C-Notation im Bassschlüssel

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Nachdem ich mir nun ein 72-Bass Akkordeon zugelegt habe und momentan (Ferienzeit) noch ohne Lehrer bin, muss ich hier im Forum nachfragen:

Ich übe gerade die Bassnoten F G C D. Dass C wird hier auf der 2. Linie notiert, die Töne F und G darunter. Vom Klang her stimmt das aber so nicht, das C müsste in der unteren 2. Hilfslinie stehen, bzw. das F und das G eine Oktave über dem auf der 2. Linie stehenden C.

Wird das nur auf Grund der besseren Lesbarkeit so notiert oder übersehe ich da etwas?

Danke
Horst
 
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Hallo Horst,

eine Note auf der zweiten Linie (von oben) im Bassschlüssel wäre dann aber kein C, sondern ein F.

Um welches Stück bzw. Buch handelt es sich, und meinst Du die Grundbässe oder die Akkorde? Falls letzteres: In "modernen" Lehrbücher/Akkordeon-Notationen verwendet man eine vereinfachte Bass-Notation, bei der Akkorde nur als Einzelnoten notiert sind, und zwar immer mit dem Hals nach unten. Um welchen Akkord es sich dann handelt, wird zusätzlich unter dem Bass-System per Buchstabe erläutert.
In folgendem Buch z. B. entsprechen die geschriebenen Noten der Akkorde eigenartigerweise nicht den Grundtönen der zugehörigen Akkorde:


Da sich dies recht systematisch durch alle Stücke zieht, handelt es sich wohl nicht um Satz-/Druckfehler, und evtl. ist das auch bei anderen Stücken/Noten so...
 
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Hier gibt es wieder keinen einheitlichen Standart.
In der Notation hat sich die Schreibweise zwischen groß E und klein D# ziemlich durchgesetzt, denn diese ist gut lesbar.
Die Bauweise der Bässe unterscheidet sich aber häufig und es gibt sogar auch Register, die die Lagen der Oktavbegrenzung ändern, ganz abgesehen von den Oktaven selbst. Wie soll man es also machen?

Ich denke, die Notation ist aufgrund der Lesbarkeit (häufig) so und nicht anders. Was dann wirklich klingt, hängt vom Modell ab.
Ein bischen Toleranz muß man da schon haben, schließlich will man es den Spielern so leicht wie möglich machen und trotzdem jeden Privatwunsch in der Spezialanfertigung erfüllen. ;-)
 
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Ich lerne nach "Spiel Akkordeon" von Peter Haas.
Hier sind die Grundbassnoten und Akkorde in Buchstaben. Da mir das so nicht gefällt, wandle ich mit meinem Notenschreibprogramm von der ersten Übung an gleich alles in Noten um. So habe ich mir nach einer Woche schon das Notenbild des f-, c- und g-Akkords eingeprägt und brauche somit keine Buchstaben. Irgendwann will ich ja mal Klangbutter's Nr. 4 von D. Popper lesen können, ohne da noch Buchstaben hinschreiben zu müssen.

Weil es vom Klang her gepasst hat, habe ich immer den C-Grundbass in die zweite Hilfslinie (unten) notiert.

Gestern kaufte ich mir den Workshop 1 von Martina Schumeckers und hier ist jetzt der C-Grundbass auf der zweiten Reihe (von unten). Da hab ich halt nimmer durchgeblickt und deswegen meine Frage.

Der Satz mit der vereinfachten Bass-Notation (Hals nach unten) war für mich auch neu, danke.

So werde ich Klangbutter's Schreiben beherzigen und den C-Grundbass in der zweiten Linie (von unten) belassen.

Horst
 
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Hallo Horst,

die Note auf der zweiten Linie von unten ist dann aber nicht der C-Grundbass, sondern H. Der C-Grundbass steht zwischen der zweiten und dritten Linie von unten, und die Notation dort ist ein Quasi-Standard.
 
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Hast recht. Da hab ich mich falsch ausgedrückt.
Ist halt noch für einen Anfänger ein Problem das zwischen, auf und in der Linie und wo ist oben, wo unten.
 
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Apropos oben und unten... Immer wieder verwirrend:
Im Unterricht muss ich manchmal verbal korrigieren.
Im Diskant "ein Ton höher". Gemeint ist ein klingender Ton höher - aber eine Taste näher am Boden!
Links dagegen "ein Knopf höher" bedeutet tatsächlich Richtung Zimmerdecke, denn die Anordnung ist ja nicht tonhöhenlinear, nicht einmal umgekehrt...
 
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Oh je!
Da freue ich mich ja schon auf meine erste Unterrichtsstunde.
 
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Um solche Missverständnisse auszuschließen, sollte man die Linien immer von unten zählen und den Begriff "Zwischenraum" verwenden. Also: Das c steht im zweiten Zwischenraum, das H auf der zweiten Linie.
 
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Apropos oben und unten... Immer wieder verwirrend
ich kann das auch nicht erklären aber die meisten AkkordeonistInnen machen das intuitiv so. Für mich auch irgendwie logisch.

Da freue ich mich ja schon auf meine erste Unterrichtsstunde.
Ich verrate dir mal was: die meisten AkkordeonistInnen können Bass-Schlüssel nur zur Not oder garnicht lesen. Sie (mich eingeschlossen) spielen überwiegend nach den Buchstaben, die freundlicheweise ja mit gedruckt werden. Je schwieriger die Literatur wird, desto häufiger findet man dann auch Bassnoten ohne Buchstaben unter der Zeile. Ein Haken hat die Sache dann: kaufst du Noten im Ausland (z.B. Italien oder Frankreich) so trifft dich möglicherweise der Schlag. Dort steht dann nämlich häufig das so berühmte "Do - Re - Mi" drunter :bang:

Fazit: mach dir als Anfänger keinen allzu großen Kopf über den Bass-Schlüssel, den musst du erst in ein paar Jahren wirklich lesen und selbst das ist nicht sicher.

Gruß
Leo
 
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Fazit: mach dir als Anfänger keinen allzu großen Kopf über den Bass-Schlüssel, den musst du erst in ein paar Jahren wirklich lesen und selbst das ist nicht sicher.
Diesen Tipp finde ich nicht wirklich sinnvoll. Ich finde es gut, wenn Fingersprung von Anfang an versucht, nach Noten zu spielen anstatt nach Buchstaben - das erspart ihm später Zeit und Energie, es zu lernen. Jetzt im Anfängerstadium, wenn es eh langsam geht und beim Spielen überlegt werden muss, dürfte es nicht so lästig sein wie später, wenn es eigentlich schon laufen würde, man aber den Schritt rückwärts gemacht hat, um Bassschlüssel lesen zu lernen (ich spreche da aus Erfahrung - nach ca. 35 Jahren Bassspiel nach Buchstaben das Nach-Noten-Spiel gelernt). Zumindest die Bässe lesen zu können, würde ich jedem Anfänger raten. Die Akkorde anhand der Noten identifizieren zu können halte ich jetzt auch nicht für soooo wichtig.

Gruß,
INge
 
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Hallo, ich hab mir gemerkt, dass der Bassschlüssel der F-Schlüssel ist und von dort aus weiter gezählt, zuerst hingeschrieben, dann aber immer gesagt, ein Tonschritt weiter ist der Ton und mit der Zeit liest sich der Bass gut.
 

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