Bass mit Fingern spielen - Umstieg vom Pick

jojo84
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Hallo Bassspieler!

Ich komme aus der Egitarrenecke und möchte nun mein Bassspiel verbessern. Mit Pick geht das eigentlich
ziemlich gut, nur ich will auch lernen, wie man das vernünftig nur mit Fingern spielt.

Nur leider ist das so, dass das einfach immer nach Mist klingt, wenn ich kein Pick habe.
Nur bevor ich anfange zu üben möchte ich noch ein paar Sachen abklären, damit ich garnicht
erst anfange, mir irgendwas falsch anzugewöhnen.

Hier nun meine Fragen:

Wieviele Finger brauch ich denn nun dafür? Ich will keine komplizierten Sachen lernen,
nur Basics. Gehe ich richtig in der Annahme, dass dafür dann eine 2-Fingertechnik absolut ausreichend ist?

2te Frage: Wenn man mit 2 Fingern spiel, wann ist dann der Zeige- und Mittelfinger jeweils einzusetzen?
Ich meine: Wenn man mit Pick spielen lernt, ist ja wichtig, dass man genau auf Auf- und Abschlag achtet und
um im Rhythmus zu bleiben immer in Bewegung bleibt und dann auch Leerschläge einbaut.
Ist das denn mit den beiden Fingern genauso?
Sollte man denn dann immer abwechselnd spielen, also sodass z.B. der ZF immer dem Abschlag und der MF
immer dem Aufschlag entspricht? Oder woran kann man das festmachen...?

Baut man denn da beim Bassspielen auch Leerschläge ein? Also dass man z.B dann den Finger an der Saite
vorbeizieht ohne sie zu berühren..? Also Quasi ein Leerfingerpick....?
 
Eigenschaft
 
Fang mal damit an, den Thread heir durch zu lesen:
https://www.musiker-board.de/tabs-s...s-spielen-mit-den-fingern-welche-technik.html

Grundsätzlich, bei Bassisten ist es so, dass man entweder (relativ) überzeugter Plek- oder Fingerbassist ist...

Moi: Finger.

Es wäre unerfahren zu behaupten, dass ein Finger- oder Plek Basser dem anderen "überlegen" ist. Wenn Du Dcih für eine "Seite" entschieden hast, wirst Du immer Argumente finden, die Deinen Standpunkt bestätigen.
"Selbsterfüllende Prophezeiung"!

Mach wie Du meinst.

Der Ellefson von Megadeath ist ein arschgeiler Basser und macht mit Plek!
Tom Araya, naja...man muss aber sagen, dass er als Gesamtkonzept sher klasse ist, aber als Basser............
Lemmy...sehr geil nur kein besonderer Bassist!

Ich favorisiere den Fingerstyle, weil man eben dann auch mal schön dazwichen slappen kann, plucken (wir poppen ja nur mit unseren "PartnerInnen" ;-) und ich mir eben ein wenig mehr flexiebler vorkomme.
Außerdem bin ich kein Klampfer! ich bin Basser!
Mein Fazit, NO PLEK! Aber das ist, was ich momentan empfinde. Wer weiß was in 5 Jahren ist.
 
Also ich bin auch im Fingerstyle zu Hause, da ich es so gelernt habe, so flexibler bin und den Sound i.d.R. auch lieber mag, es eher zum Bass gehört, alle meine "Vorbilder" so spielen usw. usw.

Trozdem versteh ich nicht warum so viele immer so "entweder/oder" eingestellt sind....

Ich nehm immer mal n Plek zur Hand weil ich mir da, genau wie mit dem Slappen eine gute perkussive Klangvariante offenhalte.
Bei manchen Tracks klingt einfach hammer....
Also warum nicht beides?
 
Oh ja nö!!!

Ich hab auch Passagen, wo ich ein Plek nehme!
So isses nu nicht.

Wie gesagt, jeder muss seber wissen wofür er sich so hauptsächlich entscheidet.
Es gibt einige Stellen in unseren Songs, wo ich ein Plek nehme...nur wenn ich es genommen hab, dann war´s das auch wieder. Nur für den Effekt. Die Dinger sind dann meistens weg - verloren gegangen...
Jedenfalls DA sind Klampfer mit ihren Pic srecht hilfreich ;)
Haste mal, ich find keins mehr...
Hä?..Oh, naja, da...

:D
 
Grundsätzlich, bei Bassisten ist es so, dass man entweder (relativ) überzeugter Plek- oder Fingerbassist ist...

Das sehe ich irgendwie auch nicht so, ich mache auch beides ausgewogen neben slappen und was es alles noch so gibt, was halt am besten passt! Habe da immer beides gelernt um mir alles offen zu halten.



mfg
 
Ich seh das allerdings schon so in etwa. Plec und Finger sind natürlich beisdes Konzepte, die zum Erfolg führen (können). Man muss einfach das tun, was man lieber mag.
Ich hab ewig geübt mit einer 3 Finger Anschlagtechnik, die schnellen Parts meiner Band mit Fingern hinzubekommen. Hätte das natürlich auch mit Plec tun können - aber wollte nicht. Man muss wirklich selber entscheiden, was man lieber mag, das hat mit Qualität des Bassisten nix zu tun.
Trotzdem speziialisieren sich die meisten in eine Richtung - klar - sonst wär es ja doppelter Übungsaufwand. (mit Vorteilen natürlich)
 
Die ewige Diskussion Fingerstyle <-> Plek ist heir nicht Gegenstand der Diskussion - falls hier noch Bedarf besteht, bitte einen der vielen Threads zum Thema nutzen ;)

Ansonsten btt - der Thread-Ersteller will ja nicht wissen, ob Plek oder Fingerstyle besser oder schlechter ist, sondern will konkret Tips, um Fingerstyle zu lernen!

@jojo84:
Generell sind ein, zwei Bassstunden (oder idealerweise mehr!) bei 'nem guten Lehrer immer hilfreich, um sich 'ne saubere Technik anzueignen. Und/oder 'n gtues Buch oder 'ne Lehr-DVD ...

Kurz, knapp & in Kürze:
Anfangs bist Du mit zwei Fingern bestens bedient. Für den Anschlag gibt es grundlegend zwei Varianten, die oft verwendet/gelehrt werden:

1) Konsequenter Wechselschlag
Immer abwechseln, also ZMZMZM..., egal was passiert ;)

2) Wechselschlag mit "Durchrutschen"
Erst mal siehe 1) - außer wenn Du auf die nächsttiefere Saite wechselst. Dann schlägt der gleiche Finger noch mal an, weil er ja nur auf die untere Saite "durchrutschen" muss. Wenn aber z.B. zwei Saiten tiefer angeschlagen (also eine Saite übersprungen) wird, dann git wieder: konsequenter Wechselschlag!
So entsteht mit etwas Übung ggf. ein noch flüssigerer, gleichmäßigerer Anschlag - ich finde den Bewegungsablauf so natürlicher, aber auch 1) ist absolut legitim! Musst Du ausprobieren, was für dich funtkioniert ...

Zu beiden Varianten gibt's auch gute Youtube-Videos, einfach mal ein bissl suchen ... Ich spiel' persönlich zu 90% mit Plek, aber bei Fingerstyle-Passagen komme ich perönlich mit 2) besser klar.

Ansonsten, was kann man dir noch mit auf'n Weg geben? Fingernägel wirklich kurz halten, auf gleichmäßigen Anschlag achten (beide Finger sollten gleich laut anschlagen!), nie mehr Kraft verwenden als notwendig - lieber den Amp arbeiten lassen, als kräftiger reinzulangen ... So minimierst Du unerwünschte Nebengeräusche und gewinnst wesentlich mehr Spielraum bei der Dynamik, wenn Du einzelne Anschläge mal wirklcih akzentuieren willst (wenn Du immer am Limit spielst, so dass alles schon am Scheppern ist, bleibt sonst kaum Luft nach oben ;)).
 
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Ratking hat eigentlich alles zu dem Thema gesagt. Das Wichtigste finde ich fast sogar seinen Punkt mit den Fingernägeln. Denn sonst klingt es einfach nicht so voll, wie man es vom Fingerspiel her kennt!

Zu deiner Frage, welche Finger noch kurz etwas:

Ich spiele bestimmt 95% meiner Sachen mit Zeige- und Mittelfinger. Ich denke, dass das bei den meisten Bassern so ist, die mit Fingern unterwegs sind. Bei schnelleren Passagen (Galopp Rhythmus oder Sechzehntel-Triolen bei hohem Tempo z.B.) nehme ich den Ringfinger dazu. Gibt natürlich auch ein paar Ausnahmen (der Basser von Dream Theater spielt bspw. mit 4 Fingern) aber wie gesagt, dem Großteil genügen zwei Finger.
 
Zum konsequenten Wechselschlag: Macht das wirklich Sinn? Die zweite von ratkings Varianten ist doch viel logischer, oder ist das so gemeint dass man dann mit dem Mitzählen durcheinanderkommen könnte?
Was ich mein ist, dass der Finger so gut wie immer auf der Saite drunter zu liegen kommen sollte, da wäre der direkte Anschlag sozusagen gleich einprogrammiert...
 
Hallo AttitudeAdjuster,

ich glaube, Ratking meint mit der zweiten Variante der Durchrutschtechnik das Durchrutschen der Finger mit Anschlag auch der darunter liegenden Saite, je nach Rhythmus mit einem oder mit beiden Fingern, (nicht schön ausgedrückt)

z.B. wie in "rime of the ancient mariner" von Iron Maiden.
Das könnte ich mir persönlich mit Plektrum schwierig vorstellen.

http://www.youtube.com/watch?v=MWajD3msJ1Q
Ab 8:03 min

Viele Grüße

Ergänzung: Entschuldige bitte, ich hatte mich verlesen. So hattest du es ja schon geschrieben....
 
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Was ich mein ist, dass der Finger so gut wie immer auf der Saite drunter zu liegen kommen sollte, da wäre der direkte Anschlag sozusagen gleich einprogrammiert...

Richtig erkannt :great: Genau das ist der Vorteil beim "Durchrutschen" - der Finger kommt eh auf der tieferen Saite um Liegen und kann dann gleich perfekt im Spielfluss noch mal Anschlagen. Muss man nicht so machen - ich find's aber angenehmer!
 
Ja, das hatte ich schon verstanden Vester :)

Ich wollte damit sagen dass die erste Variante eigentlich keinen Sinn ergibt ;)
Mit so schwarz/weiss-Aussagen sollte man bekanntlich vorsichtig sein, dennoch fällt mir kein Vorteil dieser ersten Variante ein!
 
@Ratking:

Danke schonmal für die Tipps. Also ist es beim Bass eher so, dass man nicht ganz streng abwechselnd spielen muss,
sondern etwas variabler sein kann als bei einer Gitarre. Weil ich nämlich jedem Gitarristen empfehlen würde, ganz streng auf
konsequenten Wechselschlag zu achten, weil sonst der Rhythmus drunter leidet.

Ich werde mich dann wohl am besten mal mit der Technik Nr. 2 auseinandersetzen. Am besten ich nehm wirklich nochmal ein paar Stunden
bei meinem alten Gitarrenlehrer. Jedoch eine DVD mit Buch wäre mir fast am liebsten. Oder ein vernünftiger Youtube Channel, das wäre auch gut.
Kann mir denn da jemand was empfehlen? Ich spiele nämlich schon recht gut Gitarre und daher brauche ich glaube ich kein
Anfängerbuch für Bass. Wenn die dann nämlich erst anfangen, mir zu erklären, wie man stimmt oder was Pentatoniken sind, werde
ich mich recht schnell langweilen. Ich bräuchte eher was, wo es nur um die Technik des Basspielens geht. Denn THEORETISCH kann jeder
versierte Gitarrist auch Bassspielen. Nur dass das praktisch dann doch nicht so gut klappt, habe ich jetzt festgestellt.
Ich weiß genau, WAS zu spielen ist nur nicht genau WIE....
 
Bücher find ich immer schwierig, weil keine Kontrollinstanz vorhanden ist. In deinem Fall wären zwei Stunden Unterricht bestimmt kein Fehler, der Lehrer kann dann auf die Details eingehen die dir unklar sind... das wird sicherlich nicht lange dauern, es geht ja nur darum dir zu zeigen auf was du achten musst damit dus dir selbst beibringen kannst.
 
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Ich würde ja einfach die Variante nehmen die dir liegt. Man kann auch nur mit einem Finger spielen. Das geht auch! Wenn ich mit den Fingern spielen benutze ich alles durcheinander abwechselnd. Mal 1 Finger, mal 2, mal Wechselschlag, oder einfach mal die Fingernägel. Einfach so wie es grade passt und ich nicht viel nachdenken muss.

Aber wer eh schon Gitarre spielen kann sollte mit dem Bass auch keine Probleme bekommen. Ich kann zB überhaupt keine Gitarre spielen. Viel zu viele kleine Saiten! :)
 

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