Ausrüstung Proberaum zur Aufnahme von Drums

von RawberrY, 07.04.16.

  1. RawberrY

    RawberrY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.16   #1
    • Hi Leute!

      Würde gerne unseren Proberaum einrichten, damit wir auch Drums auf unsere Lieder packen können. Dies geschieht bisher mit SuperiorDrummer, was natürlich saugeil klingt, aber halt nicht "echt" ist.
      Ich mische stets zuhause, suche daher nur eine Möglichkeit im Proberaum die Rohspuren aufzunehmen. Und da wir noch am Anfang stehen: lowbudget.
      Was ich in mein Heimstudio investiere ist eine andere Sache- denn das ist nur für mich [​IMG]

      Als Technik möchte ich folgende anwenden:
      Stereo Overhead
      Mono Overhead (Großmembraner bereits vorhanden)
      Kick
      Vllt. Snare (Dyn. Mikro vorhanden)

      Es soll ziemlich oldschool werden. Die Musik ist in die 70s Rock Sparte einzuordnen.


      Nun haben wir zwei Möglichkeiten:

      A)
      Ich habe noch einen Rechner stehen mit ausreichender Leistung.
      Da könnte ich mir mein Cubase 8pro draufziehen und mit arbeiten.
      Müsste ich mir nur ein Firewire Interface besorgen- meine Wahl würde da auf das Saffire Pro 40 fallen.
      Kosten: 300€ gebraucht + Monitor + Peripherie = 400€

      Vorteile:
      -Ich kann meine Projekte in meinen Heimrechner kopieren
      -Bekannter Workflow

      Nachteile:
      -viel Gerümpel- Platz ist im Proberaum Gold wert.
      -viel Strombedarf

      B)
      Ich schaffe mir ein Tascam DP-24 an.
      Doch da würde ich wie beim Computer das Instrumental auf das Tascam laden wollen und dem Drummer per Kopfhörer zukommen lassen. Doch da weiß ich noch nicht mal ob ich einzelne Spuren importieren und zuweisen kann! Die Bedienungsanleitung gibt auch nichts her.
      Kosten: 400€ gebraucht

      Vorteile:
      -Wenig Platzbedarf
      -Wenig Strombedarf
      -"Alles in einer Kiste"

      Nachteile:
      -Einarbeitungszeit (Das kann aber nicht so schwer werden...)
      -Möglicherweise umständlicher zu bedienen


      Für welche Möglichkeit würdet ihr euch entscheiden?
     
  2. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.16   #2
    Halli, Hallo, Hallöchen,

    wusste gar nicht, dass es Dich hier auch gibt, dann hätte ich Dich ja die ganze Zeit über kontaktieren können, so ein Mist.

    Schreib mir dich mal 'ne PM. :)
     
  3. mjmueller

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    Erstellt: 08.04.16   #3
    Hallo,

    als ich Dein Post oben las, kam mir spontan der Gedanke: Ob das wohl lohnt?
    Wenn Du nämlich sowieso schon Superior Drummer hast, warum das dann nicht weiter verwenden? Ich finde das sind schon ziemlich "echte" Sounds, die mit Hobby-Equipment im Proberaum kaum zu realisieren sind.

    Andererseits kann ich die Ambition auch gut verstehen, es selbst zu machen :)

    Zum Tascam ein Gedanke: Ich finde so Geräte echt klasse, aber in Deinem Fall würdest Du ja nur die A/D Wandlung haben wollen. Der Rest wäre im Grunde bezahlt, aber nicht benötigt.

    So gesehen würde ich dann definitiv Deine Möglichkeit A wählen.

    Und wenn Du das auch so siehst, dann käme vielleicht auch als "Plan B" (falls das mit der Mikrofonierung und dem Sound im Proberaum nicht so dolle wird) die Möglichkeit in Betracht, das gesamte Set mit günstigen Mikros abzunehmen, die diese Spuren dann als Triggerspuren für die Sounds vom SupiDrummer zu nehmen ;)

    Grüße
    Markus
     
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  4. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.16   #4
    Das stimmt soweit auch alles und der gemachte Vorschlag ist sicherlich auch nicht der schlechteste, aber es geht RawberrY eben nicht um die "echten" Klangeigenschaften die die SD-Kits abbilden, da diese aktuellen und hmm... "hochentwickelte" Mikrophonierungsverfahren entsprechen, sondern dem Klangbild das mit frühen, "simpleren" Mikrophonierungverfahren erzielt wurde und da muss gesagt werden, dass man die SD-Kits schon recht verbiegen und die einzelnen Elemente sehr bewusst einsetzen muss, um dies nur näherungsweise zu erreichen.

    Und da der Kundenkreis für diese Art von Drumsound eher klein ist, und zumindest aus wirtschaftlicher Sicht zu klein ist, gibt es auch kein entsprechendes Kit für SD & Co. Zumindest ist mir keines bekannt.

    Zur Verdeutlichung kann man mal in das Video zu Black Sabbath' Iron Man reinschauen.
     
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  5. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 09.04.16   #5
    Hallo,

    ...fällt mir gerade auf, wo ich nochmals "70er Jahre" lese - dann müßte ja z. B. die Glyn-Johns-Technik infrage kommen (u. a. Led Zeppelin...). Mikrofone scheinen ja bereits vorhanden oder eingeplant zu sein - hier käme man mit drei Mics aus.

    Ich würde, wenn der Rechner und die Software eh vorhanden ist, diese Möglichkeit nutzen, da Programm, Workflow und Möglichkeiten bzgl. Export etc. dann ja schon bekannt sind. Diese Vorteile würde ich nutzen... was den Platzbedarf anbelangt: Fürs reine Aufnahmen, wenn die Bearbeitung eh an einem anderen Rechner erfolgt, muß es ja nicht notwendigerweise ein 29"-Monitor sein ;) - da tut es sicherlich auch einer, der weniger Platz wegnimmt. Und es wäre dennoch übersichtlicher als auf dem kleinen Schirmchen des Tascam.

    Viele Grüße
    Klaus
     
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  6. RawberrY

    RawberrY Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.16   #6
    Genau so sieht es aus!
    SuperiorDrummer klingt natürlich sehr viel professioneller als eine amateurhafte Aufnahme mit günstigen Mikros im Proberaum.
    Doch genau diesen professionellen und sterilen Klang möchte ich nicht.

    Ich will den alten Sound erreichen und nichts glattgebügeltes, weil es in meinen Ohren einfach mehr Charakter hat.
    Kann sein dass ich in der Hinsicht ein wenig spinne und viele da den Kopf schütteln, aber es ist doch genau wie bei anderen Dingen:
    Warum sollte jemand zum Beispiel mit einem alten Motorrad fahren wollen, wenn die neuen Kisten einfach alles besser können?
    Psychische Faktoren halt :D

    Im SuperiorDrummer bin ich mittlerweile dort angekommen, dass ich nur Kick, Overheads und Mono Overhead nutze.
    Das ist dabei herausgekommen:
    https://soundcloud.com/wurzelwerk/killerontherun
    Bis jetzt hat sich keiner über den Sound beschwert, zumindest keiner von "normalen Hörern" und Musikern, die mit Tontechnik nicht so viel zu tun haben.
    Oftmals macht man sich selbst verrückt, zumal die Besuche in Foren einen Großteil dazu beitragen :D
    Damit will ich nicht sagen dass die Meinung von Leuten mit mehr KnowHow nicht wertvoll wäre, sondern dass diese Meinungen einen sehr schnell verunsichern können und einen auch an der eigenen Entwicklung behindern, da der persönliche Geschmack eine große Rolle spielt.
    (Natürlich gibt es aber auch Fehler die man machen kann, wo es nichts mehr mit Geschmack zu tun hat)
    Der Tenor geht ja bei diesem Thema auch in verschiedene Richtungen. Die einen sagen "mach ruhig!" und die anderen sagen "wird nix."

    Worauf ich hinaus will:
    Ich habe das Gefühl bei SD dass es halt der Computer ist, der da die Musik macht- was ja auch stimmt, da ich von Hand die MidiDaten setze
    Anstatt Midi hätte ich gerne einen richtigen Menschen, der das Getrommel übernimmt.
    Vielleicht würde sich das Gefühl aber ändern, wenn es eine gut funktionierende Möglichkeit geben würde, die Drums zuverlässig und naturgetreu zu triggern.
    Es gibt ja Midi Trigger für die Drums, jedoch habe ich noch keine für die Becken gesehen. Gibt es da eine Möglichkeit?
    Oder aber könnte man auch bis 600-700€ eine andere Möglichkeit finden, wie z.b. ein E-Drum in der Preisklasse, welches vernünftige Daten liefert?
     
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  7. mjmueller

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    Erstellt: 09.04.16   #7
    Hey Hallo,

    Sehe ich ganz genau so. Die Idee mit "Plan B" kam mir halt, falls das mit der Mikrofonierung im Proberaum nicht so recht klappen sollte.
    Also gar nicht entweder oder, sondern Mikrofonierung und falls das nicht das gewünschte Ergebnis bringt, mal Trigger an SupiDummer probieren.

    Da sehe ich tatsächlich ein massives Potential. Es doch einfach anders, wenn ein Drummer das spielt.
    Ich bin ein echt richtig schlechter "Drummer" (bin auch kein Drummer), aber dennoch spiele ich Drums am E-Drum ein, weil es dann einfach "menschlicher" klingt. Ich kann es gar nicht beschreiben. Auch Schläge, die knapp daneben liegen, oder leicht vorgezogen werden, sind für mich so auch homogener. Spaß macht es übrigens auch noch, die Drums selbst einzuspielen :)

    Auf jeden Fall mal einen Versuch wert.
    Andererseits: Da stellt sich dann auch die Frage, ob das zur Verfügung stehende Drumset DEN Sound liefert, den IHR euch vorstellt.
    Grüße
    Markus
     
  8. Burkie

    Burkie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #8
    Hallo,

    bei einer Drum-Aufnahme bestimmt leider der Raum zu gewissem Teil die Aufnahmequalität.
    Bei Gitarren oder auch beim Gesang kann man ja mit dem Mikro ganz nahe an Verstärker oder Mund rangehen, so dass die schlechte Akustik vom Proberaum nichts ausmacht.
    Beim Schlagzeug ist das nur eingeschränkt möglich, denn selbst nur eine Trommel ist ja schon ein ausgedehnter Klangkörper, dessen Klang sich erst in gewisser Entfernung entfaltet.
    Ich würde so vorgehen:
    Ein Mikro für die Kick. Standard ist in der Kick, mit Loch im Reso-Fell. Vieleicht klingt es aber auch besser, das Mikro von aussen hinten am Schlagfell zu montieren.
    Ein Mikro für die Snare, und zwar von der Seite nahe auf den Kessel zielend.
    Evtl. ein Mikro für die HiHats, wenn sie wichtig sind, und über Overhead nicht gut genug kommen.
    Oder ein kombiniertes Mikro für HiHats und Snare.
    Ein oder zwei Mikros für Toms und Becken.
    Bei einem Mikro, versuchen, es ungefähr auf Kopfposition des Drummers zu montieren, damit es nach vorne auf die Toms und Becken zielt. Evtl. ein weiteres Mikro für das Standtom und Ride (das Ride ist wohl rechts über dem Standtom?) zu montieren.
    Oder aber klassisches Stereo-Overhead.

    In gutem Raum, wo das Drumset schon live richtig gut klingt, aber eher so:
    Ein Mono-Overhead in hinreichend Abstand über dem Drumset, welches alles aufnimmt.
    Ein weiteres für die Kick.
    Ein weiteres für die Snare, je nach Klang vom Overhead unter der Snare für Snarebed, oder zwischen HiHat und Snare, für diese beiden.
    Je nach Bedarf ein oder zwei Mikros für Standtom und/oder die HiHats.

    Wenn es der Proberaum akustisch hergibt, noch ein Mikro am entgegengesetzten Ende des Raumes auf die Wände gerichtet, um den Raumklang aufzunehmen.

    70s Oldschool ist ja: Drums eigentlich in Mono oder fast Mono.

    Zu den Interfaces:
    Da würde ich von "Kisten" wie Tascam-Recorder die Finger lassen. Die sind sicher nicht schlecht, aber passen eigentlich nicht in den Computer-Workflow.

    Am besten ist es, auf zwei Computern die gleiche DAW laufen zu haben, sodass man Projekte 1:1 zwischen den Computern hin und her kopieren kann.

    Bei den Computern bin ich schon seit einigen Jahren komplett auf Laptops umgestiegen. Die haben genügend Leistung auch für 16-Spur-Live-Aufnahmen, und man kann sie vom Proberaum nach der Aufnahme mit dem kompletten Projekt nach hause ins Heimstudio zur Abmischung tragen.

    Auf die Firewire-Schnittstelle würde ich nicht mehr setzen - diese Schnittstelle ist am aussterben, leider. Ich würde eher auch USB setzen.
     
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  9. Hotspot

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    Erstellt: 24.04.16   #9
    :great:
    Finde ich prima. Wobei, man muss sich ja nicht verkrampfen beim Versuch, irgendwas "nachbauen" zu wollen.
    Der alte Sound ist ja entstanden, weil man aufgrund begrenzterer Möglichkeiten das Augenmerk auf andere Punkte legen musste, die heutzutage weniger im Fokus stehen.
    Teilweise ist es gut, dass man heute "alles" machen kann, teilweise führt es aber auch zu Beschäftigung mit Dingen, die nur noch wenig mit der Musik zu tun haben.

    Bei möglichst natürlichen Drum-Aufnahmen ist der Raum das A und O. Leider muss man da meistens mit Kompromissen leben.
    Ich würde es trotzdem so aufziehen (und mach es selbst auch so), dass ich nur so viele Mikros nehme wie nötig.
    Das kann u.U. auch mal nur eins sein oder eben die drei Glyn Johns Mikros.

    Ein gut gespieltes Schlagzeug klingt absolut genial auch in mono. Auch wenn ich modernere Sachen mal ganz interessant finde, wo das Schlagzeug über die ganze (möglichst noch künstlich verbreiterte ) Stereobreite verteilt ist. Aber auf Dauer ist mir das trotzdem zuviel des Guten, wenn die Standtom ganz rechts und die hohe Tom ganz links rumtrommelt. Ist halt irgendwo beeindruckend.
    Mono ist trotzdem geiler, wenn es groovt.

    Und...oldschool heisst vor allem, mit dem Mikro weiter weg von der Quelle. Eigentlich auch logisch, bei der allgegenwärtigen closed Mikrofonierung schnappt man sich ja immer nur einen Ausschnitt. Akustische Instrumente brauchen halt ihren Raum, wenn sie komplett sein sollen.
    Da sind wir wieder beim Raum.
     
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