Aufstellungsposition Messmikro Behringer ECM 8000

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boardnutzer1962

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Situation:
Ich möchte mit REW meinen Raum messen und kritische Frequenzen und Raummoden ausfindig machen, da ich mir ein kleines Homerecordingstudio einrichten will.
Was die Ausgestaltung des Raumes und die Position der Boxen betrifft, habe ich mir folgendes, wirklich sehr ausführliches und meiner laienhaften Ansicht nach sehr brauchbares Video angesehen:

Lautsprecher und Raum

Ich habe mir für die Messung ein einfaches Messmikro zugelegt, nämlich das Behringer ECM 8000. Laut diverser Infos auf youtube, reicht es für diese Messungen aus.

Da ich in der SuFu und in den angebotenen Ergebnissen nichts gefunden habe oder nach dem vielen Lesen ggf. einfach nur noch blind bin und etwas überlesen habe, hier meine Frage:

Wie ist das Messmikrofon aufzustellen?

Mit dem Kopf Richtung Boxen ausrichten oder mit dem Kopf Richtung Decke?

Ich konnte da nirgendwo etwas finden. Meine Vermutung liegt allerdings so, dass es fast egal sein könnte, da das Mikro ja eine Kugelcharakteristik hat. Aber sicher bin ich mir halt nicht, ob das so richtig ist. Daher die Frage hier an alle Messexperten.

Vielen Dank für Eure Hilfe.
 
Kevin1991

Kevin1991

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Du stellst deine Boxen so auf, wie sie später auch stehen würden, also auch mit 60°-Dreieck.
In zwei der Ecken des Dreiecks stehen die Boxen, in der dritten die Mikrofonspitze.
 
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boardnutzer1962

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Ja, das ist mir schon klar. Ich habe mich da vielleicht missverständlich ausgedrückt.
Es geht mir ausschließlich um die richtige Ausrichtung der Mikrofonspitze, ob sie vom Abhörplatz aus zu den Boxen zeigen oder direkt senkrecht nach oben an die Decke zeigen muss.
 
Kevin1991

Kevin1991

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In dem Fall ist es aufgrund der Richtcharakteristik tatsächlich egal, wie du schon vermutet hast.
 
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Vielen Dank, das wollte ich wissen. Falls es da nicht noch spezifische Daten gibt, die jemand kennen sollte, dürfte das Thema durch sein.
 
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TheHurricane

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Es ist tatsächlich NICHT egal, da du je nach Entzerrung des Mikrofons (Freifeld oder Diffusfeld) bei falschem Winkel eine falsche Messung im Höhenbereich bekommst, da dort trotz Kugelcharakteristik eine leichte Richtwirkung einsetzt.
 
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Und nun? Die Bedienungsanleitung sagt rein gar nichts aus. Bei Behringer gibt es selbst keinen Support. Der geht über ein anderes Portal. Dort hat man mir nur einen Link zu einer PDF gegeben, die ein ganz anderes Produkt mit einem dazugehörigen Mikrofon beschreibt, und zwar von Sonarworks. Möglicherweise ist das ja baugleich, kann ich mir aber nicht vorstellen.
 
Basselch

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Hallo,

....kch würde das Thema nicht so hoch hängen. Sicher ist auch bei einer Kugel eine gewisse Richtwirkung vorhanden, da das Behringer aber ohnehin nicht kalibriert ist und im Hobbybereich ja ohnehin noch einige andere Unwägbarkeiten drohen, sind die Differenzen, die man sich durch andere Fehler einhandeln kann, sicherlich eher relevant.
Aus eigener Erfahrung: Ich baue, wenn ich mal messe, mein Behringer aus alter Gewohnheit so auf, daß es mit der Kapsel Richtung Monitorboxen zeigt (und sich überdies da befindet, wo sonst mein Kopf ist :D) . Daß die Messungen nicht hundertprozentig sind, kann ich mir dazudenken :gruebel:, aber sie haben mir doch schon wertvolle Anhalte geliefert.
Also nur zu - fröhliches Messen :great:

Viele Grüße
Klaus
 
Zelo01

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Welche Richtung richtig, und was falsch ist habe ich mich auch schon gefragt.
Tatsache ist, ich hatte die Messung in verschiedene Richtungen gemacht und unterschiedliche Resultate erhalten.
Die Raummoden waren Frequenzmässig gleich, aber deren Amplituden nicht wirklich.

Ich hab dann die Kennlinien übereinander gelegt, und angenommen, dass vermutlich die Realität irgendwo im Durschnitt aller Messungen liegt. Ob diese Annahme richtig war?:nix: Naja ich kann bei der Raumoptimierung jedenfalls nicht so gezielt eingreifen, dass ich genau bei 324.5Hz 3.564dB aus dem Raum raus nehmen könnte. Ich hab zwar eine Messung, das aber im Raum dann umzusetzen ist nochmal ein anderes Thema.
Da die Raummoden in den selben Frequenzen liegen, wars mir egal, ob die Messung nun ein Frequenzloch von -3dB oder -4dB anzeigt. Wichtig für mich ist die Information, dass da ein Loch ist. Wieviel genau find ich erstmal unwichtig, denn nun muss ich ja mal erstmal ausprobieren, was ich im Raum verändern muss, damit sich meine Raumakustik in die richtige Richtung entwickelt.
Für mich reicht das als Anhaltspunkt. Perfekt linear kriegt mans eh nicht hin, und letztendlich muss mein Gehör damit klar kommen. Soll heissen, ich muss lernen wie es in meinem Raum klingt, wenn ich ein Mix beurteilen will.
Genauso wie ich als "normaler Autofahrer" mich mit einer Formel1-Bolide mich erstmal einfahren müsste, um gute Rundenzeiten zu fahren. Ich mein, der Formel1-Wagen ist bestimmt optimiert bis zum Geht-nicht-mehr. Aber dennoch muss ich in den Kurven und beim Gas geben erstmal ein Gefühl für den Wagen bekommen um Bestrunden zu erzielen.^^
 
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@ Zelo01_ Genau das habe ich dann auch gehabt. Habe beide Positionen ausprobiert und unterschiedliche Ergebnisse bekommen. Du hast sicherlich Recht, dass ein perfekter Raum im Amateurbereich ohne Riesenkohle in de Hand nehmen zu müssen, kaum zu erreichen ist oder man kommt mit gaaaanz viel Glück dem Gewünschten nahe. Ich habe echt das Glück gehabt, dass ich bei den Raummoden durch vier einfache Bassfallen keine Probleme mehr habe. Da macht es bei der Messung auch keinen Unterschied, ob das Mikro unter die Decke oder in Richtung Abhörboxen zeigt.
Ich nehme es dann mal so sportlich wie Du und werde mich, nachdem ich per Software in der DAW eine entsprechende Frequenzkorrektur vornehmen werde, den Rest einfach nach Gehör machen und testen, wie die Sache dann auf verschiedenen Anlagen, auf dem Smartphone und im Auto klingt. Wenn das dann mit den EQs passt, werde ich mir davon ein Preset erstellen und speichern.
 
Zelo01

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Du hast sicherlich Recht, dass ein perfekter Raum im Amateurbereich ohne Riesenkohle in de Hand nehmen zu müssen, kaum zu erreichen ist oder man kommt mit gaaaanz viel Glück dem Gewünschten nahe.
Ich hab mal ein Profi rumheulen hören, wegen eines angeblichen "Basslochs" in seiner Abhöre.
Für mich klang die Abhöre perfekt.
Die Profis jammern einfach auf einem viel höheren Niveau als wir im Amateurbereich:D
 
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Hinzu kommt ja auch noch, dass, wenn man kaum live aufnimmt und mit Midisounds und professionellen Samplesounds (z.B. von Cinesamples) arbeitet, diese in der Regel ja eh schon in den Frequenzen so sauber abgestimmt sind, sodass es ja nur bei eventuellen Liveaufnahmen kritisch werden könnte. Oder liege ich da falsch?
 
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In sich selbst ja.
Aber grad wenn du so Cinesamples ansprichst, die für sich selbst sehr fett und ausgewogen klingen, decken die halt oft das gesamte hörbare Frequenzspektrum ab. Das überlagert dann schön alle anderen Instrumente, was den Gesamtmix sehr wohl aus dem Gleichgewicht bringen kann.
Das muss ja wie ein Puzzleteil in die anderen Instrumente greifen, nicht für sich einzeln ausgewogen klingen.
 
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Ja, natürlich muss man da auch noch arbeiten. Es ist aber m. E. erheblich einfacher, weil sie ja schon perfekt aufgenommen wurden, mit entsprechender Mikrofonierung und speziellen Räumen.
Ich bin jedenfalls von deren Produkten total begeistert.
Ich bin seit ein paar Jahren Kunde von Native Instruments, die immer wieder tolle Angebote haben. So habe ich erst vorgestern ihr Cinesample Bundle gekauft. Ich will darauf nicht mehr verzichten. Ist aber selbstredend auch immer wieder Geschmackssache.
 
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Bin mal nach dem Tutorial vorgegangen. Leider komme ich nur bis zu dem Punkt, wo das Messmikrofon eingestellt werden soll. Ich rufe also den REW eigenen SPL Meter auf, stelle ihn entsprechend der Anleitung ein und lasse das Messgeräusch laufen. Dabei nehme ich meinen Schallpegelmesser (habe zufälligerweise den von Wolfcraft, allerdings noch analog) aus alten Bandzeiten und stelle den Pegel so ein, dass er auf 82 dB steht. Da ich nicht wusste, ob das Teil noch ok ist, habe ich mit dem Iphone noch eine Messapp parallel laufen lassen. Bis auf 1 bis 2 dB (schwankt in der App, während die Analognadel des Gerätes konstant steht.) ist alles ok.

Und nun beginnen die Schwierigkeiten. Laut Anleitung soll man ja nun den Pegel des Messmikrofons während das Rauschsignal läuft so einstellen, dass auf der dBFS Skala im unteren Bereich des SPL Meters -20 angezeigt werden.

Das ist aber bei mir unmöglich, da das Mikrofon, sobald ich mit dem Einpegeln des Reglers am Interface UR824 auch nur in die Nähe des Wertes komme, völlig übersteuert und die Boxen wie wild an zu pfeifen anfangen. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob ich das Rauschsignal leiser stelle oder lauter. Es nicht möglich, den angesagten Wert ohne dass dieses Pfeifen beginnt, einzustellen.

Hier mal meine Einstellungen in REW, vielleicht gibt das ja Anhaltspunkte für Eure Hilfe:

Soundinterface:
Outputdevice: Steinberg UR824 Buffer 32k, Output Lineout L+R, Timing Reference Output L
Inputdevice: Steinberg UR824, Buffer 32 k, Input Line in R, Loopback Input L (bei R passiert das gleiche mit dem Pfeifen)
Sweep Level -6 dBFS (hat aber wohl erst einmal mit dem Testrauschen nichts zu tun, vermute ich)

Microfon:

Mic or Z weighted SPL meter ist angeklickt, kein calibrationfile vorhanden

Generator:
Pink Noise, RMS Level dBFS -12, Output Lineout L+R
Speaker cal ist angeklickt (es sind zwei Wege Monitore angehängt), kein Subwoofer

SPL Meter "Use REW speaker cal signal" ist eingestellt.
Ansonsten am SPL Meter die Einstellungen vorgenommen, die im Tutorial zu sehen sind, also "SPL", "C", und "S". Was das HP zu bedeuten hat, weiß ich nicht, ist aber auch nicht eingeschaltet.

Gibt es Lösungsansätze und Vorschläge?
Vielen Dank für die Hilfe vorab.
 
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Froschkapitaen

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Rückkopplung?
Das Mikrosignal sollte eigentlich nicht aus den LS kommen.
Ist schon eine Weile her, aber gepfiffen hat's nie.
Vermutlich irgendein Häckchen, irgendwo...:unsure:
 
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Verstehe, da muss ich mal nachsehen, welches "Häkchen" es sein könnte.
 
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Problem gelöst. Es gab eine Schleife. Das Häkchen musste in der Benutzeroberfläche des Audiointerfaces abgestellt werden. Hätte ich jetzt echt nicht dran gedacht. Danke. Jetzt klappt es prima. Hier mal das Rohergebnis der Messung für den Bereich bis 2 Khz bei 80 dB Abhöre

Danach werde ich jetzt erst einmal den EQ Filter von REW berechnen lassen.
 

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