor allem dann, wenn ihr zum Beispiel für den Proberaum, für die Beschallung von kleineren Gigs mit Livemitschnitt eh noch ein Mischpult braucht. Ansonsten bekommt man für das gleiche Geld meist bessere (und kompaktere) Lösungen. Der Mix findet hinterher im Rechner statt, einzig die Aussteuerung der Mikrofone darf natürlich nicht fehlen.
    - 2. Ist wahrscheinlich die eleganteste Lösung, portal, vielfältig einsetzbar und schnell. Allerdings durchaus preislich nicht zu unterschätzen.
    - 1. Interne Karten sind noch nicht ganz aus der Mode, die gleichzeitige Nutzung mehrerer Karten ist in der Regel nur problemlos möglich, wenn diese vom gleichen Hersteller kommen und kaskadierbar sind.

    sooooo...
    Dann ist der nächste Schritt die Überlegung wie komplex die Aufnahmen werden sollen, was vor allem von der Komplexität der Schlagzeugaufnahmen abhängt, das heißt, wie viele Mikrofone ihr einsetzen wollt. Das ist ab diesem Zeitpunkt alles eine Frage des vorhandenen Budgets. Mal als Beispiel für dein Set:
    Bd: Mic Innen + Mic Außen x 2 Bds = 4 Mics
    Toms: 7 Mics
    Snare: oben/unten = 2 Mics
    HiHat = 1 Mic
    Overhead: links/rechts = 2 Mics
    macht 16 Mikrofone und ein entsprechendes Interface... wären also 2 x 8 Kanal Interfaces oder 1 x 16 Kanal Interface (Kanalanzahl ist meist in 2er Schritten).
    Das beudet natürlich einen hohen finanziellen Aufwand, die Kostenpunkte wären:
    - Mikrofone
    - Interface
    - Kabel etc. (sollte man nicht unterschätzen)

    Ein Kompaktmischpult mit so vielen Kanälen wären zum Beispiel:
    Phonic Helix Board 24 Kostenpunkt ~800€ - 24 Kanäle mit 16 Preamps
    Eine vergleichbare Soundkartenlösung:
    2 x M-Audio 1010LT Kostenpunkt ~400€ - 16 Kanäle mit 0 Preamps
    dazu müsstet ihr noch entsprechende Mikrofonpreamps kaufen, welche in einer billigen Ausführung auf etwa 300€ für 16 Kanäle hinauslaufen dürften, wobei man auch hier wieder bei 700€ Kosten wäre.

    Jetzt stellt sich die Frage wie sinnvoll das ist... Für das Schlagzeug gibt es an Alternativen noch theoretisch folgende Lösungen:
    - E - Drum - Set ausleihen und Midi aufzeichnen. Dazu ein Drummodul kaufen (wie zum Beispiel das BFD) und den Sound darüber generieren.
    - Triggern des Sets und nur die Overheads aufzeichnen, dazu wieder ein Drummodul kaufen...
    - Das Geld in ein Studio investieren und dafür die Drums ordentlich aufzeichnen lassen und selber mischen.
    - Das Drumset soweit reduzieren, dass man zum Beispiel mit einem kleineren Interface aufzeichnen kann...

    Dazu müsstet ihr euch jetzt aber fragen wo ihr Abstriche machen wollt/könnt/müsst. Ich sags mal so... Schlagzeug super toll in Studioqualität aufnehmen und dabei wenig ausgeben wollen geht einfach nicht. Wenn ihr die finanziellen Mittel nicht habt, dann müsst ihr euch überlegen, an welchen Ecken man sparen und reduzieren kann, was aber natürlich auch mit soundtechnischen Abstrichen verbunden ist.

    Zum Punkt des Masterings:
    Mastern ist ein relativ komplexer Prozess, der versucht aus einem Mix ein möglichst hohes Maß an Lautheit, Druck, Ausgewogenheit, Brillianz herauszuholen ohne dabei zu viel Dynamik einzubüßen oder den Mix zu sehr zu verbiegen. Eine relative unkomprimierte Aufnahme hat einen sehr großen Dynamikumfang. Das heißt, dass die Pegelspitzen sehr hoch sind und man wegen diesen Spitzen das Signal aber nicht lauter machen kann ohne eine Übersteuerung des Signals zu bekommen. Allerdings ist das Problem, dass diese Spitzen nur wenige Prozent des Audiomaterials ausmachen. Ein Beispiel dafür wären sehr laute Beckenschläge oder Ähnliches. Dafür ist natürlich der Großteil des Materials relativ leise. Ein Punkt des Masterings ist also diesem "Problem" entgegen zu wirken um die gesamte Aufnahme in ihrer Lautheit zu erhöhen. Die Aufnahme wird also nicht lauter, weil das Maximum ja immer noch vorgegeben ist.
    Ansonsten kann man noch versuchen den Gesamtmix "klarer" und differenzierter zu bekommen, oder Intstrumente die im Mix etwas untergehen, gezielt anzuheben.
    Zum Mastering gilt immer: Je besser der Mix von vornherein ist, desto besser wird auch das Mastering ausfallen. Wenn man im Mastering hingehen muss und Fehler beseitigt, die im Mix gemacht wurden, ist es eigentlich schon nicht mehr gut. Das setzt sich eigentlich 1:1 aus dem Mischen fort. Muss der Mischer erstmal die Fehler der Band beseitigen wird der Mix schlechter, muss der "Masterer" erstmal Fehler im Mix beseitigen wird das Master schlechter...
     
  3. Huba

    Huba Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.07   #3
    Moment,
    Ein Trigger Modul habe ich ja schon.
    Darüber wird die BD und die Snare abgenommen.
    Bisher ist auch ein Overhead da, der sogar sehr gute Ergebnise erzielt, wobei er allein alle Cymbals aufnimmt.
    Für Toms wollte ich noch Mikros kaufen, wobei da ein BD- und SD- Mikro im Set sind.

    Das heißt ich werde die BD und die SD zusätzlich Mikrofonieren.

    Die Trigger laufen alle im Modul zusammen und kommen mit zwei Kanälen ans Mischpult.

    Ach ja für BD Aufnahmen spiele ich nur eine mit einer Doppelfußmaschine.

    Daher:
    1 Mikro BD
    1SD
    4TT
    2 Overhead

    Machen 10 Kanäle.

    Geht das nicht mit den Subgruppen?

    eine Subgruppe BD
    eine SD
    eine Toms
    eine Cymbals

    Also das würde ich jetzt als absoluter neuling sagen dass das doch mit gehen muss.

    Wenn ich mit Summensound vom Mischpult komme habe ich dann keine einzelnen Spuren- hab ich das so richtig verstanden?
    Oder gibt es eine funktion dass man die Kanäle im Mischpult mischt und dann einzeln ausgibt?

    Ich frage gezielt nach der Mischpultlösung da wir bisher nur ein Mini-Mischpult haben das wirklich aller letzte Qualität ist. (Conrad) Sprich wir brauchen eines das Live und "Studio"-tauglich ist.


    Ach ja da wäre dann noch die Frage wegen dem Mastern offen....
     
  4. ars ultima

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    Erstellt: 17.10.07   #4
    Dann würden sich für euch Mischpulte mit eingebauter Mehrkanmal-Soundkarte lohnen (also Navar's Variante 3):
    http://www.musik-service.de/alesis-multimix-16-usb-prx395749385de.aspx
    http://www.musik-service.de/phonic-helix-board-18-firewire-mk-ii-prx395758332de.aspx
    http://www.musik-service.de/phonic-helix-board-24-firewire-mk-ii-prx395758333de.aspx
    http://www.musik-service.de/mackie-onyx-1620-incl--firewire-card-prx395757714de.aspx
    http://www.musik-service.de/-prx395757713de.aspx
    Das ist jetzt natürlich entweder ziemlich teuer, oder Ihr habt nicht genügend Kanäle für den Live-Einsatz. Soll es denn (also unabhängig vom Aufnhemen) so ein großes sein, wie das Behringer? Ok, Ihr könntet das kaufen. Und dazu dann 8-Kanal PCI Karte:
    http://www.musik-service.de/Recordi...are-M-Audio-Delta-1010-LT-prx395662387de.aspx
    Davon kann man bis zu vier in einen PC einbauen, hätte dann 32 analoge Eingänge. Die Frage bleibt dann, wie Ihr die signale einzel aus dem Pult bekommt (Vom Mischpult würdet Ihr nur die Vorverstärker benutzen; also nur am Gainregler drehen, alles andere bleibt neutral). Ihr könntet dazu die Inserts benutzen. Wenn Ihr da spezielle Kabel lötet würden die sogar als "echte" Direct Outs funktionieren. Mitr simplen klinken-Kabeln würde das Signal komplett ind Soundkarte gehen, und wäre nicht mehr Im Pult vorhanden (was aber ja eigentlich nicht so wild wäre)
     
  5. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.07   #5
    Also wenn ihr ein Mischpult sowohl für live, Proberaum und Recording braucht... also dann würde ich euch ehrlich gesagt wirklich empfehlen das Geld mehr auszugeben und euch das Phonic - Ding zu kaufen, damit deckt ihr alles ab. Ansonsten ist ein Mischpult einfach nicht nötig.

    Natürlich könntest du die Toms vorher in einer Subgruppe abmischen, allerdings hast du dann später keine Möglichkeit mehr zum Beispiel an der Positionierung der Toms im Stereobild zu arbeiten.
     
  6. Huba

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    Erstellt: 17.10.07   #6
    Danke für die guten und ausführlichen Antworten!

    Und bei dem Phonic-Teil ist dann quasi eine Soundkarte mit drin, mit der ich alle Kanäle einzelnen Spuren zuteilen kann!?

    Brauche ich dann noch so Zeugs wie Multicore, etc.?

    Wie funktioniert das dann mit dem Mastern?


    Ach was mir zur dem Kable-Löt-Vorschlag noch einfällt:
    Wenn ich die Signale ins Pult lege und direkt in diesem Kanal einen out habe, dann gehts da nur um den Gain??? Keine EQ, Pan, etc?
    Das wäre schon echt schlecht, wobei ich diese Dinge ja in den Spuren im Wavelab editieren könnte, oder gibts da wiederum verluste?
     
  7. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 17.10.07   #7
    Genau, du schcließt das Teil per FireWire an den PC an, und der erkennt nach Installation der Treiber eine Soundkarte mit 16 Eingängen, die du dann in der Aufnahmesoftware entsprechend routen kannst.
    Nö, wie gesagt, einfach nur ein FireWirekabel.
    Eigentlich ist mastern so die höchste Kunst bei der Audioproduktion :) Es gibt ja auch so ein paar bekannte Mastering-Freaks. Auch professionelle Studios mischen nur, und lassen das MAstering dann woanders machen. Unabhängig vom KnowHow ist es gar nicht schlechtm, wenn jemand ander mastert, als der Mischer.
    Grob gesagt ist das Mastern der "Feinschliff". Die BEduetung hat sich da auch etwas geändert. Was man heute meist mit Mastern meint, ist eher das Pre-Mastern. Früher hat man ja och auf Band aufgenommen, verkauft wurden die Musik dann aber auf Platte. Der Mischer hat dann also nur ein Tonband mit den gemischten Songs zum Mastering weitergegebn. Und zum eiegntlich Mastering gehört e dann auch das erstellen eines Schallplatten Masters. dazu mussten dann eben die Tracks Lautstärkemäßig angepasst werden, und auch sonst noch so bearbeitet werden, dass sie auf eine LP gepackt werden können (bei der muss man nämlich z.B. mit zu großen Dynamiksprüngen aufpassen). Und auch über so Sachen wie Monokpmpatibilät schaut de Masteringchef, damit die Musik auch fürs Radio geeigent ist und dort auf unterscheidlcihes Musikanalgen gut rüberkommt. Wenn man digital einen Song aufnimmt und am Ende nur eine einzelen Song hat, den man Digital Online stellt, geht es natürlich nicht mehr darum, ein Plattenmaster zu erstellen. Mastern meint dann eben eher wie gesagt, dem Song den letzten schliff zu verleihen. Eine Aufnahme druckvoller und subjektiv laut zu machen wäre also z.B. eine typischer Mastering-Aufgabe. Ein Multibandkompressor wäre da das wohl im "Heimmastering" am häufigsten eingesetzte Werkzeug.
    kommt drauf an, ich weiß nicht, ob es da eine feste Definition gibt, wo ein Direct Out zu liegen hat, also direkt hinter dem Gainregler, oder auch hinter allem anderen. Bei manchen Pulten kann man das Umschalten. Ich glaube eine der Neuerungen der MKII-Version des Helixboards war eben die, dass man das Umstellen kann (bei dem Bezieht sich das dann eben auf dem Abgriff der internen Soundkarte, aber ist ja quasi das gleiche)
    Nö, ich würde das sogar bevorzugen. Ich finde es eher schlecht, wenn der DirectOut (bzw. der Soundkartenabgriff bei Pulten mit eingebautem FireWire-Interface) unveräderlich hinter EQ etc. wäre. Weil man dann bei einem Livemitschnitt nicht im Nachhinein den EQ anders machen kann. Ich habe ein Yamaha MG Pult und eine 1010LT, nutze das Pult wie beschrieben als Vorverstärker und gehe also über die Inserts in die Eingänge der Soundkarte. Allerdings sitzt bei dem Mischpult (kene Ahnung ob das so üblich ist) der Insert hinter dem EQ, ich würde also die EQ-Einstellungen mit aufnehmen. ich achte also tunlichst darauf, dass der EQ auch ja auf neutral steht - weil ich ja sonst was verändertes aufnehme, und das nicht rückgängig machen kann. Ich will den EQ in der Software machen, selbst kostenlose Aufnahmesoftware/EQ-Plugins bietetn "bessere" (zumindest was die Aussattung an geht) EQs als der an meinem (und den meisten anderen bezahlbaren) Mischpult. Und PAN fällt ja eh flach, weil du nimmst ja Monospuren auf. Ich meine - da ist doch gerade der Sinn einer Mehrspuraufnahme. Wenn du eh alles am Mischpult einstellen willst, dann kannst du gleich einfach ein preiswete Soundkarte kaufen, mit der du nur die Stereosumme aufnimmst. Daher sagen wir ja auch immer, das ein mischpult beim Recorden nicht nötig ist. Wenn Ihr nicht eh ein Mischpult für Proberaum und Live haben wolltet, dann ist eher Navars Variante 2 üblich, also Interfaces mit eingebauten preAmps:
    http://www.musik-service.de/Recordi...irepod-Firewire-Interface-prx395741570de.aspx
    Da steckt man die Mikros rein, stellt den Gain ein und nimmt auf. Mehr brauch man ja auch nicht. Und deshalb solltet Ihr bei einer Lösung mit Mischpult auch nur den Gainregler vom pult benutzen, und sonst nichts.
     
  8. Navar

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    Erstellt: 17.10.07   #8
    Soweit mir bekannt ist kann man nun wie ars ultima beschrieben hat beim Phonic Helix MKII zwischen der Post- und Prefader Aufnahme wählen.
    Also eigentlich lohnt sich, meiner Ansicht nach, das vorherige Bearbeiten eines Signals, durch EQs oder ähnliches, nur, wenn man wirklich hochwertiges Equipment besitzt. Das heißt ein wirklich gutes analoges Mischpult, kombiniert mit hervorragenden Analog/Digital - Wandlern. Aber wie gesagt, meiner Meinung nach lohnt sich das nur, wenn das ganze Equipment hochwertig ist, wobei sich das dann in ganz anderen preislichen Regionen bewegt.
     
  9. Med0ra

    Med0ra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.07   #9
    Bei den Phonic Helix Mischern kannste den abgriff zum PC auf Pre oder Post stellen. Aber nur bei dehnen mit "MKII" die erste Generation hat diese Möglichkeit nur nach einem Umbau im Board.
    Ich habe auch so eines und muss sagen, dass ich zufrieden bin. Ich mache damit aber auch keine höchst anspruchsvollen Projekte. Für Home-Recording reicht es. Ich würde mir aber wenn man die Funktion des Boards nicht brauch (wie schon gesagt wurde) um bei Live Auftritten mitzuschneiden o.ä. eher eine Karte ohne Pult hohlen.
    Zudem würde ich bei Geldmangel auch eher wenige gute Mics nehmen und nen besseres Interface mit weniger Kanälen. Das kann man hinterher auch weiterhin verwenden wenn wieder Geld da ist. Das Problem habe ich jetzt. 8 Spuren kann ich. Jetzt hätte ich aber gerne mehr...Ebenfalls habe ich ne Reihe sehr einfacher Mics. Die helfen mir jetzt garnichts mehr :) Also gut überlegen was da irgendwann mal draus werden soll.
    Just my two cent.

    MfG Benni
     
  10. Huba

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    Erstellt: 05.11.07   #10
    Okay danke für die ausführlichen Antworten.

    Allerdings drängt sich mir nun schon wieder eine neue Frage auf.

    Und zwar hab ich nun schon ein paar erste Aufnahmen mit dem bestehendem Equipment. (Hatten noch kein Geld für das Pult...) Die Aufnahmen bestehen aus:
    1Drumspur, 2 Gitarrenspuren

    Was noch dazu kommt sind weitere 2 Gitarrenspuren, 2Bassspuren und zwei Gesangsspuren.

    Nun sind aber schon jetzt mit den 3 Spuren so einige Störgeräusche da.
    Grundrauschen, Knacksen....
    Das Grundrauschen ist nicht sehr tragisch, nur bei nem Cleanen Gitarrenpart hört man es stark.
    Ich hab schon probiert die frequenzen über 10KHZ weg zu drehen, was aber nur ein bisschen was gebracht hat. Die Knachser sind teilweise ziemlich laut und daher auch stark störend. Wobei ich sagen muss dass es nicht sehr viele solcher Knackser sind. Ich nehme an das die durch übersteuern einzelner Freq. entstanden sind. Ich habe jetzt schon bei Wavelab 4.0 versucht mit denoiser und declicker die Spuren zu cleanen, allerdings kommt da immer keine Veränderung bei raus.
    Ich habe nicht auf Bypass geschalten(nur vorweg). Ich hab einfach keinen Dunst wie das funktioniert.
    Gibt es evtl. auch andere Software die gute Ergebnisse erzielt aber einfacher ist. Bzw. kann mir jemand erklären wie das ganze mit Wavelab 4.0 geht.
    Das Problem ist eben, ich möchte ne gute Qualität hab aber derzeit keine finanziellen Mittel.
    Ich denke mit Wavelab werd ich das schon hinbekommen, wenn ich weiß wie es geht.
    Pugins kann ich mir leider auch nicht zulegen, denn da fehlen mir wie gesagt die finanziellen Mittel.

    Kann mir da gemand helfen??
     
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