Mein Gott, Bibilein, die Begeisterung Deinerseits ist ja unglaublich! Ich hab mich dann nie an Instrumente getraut, obwohl bei uns nicht nur das Digitalpiano sondern auch noch E-Gitarren, E-Bass, Schlagzeug, Saxophon und eine Geige rumstehen. Die Geige war so ein Wunsch meiner Tochter, Lindsey Sterling sei Dank. Das Thema hat sich aber schnell erledigt, das lernt man wohl nicht so schnell.
Da haben wir aber auch wenig investiert, Vorahnung.

Das Schlagzeug notgedrungen, denn die Tochter war in der 5. und 6. in der Musikklasse unseres Gymnasiums, da musste jeder ein neues Instrument lernen, damit alle auf dem gleichen Level anfangen. Sie sollte dann nach einer gewissen Orientierungszeit ein Schlagzeug bekommen, hat sich aber standhaft geweigert und so ein Saxophon erhalten. Daraufhin waren ihre Brüder sauer auf sie, da man halt ein Schlagzeug auch nach Hause bekommen hätte und darauf waren sie richtig heiß. So blieb mir nichts, als ein günstiges gebrauchtes zu kaufen. Sollte auch bei den Jungs nie das Hauptinstrument werden, mehr so zum Austoben.
Mein Sohn hat halt mit Gitarre angefangen und dann ein Studium Media Music (Musikproduktion) angefangen. Jetzt komme ich wieder auf den Punkt, hierzu musste er auch ein "gewisses" Können bei der Aufnahmeprüfung an den Tasten nachweisen. Gottseidank haben wir einen guten Musiklehrer, der ihn in 3 Monaten auf das notwendige Level brachte. Während des Studiums hat er aber gesehen, dass die meissten anderen mit den Tasten viel weiter waren und meinte, man hätte viel früher parallel zur Gitarre mit dem Klavier arbeiten sollen.
Gut, nicht jeder der zur Musikschule geht studiert später auch Musik, aber wenn, dann ist es unheimlich hilfreich, Klavierspielen zu können.
Bei der Tochter hatten wir das gleich mit einbezogen. Sie hat sich immer für Musik begeistern können und wir wollten ihr den Start möglichst erleichtern. Sie hat damals nicht danach gequängelt, war aber sofort dabei. Das Saxophon steht jetzt auch nur noch rum, da sich das Schulorchester im Moment aufgelöst hat. Aber die Grundlagen sind da und ein Musikstudium verlangt meisst ein Zweitinstrument.
Nur unseren ältesten Sohn hat dieser Musiklehrer nicht auf die "dunkle Seite"

gezogen, der hat sein Chemiestudium abgeschlossen und bastelt jetzt an seinem Dr. Hatte aber auch Gitarrenunterricht bei ihm. Wohler ist mir dabei, seinen Lebensunterhalt kann er damit später wahrscheinlich besser verdienen.
Aber finde Dich damit ab, wenn Dein Sohn richtig Bock auf Musik hat, kommt bestimmt noch ein anders Instrument dazu. Und auch alle Hobby-Instrumentalisten die ich kenne, spielen oft mehrere Instrumente. Und die SängerInnen sehr oft auch Klavier.
Über ein "richtiges" Klavier würde ich mir erst Gedanke machen, wenn Du vorher in ein Einfamilienhaus umgezogen bist, sonst gibt es garantiert nur Ärger mit den Nachbarn. Und für einen Flügel sollte es schon eine Villa sein, so ein Teil muss auch irgendwo stehen.
Und Du musst Dir selbst halt etwas mehr Zeit gönnen, so schnell wie Kinder (besonders mit den Vorkenntnissen Akkordeon) lernst Du das nimmer!
PS: Die Tochter ist jetzt in der Abiturklasse und ob sie wirklich Musik studiert, ist noch lange nicht raus, sie ist sich da noch nicht sicher. Musik ist aber auch ein tolles Hobby.