Cubase LE AI 7 für Fortgeschrittene, diverse Fragen!

von Tim, 23.01.19.

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  1. Tim

    Tim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.19   #1
    Hallo,

    das Wort Fortgeschrittene in Bezug auf meine Cubase-Kenntnisse ist zwar sicher noch übertrieben, aber zumindest möchte ich da mal hin. ;)

    Es gibt diverse Fragen, für die ich nicht einzelnd Threads eröffnen möchte, darum stelle ich sie mal hier der Reihe nach:

    1. (Wie) kann ich bei Cubase LE AI Elements 7 die Intonation des Gesungenen prüfen?
    2. (Wie) kann ich die Intonation korregieren (falls Töne nicht genau stimmen)?
    3. Wie kann ich die Stimme interessanter klingen lassen, also abgesehen von Reverb weitere schöne Effekte drauf legen?
    Ich habs mit Disortion versucht, aber das klang dann total kaputt und irgendwie fürchterlich, nicht so wie eine Gesangsstimme im Bereich Hard Rock / Metall.
    4. Wie bearbeite ich die Gesangsspur mit EQ nach oder anderes gesagt, was bringt sowas, warum wird es gemacht?
    5. Wie kann ich einzelne Passagen immer wieder einsingen und nachher den besten Take nehmen?
    Ich lege zur Zeit ca. 3 Gesangsspuren an und singe den Song halt komplett mehrfals und versuche dann die besten Stücken der jeweiligen Spuren zu einer zusammen zu schneiden. Das muß doch aber auch eleganter gehen, daß man in einer Art Loop immer wieder eine Zeile singt, bis man zufrieden ist und nur den besten Take behält, geht sowas irgendwie automatisiert, daß einem das Playback ein Duzent male genau in einem frei wählbaren Bereich immer wieder vorgespielt wird und man dazu aufnehmen kann?
    6. Was kann eigentlich die Vollversion mehr als die LE AI 7, die ich nutze? Ich hoffe mal nicht all die Dinge, die ich mir in meinen Fragen wünsche? :o
    7. Welche Version ist gerade die neuste und was gab und gibt es für Neuerungen gegenüber 7?

    Gruß
    Tim
     
  2. lightsrout

    lightsrout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.19   #2
    Mit deiner Version gar nicht. VarioAudio usw. gibt es nur in Cubase Pro.
    Vergleichstabelle


    Am ergiebigsten ist hier oft Delay, gern auch mehrere. Ansonsten kannst du mit Gitarreneffekten, wie Flanger und Chorus experimentieren. Versuch auch, nicht das gesamte Signal mit einem Effekt zu belegen sondern ihn nur teilweise hinzuzumischen. Das funktioniert zB. mit Verzerrung ganz gut. Du kannst zudem ganze Effektketten parallel anlegen, zB einen EQ der Tiefen und Höhen wegschneidet und danach Distortion. Oder einen Chorus, der in ein Delay, der in einen Reverb läuft. Die Möglichkeiten sind endlos und genau hier beginnt der kreative Aspekt der Tontechnik.


    Mein Ansatz ist, weniger auf die Möglichkeiten als auf die Probleme zu achten. Überleg dir: "Was stört mich an dieser Aufnahme?". Wenn du dir das Dynamik-hören (Also kurzzeitige Lautstärkeunterschiede) und Frequenz-hören (also die Fähigkeit, einzelne Bereiche des Frequenzspektrums zuordnen zu können) beibringst, kommst du schon recht weit. Bei letzterem hilft der Interactive Frequency Chart.


    Bei Cubase Pro heißt das Comping, bei deiner Einstiegsversion ist das evtl. nicht vorhanden. Falls du Schüler oder Student bist, bekommst du Cubase Pro um ca. 300€.

    Ich würde dir allerdings raten nicht zu pingelig zu werden und lieber nochmal alles einzusingen, bzw. den gesamten Teil. Das wirkt lebendiger und wird zu einem besseren Gesamtergebnis führen als wenn du ausschließlich "stückelst". Mit all den digitalen Möglichkeiten ist es sehr leicht ein super sauberes aber stinklangweiliges Produkt zu kreiren. Es zählt die Devise: Vor dem Mikro macht man Musik.

     
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  3. GuywithBass

    GuywithBass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.19   #3
    die Nächste Ausbaustufe zu LE heißt Elemenst Upgrad von Le kam mal um die 50 Euro. ( ich habe es so gemacht)


    In Cubase kannst du zu einer Spur mehrere Takes einsingen. (Einfach immer wieder aufnehmen). In Cubase Elements können diese Takes (Parts) in Events um gewandelt werden. Diese können dann Übereinander angeordnet und entsprechend geschnitten werden. Ich kann alle nicht gebrauchten Teile dann Stummschalten und so mir immer das beste zusammen suchen. Die Anleitung dazu habe ich mal vor Jahren gelesen und irgend wo im Netz gefunden. Einfach mal suchen.
     
  4. Tim

    Tim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.19   #4
    Aha, das hab ich mir beinahe schon gedacht, denn wenn die beim USB-Interface (für damals etwa 130 Euro) mitgelieferte Version sowas alles schon können würde, bräuchte es ja keine >500 Euro Versionen mehr zu geben.

    Mal als kleine Frage am Rande, kann das unter Linux kostenlose Ardour 5 sowas, oder hat dies nicht die Ausbaufähigkeit und den Funktionsumfang von Cubase 10 Pro?

    Klingt sehr interessant, ich muß mich da erstmal in die Fachbegriffe weiter einlesen, würde sowas denn auch mit meinem Cubase LE AI Elements 7 gehen?

    Ich finde meine Aufnahmen klingen manchmal nicht ausgewogen genug, damit meine ich, der Gesang ist manchmal etwas zu präsent und manchmal zu hintergründig und wirkt nicht perfekt eingebettet in den Audiomixdown, so wie ich es von professionellen Studioversionen kenne.

    Seh ich auch so, aber oft schleichen sich kleiner Fehlerchen in einem für meine Ansprüche ansonsten sehr guten Take ein, die ich dann weg haben will, ohne alles nochmal zu singen und dann an anderen Stellen wieder neue kleine Fehler einzubauen...
    Mir macht das immer weiter Optimieren auch einfach Spaß, da kann ich Stunden vor dem PC hocken und merke gar nicht wie die Zeit vergeht, bin ein einer eigenen Welt und freue mich über jede kleine Verbesserung und das Gesamtergebnis, wenn ich fertig bin und es mir auf allen Lautsprechern immer wieder anhören kann.

    Schon, aber wenn man nicht Profi ist, wird man sicherlich oft merken, das einen immer mal hier und da was stört und will den Song halt nicht paar tausend male aufnehmen bis mal irgendwann alles paßt.
    Dazu kommt, daß ich kein echtes Homestudio haben, ich nehme einfach im Wohnzimmer auf, der Raum hat schon relativ viel Grundhall und ist in keinster Weise wirkungsvoll für Aufnahmen optimiert.
    Ob man das nachträglich mit der EG-Bearbeitung oder Stückeln noch teils rausreißen kann, ist natürlich sehr fraglich bis unwahrscheinlich.
     
  5. Pfeife

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    Erstellt: 24.01.19   #5
    Ja ;)
    Soweit ich weiß, gehört das nicht zum Umfang von Ardour. Du kannst aber durchaus dir z.B. Melodyne kaufen.


    Welche Version ist es denn, denn das sind drei unterschiedliche Ausstattungen, die nur den gleichen Programmkern haben. Was du davon hast, siehst du beim Start, bzw. wenn du mal auf Über Cubase klickst.


    Fängt an beim akustischen Optimieren des Aufnahmeraumes, geht weiter beim ordentlichen Einsingen vor der Aufnahme, hört bei kontrolliertem Mikrofonabstand noch lange nicht auf, bevor es am Ende eine Aufgabe im Mix ist.

    Du hast noch nie live Musik gemacht?


    Dann fang erst mal an, hier im Bereich Raumakustik etwas an Halbwissen zur Optimierung eines Aufnahmeraumes aufzuschnappen.
     
  6. GuywithBass

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    Erstellt: 24.01.19   #6
    Im Regelfall liegt Cubase AI bei, Elements müsste zu gekauft werden
     
  7. Pfeife

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    Erstellt: 24.01.19   #7
    Jou, wer lesen kann ist klar im Vorteil.:o
    Ob ein upgrade auf die Elements was bringt, kann ja der Frager in den Steinbergen herausfinden.;)
     
  8. Rescue

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  9. lightsrout

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    Erstellt: 24.01.19   #9
    Wenn du eine Alternative zu Cubase suchst und Windows nutzt, schau dir mal Reaper an. Es ist zwar gänzlich anders aufgebaut, lässt sich aber mit ein bisschen umgewöhnen super bedienen und kostet nur 70€. Melodyne müsstest du halt dazukaufen. Ansonsten kann ich dir noch Harrison Mixbus empfehlen, das ist ähnlicher zu Cubase. Ich hab es selbst aber noch nicht verwendet.

    Professionelle Studioversionen werden auch professionell produziert, geschrieben, arrangiert, aufgenommen, gemischt und gemastert. Da gibt es Leute die 6 Jahre studieren und ein Leben lang in einer Branche arbeiten um ein Ergebnis zu erzielen. Trotzdem möchte ich dich dazu aufmuntern dich einfach mehr in die Thematik einzulesen. Cubase und jede andere DAW ist wie ein Stück Werkzeug aber DU musst wissen wie und wann man es verwendet. Wie schon gesagt wirst du die meisten Probleme in diesem Sektor mit EQ und Kompression lösen können, also schau das du dich damit gut auskennst und auch dein Gehör trainierst um Fehler zu erkennen. Oft hilft es, ein falsches Beispiel zu hören um zu verstehen was das Problem ist.

    Das ist doch toll wenn du dich so darin verlieren kannst! So geht es mir nämlich auch. Man neigt dann aber auch dazu auf Details zu hören und oft klingt der erste Mix besser als der Letzte weil man irgendwann die objektivität verliert. Keep it rough! ;)[/QUOTE]

    LG lightsrout
     
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  10. Tim

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    Erstellt: 24.01.19   #10
    Nochmal ein Umstieg reizt mich jetzt momentan nicht so, wenn dann aber vermutlich am ehesten zu Samplitude, weil das mein Gesangslehrer verwendet und davon mehr überzeugt ist als von Cubase, er könnte mir dann halt auch einiges im Umgang mit der DAW beibringen, wenn ich alleine mal nicht weiter komme.
    Oder ist Samplitude irgendwo schlechter als Cubase Pro oder die anderen genannten DAWs?
    Ich weiß noch, daß ich einmal den Wunsch hatte, ein fertiges Playback einen Halbton hoch transponiert zu bekommen, weil ich dann den Refrain auf C5 üben wollte, das ging ich glaube mit Samplitude und eventuell noch Melodyn (oder ähnlichem) ruck zuck, allerdings hörte ich nachher, daß das Playback an manchen Stellen gelitten hat und teils ein wenig unsauber klang.

    Jepp, das ist mir klar, aber das macht es nicht weniger beeindruckend und erstrebenswert, da möglichst nahe heran kommen zu wollen.
    Es ist halt so, daß in solchen Versionen, die dann oft auch Welthits wurden, der Gesang oft dynamischer und energievoller rüber kommt und mehr Klang (vermutlich auch durch Effekte) hat, teils gar metallisch klingt (ich denke jetzt z.B. an Phil Collins), aber oft auch voller und weniger dünn wirkt, als das was man selbst so aufnimmt, vermutlich werden da auch mehrere Spuren Gesang übereinander gelegt...
    Außerdem bleibt der Gesang eigentlich immer präsent, man kann alles gut verstehen, er wirkt nie zu leise, aber auch nie zu vordergründig, eben perfekt in den Gesamtmix eingebettet.

    Das denke ich ist auch ein ganz wichtiger Punkt, ich muß mein Gehör mehr trainieren, denn es fällt mir oft extrem schwer heraus zu hören, was genau nicht stimmt, auch wenn ich merke das was nicht stimmt.
    Manchmal merk ich, daß das Timing nicht perfekt ist, dann verschiebe ich den Einsatz ein Stück, weiß aber oft nicht sicher, ob ich früher einsetzen müßte oder später, das sind dann meist nur Sekundenbruchteile, wenn ich höre wie es richtig bzw. perfekt ist, merke ich ja das alles stimmt, aber wenn nicht, dann komm ich schnell ins Schwimmen und erkenne ein Problem, sehe aber nicht den schnellen Weg zur Lösung.
    Ähnlich ist es mit der Intonation, ich merke manchmal, daß ich den Ton nicht ganz perfekt getroffen habe, an anderen Tagen fällt es mir an der gleichen Stelle kaum auf. Wenn ich dann die Stelle mehrmals aufnehme und vergleiche ist es auch sehr schwierig diese Feinheiten heraus zu hören und zu merken, welcher Take da nun am besten geworden ist.
    Für sowas muß man sein Gehör sicher trainieren und auch nicht nur beim Singen, sondern auch beim Schneiden hochkonzentriert sein, an dem Punkt beneide ich die Sänger/innen, die in einem Profistudio aufnehmen und sich einzig und allein aufs Singen konzentrieren können.

    Das war bei mir von Anfang an so, nachdem ich die Grundfunktionen von Cubase verstanden hatte, allerdings setzte dann schnell der Perfektionismus ein und ich hab wie wild geschnitten und bestimmt aus 100 Stücken ein Song zusammen gebastelt, da wäre es einfacher gewesen ihn am Stück 10 mal aufzunehmen und dann den besten Take zu nehmen und vielleicht maximal 2-3 Stellen zu schneiden, denn Außenstehende werden gar nicht merken, wie viele Stunden arbeit da drinn steckten. :ugly:
     
  11. Tim

    Tim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.19   #11
    Nochmal ein paar Fragen (hoffentlich ohne das ich mich wiederhole):

    1. Ist es sinnvoll, beim Einsingen den Limiter an zu haben?
    Kann man damit verhindern, daß es clippt, wenn man zu laut singt bzw. zu hoch eingepegelt ist?
    Oder geht das auch hinterher noch, wenn man ohne Limiter aufnimmt und ihn halt danach einschaltet?

    2. Ich verstehe immer noch nicht den Sinn und den korrekten Einsatz von Fade-in bzw. Cross-Fade. Ich hab sehr viel geschnitten und immer ohne diese Funktionen meine Schnippsel einfach aneinander gereit und ich höre nirgends ein Knacksen, auch nicht wenn ich nur die Vocals höre und Playback stumm schalte.
     
  12. Signalschwarz

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    Erstellt: 28.01.19   #12
    1) Nein. Zu allen drei Fragen.

    2) Wenn man an Nulldurchgängen schneidet und auf den sauberen Verlauf der Wellenform achtet, dann knackt es idR auch nicht. Mitunter ist die Einhaltung beider Punkte aber nicht immer möglich.
     
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  13. Tim

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    Erstellt: 28.01.19   #13
    Zu 1. Wofür braucht man den Limiter denn dann überhaupt?
    (Damit kein Mißverständnis auf kommt, ich meine den Knopf unter VST Dynamics)

    Zu 2. Ich versuche immer da zu schneiden, wo eine Linie ist, also möglichst keine Ausschläge vorhanden sind, allerdings zoome ich nicht maximal und achte nicht direkt auf die Wellenform.
    In meiner letzten Aufnahme habe ich so bestimmt ca. 30 Schnitte gemacht und kein Knacksen bisher bemerkt.
    An einer Stelle hatte ich aber doch mal ein Knacksen, da hab ich dann die Schnippsel markiert und Crossfade versucht zu nutzen, aber es änderte nichts an dem Knacksen, später hab ich dann stärker vergrößert / gezoomt und den Knacks so genauer lokalisiert und raus gelöscht.
     
  14. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.19   #14
    1) Der Limiter/Begrenzer zählt zu den die Dynamik bearbeitenden Werkzeugen. Er grenzt die Dynamik eines Signals also ein, dabei kann er auch vor Übersteuerung schützen. Letzteres ist in deinem Fall nicht der Fall, denn er sitzt hinter dem AD-Umsetzer.

    2) In Cubase gibt es die Funktion "Nulldurchgänge finden", ist sie aktiv kann nur an diesen Nulldurchgängen geschnitten werden.
    Fades/Blenden zeigen immer Wirkung, diese kann man in Cubase sogar optisch nachvollziehen.
    Gegen Knackser die eventuell schon im zu bearbeitenden Material vorliegen können sie nur eingeschränkt helfen, das gehört auch nicht unbedingt zu ihren Aufgaben.
     
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  15. Tim

    Tim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.19   #15
    Also wenn ich die Funktion "Nulldurchgänge finden" nutze, kann ich mir im Prinzip Crossfade usw. sparen, wenn es mir nur darum geht in der von mir aufgenommenen Spur sauber zu schneiden?
     
  16. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.19   #16
    Die meisten DAW finden den Null Durchgang selbstständig und machen auch einen Crossfade über die Schnitte. Manche erlauben auch damit zusammenhängende Parameter zu manipulieren. Länge des Standard Crossfade zum Beispiel......

    Und Limiter bei der Aufnahme? Ne. Das gehört so eingepegelt, dass es nicht über Null geht. Fertig. Clippt es trotzdem, hat man sowieso viel zu viel Pegel drauf und schraubt einfach den Eingang runter.
     
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  17. Tim

    Tim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.19   #17
    Weiß Du ob das bei meinem Cubase LE AI 7 der Fall ist?
    Eigentlich gehe ich mal davon aus, denn sonst hätte ich sicherlich niemals so saubere Übergänge, so viel wie ich gewöhnlich schneide.

    Nach meiner Erfahrung passiert es aber schnell, daß es clippt wärend der Aufnahme, denn es gibt viele Parameter, die dafür sorgen können:
    1. Potentiometer am Interface so hoch ausgepegelt,
    2. Abstand zum Mikrofon bei Singen zu dicht,
    3. Sehr hohe Töne,
    4. Vollstimmigkeit in der Höhe mit viel Atemdruck.

    Außerdem hab ich gerade bei tieferen Stellen in Songs oft das Gefühl, das Monitoring sei zu leise und gehe dann automatisch dichter ans Mikro heran, um mich selbst besser zu hören und wenn ich dann nicht genau auf den richtigen Abstand zurück gehe, wenn es wieder in die Höhe geht, ist sofort Clipping da.

    Kann man das Clipping denn hinterher noch raus bekommen?
     
  18. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.19   #18
    Nein. Aber man kann es vorher vermeiden. Max Peak sollte -8 dBFS sein. No matter what. Da dreht man eben so lange am Input bis es passt. Und dreht dann noch mal was zurück als Reserve.

    Die Zeiten wo man max Pegel auf dem Band haben wollte sind vorbei. Band ist Geschichte. Digital ist anders. Da gibt es keinen vernünftigen Grund warum man da mehr als -8 max auf der Spur haben sollte.

    Mach halt das Monitoring lauter.
     
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  19. Tim

    Tim Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.19   #19
    Und ich hab immer versucht nachher beim Mixdown genau auf 0dB zu kommen, aber dabei ist es ja was anderes als in den Spuren, auch dort bewege ich mich aber sicher im zu hohen Bereich, die Kurve meines Gesangs geht oft aus dem Bereich der Spur heraus bzw. wird da gecuttet.
    Schwierig finde ich halt die Auspegelung, daß man sich zum einen selbst gut beim Singen hört, zum anderen aber nicht geclippt wird und auch das Playback gut zu hören ist, also alles drei aufeinander abzustimmen. Außerdem möglichst wenig Raum mit hinein zu bekommen, weil der bei mir ja eh zu viel Grundhall hat und in keinster Weise optimiert ist.
    Heute hab ich z.B. in einem Song-Cover ein D5 gesungen, was ich möglichst vollstimmig haben wollte, den Pegel am UR22 hab ich davor auf Anschlag Minimum gestellt und war etwa 30 cm vom Mikro (Sennheiser MK4) weg, so paßte das gut, hat nicht geclippt, ich hab dann auch weiter auf 0-Pegel aufgenommen und war erstaunt, daß man sogar in Mittellage und mäßiger Gesangslautstärke so aufnehmen kann und es halt hinterher dann einfach lauter macht.

    Trotzdem noch eine Frage zum Limiter im VSTDynamic, wenn dieser Clipping bei der Aufnahme nicht verhindern kann, wozu ist der dann überhaupt gut?
    Irgendwie hab ich das leider noch nicht begriffen. :confused:
     
  20. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.19   #20
    Na siehst. Geht doch. Nur was Du mit "weiter auf 0-Pegel aufgenommen" meinst, weiss ich nicht.

    Der ist überall da gut, wo man verhindern will, dass ein Signal über einen bestimmten Pegel geht.

    Nur im Eingang sollte man den nicht benutzen. Oder nicht benutzen müssen. Je nach dem wie man das sieht.

    Das sollte auf keinen Fall sein.

    Eigentlich ein einfacher Vorgang. Fix, mehr oder weniger, ist nur der Eingang. Der sollte Max ca. -8 dB sein bei der lautesten Stelle. Das willst Du auf der Spur haben. Nichts anderes. Wobei man sich hier streiten kann, ob niedrigere Pegel Vorteile bringen gegenüber den relativ hohen -8 dBFS.

    Ist das erst mal auf der Spur spricht nichts dagegen, sich ein Mithören einzustellen, wie man es braucht. Da kann man in die Vocals reinpacken was man will. Ordentlich Compressor und danach noch was Hall. Gerne auch einen Limiter. Hauptsache es passt im Kopfhörer. Den dreht man soweit auf dass es passt. Und dann kommen die eventuell schon aufgenommenen Instrumente dazu. Soviel, dass es passt.

    Fertig......... ;)
     
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