Demo versenden

von Portme, 06.03.05.

  1. Portme

    Portme Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #1
    Tach miteinander.
    Also wir haben mit der Band ein paar Stücke von uns aufgenommen, qualitativ nicht so der Renner aber man hört schon was gespielt wird. Jetzt hab ich mir mal überlegt das Zeugs einfach mal an nen Plattenladen zu schicken.
    Aber:
    Schauen die da auf die Tonqualität?
    Oder werden die ein Tape das wir in drei Jahren einschicken im Vornherein wegwerfen weil wir im Jahre 2005 so n schlechtes Tape gesendet haben?
    Noch na paar Fragen :) : Muss ich Angst haben dass die die Songs einfach irgend ner Band ihres Vertrages vor die Nase stellen und die Kohle sacken?
    Ist es sinnvoll das Tape gleich an mehrere Labels zu senden?

    Danke shcon mal
     
  2. Wobbly

    Wobbly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #2
    Hmmm... ich kenn mich nicht so gut aus.. Aber Tapes werden bei Plattenfirmen nicht gern gesehn und die Aufnahme sollte so professionell wie möglich sein.. Sonst landet die wahrscheinlich direkt im Müll.. Ist so das, was ich gelesen habe...
     
  3. BOOG

    BOOG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #3
    Tapes sind immer schlecht .......es sollte schon eine Cd mit gutem Booklet und ausführlicher Bandhistory sein.
    Lieber ein bischen mehr Geld reinstecken und dafür eventuell was bekommen, also nen Vertrag oder so.

    wir haben auch ein Demo draußen, haben es aber erst mal unterlassen des an irgednein Label zu schicken.
    wenn mal jemand auf uns aufmerksam wird, dann klappts auch so.................

    Aber das Thema Label denkt eh jeder anders drum .......
     
  4. Why

    Why Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #4
    So hiermit sollten alle deine Fragen beantwortet sein, hab das mal von www.myownmusic.de geklaut, hoffe die haben da nix gegen ;) Ich habe die Antwort zu deiner Kernfrage in Fettdruck formatiert !


    Die Einstellung

    120 prozentiger Einsatz
    Den Erfolg "atmen". Der Erfolg ist das Ziel!

    Niemals aufgeben! Die eigene Überzeugung von sich muss vorhanden sein!


    Fragen beantworten zur Musikqualität

    Würdet Ihr eure Musik im Plattenladen kaufen?
    Bin ich echt oder imitiere ich etwas?
    Ist meine Musik gut, ist Sie einzigartig?
    Könntet Ihr eure Musik im Radio hören, ohne ein Scheissgefühl dabei zu haben?
    Ist die Musik im Qualitätsvergleich mit professionellen Gruppen (in etwa) konkurrenzfähig?


    Bist Du soweit?

    Ist mir Musik so wichtig, dass ich nichts anderes tun will?
    Bin ich hart genug und kann Enttäuschungen immer wieder verkraften?
    Bin ich kreativ genug und habe genug Ideen, für immer wieder neue Songs?
    Kann ich andere von mir und meiner Musik überzeugen?
    Ist mir klar, dass ich nicht nur meine Musik an die Plattenfirma verkaufe?


    Das Vorgehen planen

    Setzen Sie sich ein Ziel. (Wieviele Konzerte diese Jahr, die erste Demo-CD usw.)
    Entwickeln Sie eine Vorgehensstrategie um dieses Ziel zu erreichen. (An welchen Events kann ich auftreten? In welchem Tonstudio kann ich wann aufnehmen?)

    Bringen Sie sich ins Gespräch. (Website, Konzerte, Events, Wettbewerbe usw.)


    Knüpfen Sie Kontakte zu wichtigen Leuten im Musikbusiness (z.B. an Livekonzerten, an Veranstaltungen, über Produzenten, durch Bekannte, übers Internet, durch Tonstudios usw.)

    Überlegen Sie sich was Sie tun, wenn alles klappt und Sie wirklich einen Plattenvertrag bekommen.


    Die Demo-CD

    Die Demo-CD sollte über eine gute Musikqualität verfügen. LoFi Aufnahmen im Übungskeller haben eine geringe Chance auf Erfolg!

    Für die Aufnahme sollte man einen Produzenten ( Bandmitglied auch möglich) bestimmen oder verpflichten. Dieser kann aus dem vorhandenen Songmaterial (z.B. durch ein durchsichtigeres Arrangement) mehr herausholen.

    An den A&R Manager sollte eine CD verschickt werden, da nicht jeder A&R Manager ein DAT-Gerät zur Verfügung hat. Der beste Titel am Anfang. (Hierzu auch Freunde befragen) Maximal drei Titel einsenden.


    Was gehört ins Infopacket?

    Persönliches Anschreiben
    Das persönliche Anschreiben muss an den A&R Manager gerichtet sein, z.B. mit Vermerk: bezugnehmend auf das Telephongespräch vom......
    An die A&R-Abteilung adressiert hat keine Chance! Das Anschreiben sollte kurz sein.


    Eine Infomappe beilegen mit Band/Artistbiographie
    Kurz, knapp, alles wichtige, pfiffig, informativ und übersichtlich, klare Fakten und Gliederung ohne Schnickschnack, keine Hobbys angeben.
    Keine Sprüche wie "schon zahlreiche Gigs gespielt" oder "reiche Bühnenerfahrung"
    Ins Info gehören ein Beschrieb der Musik und Referenzen, (z.B. Vorprogramm einer bekannten Band oder Auftritt an einem bekannten Festival). Wenn man keine wirklichen Referenzen hat, schreibt man auch keine rein! Schlecht: "Auftritte im Vorprogramm von Nochniegehört"
    Ins Infopacket gehören eine Biographie, Zeitungsausschnitte und Bandfotos.

    Inhalt des Begleitbriefes
    Im Begleitbrief sollte man erwähnen, wie man sich die Zusammenarbeit vorstellt und warum Sie gerade diese Firma anschreiben.

    Band/Artistfotos
    müssen gut sein, möglichst von einem Profi aufgenommen.
    Keine "grimmiger-als-ich-kann-niemand-dreinschauen" Fotos!


    Was muss noch beachtet werden?

    Das Demo- Paket muss optisch sehr professionell daher kommen (originell, kreativ, auffällig)


    Name der Band, die Songtitel und die Kontaktadresse gehören auf die CD-Hülle und CD, Info und Foto!

    Bandinfo nicht per E-Mail senden!

    Der Umschlag muss richtig frankiert sein.


    Persönliches Vorsprechen

    Viele Deals werden nicht über einen unpersönlichen Demo-Versand, sondern über persönliche Kontakte von Produzenten, Verlegern oder Managern abgeschlossen. Grundsätzlich ist es das beste, wenn Sie jemanden für Ihre Musik begeistern können, der die Label-Leute kennt und persönlich bei Ihnen vorsprechen kann. Ist keine solche Person vorhanden, versuchen Sie wenigstens (allerdings ohne sich allzu grosse Illusionen zu machen), einen persönlichen Termin bei einem A&R Manager zu erhalten.


    Richtige Auswahl der Labels

    Kleines Label einem Major Label vorziehen (Vorteil direkte Verbindungen, mehr Vertrauen, mehr Image)
    Richtige Labels aussuchen (Gitarren-Rock nicht an Techno Label senden!)

    Schreiben Sie nicht wahllos alle Labels an, sondern überlegen Sie sich vorher, wer an Ihrer Musik interessiert sein könnte, sonst verzetteln Sie sich nur unnötig und verlieren wertvolle Energie und Zeit.


    Das Telefonat mit dem A & R Manager

    Vorausgehend sollte man telephonischen Kontakt mit dem A&R Manager des Labels aufnehmen und ihm mitteilen, er werde morgen das Infopaket Ihrer Band erhalten. Hat man keinen Namen vom A&R Manager, verlangt man ihn beim Sekretariat.


    Nachfragen

    Falls man keine Antwort erhält, kann man nach ca. zwei bis drei Wochen konkret nach dem eingeschickten Demo beim A&R Manager nachfragen. Wenn euer Demo noch nicht angehört wurde, nachfragen wann man sich wieder melden kann.

    Zeigt ein A&R Interesse an euren Songs, gibt es noch lange keinen Plattenvertrag. In aller
    Regel werden zunächst weitere Songs angefordert und Auftritte besucht. Dieser Prozess kann
    sich über mehrere Monate hinziehen.


    Anwalt kontaktieren

    Hat man vom Label das Angebot erhalten, einen Plattenvertrag zu unterschreiben, sollte man diesen vor der Unterschrift von einem fachkundigen Anwalt überprüfen lassen. Einzelne unstimmige Vertragspunkte können so noch zu euren Vorteilen korrigiert werden.

    Plattenvertrag unterschreiben ........
     
  5. Portme

    Portme Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.05   #5
    Danke, why!!
    Übrigens, ein Song unserer Band heisst why :)

    Also, da habt ihr was falsch verstanden, wir haben scho ne cd, man sagt halt so, demo tape.. Es ist ne CD. Qualität ist aber nicht überragend.
    Geht mal auf www.insanitymetal.ch.vu und dann unter Audio. Da sind n paar Aufnahmen. Was meint ihr zu dieser Qualität? Eine professionelle Aufnahme können wir uns nicht leisten... :(
     
  6. zerobastard

    zerobastard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.05   #6
    hm also mit verlaub, die qualität kannste keinem zumuten.

    und ne aufnahme muss nicht professionell gemacht werden, um gut zu klingen.
    schau auf unsre homepage und här dir die samples oder die 2 kompletten songs an, das ist komplett in eigenregie aufgenommen, gemixt und gemaster worden. im keller, am home-pc. aber das ist arbeit, viel viel lese arbeit, nachfragen bei leuten die ahnung haben, wieder lesen, lesen, probieren usw...
    aber viel gelernt ham wir dabei...
     
  7. LeGato

    LeGato Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.03.05   #7
    Hmmm, ich stell mir gerade vor, ich sei zuständig für die Sichtung der Demos bei einem Label und hätte euer Demo gerade auf meinem Tisch. Daneben liegen übrigens noch mal 20 Demos, die ich heute bekommen habe...

    Ich stelle fest: Eine junge Band mit einer Proberaumaufnahme in - sorry - eher grottiger Qualität, Zusammenspiel der Band ist auch noch im Entstehen begriffen, um es mal freundlich zu formulieren, und der Song ist mir nach ca. zehnsekündigem Hören auch nicht im Ohr geblieben. Und wo ist die außergewöhnliche Stimme? Dem Demo nach kann der Sänger nicht wirklich singen...

    Kurz: Ein ganz normales Demo einer jungen Garagenband. Sollen erst mal Erfahrungen sammeln und sich in ein paar Jahren nochmal melden.

    Ansonsten liegen auf meinem Schreibtisch noch jede Menge professionell produzierter Demos von semiprofessionellen oder professionellen Bands, die sich seit vielen Jahren den Arsch auf allen möglichen Bühnen abspielen, seit Ewigkeiten an ihren Songs rumfeilen und sich ihre Fangemeinde schon erspielt haben - die mir also schon gezeigt haben, dass sie den nötigen Biss haben und dass Musik schon deutlich mehr als ein Hobby für die Bandmitglieder ist. Die sich ihre Sporen sozusagen schon verdient haben.

    Bei euch müsste ich mich als Manager mindestens zwei Dinge fragen: Wie lange muss ich euch trainieren, um euch guten Gewissens auf Promotour schicken zu können? Und wie kann ich sicher sein, dass es euch in zwei Monaten noch gibt?

    Die Konkurrenz ist riesengroß, ihr müsst euch direkt mit Leuten messen, die schon so gut wie Profis sind und die auch gerne einen Vertrag hätten. Aus meiner Sicht habt ihr da momentan keine Chance, so hart das auch klingen mag.

    Mag natürlich sein, dass sich das Wunder ereignet, aber glauben kann ich es halt nicht.

    Lasst euch von mir nicht entmutigen, macht eure Musik und habt Spaß dabei! Wenn ihr regelmäßig Gigs macht und vielleicht auch hin und wieder Studioerfahrung sammelt, wird euch vieles klarer, und vielleicht ergibt sich ja auch mal was mit einem Label. Ich wünsch euch viel Glück!

    LeGato
     
  8. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 08.03.05   #8
    Plattenladen???
     
  9. Jürgen.Ehrke

    Jürgen.Ehrke Registrierter Benutzer

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  10. Düsseltier

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    Erstellt: 08.03.05   #10
    Also, unsere CD wird von nem Plattenladen verkauft! :)
     
  11. Portme

    Portme Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.05   #11
    Jaa falsch geschrieben, I'm sorry...
    Die Qualität ist wirklich scheisse, das stimmt. Und meine eigentliche Frage ist ja damit jetzt beantwortet, danke.
    Dann werden wir wohl weiter gigs spielen bis es mal n bisschen reicht für ne professionelle Aufnahme. :o
    @LeGato: Ja wir sind wirklich noch in den Anfängen..
     
  12. Mich?le

    Mich?le Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.06   #12
    Hallo alle zusammen!

    ich bin Sängerin und arbeite schon seit einger Zeit an einer Demo Cd, die ich jetzt an die richtigen leute bringen möchte.
    Die Cd ist in ihren letzten Zügen und ich möchte sie demnächst verschicken.
    Ich bin mir allerdings unsicher, wohin.
    Schicke ich sie an A&R manager? Plattenfirmen oder Plattenlabel?

    Dankbar für Antworten!
     
  13. Boerx

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    Erstellt: 26.02.06   #13
    Ich hab ein bisschen ne andere Meinung.
    Für mich gibt es da 3 wichtige Punkte

    1. Musik
    2. Musik
    3. Musik

    Ist eure Musik geil? Ist sie richtig Geil? Ist sie mehr als nur ein Song? Bedeutet sie was? Wirkt sie emotional? Ist sie einfach richtig richtig was besonderes? Mehr als nur ein paar Riffs aneinander gepackt? Merkt man das schon nach 10Sek?

    Dann klappt es auch!! Klar sollte die Tonqualität nicht zu schlecht sein. Aber wenn ein A&R Manager aufgrund der Tonqualität ein Demo ablehnt dann macht er seinen Job falsch. Ansonsten kann man glaub nicht verallgemeinern was ankommt und was nicht. Manche fallen gerade dadruch auf, dass sie eben keine Hochglanz Cover haben und total unprofessionell aussehen.


    Die andere Frage ist eher: Seit ihr persönlich in der Lage die Musik zum Job zu machen?
     
  14. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.06   #14
    @Boerx: das sehe ich ein wenig anders...
    Natürlich steht die Musik im Vordergrund, aber die Aufnahmen müssen schon das Potenzial der Band zeigen. Und die Bewerbung sollte vor allem die Ernsthaftigkeit zeigen mit der die Band an die Sache herangeht. Mal überspitzt formuliert, einen CD - Rohling mit nem Edding beschriftet, lieblos in den Umschlag geworfen mit ner handgeschriebenen Bandbeschreibung und einem Foto das mit ner Handykamera aufgenommen wurde zeigt nicht wirklich, dass die Band sich Mühe mit dem gibt was sie tut.
    Natürlich nutzt die beste Hochglanzbewerbung, die spitze durchdesignt wurde, nichts, wenn die Musik dann Schrott ist, das muss schon irgendwie zusammen passen.
    Nochmal zu den Aufnahmen... Studiozeit kostet Geld, in den meisten Fällen ne Menge Geld, besonders wenn es professionell gemacht wird und je mehr eine Band dort einbringt desto interessanter wird es für den Produzenten. Es ist einfach nicht lukrativ wenn man sich mit einer Band für Wochen und Monate einschliessen muss um die Songs einigermaßen vernünftig in den Kasten zu bekommen. Und das Aushängeschild sind nun mal die Demos die man einschickt, an denen muss bewertet werden in wie fern eine Band wohl in der Lage ist ihren Job zu machen.
    Der beste Song nutzt einem nichts, wenn die Band nicht in der Lage ist den in angemessener Zeit auszuarbeiten und einzuspielen, es sei denn sie sind bereit den Teil aus den Händen zu geben, eine Verfahrensweise die auch nicht gerade unüblich ist. Beispiel: Der Drummer ist ein sau guter Live - Schlagzeuger nur im Studio kann er einfach nicht zum Klick spielen, hält dabei keinen Takt, kann einfach keinen Teil wirklich am Stück einspielen. Für die Schlagzeugaufnahmen zum Album sind 1-2 Wochen Studiozeit geplant (keine Ahnung wie realistisch das ist, wir haben pro Song im Studio fürs Schlagzeug etwa nen halben Tag gebraucht). Aber mit dem Schlagzeuger ist das einfach in der Zeit nicht möglich... Dann hat ein Produzent nicht viele Alternativen, denn wahrscheinlich wird er nicht noch Unsummen Kohle locker machen können um dem Musiker die Zeit zu kaufen die er braucht. Das und noch andere Faktoren wird ein geübtes Ohr wahrscheinlich am Demo hören können.
     
  15. Der D?nsch

    Der D?nsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.06   #15
    Das stimmt nicht... Je hochwertiger die Qualität der Aufnahme ist, desto besser. Denn ein A&R Manager braucht Auswahlkriterien. Und die meisten schmeissen die CDs mit schlechter Qualität ganz einfach deswegen weg, weil sie die Auswahl haben. Wenn man aus etwa 100 CDs eine Band auswählen muss, muss man ja irgendwie 99 rausfiltern. Und da -sagen wir mal- 30% der Bands musikalisch tauglich sind, muss man auch auf sowas achten.
    Ausserdem zeigt eine gut gemacht Aufnahme, dass man Studioerfahrung hat. Und das kann einer Plattenfirma u.U. sehr viel Zeit und damit auch Geld einsparen.
     
  16. Boerx

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    Erstellt: 27.02.06   #16
    Ich weiß was ihr meint und ich ware lange Zeit genau der gleichen Meinung. JA ich glaub sogar, dass viele A&R Manager sogar so verfahren und leider wie so oft vor allem das Geld was man vielleicht sparen kann im Mittelpunkt steht. Inzwischen bin ich jedoch der Meinung, das gute Musik, richtig richtig richtig gute Musik immer wirkt. Da ist es total unerheblich ob das mit nur einer Gitarre, schlecht produziert oder wie heutzutage leider üblich, total überproduziert ist. ALLERDINGS ist es wohl möglich schlechte Musik teuer und gut zu produzieren und sie den Anschein erwecken zu lassen sie wäre qualitativ hochwertig.
    Es haben inzwischen genügend Bands gezeigt, dass der Weg heutzutage eben nicht mehr über eines der großen LAbels führen muss. Eher sogar andersrum, je größer das Label desto weniger ist wirkliches Interesse an der Musik vorhanden.

    Ihr wollt als Band bekannt werde? Dann spielt Auftritte, stellt was auf eure Homepage verkauft eure CDs direkt an kleine Plattenläden. Und wenn dann alles passt und eure Musik richtig richtig gut ist dann werdet ihr als Band euren Weg machen.
    Es gibt sowas wie DEN besten Weg nicht. Es gibt nur den Weg den IHR geht.
     
  17. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.06   #17
    Dem kann ich an sich zustimmen... wichtig ist natürlich wirklich den Weg zu finden der für einen selber der Richtige ist, aber das ist ja schon eher eine Grundsatzfrage.
    Aber selbst dann bin ich der Meinung, dass gut produzierte/aufgenommene Musik einfach schöner anzuhören ist. Der Song mag noch so toll sein, wenn die Aufnahme technisch dem Song einfach nicht gerecht wird bringt er vielleicht auch das nicht rüber was er transportieren soll.
    Ich sehe da einfach keine klare Grenze. Wenn ein toller Song mies aufgenommen ist, Gitarrenriffs einfach keinen Druck haben, das Schlagzeug klingt wie auf Blecheimern gespielt und der Gesang, als wäre er mit einem 10€ Headset aufgenommen, dann kann es passieren, dass ein guter Song einfach schlecht klingt. (das sind 1. Übertreibungen, 2. nicht bezogen auf die Aufnahmen vom Threadersteller, die hab ich noch nicht gehört)

    In einem Musikmarkt der mit der Zeit immer kurzlebiger geworden ist, bleibt es für Verlage und Produktionsfirmen nicht aus die Musik so günstig wie möglich zu produzieren um eine möglichst große Gewinnspanne zu erzielen. Dabei will ich gar nicht auf die Schuldfrage eingehen, oder welches Medium nun den Konsumenten am meisten zumüllt, aber wenn es halt eben nicht um den "Underground" geht, sondern um den breiten Musikmarkt hat man als Musiker wahrscheinlich wenig Chancen nach seinen eigenen Regeln zu spielen. Der einen oder anderen Band mag es gelingen auf eigene Faust durch ihre Musik gewisse Medien für sich zu gewinnen (z.B. Radio), aber ich denke nicht, dass das die Regel ist.
    Man sollte klar wissen was man als Band möchte. Will man den Top10 Hit landen, der einen innerhalb von Monaten landesweit bekannt macht (und oft auch genau so schnell wieder untergehen lässt), muss man eine gewisse Massentauglichkeit erreichen und das sowohl in der "Qualität" der Musik, als auch in der Produktionstechnik.
    Ich persönlich finde den Weg, den Du beschreibst auch besser, vor allem weil wir als Band viel mehr Kontrolle über das haben was wir machen. Aber so manch einem ist es vielleicht wichtiger sein Gesicht bei MTV oder VIVA zu sehen. Das ist halt ein anderer Weg und ich denke, dass da jede Band die mehr will, als nur die örtlichen Jugendzentren abzuklappern sich früher oder später ein klein wenig damit auseinandersetzen muss wie sie nun vorgehen wollen.
    Beide Wege haben Vor - und Nachteile. Über einen großen Deal und das "Glück" stark promotet zu werden kann man vielleicht viele Schritte überspringen, aber genau so schnell kann man auch wieder in der Versenkung verschwinden. Auf eigene Faust arbeiten, mehr als 100% geben, sich den Ar*** abspielen und nicht aufgeben kann irgendwann dazu führen, dass die Leute irgendwann einfach nicht mehr um die Musik herum kommen, aber genau so gut kann man auf immer und ewig nicht über einen gewissen Status hinaus kommen. So genau kann man das halt alles nicht wissen.

    Das was Du beschreibst mit der Eigeninitiative sollte für die meisten Bands aber schon mittlerweile dazu gehören. Wer sich da nicht selber mit 100% reinhängt schafft es auch nicht wenn er sich bei Labels bewirbt. Gerade da ist glaube ich auch mittlerweile viel mehr Initiative von Seiten der Bands gefragt.

    Ich kann ja mal erzählen wie sich das bei uns entwickelt / entwickelt hat, wo ich gerade so schön in Fahrt komme... *g* (sry, aber ich entwickel gerade einen Erzählflash)
    Wir spielen jetzt seit etwa anderthalb Jahren in der aktuellen Formation zusammen (Musik machen wir alle schon erheblich länger). Als wir uns zusammengefunden haben stellten wir sehr schnell fest, dass einfach die Chemie stimmt und wir uns untereinander prima ergänzen. Also haben wir Songs geschrieben, uns Auftritte gesucht und die ersten Aufnahmen im Proberaum mit nem 8 Spur HD - Recoder gemacht. Es wurden mehr Auftritte, mehr Songs, mehr Publikum. Es fehlte trotz allem natürlich die Kohle/Equipment/KnowHow um wirklich gute Aufnahmen zu machen, das ist ja meist nicht mit 1 Mikro und ein wenig gutem Willen getan. Dann irgendwann hatten wir das Glück, dass wir ein klein wenig Budget zusammen hatten um in einem recht kleinen Studio ein paar Demos zu machen (sollten erstmal 3 Songs werden). Dem Techniker (Produzenten, oder wie man so jemanden auch immer nennen will) gefiel das was wir machen so gut, dass er uns angeboten hat für das Geld was wir zur Verfügung haben ein kleines Album zu produzieren. Und an dem Punkt sind wir jetzt und nehmen fleißig auf... das heißt für uns viel Arbeit, so oft spielen wie es möglich ist und wenn das Album fertig ist haben wir hoffentlich ein paar Leute zusammen die uns das dann auch abnehmen werden...
    Das ist halt der Weg den wir für uns gefunden haben.

    So, nun hab ich aber genug getippt *g*
     
  18. Der D?nsch

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    Erstellt: 27.02.06   #18
    @ Boerx: Du hast damit schon Recht, dass jeder seinen eigenen Weg gehen sollte. Auch wenn dieser nicht zum Erfolg führt, so kann man sich dannach wenigstens sagen, dass man sich selbst nie untreu geworden ist und man sehr viel gelernt hat... Ich würde nie meine Prinzipien (die sich natürlich im Laufe der Zeit verändern) verraten, nur weil irgendein A&R Manager das fordert.

    Aber darum ging es ja gar nicht. Es ging ja darum, ob das Demomaterial des Threadstellers von der Qualität her ausreichen würde, um bei Labels nicht gleich im Papierkorb zu verschwinden. Und du selbst sagst ja, dass viele A&R Manager auf Qualität achten. Also muss man sich der harten Realität einfach stellen und sagen, dass die Demoaufnahmen nicht reichen... Und ich gehe sogar soweit zu sagen, dass eine solche Qualität für sehr wenige Bands reichen wird.

    Ich gebe dir wieder Recht, dass wenn eine Band sehr sehr gute Musik macht, wird sie einem Plattenlabel (Indi oder Major ist da erstmal zweitrangig) auffallen... Aber das ohne eine qualitativ gute Aufnahme objektiv zu definieren bzw. zu erkennen, was gut ist, ist unglaublich schwierig bis unmöglich. Fragen wie "Wie hört sich der Gesang an" etc. können meist nicht beantwortet werden. Somit bleibt immer das Restrisiko, was viele Musikmanager nicht eingehen... Ein weiteres Problem liegt darin, dass Musikkonzerne nicht mehr von Musik-Interessierten sondern von ganz stinknormalen Wirtschaftsbossen geleitet werden. Wenn man an sojemanden berichtet, kann man diesen schwer davon überzeugen eine Band nur zu nehmen, weil die Musik gut ist. Da wird der rein wirtschaftlich zuviel Risiko sehen und die Band abweisen... Es geht halt leider in der heutigen Welt IMMER um das schnellverdiente(!) Geld.

    Ich finde, dein Denken ist in dem Sinne richtig, indem sich eine Band niemals verbiegen darf, damit sie mit dem Weg, den sie geht, immer einverstanden sein kann. Damit findet man zwar nicht immer in der beruflichen Karriere sein Glück, aber sicherlich in der persönlichen... Und das ist meines Erachtens nach viel wichtiger! Aber die Realität sieht anders aus, da sich sehr sehr viele Bands verbiegen lassen und heutzutage in allen Konzernen (unabhängig von der Musikindustrie) nur noch kurzfristig (quartalsweise) gedacht werden darf (Ich benutze hier extra das Wort dürfen!).
    Ich bin mit dir aber nicht einer Meinung, dass eine Band, nur weil sie gute Musik macht, auch Erfolg haben muss... Denn da spielen sehr viele andere Faktoren auch noch eine Rolle. z.B. Kann man mit den Musikern zusammenarbeiten, sind sie flexibel, sind sie wirklich gewillt professionell Musik zu machen (was eine sehr harte und vor allem extrem unsichere Zukunft bedeutet), sind sie überhaupt fähig professionell Musik zu machen, etc..
     
  19. Boerx

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    Erstellt: 27.02.06   #19
    Da hab ich mich vielleicht auch falsch ausgedrückt. Ich stimmte dir da 100%ig zu.

    Ich wage es jetzt mal folgende Hypothese zu formulieren:

    Wenn euer Demo nicht gleich in den Papierkorb wandern soll, so muss es auffallen. Aus dem ganzen Rest herausstechen und zwar so, dass der A&R Manager es als positiv kreativ empfindent..


    Ich würde gern noch anmerken, dass ein Plattenvertrag sicher ein großer Schritt ist, aber er ist mit Sicherheit nicht automatisch mit Erfolg verknüpft und auch nicht der einzige Weg um Erfolg zu haben
     
  20. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.06   #20
    Viele Labels gehen heute davon aus, daß man ein fertiges Produkt (fertige Aufnahmen) mitbringt und die sich nur noch an der Rechnung (für Studio etc.) beteiligen!!!

    Außerdem kann ich aus Erfahrung sagen, daß es eigentlich fast notwendig ist, daß man schon ein Bein in der Tür hat, sprich eine Person von dem Label schon auf einen aufmerksam geworden ist. Nur ein Demo hinschicken....landet oft ungehört im Eimer!!!
    Außerdem...Qualität ist wichtig! Wenn es schrottig klingt nehmen die euch nicht ernst!!!
    Es muß auch gut verpackt sein, am besten gute Fotos bei und ein ansprechendes Cover-Design...

    Die haben in der Regel keine Lust noch viel Arbeit in eine Combo zu stecken...
     
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