Billige Box = genauso gut wie teure Box mit gleichen Speakern?

  • Ersteller Flashes
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Ich seh die Box ehrlich gesagt nicht als "Instrument". Fuer mich gilt es das Gehäuse so "tot" wie moeglich zu bekommen.

Genau da liegt das Problem.
PA Speaker machen so u.U. noch Sinn, bei einer Gitarrenbox macht aber ja gerade die Resonanz und Interaktion mit der Endstufe den größten Teil am Sound (oder zumindest ebenso viel wie der verwendete Speaker). Eine Gitarrenbox, die an ein Mesa rankommt wirst du so aber nie hinbekommen, da spricht ja schon die Physik dagegen.
 
Ich seh die Box ehrlich gesagt nicht als "Instrument". Fuer mich gilt es das Gehäuse so "tot" wie moeglich zu bekommen.

Ja, diese bösen, lebenden Boxen, die dann auch noch mitschwingen...furchtbar soetwas! :D
Ne...sorry, aber öhmmm...die Box ist das, aus dem der Sound kommt und nicht aus dem Verstärker und du kannst die Box sonste wie festschrauben...die wird immer mitschwingen...wäre ja auch doof, wenn nicht! ;)
So far!
 
Ja, das is mir zuwider. Erstens wirds hier imho nurmehr zur reinen Geschmackssache und zweitens hab ich den Eindruck, dass die ruhiggestellte Box deutlich weniger heikel bei Aufstellung und Raumeinflüssen ist.

Ausserdem unterstelle ich einfach den meisten Herstellern, dass die Boxen trial und error sind. Ich komm mit der PA Variante besser zurecht und ich hab in den letzten Jahren einiges an Fertigboxen ausprobiert.
Und auch reingesehen. Daher meine nicht wirklich gute Meinung zu Fertig Gitarrenboxen.
Eigentlich sind die Chassis ja auch der letzte Dreck, aus technischer Sicht :)

cu
martin
 
Diese schier grenzenlosige Blauäugigkeit ist (nicht nur) hier im Forum typisch. Blauäugigkeit, um nicht z usagen Denkfaulheit.
Wer ein wenig nachdenkt, stellt solche Fragen nicht.
Aber denken ist ja aus der Mode.

Warum?
Ich bin Anfänger, ich hab nachgedacht, ich bin zu keinem Schluss gekommen, also frage ich. Ich kenne mich nicht mit Boxen aus, und wenn niemand Dinge fragen würde, die er nicht weiß, wär das Board ziemlich nutzlos, oder? ;)
 
Den Korpus einer Akustikgitarre mit dem Gehäuse eines Lautsprechers zu vergleichen, ist ziemlich weit hergeholt. Der Korpus einer Akustikgitarre ist ein Resonanzkörper, der soll und muss schwingen! So eine Decke ist ja deswegen auch nur wenige Millimeter dick und aus Massivholz gefertigt. Das Gehäuse eines Lautsprechers soll aber eben das gerade nicht tun, warum sollte man sonst fast 2cm dickes Sperrholz (übrigens ist auch das "Marine Grade Baltic Birch" der Mesa nicht anderes als Birkensperrholz) verwenden, das besonders steif ist?


Dass das holz einer box nicht unbedingt schwingen soll ist mir bekannt. Dass es das dennoch tut weiß ich aber auch. Ansonsten gäbe es ja keine klangunterschiede bei den gleichen speakern (abgesehen von den schwankungen innerhalb der produktion der speaker).
Ansonsten könnte man speaker ja auch in einem drahtgestell aufhängen und könnte sich die konstruktion der box ersparen.
Wie schon erwähnt, klingen offene boxen anders als geschlossene. Vielleicht habe ich das wort "resonanz" falsch gewählt. Auf alle fälle dient das gehäuse der klangformung.
Der vergleich zu den akustikgitarren sollte dabei nur zur verdeutlichung dienen, da es dort offensichtlicher ist.
 
mante schrieb:
Ansonsten gäbe es ja keine klangunterschiede bei den gleichen speakern (abgesehen von den schwankungen innerhalb der produktion der speaker).
Es sind ja auch alle Boxen bis auf die Holzauswahl gleich gebaut, nicht wahr?

Ja, die Gehäusewände schwingen. Die Frage ist, welche Wirkung hat das und wie stark ist die hörbar?
Wer hat schon mal 2 ansonsten absolut identische Boxen mit unterschiedlich schwingenden Wänden verglichen?
mante schrieb:
Ansonsten könnte man speaker ja auch in einem drahtgestell aufhängen und könnte sich die konstruktion der box ersparen.
Wie schon erwähnt, klingen offene boxen anders als geschlossene. Vielleicht habe ich das wort "resonanz" falsch gewählt. Auf alle fälle dient das gehäuse der klangformung.
Das die Gehäusebauart und die dabei verwendete Holzart 2 verschiedene Dinge sind, die sich unterschiedlich stark auswirken, ist klar oder?
Ich habe nie den Einfluss des Gehäuses bezweifelt, ich bin mir dessen durchaus bewusst, nur den Einfluss des Gehäusematerials, solange es nicht in Extreme geht.
Der Unterschied zwischen einer offenen und einer geschlossenen Box bewegt sich in ganz anderen Dimensionen, als der zwischen 18mm oder 15mm MPX, der Vergleich ist nicht passend.


Ich wäre ja mal für eine Box aus Kunststoff, im PA-Sektor gibt es da schon ganz hervorragende Produkte, die im Gewicht deutlich punkten können. Aber nein, das wäre ja Fortschritt, das schwingt ja nicht, wie soll das denn klingen......
 
Was genau ist denn nun deine aussage?
Spielt das gehäuse deinermeinung nach eine rolle oder nicht?

PS: habs nochmal gelesen. Hab ich dich richtig verstanden, dass du den einfluss des gehäusematerials für eher nichtig empfindest?
 
Genau.
Das Material ist nur ein Parameter des Gehäuses. Und ich halte es für eines der unwichtigeren im Vergleich zum Volumen, zu den Abmessungen, zur Frontbespannung, zu den Versteifungen, zur Zurücksetzung der Schallwand, zur eventuellen Anwinklung der oberen Schallwand, zur Dämmung etc.

Natürlich hat das Material in Extremfällen Auswirkungen. Dass es (auch messbare) Unterschied gibt, ob ich 9mm Weichholz oder 18mm MPX nehme, ist mir auch klar. Nur wird hier ja meist der Unterschied zwischen gleich dickem MPX, MDF und Spanplatte etc diskutiert.

Ich halte MPX aber für das beste Holz für Boxen, aber alleine aus mechanischen Gründen, es ist bei Stößen einfach stabiler als MDF oder Span.
 
Ok, so wird ein schuh draus, dann haben wir wohl aneinander vorbeigeschrieben (zumindest ich an dir).
Ob deine these so stimmt, kann ich nicht genau einschätzen, da ich noch nicht so viele boxen gespielt habe und im boxenbau erstrecht nicht bewandert bin.
Da werden sich wohl auch bis ans ende der welt die geister drüber streiten.

Kunststoffgehäuse halte ich aber für einern weiteren (fort)schritt ins verderben der menscheit... :p
 
Das sagst du heute.
Deine enkel werden dich verfluchen, wenn sie ihre autos mit nachgewachsenen baltischen birken betreiben müssen... :-D
 
Die meisten Boxen klingen "subjektiv" unterschiedlich.
Stellt man sich vor eine Mesa mit V30ern und spielt, ist der sound ganz anders als bei ner Box die vom Material und Speakern gleich ist ,weil diese Box vielleicht einen anderen Speakerwinkel hat (bei abgeschrägt meine ich jetzt) und das was auf Kopfhöhe ankommt schon wieder anders aussieht. Nimmt man die Box mit nem mic ab ist der Unterschied manchmal gar nicht so deutlich.

Aber hauptsächlich (wie schon oft genug gesagt) spielen Holzdicke ,Holzart und Maße die primäre Rolle beim Eigenklang.
 
Die meisten Boxen klingen "subjektiv" unterschiedlich.
Stellt man sich vor eine Mesa mit V30ern und spielt, ist der sound ganz anders als bei ner Box die vom Material und Speakern gleich ist ,weil diese Box vielleicht einen anderen Speakerwinkel hat (bei abgeschrägt meine ich jetzt) und das was auf Kopfhöhe ankommt schon wieder anders aussieht. Nimmt man die Box mit nem mic ab ist der Unterschied manchmal gar nicht so deutlich.

halte ich für falsch :(.
Der Unterschied kommt zum allergrößten Teil tatsächlich durch die Konstruktionsweise, und nicht durch den Abstrahlwinkel etc,
Ich verweise auf den weiter oben angeführten Link mit den Boxenvergleichen.
 
halte ich für falsch :(.
Der Unterschied kommt zum allergrößten Teil tatsächlich durch die Konstruktionsweise, und nicht durch den Abstrahlwinkel etc,
Ich verweise auf den weiter oben angeführten Link mit den Boxenvergleichen.

Meine kurze Meinung dazu, welche bei weitem nicht der Kompetenz der bisherigen entspricht:

Sitze ich auf einem Stuhl vor meinem Fireball welcher auf einer HK VC 4x12 sitzt, bekomme ich beim besten willen nicht den Sound hin, den ich habe, wenn ich bei gleicher Entfernung davor stehe. Die Sounds unterscheiden sich nicht nur geringfügig.
Ich rede hier nur von Klangergebniss Box -> Ohr.
Sobald hier irgendwo ein Signalweg drin ist will ich mich mit dir darüber nicht streiten, da hast du wohl die Nase vorn.:p


gruß
 
wenn du wirklich glaubst, dass eine Giarrenmbox nicht mehr ist als ein paar zusammengeklebe Platten will ich deine Boxen garnicht erst testen :)
Das was dodl schreibt ist zwar etwas wirsch geschrieben, hat aber Hand und Fuss.

Und so wie er laut seiner Beschreibung seine Boxen plant und konstruiert weiß er sicher was er da tut. Wenn ich blind kaufen müsste würde ich ehrlich gesagt lieber eine gut durchgeplante und durchgerechnete Box kaufen als eine wo sich die Entwickler nun wirklich nur dadurch auszeichnen dass sie im Trial and Error Verfahren Materialstärken durchprobieren.

Das mag ein wenig arrogant klingen, aber jemanden der es schafft einen gut klingenden Subwoofer zu konstruieren der baut einem bei so einer Schlamperrei wie einer Gitarrenbox noch jede gewünschte Eigenschaft hin - und das mit jedem Material für die Wände, denn wie gesagt liegt der Schlüssel wenn dann in Dämmung und Verstärkungen. Das Volumen hat natürlich eine ganz Zentrale Bedeutung, bildet es doch die rückwirkende Feder auf den Lautsprecher, aber da ist man so oder so jenseits von allen vernünftigen Werten dass das auch nur noch recht wenig ausmacht.


Klar klingen Gitarrenboxen unterschiedlich, aber es ist wahrlich keine Wissenschaft eine Gitarrenbox gezielt auf bestimmte Eigenschaften zu trimmen.
Und deswegen sehe ich auch nicht wirklich woher der Preis einer Mesa Box kommt. Meitwegen klingt die besser als eine Marshall (wo ich einmal in eine reingeschaut hatte... :eek: sowas von mies verarbeitet), aber wenn man selber für wenig Geld eine Mesa nachbaut wird man mit den gleichen Chassis auf den gleichen Klang kommen und auf keine Geheimnisse stoßen.

Es gibt wirklich akustisch anspruchsvoll zu berechnende und zu simulierende Schallwandler, aber eine rechteckige Gitarrenbox gehört mal nicht dazu. Da bekommt man so ziemlich jede Resonanz und akustische Eigenschaft auch schon vorher mit ein paar Werten und dem Dreisatz raus.
 
Ich finde den Preis für das mesa Cab auch nicht gerechtfertigt. Aber alle die hier vom nachbauen reden: Wisst ihr denn konkret was das kostet, bis man ein Cab da stehen hat was material- und verabreitungseitig mindestens mit der Mesa mithalten kann?

Das muss man nämlich erstmal so hinbekommen. Und wenns so leicht wäre würde dann nicht jeder halbwegs Begabte ein Cab im Wert von 250 Euro bauen und dann für 1300 verhökern?


Gleiche Speaker klingen in verschiedenen Boxen gleicher Bauart deutlich unterschiedlich, auch und vor allem mikrofoniert. ;)


Edit: Ich hab noch kein einziges richtig perfektes DIY Cab gehört. und ich kenne ein paar DIYer. Und wenns sie gut waren sahen sie "gebastelt" aus. ;-)
Und wenn was
 
Das muss man nämlich erstmal so hinbekommen. Und wenns so leicht wäre würde dann nicht jeder halbwegs Begabte ein Cab im Wert von 250 Euro bauen und dann für 1300 verhökern?
Natürlich rechnet man anders wenn man selber baut, wenn ich als Selbstständiger 40-50 Euro die Stunde damit verdienen muss sieht so eine Rechnung für handgefertigte Boxen schon wieder anders aus. ;)

Aber schau dich mal um, es gibt auch in Deutschland wirklich Hersteller die richtig geile Boxen herstellen, mechanisch auf das Beste verarbeitet, klanglich super, leicht und das zu sehr vernünftigen Preisen. Und: keiner kaufts.

Man muss ja dabei auch beachten dass der Mehrpreis für den Markennamen ja auch nicht von nichts kommt, Mesa steckt da viel viel Geld rein.


Gleiche Speaker klingen in verschiedenen Boxen gleicher Bauart deutlich unterschiedlich, auch und vor allem mikrofoniert. ;)
Was meinst du damit? Klar, wenn man (gerade bei so einer kruxigen Anpassung) das Volumen verändert ändert sich selbstverständlich der F-Gang - aber es ist nicht so dass das etwas wundersames wäre, das lässt sich ziemlich genau planen


Aber wenn wir mal anders an die Sache herangehen: Nehmen wir mal an dass das ideal eines toten Gehäuses für Gitarren nicht angebracht ist und man eine schön mitresonierende Frontwand haben will - das trifft ja auch sehr gut die Philosphie dass der Lautsprecher der eigentliche Klangkörper der E-Gitarre ist. Warum ist das dann ein im schlimmsten Fall quadratischer, sonst zumindest rechtwinkeliger Resonator? Das gibt dann wahrlich kein reiches Resonanzbild.
Akustische Instrumente haben ja nicht umsonst die Form die sie haben. Eine viereckige Akustikgitarre würde auch klingen wie durch ein Telephon.

Ich hatte schon mal drüber nachgedacht eine Gitarrebox zu bauen wo die Frontplatte wirklich als akustischer Resonator mitschwingt. Dann muss man sie aber ganz anders gestalten.
 
Morgen,

In Wirklichkeit kannst du, wenn du mitschwingende Waende willst, das ganze eh recht flott im trial und error Modus probieren. Weil wie eh schon jemand erwaehnt hat, immer die Gehäusewaende mitschwingen. Mit der Versteifung beeinflusst du aber wie stark und wo! Und das wo ist durchaus spannend. Nun sagt aber keiner, dass der erste Proto sitzen muss. Lass die Rückwand abschraubbar und experimentiere mit verschiedenen Versteifungen und deren Platzierung. In irgendeiner CAD Software laesst sich das sogar grob simulieren, macht mir immer ein Freund um die Subs tot zu bekommen.
Im PA Bereich mess ich dann dutzendfach drueber, bei der Gitarrenbox (und drum schreib ich bewusst so polemisch) ist erlaubt was gefaellt. Drum laesst es sich ueber Gitarrenboxen ja auch seitenweise trefflich diskutieren. Da wurschtelt jeder irgendwas zusammen und wenns eigentlich Muell ist, sagt er das gehoert so. Wenn ich mir ne 1960A ansehe - na meine Herren, da hat sicher keiner die Simu bemueht um Moden zu berechnen. Mit dem Holzpruegel der da Front und Rückwand verbindet.
Ich mach die schwingungsfaehigen Teilbereiche der Waende so klein, dass sie möglichst nicht mehr angeregt werden, bzw nur in einem Ausmass dass es vom Direktschall der Chassis maskiert wird. Hier gibts auch eine ganz einfache Methode, naemlich die Box abklopfen. Dann hoert man eh sofort wo sie geneigt ist zu schwingen. Und mir sehr wichtig, der Buckel in der Response rund um die Einbaureso muss weg. Buckel in der Response ist ja untrennbar mit entsprechender Impulse Response verbunden. Naemlich durchwegs negativ. Ein Qtc >0,8 bedeutet in jedem Fall Bassmatsch. Genau damit hab ich immer wieder Probleme, sei es Mesa, Marshall oder die aus meiner Sicht ansonsten sehr gute Box zum HK Triamp.

Und drum meine ich kann jeder ne Gitarrenbox bauen, denn letzten Endes ist es eine popelige CB, oder im kleineren Rahmen halt hinten offen was durchaus Sinn machen kann. und das ist so ganz und garkeine Raketenwissenschaft. Das is Lulu Physik. Und wer meint er muss ne ganz speziell resonierende Box haben (was ein hersteller der MPX einsetzt wohl eher nicht anstrebt), der braucht halt statt einem Nachmittag das ganze Wochenende um seine Versteifungen rumzuschieben und Probezuhoeren.

Und eine mikrofonierte Box - da machen 2cm Unterschied bei der Mic Position mehr aus, als alles andere. und im normalbetrieb machen 10cm Positionswechsel des Gitarristen mehr aus als alles andere. Weil ein 12er bei 2-5k nunmal zum Laser wird :)
Ueber das Abstrahlverhalten beeinflusst man mehr als mit irgendwelchem Gehäusewandschwingungsvoodoo. Und da gibts genug Lösungen vor den Chassis. Nexo hat sich das sogar patentieren lassen :) Bringt immerhin eine Oktave bei der Kopplung und damit auch im Polarplot, bevor man da nurmehr eine 15° Keule sieht.

cu
martin
 
dodl schrieb:
Und da gibts genug Lösungen vor den Chassis. Nexo hat sich das sogar patentieren lassen Bringt immerhin eine Oktave bei der Kopplung und damit auch im Polarplot, bevor man da nurmehr eine 15° Keule sieht.
Hättest du dazu ein paar Links oder genauere Stichworte zum suchen?
Das ist ein Thema, das mich sehr interessiert.
 

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