Hi Midwinter,
aufgrund unserer Sozialisation sind wir es leider gewohnt, uns ständig mit anderen zu vergleichen und unserer "Wert" über diesen Vergleich festzulegen.
Dass das im Alltag - Schule, Ausbildung, Beruf - quasi Standard ist, lässt sich leider so schnell nicht ändern.
Doch ist für mich die Frage, weshalb wir diesen Gesellschaftsstandard auch in unserer Freizeit an uns selbst anlegen sollten.
Beim Spielen eines Instruments geht es doch erstmal darum, dass ich das für mich selbst mache. Es geht für mich darum, dass ich etwas mache, was mir Freude macht.
Klar kommen da Bewertungen mit rein wie ...
... Ich hab mich in dem Moment gefragt ob ich eigentlich ne richtige Musikerin bin ...
Fragt sich aber: Was ist eine richtige Musikerin? Und wer legt das bitteschön fest? Und: Wieso sollte ich solche Festlegungen und Wertungen, die irgendwer trifft, an mich selbst anlegen?
Um von dieser Bewertungsschiene mal runterzukommen, kann es aus meiner Sicht sinnvoll sein, sich erstmal nicht mehr ständig das Können von irgendwelchen Überfliegern vor Augen zu führen.
... solche Menschen gibts und wirds auch immer geben. ...
Vllt kannst Du mit Deinem Freund ja was anderes tun, als dass er in Deiner Gegenwart auf dem Bass rumdudelt.
Und eine Band, mit der es Dir Spaß macht, zu spielen, halte ich auch für einen ziemlich bedeutenden Motivator.
Gruß
Ulrich