Aaaalso: Faktor Bauchgefühl: Hmmm, hatte ich vorher nicht vorgesehen, weil es nun mal ein rein subjektives Kriterium ist. Aber wenn das gewünscht wird und auch nicht entscheidend ins Gewicht fällt: Warum nicht? Zumal man damit die "fehlenden" 1,5 Punkte bis zur magischen 25 auffüllen könnte
Was den Groove angeht: Damit ist ausdrücklich keine Bewertung des Taktes an sich gemeint! Es ist mir vollkommen egal, ob jemand 4/4, 3/4, 11/8 (gab's irgendwann mal bei Iron Maiden, glaube ich...) oder sonst was spielt.
Gemeint ist ausschließlich die Rhythmusfestigkeit und der bewusste Umgang mit der Time. Spielt man genau auf den Klick, etwas davor, etwas dahinter? Und bringt das den Song weiter? Insofern nur z.T. ein subjektives Kriterium. Und wie ich finde, ein wichtiges. Denn jemand kann sich auch bei perfekter Tonbildung durch einen einfachen 4/4-Takt stolpern und damit zeigen, dass er noch an sich arbeiten sollte. Oder eben beim selben Takt zeigen, dass er's voll drauf hat, auch wenn er z.B. nur Viertelnoten spielt.
Charlie Watts von den Rolling Stones z.B. spielt nun wirklich nix technisch Anspruchvolles. Aber er zieht sein Leben lang schon die Snare eine Winzigkeit vor die Time und hat damit seinen ganz eigenen Stil gefunden. Wie sollte man das mit den anderen Kriterien bewerten?
Sollte der Punkt "Groove" dennoch unzumutbare Bauchschmerzen bei irgendwem verursachen, ließe sich natürlich darüber reden. Aber ich finde nun mal, gerade bei Schlagzeugern und Bassisten sind bewusster Umgang mit Rhythmus und Time wesentliche Elemente ihrer Kunst. Im Idealfall natürlich auch bei allen anderen Bandmitgliedern
Also bitte nicht verwechseln: Mit Groove ist nur gemeint, WIE etwas gespielt wird, nicht das WAS! Ich würde mir nie anmaßen, vorzugeben, was jemand spielen soll.