cannibal corpse waren immer eine kontroverse band (anfaenglich verlacht nennt man ihren namen mittlerweile im selben atemzug wie death oder morbid angel), der widerstand und die ablehnung, die ihnen aus allen teilen der gesellschaft entgegen schlugen, macht die frage nach zu einem "entweder-oder"-konstrukt.
musikalisch gabs an den kannibalen niemals etwas zu bemaengeln, vom gutklassigen old-school-death metal ("eaten back to life" - zugegebenermassen das album, mit dem ich am wenigsten anfangen kann) ueber geschwindigkeits-gedrosselten death metal ("the bleeding") zum technisch makellosen, komplexen death metal ("gallery of suicide", "bloodthirst", "the wretched spawn") haben ihre bisherigen alben stets ein sehr hohes mass an originalitaet und identitaet bewiesen. dass die poetik von "guts 'n gore" nicht jedermans sache ist, war fuer mich stets verstaendlich - jedoch niemals ein grund fuer mich diese band nicht als herausragender vertreter des todesblei zu sehen...
achja, das album "hammer smashed face" ist mir nicht bekannt. es gab eine single mit diesem song und ein paar coverversionen (z.b. "zero the hero") aber die scheibe, die diesen song enthaelt nennt sich "tomb of the mutilated".
und: cephalic carnage sind keine death-metal-band. sie selbst nennen ihren stil ja hydro grind, ich wuerde es als grindcore mit versatzstueckchen aus den unterschiedlichsten genres bezeichnen, jazziger abwechslungsreichtum, stoner-rock-psychedelischem wahn (aus ihrer vorliebe fuer herbs machen sie kein hehl...) und doomigem slow-motion-lava-riffing (man hoere sich dazu "halls of amenti" an, ein ueberlanger doom-track, den sie aus spass an der sache aufgenommen und veroeffentlicht haben oder auch die gigantische neu-interpretation von black sabbaths "hand of doom").