Behringer Flow 8

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Mit 9 GEQ-Bändern lässt sich jedenfalls gegen Feedbacks nichts ausrichten, ohne dass man den Gesamtsound ruiniert.
das Flow hat in den Mastern 9 PEQ-Bänder nicht GEQ. Mit so viel vollparametrischen EQ Bandern kannst du sehr akkurat den Sound einstellen und auch Raumprobleme ausgleichen, viel besser als es jeder 31-bandiger GEQ kann.
Natürlich hat das Flow8 seine Berechtigung und seine Einsatzbereiche, aber auch schnell seine Grenzen.
Klar, aber da gilt generell für alle Geräte. Hast du eine dLive und und 140 gleichzeitige Signalquellen bist du auch über der Grenze. und mit einem VW Golf wirst du auch kein Line Array für 10.000 Leute transportieren können. Dafür macht es aber auch keinen Sinn die dLive zu nehmen wenn du gerade mal zwei Kanäle bedienen musst. Du fährst ja auch nicht mit dem 40 Tonner Semmeln und Milch kaufen.
 
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Warum plant jemand eine ganze Reihe mit Veranstaltungen, wenn das Budget nicht für ein Qu-16 oder wenigstens X32 Producer reicht? Kann man schließlich mieten. ... Mut zur Qualität! :) ...

Oh, sobald da mehr als zwei Musiker auf der Bühne stehen, komme ich mit meinem UI-24r angerückt, gar keine Frage. Bei den ersten beiden Gigs (und voraussichtlich noch bei ein paar anderen) wird es halt so sein, dass da nur eine Person auf der Bühne steht - Gesang und ein Instrument, vielleicht zwei. Qualitativ strebe ich eigentlich immer ein höheres Level an als gebraucht oder verlangt - und fast alle meiner Auftraggeber sind Wiederholungstäter, Qualität lohnt sich also auch noch in Zeiten von "Geiz ist geil", wenn man die richtigen Kunden findet.

Dazu kommt, dass ich auch bei größeren (Yoga)Festivals oft noch einen Nebenraum mit einer Bühne für ein bis zwei Akteure zu betreuen habe. Bislang mache ich das mit meinem kleinen SoundCraft EFX-8, aber das Case des Flow-8 dürfte kaum mehr als halb so groß sein, und das Pult bietet doch ein paar Möglichkeiten mehr. Insbesondere der eingebaute BlueTooth-Empfänger ist mir hier viel wert.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

das Flow hat in den Mastern 9 PEQ-Bänder nicht GEQ. Mit so viel vollparametrischen EQ Bandern kannst du ...

Das bringt mich gleich auf meine nächste Frage, denn das Manual hat hierzu nichts hergegeben: Gibt es vergleichbare EQs auch in den Monitorausgängen? Die VAs, um die es mir hier geht, werden sehr leise, und meine Mikros und Monitore sind gut, so dass ich keine Angst vor Feedbacks habe, ich will nur Möglichkeiten haben, falls ich sie dann doch mal brauchen sollte, wobei mir vier vollparametrische Bänder und ein LoCut schon vollauf genügen würden.
 
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Nur mal ne Frage. Für eine Person tut es das UI-24R nicht? So groß und schwer ist das Teil doch auch nicht? Ich würde ja nicht zusätzlich Geld, Platz und vor allem Zeit in Equipment stecken, dass weniger kann, als mein vorhandenes, wenn es dafür nicht extrem viel kompakter ist. Dann lieber ein Gerät aus dem FF bedienen können und voll ausnutzen. Es seid denn, ich hätte GAS...
 
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ich finde ja die Kombi aus etwas Hardware-Bedienelementen und den Rest in der App gar nicht mal so verkehrt. Das Flow 8 hat in den ersten Versionen z.B gar keinen vollwertigen PEQ im Kanal. Der wirde dann per Update nachgeliefert. Trotzdem sind die wichtigsten Elemente, Fader, Mute und vor allem der Master-Regler direkt im Zugriff. Da kann dann kurzzeitig auch mal der Blauzahn zicken, das Wesentliche geht immer auch an der Kiste selbst.
Vergleicht man das mit den reinen Tabletmixern hat das schon auch so seine Vorteile.
 
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Nur mal ne Frage. Für eine Person tut es das UI-24R nicht? So groß und schwer ist das Teil doch auch nicht? ...

Sicher würde auch das gehen, ohne dass ich mir einen Bruch hebe :) Aber ich habe eben verschiedene Einsatzmöglichkeiten für so ein Winz-Pult. Das UI-24 steht auch verkabelt zuhause, und da müsste ich es jedesmal erst entkabeln. Und wer frei von GAS ist, werfe das erste SM58 (das macht dem nichts aus)... ich jedenfalls nicht.
 
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Für 2 Kanäle die dLive? Warum nicht, gibt ja Tablet und das CTi1500 Surface… Scherz beiseite, ich hab leider keine dLive. Aber hätte ich die Wahl zwischen einer vorhandenen dLive mit CTi1500 und einem Flow8, das erst noch zu kaufen ist, dann wär die Entscheidung ziemlich klar. Es gibt auch ne 8-Kanal Faderbox in Kombi mit dem iPad fürs dLive-System. :devilish::evil: :p

Klar, das Flow8 ist im Preis unschlagbar. Wobei das Ui12 ja nicht soo weit weg davon ist… nur auf der Zeitachse, mal wieder nicht lieferbar.
 
FZiegler
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Mich interessiert hier gerade ein praktisches Detail: Das Flow-8 hat auf der Unterseite 4 Mount-Bohrungen in Rautenform. Kann ich damit rechnen, dass das metrische Gewinde sind? Und gibt es dafür irgendwas Fertiges? (Reden wir mal nicht von dem Plastikteil, das es für die Mikrofonständer gibt - ich habe gar keinen im Einsatz beim Streamen in der Kirche).
 
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Die Gewinde sind metrisch, M4.
Ob es irgend eine fertige Halterung dafür gibt, ist mir nicht bekannt. Wer einen 3D-Drucker hat oder anderweitige Bastelmöglichkeiten, kann sich aber eine Halterung anfertigen die diese Gewindebuchsen ausnutzt.

Das Teil zum Anbringen an einen Mikroständer besteht im Übrigen aus einer Metallplatte zur Montage am Flow8, nur die Bügel-Clips für den Mikroständer sind aus Plastik (und müssen es auch sein, da sie etwas elastisch sein müssen).
 
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Die "Flow Clamp" scheint @FZiegler aber nicht zu interessieren:

Reden wir mal nicht von dem Plastikteil, das es für die Mikrofonständer gibt ...

Die 4 von ihm erwähnten Löcher mit M4 Gewinde haben mit der Flow Clamp allerdings auch nichts zu tun, sie sind . Diese rastet mit einem Pin in einer Bohrung im Boden ein und wird von der Seite verschraubt (Austausch einer Gehäuseschraube). Wozu die 4 Gewindelöcher gedacht sind, weiß ich auch nicht. Ggf. für eine Rackmontage auf einer Universal-Montageplatte, wie sie es für 19"-Racks gibt (z.B. so etwas: https://www.amazon.de/DIGITUS-Professional-DN-19-TRAY-1-400-SW-Schranktiefe/dp/B002KTE870?th=1).
Die haben eine Serie von Löchern oder Schlitzen, wo man kleine Geräte, die selber keine 19"-Befestigung haben, anschrauben kann. Das würde sicher mit den Gewindebuchsen im Boden des Flow8 funktionieren.
 
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Danke erstmal! Wenn ich weiß, dass die Gewinde metrisch sind, kann ich mir ja was basteln. Die Idee stand im Raum, das Ding als Monitor-Mixer in mein Keyboard-Rack einzubauen - ohne dass es in der Gegend herumfliegt.

Aber jetzt habe ich auf einmal ein neues Problem: Gleich beim ersten Live-Test ist es mir abgeschmiert. Nach 40 Minuten Gottesdienst-Streaming war auf einmal die Verbindung zum Win-Laptop weg. Kein Signal mehr in OBS. Ich habe versucht, die Einbindung in OBS schnell zu resetten, aber das hat nichts gebracht. Die Anzeige am Flow selbst war in Ordnung - das Signal habe ich aber nicht mit Kopfhörer kontrolliert. Was könnte man tun, wenn das wieder passiert?
 
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So nun mal konkret gefragt… gerade habe ich mein ZED10fx für eine Zoom-Sitzung verkabelt. Dabei geht über den Record-Bus ein ePiano und ein Headset, über Main läuft ebendies plus den Zoom Return. Oder eben: Es geht ein n-1 Mix via Record-Bus ins USB des Mischers.

Problem dabei ist der fehlende Limiter.

So nun die Frage: Kann das Flow8 einen n-1 Mix an USB-Kanäle 1/2 senden und diesen limiten? Ohne, dass man nach erstem Setup in der App noch werkeln muss? Dann wär das ja ein gutes Gerät für Fernunterricht.

(Warum USB-Kanäle 1/2? Weil Programme wie Zoom keine Input-Kanalwahl haben. Und auch keine am Output, also muss der Return auch auf 1/2 verwaltet werden können.)
 
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Die Doku zum Flow-8 ist leider ein Witz. Und probiert habe ich es noch nicht. Aber ich würde folgendes sagen:
1. Ja, das Flow-8 hat einen Compressor auf den Eingangskanälen, um den Pegel etwas höher heben zu können (aber das ZED10XF doch auch?);
2. Einstellungen lassen sich als Szenen abspeichern, sind mit einem Knopfdruck wieder aufzurufen - also einmal einrichten sollte genügen;
3. Mit dem Update vom Frühjahr 2021 hat das Flow-8 zweierlei USB-Modi; derjenige, bei dem ein Mix auf Kanal 1/2 kommt, ist der Streaming-Modus; es ist m.E. aber immer der Main-Mix, der dann gesendet wird;
4. natürlich kann man daneben einen Monitor-Mix einrichten (auch Stereo, wenn man Mon1 und Mon2 koppelt), bei dem die Lautstärke einzelner Kanäle komplett anders ist.
5. Die Mixe (Main und Mon1/2) haben laut Testberichten einen Limiter, den ich aber gerade nicht bestätigen kann - noch nie verwendet.

Es würde mich wundern, wenn dein Einsatzzweck nicht funktionieren würde - aber ich kann das gerade nicht im Detail testen. Wegen eines USB-Verbindungsabbruchs beim ersten Streamen (s.o.) habe ich nichts weiter auf diesem Gebiet probiert - brauchte eine Lösung, die unbeaufsichtigt zuverlässig funktioniert.
 
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Ich habe eine Weile lang das Blockdiagramm des Flow8 angestarrt heute und bin darauf gekommen, dass man den USB 1/2 (vom Rechner/Zoom) direkt auf den Kopfhörer routen kann, ohne dass er aufs den Main Bus geht. Das entspricht dann dem benötigten n-1 Mix. Andere Optionen gibt es auch, mit dem Monitor-Bus, aber da ist mein Gehirn dann baden gegangen beim Anstarren des Diagramms.

Das ZED10FX hat keinerlei Dynamics. Es ist ein sehr gutes Pult, das ich sehr oft einsetze, aber der ganze Witz bei Streaming (oder auch wenn man die interne Automatik von Zoom umgehen muss) ist ein digitaler Limiter quasi auf dem letzten Meter. Nur so kann man zuverlässig vermeiden, dass die Rezipienten nicht mit dem Finger ihre Lautstärke+ Buttons erfolglos totdaddeln. :cool:

Ich hab mir nun mal so ein Flow8 zum Testen bestellt. Ich weiß nicht, für meine „großen“ Streams ist es dann wieder ungeeignet, da hab ich nen dedizierten digitalen Limiter, der AES/EBU in SDI oder HDMI-Videodatenströme einspeist und entweder nen großen Digitalmixer davor oder das ZED10FX als „intelligenten Preamp“. Manchmal auch ein QSC TouchMix vom Kollegen, das ist übrigens für so Sachen ziemlich gut. Das eigentliche Streaming machen dann Hardware-Encoder.

Interessant ist das Flow8 eben eher für Leute, die via OBS streamen, wobei man da dann auch locker den Voxengo Elephant als VST/Limiter reinknallen kann – und da kann ich dann auch wieder das ZED10FX oder sogar nur den Blackmagic Atem Mini Pro als Interface vorschalten. Aber: Das geht halt nicht in Zoom oder WebEx, außer über virtuelle Soundkarten mit Verdrahtung, oder unter Linux auch so ähnlich, aber das Zoom für Linux kann zB. kein Original-Audio senden und ist damit für Instrumental-Unterricht wertlos.

Auch wertlos ist leider das Teilen des Computer-Audios via Zoom. Darüber kann man zwar PianoTeq in Zoom integrieren, aber dann hat man auf einmal furchtbar eklige Latenz beim Spielen, keine richtige Lautstärkekontrolle mehr und sobald man das Whiteboard verwendet, ist PianoTeq wieder ausgeschaltet. Das ist zu viel Workload, das zu „DJen“ und nebenher noch zu unterrichten.

Es macht also nach wie vor Sinn, über ein Mini-Mischpult mit Limiter in eine Zoom-Konferenz reinzugehen. Und da man sich beim Instrumentalunterricht (mit ePiano) ja auch selbst hören muss, muss das Ding dann auch n-1 mischen können. Sieht so aus, als wäre es mit dem Flow8 möglich. Klingt sicher nicht so gut wie das Zed10FX, aber Zoom ist auch mit Original-Audio das schwächere Glied in der Kette.

Insofern das Flow8 seine Einstellungen gerne behält und das USB wirklich so zuverlässig wie das lausige 16/48 Interface im ZED10FX ist, könnte man das vorkonfigurieren und dann halbwegs Braindead nutzen (lassen). Mit weiteren Mikrofonen (zusätzlich zu einem Headset-Mic) sogar für klassische akustische Instrumente.
 
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Hattest du mal OBS als virtuelle Kamera in Zoom eingebunden? Hab ich mal gemacht, damit ich meinen Content am PC für alle sichtbar machen konnte, ohne, dass mir der Sitzungsleiter das frei geben musste. War ja nur mein Bild ;)
Ich habe aber nitch mehr im Kopf, wie ich das da mit dem Audio gemacht habe. Und ja, der Latenz ist das sicher nicht zuträglich.

Wenn du das Flow8 hast und getestet hast, wäre ich an deinem Ergebnis interessiert.
 
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Nein, hab ich nicht probiert, ich versuche auch OBS zu vermeiden, was meist durch Hardware-Einsatz gelingt. Da Zoom Webcams selber umschalten kann und das für Unterricht ausreichend gut, ist das auch okay. Das Ding bei Zoom ist, dass das Teilen des Audio-Outputs an der Bildschirmfreigabe (mit Ton, aber ohne Bildschirm, jawoll) hängt und die geht aus, wenn man das Whiteboard anmacht. Aber abgesehen davon ist es gerade auf älteren PCs eh klüger, nicht PianoTeq o.ä. zu nehmen sondern einfach ein Digitalpiano oder zwei Mics am echten Piano.

Videomäßig kann man Zoom genauso mit einem Atem Mini (Pro) von Blackmagic füttern, das ist dann das gleiche Prinzip wie beim Flow8: Extern vorverarbeiten und über USB rein in die Kiste. (Gilt für alle diese Konferenz-Systeme, aber WebEx und Zoom sind am wenigsten übel.) Wer's billig haben will, kann das Gurkenteil namens RGBLink Mini verwenden, aber nachdem mir das mal meinen Sennheiser Funk gestört hatte und, musste es zurück zum großen T.
 
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Insofern das Flow8 seine Einstellungen gerne behält und das USB wirklich so zuverlässig wie das lausige 16/48 Interface im ZED10FX ist,
Danke für die ausführlichen Kommentare! Bei ersterem musst du dir keine Sorgen machen, da du dich nicht auf das Behringer verlassen musst:

Es ist ja Teil des Konzepts, dass viele Einstellungen über ein Smartphone/Tablet (BT) funktionieren. Du kannst einerseits Szenen im Mixer abspeichern und wieder aufrufen - das machst du normalerweise schon über das Tablet, und diese Szenen kannst du nochmal als Gruppen aufs Smartphone sichern (Snapshots). Ich würde denken, dass da am Ende eher zuviele Einstellungen in zuvielen Dateien gespeichert sind als zu wenige.

Ach ja: Und man braucht zum Registrieren der Garantie ein Konto bei Behringer online - da war ich ein bisschen sauer wg. Datenschutz. Ist ja schließlich keine europäische Firma.
 
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Ich bin mal gespannt, das Flow8 kommt demnächst. Ich denke es ist vor allem interessant für Streaming/Conferencing-Setups, in denen ein Profi (sowas wie ein Admin) alles einstellt und dann z.B. ein Dozent halt die Fader herumschiebt.
 
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Das Interessante ist ja, wie man stolpert, sobald man ein Produkt in den Händen hält. Okay, für ein 2 Ampere Netzteil eine filigrane Micro-USB-Buchse, dieser Unsinn war immerhin im Vorfeld klar. Aber wieso die App ein 200ms Output Delay anzeigt, das nur im Menü des Mixers konfigurierbar ist, dort aber auf OFF steht… und so weiter. Wobei natürlich so ein Delay sehr nützlich ist, wenn man mit HDMI-Kameras im Streaming arbeitet und die eingesetzte Software (z.B. Zoom) keine Einstellung für Audio-Delay hat. Meine Kameras haben ca 165msec Latenz auf dem HDMI-Ausgang (in der Größenordnung liegen die meisten, die teureren Kameras haben SDI-Ausgang und das Problem meist nicht)… aber wieso zum Teufel ist das Delay dann auch auf dem Kopfhörer-Ausgang drauf laut Blockschaltbild? Probiert mal aus, in ein Mic zu sprechen mit 165msec verzögertem Monitoring… man dreht durch. Weiter geht's damit, dass die App das Firmware-Update nicht durchführen kann, mit dem ja Funktionen nachgereicht wurden. Oh, es gibt vom Firmware-Updater eine Linux-Version, die Spannung steigt. Device umtaufen, Reboot, ahja die Faderpositionen werden beim Starten nicht abgegriffen, d.h. ich kann im „Offset“ starten, das ist verwirrend, sollte man zumindest optional schalten können irgendwo.

Und das bisher alles, ohne einen einzigen Ton darüber laufen gelassen zu haben.

Mit dem Delay auf Main ist schon mal klar, dass man seinen n-1 Mix über die Monitor-Sends Post Fader realisieren muss, will man es nutzen und sich selber zuhören auf dem Kopfhörer. Außer das AppDate, erm Update ändert eines Tages noch was.

… die 200msec sind wohl ein Fehler der IOS App, auf der Android App steht 0msec. Aber nachdem ich nun mit dem alten Smartphone, das ich nur zum Steuern von Sachen nehme, verbunden war… was auch irgendwie sich besser in der Halterung des Flow8 macht als so ein riesen iPad… verbindet sich eben dieses iPad nicht mehr. Nunja. Gibt noch anderes zu tun heute. Ton hab ich immer noch keinen gehört.
 
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So und nun beantrage ich bei Thomann die Rücksendung des Flow8.

Warum?

Nun, im Streaming gibt es ein Thema, das immer vernachlässigt wird: „Mastering“ – ich muss kucken, dass ich mein Signal auf Pegel bekomme, damit an den Endgeräten genug ankommt. Also fahre ich es heiß. Resultat ist normalerweise natürlich digitale Übersteuerung (Clipping). Also muss da ein Limiter in die Kette, der das abfängt. Das Problem: Die meisten Limiter sind halt keine richtigen Limiter.

Wie testen? Nun, in Audacity eine Rechteckschwingung eingebettet in Stille erzeugen, auf -10dB normalisieren und ins Gerät schicken. Dort alle Regler auf Unity (0dB). Resultat abspielen und zugleich den Output aufnehmen. Die aufgenommene Wellenform sollte insb. bei digitalen Geräten ziemlich genau gleich aussehen. Nun booste ich im Gerät das Resultat um z.B. 15dB und schaue aufs Ergebnis. Ein echter Limiter würde nun die gleiche Wellenform liefern, mit dem Pegel wie im Limiter eingestellt. (Btw, in der Android-App wird der Limiter des Flow8 immer falsch angezeigt.)

Bei den meisten Geräten sieht das Ergebnis aber eben so wie im Flow8 aus:

Screenshot_20220711_122706.png


Man sieht eine sofortige Übersteuerung, die erst zeitverzögert durch Eingreifen des Limiters abgefangen wird. Und die hört man auch, insb. bei tiefen Tönen, denen dann ein hohes digitales kurzes Zerren hinzugefügt wird.

Das Problem ist auch beim Blackmagic Atem Mini (PRO [ISO]) Videoswitcher vorhanden, er ja ebenfalls einen Digitalmischer für Audio integriert hat.

Es entbehrt nicht einer gewissen Logik, da echtes Limiting nur mit dem Einfügen von Latenz digital möglich ist (Lookahead-Limiter). Deswegen können es die meisten Digitalmischpulte nicht, da sie auf niedrigste Latenz gebaut werden.

Doch beim Flow8, das man ja explizit für Streaming/Conferencing mit konzipiert hat, hätte ich mir das dann schon gewünscht, zumindest schaltbar einen Lookahead-Limiter zu haben.

Wer das Flow8 für Streaming via OBS verwendet, kann ebendort ein VST laden, und auch die Audio-Verzögerung passend zur Kamera wählen, insofern nötig. Für Zoom geht das dann halt nur mit irgendwelchen Tricks (virtuelle Soundkarten mit VST Zwischenschalte oder so).

Für mich hat damit das Flow8 keinen praktischen Benefit gegenüber vorhandenen analogen Kleinmixern mit USB-Interface.
 

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