Aufnahmeprüfung und Musikstudium in 2-3 Jahren vorbereiten?

PepperMan

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Hallo liebes Forum!
Ich spiele jetzt seit 7 Jahren Gitarre und 6 Jahren Bass.
Mein Abitur habe ich diese Jahr gemacht.
Das "Problem" ist allerdings dass ich alles Autodidakt erlernt habe und bis vor kurzem nicht die zwingende Notwenigkeit gesehen habe mich tiefgehender mit Musiktheorie, Formenlehre und Gehörbildung zu beschäftigen.

Grundlegende Dinge wie Noten lesen, Tonleitern, Intervalle, Quintenzirkel etc. beherrsche ich.
Wenn es jedoch analytischer wird reichen die Kenntnisse natürlich nicht aus.

Mein Hauptinstrument wäre der Bass.Jedoch strebe ich ein Studium im Bereich Jazz/Pop an.
Ich kenne die Hürden und Auflagen der Aufnahmeprüfung.Dazu habe ich mich umfangreich Informiert.Dazu gehört auch ein Vorspiel am Klavier.
Am Klavier kann ich einfache Akkorde und Melodien spielen aber für mehr reicht es da auch nicht.

Auf dem Bass fühle ich mich allerdings sehr sicher und auch Technisch fit.Mit meinem Instrument habe ich "viel" Erfahrung.Grundlegende Kenntnisse im Improvisation sind vorhanden.Auf Jam-Sessions (in meinem Fall oft Blues) kam ich immer gut zurecht.
auch wenn es für das Studium nicht unbedingt relevant ist kann ich von mir behaupten dass ich ein wirklich breites Spektrum an Musik höre und kenne.Von Bebob Jazz über Disco Funk bis Punk ist wirklich alles dabei.Biographien diverser Künstler oder Informationen die ich zur Entstehung eines Genres bekommen konnte habe ich verschlungen.

Mein Plan war jetzt alles auf eine karte zu setzen.
Für die 2-3 Jahre würde ich mir einen Nebenjob suchen um meinen Eltern nicht auf der Tasche zu liegen, und jeden Tag damit verbringen (außer vllt. mal einen Tag in der Woche) den nötigen "Stoff" aufzuholen und mich für das Studium/Aufnahmeprüfung vor zu bereiten.
Zuerst würde ich versuchen einiges alleine zu erarbeiten.Das ist ja dank dem Internet und diverser Programme (Earmaster etc.) heute kein Problem mehr.
Die Bücher "Allgemeine Musiklehre" von Hermann Grabner und Neue Allgemeine Musiklehre von Christoph Hempel habe ich mir bereits besorgt.
Baldmöglichst möchte ich mich in Köln an der offenen Jazz Haus Schule für Bass Unterricht und einen Studien Vorbereitungskurs anmelden.
Klavierunterricht würde ich wenn möglich bei einem Klavier Studenten nehmen.

Oft wissen Junge menschen erstmal eine ganze weile nicht wohin sie in ihrem Leben wollen,nach jedoch erst kürzliche überstandener schwerer Krankheit sehe ich mein Ziel jetzt ganz klar.An Leidenschaft und Ambition fehlt es auch keineswegs.Mein allgemeines Lerntempo würde ich auch als etwas schneller als der Durchschnitt bezeichnen.

Ich möchte jetzt ungerne Antworten hören wie "das mit dem jeden Tag lernen ziehst du sowieso nicht durch"...
Diese 2-3 Jahre sehe ich als verlängerte Schulzeit an, zudem macht es mir sehr viel Freude, auch die Theorie.

Meint Ihr ich habe realistische Chancen es mit diesem Plan in 2-3 Jahren fit für die Aufnahmeprüfung und das was im Studium auf mich wartet zu sein?
Den ersten Anlauf würde ich natürlich schon nächstes Jahr wagen um das ganze besser einschätzen zu können.Ich habe vor mich in Köln, Essen und Mainz zu bewerben.
Habt ihr Ratschläge für mich?
Vielleicht auch Speziell die Bassisten unter euch?

Vielen Danke an alle die den ganzen Text gelesen haben.

Liebe Grüße!
 
bluestime

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Hast du Soundcloud oder so, damit man dein Niveau in etwa einschätzen kann?

Zwei Jahre werden eng, zumal du ja auch für den Nebenjob Zeit brauchst. Dein großes Ziel muss es sein die Jazz-standardformen wie "Dur"Blues, Mollblues, Rhythm Changes zu lernen. Das wird schon einige Zeit kosten. Dann natürlich die großen Songs wie All the things you are... Ganz viel transkripieren.... Theorie und Gehörbildung kann man sich gut selber beibringen. Aber für die anderen Dinge wirklich einen Lehrer nehmen. Wenn du am Ball bleibst könnte es klappen. Vlt solltest du auch einmal eine Stunde bei einem Bassprofessor nehmen. Das wird zwar bestimmt n bisschen was kosten aber ist sehr guter Input
 
Fastel

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Bei einem guten Jazzbasslehrer wirst Du die Antworten erhalten. Ob 2 oder 3 oder 1 oder 10 Jahre ausreichen kann man vom Bildschirm aus nicht einschätzen. Es ist vor allem die Frage wichtig: was tu ich mit dem Studium...
 
Annino

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Ich sage, du schaffst das.

Mindestens ein Jahr würde ich auf jeden Fall Klavierunterricht nehmen. Wenn du genug Geld hast auch mehr und bei deinem Hauptinstrument auch so viel Unterricht wie möglich und so viel Input von außen wie möglich. Du nimmst dir zwei Jahre Zeit, das ist machbar, denke ich. Setze dir klare Zwischenziele und versuche in größeren Abständen dich mehrmals abtesten zu lassen (z.B. Vorspielen bei einem Dozenten an der Hochschule, nach einem dreiviertel Jahr bei einem anderen Dozenten, mehrere Theorievorkurse von der Hochschule machen, etc.). Das wird Geld kosten, das ist wirklich nicht zu unterschätzen (habe gerade Aufnahmeprüfungen gemacht, das haut rein. Vorkurse, Extra-Unterricht, Bahnfahrten, Unterkünfte während Kursen und Prüfungen, etc.). Mit einem Nebenjob wirst du das nicht finanzieren können, aber du hst auch gerade erst Abi gemacht (ich auch, übrigens), da ist es normal, dass die Eltern noch etwas beitragen zum Lebensunterhalt (wenn es in deiner Familie nicht finanziell sehr schlecht steht, dann müsstest du dir wirklich was überlegen).

Nächstes Jahr schon mal Aufnahmeprüfung zu machen, ist ein sehr guter Plan. Habe bei meinen Aufnahmeprüfungen eine getroffen, die auch nur so zur Probe machen wollte, um es dann im nächsten Jahr zu schaffen, und dann aber sofort genommen wurde.

Was mir auch ganz viel geholfen hat, waren Informationstage/Tag der offenen Tür/etc. Gar nicht wegen der Infoveranstaltungen (das war meistens mehr so: Unsere Hochschule ist so und so groß, wir legen Wert auf das und das, hier kann man das und das studieren, wir haben diese und jene Besonderheiten, usw.), sondern wegen der Gespräche mit Musikstudenten. Die plaudern gerne darüber, was bei ihren Aufnahmeprüfungen so schief gelaufen ist, wie gut das Mensaessen schmeckt (eher unwichtig, aber trotzdem interessant), wie gut die Verfügbarkeit von Überäumen ist, was die wirklichen Schwerpunkte der Hochschule sind (nur weil die offizielle Verlautbarung ist, hier wird Pädagogik unterrichtet, heißt das nicht, dass die Pädagogikstudenten mit ihren Dozenten/Räumlichkeiten/Fächern/Zeitplänen auch zufrieden sind), und, ganz wichtig, man spürt die Atmosphäre der Hochschule. Erstens motiviert das enorm, zwischen lauter Musikstudenten rumzulaufen und zu denken, das kann ich doch auch, und zweitens merkt man, ob man sich wohl fühlt.

Da könnte man jetzt denken (gerade in deinem Fall), dass es ja nicht so wichtig ist sich hundert Prozent wohl zu fühlen, weil es schon enorm wäre, überhaupt zu studieren und man da auch Abstriche machen kann. Ich bin allerdings an der einen Hochschule wo ich mich von der Atmosphäre her richtig komisch gefühlt habe glatt durch die Aufnahmeprüfung durchgefallen. Und da wo ich mich wohlgefühlt habe, habe ich auch bestanden.

Thema Notenlesen: Ich habe bei den Aufnahmeprüfungen eine Gitarristin kennengelernt, die auch Noten lesen konnte. Aber nur theoretisch, sprich, sie hat sich die Noten relativ schnell ausgezählt. Gespielt hat sie aber in der Regel nach Tabs. Dadurch ist sie in der Gehörbildung durchgefallen. Sie wusste zwar genau so gut wie alle anderen, dass sie eben eine Quinte gehört hat. Aber sie konnte es nicht direkt in Noten aufschreiben. Und bei dem Tempo, was in Gehörbildungsprüfungen teilweise so vorgelegt wird, kann man noch so schnell auszählen, das ist zu langsam. Man muss die Noten intuitiv können.

Theorie ist an sich nicht so schwer, du hast schon mal zwei Bücher, die kann man durcharbeiten, dann wirst du schon das meiste haben. Gehörbildung muss man einfach üben, üben, üben und noch mal üben, wobei ich ein Jahr kostenlos Gehörbildungsunterricht an meiner Musikschule hatte, der mich sehr viel weiter gebracht hat in Bezug auf, wie übe ich so was und wo kann ich ansetzen.
Ich hab irgendwann angefangen, mir in der Bücherei immer wieder andere Theorie- und Harmonielehrebücher auszuleihen und einfach nur durchzulesen. Jedes Mal wieder von "wie schreibe ich den Violinschlüssel" an bis zum Ende. Vertieft halt die wichtigen Sachen und bringt einem immer noch ein paar zusätzliche Sachen, die nicht in jedem Buch stehen und andere Schreibweisen der Harmonielehre.

Das ist auch nicht zu unterschätzen. In der Harmonielehre werden immer mal unterschiedliche Symbole genutzt. Je mehr Bücher man gelesen hat, desto mehr Varianten kennt man und desto leichter kann man sich die Schreibweise von Theorieprofessor XY herleiten.
Und... bei uns mussten die Pop/Jazz-Leute eine andere Theorieprüfung und Gehörbildungsprüfung machen als die Klassik-Leute und noch eine andere glaube ich, als die Musical-Bewerber. Such dir auf jeden Fall die Beispielklausuren von den Internetseiten (und zwar nicht die für Klassik) und auch Beispielklausuren von anderen Hochschulen, die mal durchzugucken, schadet nie. Dementsprechend auch noch mal nach Büchern zu Pop und Jazztheorie gucken, die beiden, die du oben geschrieben hast, sind glaube ich eher Allgemein bis Klassik.

Du willst dich an drei Hochschulen bewerben. Ich hatte vier, drei kann aber auch reichen, vier war schon recht stressig, gab aber auch Leute, die noch mehr oder noch weniger gemacht haben. ABER: Es ist einigen, die mit mir Prüfung oder Vorbereitungkurse gemacht haben passiert, dass sie mehrere Prüfungstermine an einem Tag hatten und natürlich nur einen wahrnehmen konnten. So kann aus drei ganz schnell zwei werden. Achte also darauf, ob sich die Prüfungszeiträume überschneiden. Wenn sie sich sehr stark überschneiden würde ich eher noch eine Hochschule dazu nehmen auf deren Aufnahmeprüfung du dich dann nicht ganz so stark vorbereitest.

Was kann ich noch so sagen zum Thema Aufnahmeprüfung...

Ich schätze mich vom Lernverhalten her ähnlich ein, wie du dich beschreibst. Perfekt vorbereitend, mit genauen Plänen und immer der Meinung alles gleichzeitig schaffen zu können.
Und ich muss sagen, die Vorbereitung war eine echt extreme Phase für mich. Man macht jeden Tag Musik, hat das Gefühl, viel zu wenig Zeit zu haben, durchzufallen, viel schlechter als alle anderen zu sein, dann wieder ist man euphorisch, wird das alles ganz leicht schaffen, fühlt sich perfekt vorbereitet, erfüllt alle Zeitpläne genau so, wie man sie aufgeschrieben hat, so lange, bis der Stress und die Zukunftsangst wieder greift und man heulend auf dem Sofa liegt. Für mich waren meine Eltern extrem wichtig, speziell meine Mutter, weil sie aufgepasst hat, dass ich mich nicht überfordere und nicht zu viel auf einmal will. Weil sie mir zugehört hat, was ich heute alles gelernt und geübt und erfahren habe und wie faszinierend das doch alles ist. Weil sie meinem rumgeheul zum Thema "die Zukunft ist scheiße und wer sollte mich schon als Studentin unterrichten wollen" einfach nur zugehört hat.
Was sagen will: Du brauchst Personen, die dir helfen. Und zwar nicht gute Freunde, die deine Musik toll finden, sondern Leute die dich mit jedem Extremum an Laune akzeptieren.

Und setz nicht auf eine Karte. Überleg dir einen zweiten Plan, z.B. ein anderes Studium, was dir auch gefallen könnte. Das nimmt dir den Druck. Alle bei meinen Aufnahmeprüfungen, die das Musikstudium als einzige Möglichkeit sahen und unbedingt bestehen mussten, standen dermaßen unter Druck, das war nicht mehr gesund. Ich habe natürlich nicht mit allen Kontakt, aber gefühlt sind von diesen Leuten mehr durchgefallen als von den entspannteren (wobei man sagen muss, dass ich mich für elementare Musikpädagogik beworben habe, da muss man auch Bewegungsimpro und solche Sachen machen, die einfach schlecht werden, wenn man zu angespannt ist). Ich hatte als Plan B ein FSJ, dass ich glaube ich niemals gemocht hätte, aber ich hatte einen Plan B. Die Welt wäre nicht zusammengebrochen, hätte ich nicht bestanden. Das war sehr wichtig.

Das ist das, was ich dir erstmal so sagen kann. Natürlich ist die Aufnahmeprüfung bei jedem anders, wir haben ja nun auch echt unterschiedliche Fächer, aber mir haben im Vorfeld auch Berichte von anderen, wie ihre Prüfungen so waren sehr geholfen, vielleicht hilft es dir auch ein wenig.
Wenn dir noch Fragen einfallen, natürlich immer gerne ; )

Viel Erfolg wünsche ich dir,
Annino

PS: Ignorier die Frage, was man damit später wird. Wenn man "irgendwas" studieren will, ist die Frage durchaus angebracht, aber wenn man seinen Traum studiert, dann wird man am Ende auch was finden, um zu überleben. Klar fragt man das als Erwachsener die Jugendlichen immer wieder gerne, aber aus unserer Sicht ist es nicht sinnvoll sich alles wegen finanziellen oder anderweitigen Überlegungen kaputt reden zu lassen ;)

EDIT: Fällt mir gerade noch ein: In der Aufnahmeprüfung selbst: Entspannt sein, freundlich sein, selbstbewusst sein und NIEMALS ein Aufgabe hinterfragen, die ein Prüfer dir gibt. Einfach machen, als sei es das normalste der Welt.
 
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Eigentlich ein guter Post bis auf den teil wo Du mir widersprichst ;)

PS: Ignorier die Frage, was man damit später wird. Wenn man "irgendwas" studieren will, ist die Frage durchaus angebracht, aber wenn man seinen Traum studiert, dann wird man am Ende auch was finden, um zu überleben. Klar fragt man das als Erwachsener die Jugendlichen immer wieder gerne, aber aus unserer Sicht ist es nicht sinnvoll sich alles wegen finanziellen oder anderweitigen Überlegungen kaputt reden zu lassen ;)

Ich will und hab ja gar nichts kaputt geredet. Ich rate nur jedem dazu sich zu überlegen wo die Reise eigentlich hingehen soll. Du studierst auf Lehramt - Du wirst mit Kusshand genommen. Das ist etwas ganz anderes als ein Freelancer Musiker der auf Anrufe warten muss. Sicherlich tut das wohl keiner des Geldes wegen - ich ziele eher darauf ab ob man so leben will. Das Musikerdasein ist für die meisten ein ständiger Kampf - abseits vom meist knappen Geld - muss man das wollen. Es gibt auch Musikstudenten, die wollen später keine Berufsmusiker werden. Das geht auch in Ordnung. "Warum studierst Du Musik?" - "Weil ich Bock drauf habe" - das ist auch ein guter Grund.
 
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Ich werde nicht Lehramt studieren! (Immer dieses Missverständnis:weep:)

Elementare Musikpädagogik ist keine Lehramt, sondern läuft auch auf eine freiberufliche Tätigkeit hinaus (oder angestellt an einer Musikschule, aber solche Jobs sind eher selten). Kennt aber auch kein Mensch diesen Studiengang, er ist sehr klein. Das ist das, was früher mal musikalische Früherziehung war, nur mit einem größeren Tätigkeitsbereich (z.B. alle Altersgruppen unterrichten, nicht nur Kinder). Was aber stimmt, dass die Jobaussichten im Moment relativ gut sind, wenn auch nicht gut bezahlt.

@punkadiddle : cool, ich fange nämlich jetzt in Osnabrück an:juhuu:.

Das stimmt, Osnabrück lohnt sich mal anzugucken, weil hier recht viel in den Pop/Jazz/Musical-Bereich geht. An anderen Hochschulen ist dieser ganze Bereich einfach winzig und hauptsächlich gibt es die klassischen Fächer, da solltest du vielleicht auch einen Blick drauf werfen. Wobei ich keine Ahnung habe, wie das bei den Hochschulen ist, wo du dich bewerben willst.

@Fastel : Stimmt, wenn bei dir "Ich habe Bock" auch als Grund gilt, dann sollte man einen Grund haben. Aber ich finde PepperMan beschreibt das so, dass klar ist, es ist sein Traum. Dementsprechend hat er einen guten Grund ;)
 
PepperMan

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Hey und danke für die nachrichten,Hilfe!

@bluestime Soundecloud wollte ihr mir demnächst mal Einrichten ;)

@Annino Wow,danke für die vielen Tips und die Ausführliche Beratung!!
Deinen Post werde ich mir bestimmt noch öfters durchlesen.

In dem letzten Jahr habe ich gelernt dass man nicht zuviel an morgen denken ,und einfach machen sollte!

Ich habe noch ne Konkrete Frage zu der Aufnahmeprüfung im Bezug auf die Notation der Intervalle.
In wie fern ist die Art der Notation vorgegeben?
Einfacher G-Schlüssel und der rest ist einem überlassen?
Werden Grundtöne vorgegeben oder kann man sich aussuchen welche Noten man nimmt!

Danke nochmal,du hast viele meiner Fragen im Voraus geklärt!
 
Annino

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Freut mich, dass ich dir helfen konnte : )

Also bei mir gab es in der Theorieprüfung auch Intervalle in allen Schlüsseln (Violin-, Bass-, und C-Schlüssel auf verschiedenen Linien). Da natürlich ein Ton vorgegeben und dann in welchem Intervall rauf oder runter man die zweite Note schreiben soll (Ganz wichtig: Sowas beachten wie von C eine Quarte aufwärts = F, von C eine überm. Terz aufwärts= Eis).
Aber nicht immer, manchmal waren auch Intervalle nur im Violinschlüssel, dann aber auch so fiese wie doppelt übermäßig.

In der Gehörbildung war so weit ich mich erinnere, alles im Violinschlüssel. Ton 1 steht da, du hörst beide Töne hintereinander, (an manchen Hochschulen einmal, an manchen zweimal, manchmal einmal hintereinander und einmal zusammen, da gibt es Unterschiede), und schreibst den zweiten Ton hin. Da sind dann enharmonische Verwechslungen egal (also egal, ob du Es oder Dis schreibst), das kann man ja nicht hören beim Klavier. Bei manchen Gehörbildungsprüfungen war es auch so, dass man zusätzlich das Intervall notiert hat. Also erste Note C, du hörst C-E, dann schreibst du in die Notenlinien ein E und unter die Noten sowas wie gr.3. Kann halt Leute retten, die das Intervall richtig hören, aber nicht so schnell wissen, was bei ner großen Terz über C die richtige Note ist.
Bei der Schreibweise (gr.3 oder 3+ oder große Terz, etc.) sind die Professoren meiner Erfahrung nach sehr offen, wenn nichts explizites drüber steht, kannst du es schreiben wie du willst, die können das schon entschlüsseln.

Und dann gab es manchmal auch noch Intervalle, die nur zusammengespielt wurden, aber auch da steht einer der Töne in der Regel schon da.

sehr spätes EDIT: Vollkommen vergessen: Es gab auch eine Aufgabe mit ca. 10-15 Tönen. Der erste Ton stand da und dann kamen die anderen recht schnell hintereinander, alle möglichen Töne ohne tonales Zentrum halt. Das erste Intervall wusste ich noch, danach war ich nur noch am schwimmen. Ich hatte keine Ahnung, welche Töne das sein sollen, weil ich solche Reihen nur so geübt hatte, dass nur die Töne der Durtonleiter dran kommen. Mit allen Tönen konnte ich das gar nicht.
Dann habe ich irgendwann eine Quinte gehört und dachte !!!!Quinte!!! *freu*. Da ich aber nunmal keine Ahnung hatte, was der erste Ton der Quinte war, habe ich einfach in Buchstaben Quinte drunter geschrieben. Dann habe ich irgendwann gehört, dass zum Beispiel der achte Ton der gleiche war, wie der dritte und habe schnell hingeschrieben 3.Ton=8.Ton. So habe ich mich irgendwie durchgeschummelt. Diese Notizen habe ich so stehen lassen. Obs was gebracht hat, weiß ich nicht, aber der eine Dozent, bei dem ich einen Vorkurs gemacht hat, hat erzählt, dass er als Prüfer immer froh ist, wenn es zwar nicht vollständig richtig ist, aber man sieht, dass der Bewerber einen groben Plan hat und einige Sachen weiß.
 
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Bei den Prüfungen gilt IMMER: schreib zur Not halt irgendwas hin. Wenn Du bei nem Melodiediktat die richtigen Tonhöhen nicht mehr zuordnen kannst, bekommst Du immerhin den halben Punkt für den richtigen Rythmus. Die Prüfer haben vor allem bei Musikstudenten (also nicht unbedingt bei Lehramtlern) nicht das Interesse einen guten Musiker rauszukicken weil er schlecht in Melodiediktaten ist - da muss man dann halt im Studium mehr für machen. Wenn aber gar nichts da steht werden am Ende auch keine Punkte da sein. Also immer etwas hinschreiben, dann kann ein Prüfer mit gutem Willen auch bei flaschen Antworten noch irgendwie was zusammenkratzen, damit es nicht an 2-3 Punkten scheitert.

Das gilt auch für die mündliche Prüfung. Auch wenn man keine Ahnung hat - lieber laut denken und irgendwas zusammenreimen, dann kann der Prüfer auch mal einen Hinweis geben weil er denkt, dass nicht viel für die richtige Antwort fehlt. Wenn man nur sagt "weiß ich nicht - nächste Frage" ist das schlechter als wenn man kleine Sext mit großer Terz verwechselt.

Klavierprüfung ebenso.
 
PepperMan

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War im Urlaub,jetzt gut erholt und Informiert mit euren Tipps loslegen!
Danke nochmal vielmals.Ich werde euch am laufenden halten und bei Fragen bestimmt nochmal was posten!
Cheers
 
Annino

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Viel Erfolg :hat:
 
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Es ist fast ein Monat rum, seit du mit den Vorbereitungen begonnen hast. Wie geht's dir? Wie kommst du klar, was machst du so?

Wenn du Lust hast, schreib mal regelmäßig (Ich verspreche, mich dann auch zu beteiligen). Denn die Frage nach Aufnahmeprüfung und Vorbereitung kommt ja häufiger, vielleicht lesen unser Geschreibsel auch die nächsten Jahre noch mehr Leute :rolleyes:
 
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PepperMan

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Hallo,cool von dir dass du auch nach der Weile nochmal an meinen "Fall" gedacht hast!
Ich habe einen tollen Nebenjob arbeite gut 4 Tage die Woche 7 Stunden und verdiene gut.Also kann ich für die Kurse und kommende Dinge gut sparen.
Nächsten Monat fängt endlich mein Bass und Klavier Unterricht an.
Bis jetzt habe ich sehr viele Grundlagen ausgebaut und arbeite mich Schritt für Schritt in Sachen Theorie voran.

Für mich selbst habe ich herausgefunden dass ich folgendes gerne mache.
1. Meldodie summen oder Singen (kann bekannt oder auch ausgedacht sein)
2.Die Melodie notieren mit hilfe von Intervallen
3.Probespielen

Danke dir nochmals!
 
Annino

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Klingt schon mal gut:great:
Vor allem, dass du einen Job gefunden hast, der dir so gefällt.

Frag auf jeden Fall Bass- und Klavierlehrer aus, so viel du willst. Die haben auch Ahnung von Theorie (hoffentlich) und wenn du immer freundlich bist, üben die vielleicht auch mal ne viertel Stunde des Unterrichts oder so Gehörbildung oder gucken mal über eine Theorieaufgabe drüber, die du gemacht hast ;). Da kommt man auch noch mal auf neue Ideen.

Melodien würde ich nicht nur Intervall für Intervall vorgehen. Wenn du dich da einmal vertust wird alles schief. Achte darauf, welche Töne wo wieder auftauchen, wo in der Melodie kommt der Grundton vor, kannst du Leittöne hören, wo ist die Quinte, etc. (Stichwort Solmisation, ob du aber Solmisation wirklich vollständig lernen willst, sei dir überlassen). Also versuche einen Überblick über die Melodie zu bekommen. Kann man sich vorstellen wie beim lesen. Du liest ja nicht Buchstabe für Buchstabe sondern Silben oder sogar ganze Wörter auf einen Blick. Also nicht von Intervall zu Intervall hangeln (das ausnahmsweise mal zu machen, um die Intervalle zu üben geht aber natürlich).

Ach ja... Und Melodien, die du kennst aufschreiben schön und gut, aber nimm auch mal andere Beispiele, die du dann zum ersten Mal hörst. Da merkt man nämlich erst, wie schwer es ist, sich eine Melodie schnell genug einzuprägen, damit man sie noch weiß, wenn die Aufgabe gerade nicht vorgespielt wird. Damit man dann nicht dasitzt und Däumchen dreht und beim nächsten Mal vorspielen wieder panisch ist, weil man nicht schnell genug alles mitbekommen hat.

Hast du dich schon mal an Akkorde und Rhythmen gemacht? Das schlauste ist, alles, was du in Theorie liest auch gleich hören zu üben. Wenn du also was über Septakkorde liest, musst du es theoretisch verstehen, aber dann auch praktisch anwenden beim analysieren und beim hören. Das ist ne scheiß Arbeit, lohnt sich aber. Und wenn du dir erstmal Septakkorde nur bewusst vorspielst, ohne gleich den Anspruch zu haben, sie blind zu erkennen. Aber nur lesen ohne zu hören ist schädlich. Habe ich selber festgestellt :weep:(Ich lese immer gerne theoretische Sachen, verstehe sie dann auch gleich, aber dann auch noch das Hören zu üben, ist mir zu anstrengend :bang: Wie man sich denken kann, ist Gehörbildung nicht mein Lieblingsfach. Obwohl... Wenn ich besser wäre, würde ich es wohl ganz gut finden :gruebel:).

Ich höre immer wieder gerne von dir ;), also wenn du Lust hast in ein oder zwei Monaten mal wieder zu schreiben, was du so tust...:D

Viele Grüße,
Annino
 
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Hey Annino!
Danke nochmal für die zusätzlichen Infos:)
Und entschuldige meine Späte Antwort,bei mir ging es in den letzten Monaten privat sowas von rauf und runter da habe ich diesen Thread hier völlig aus den Augenverloren.
Das hat mich allerdings nicht vom lernen abgehalten.
Also ich denke ich bin auf einem guten Weg!
 

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