Verspätete Antwort, aber vielleicht informativ:
Absolut, ja, danke Dir.
Das Problem bei KFM vs. Yamaha ist, daß die Yamaha-"FM"-Synthesizer AFAIK alle mit Ausnahme der ganz frühen Teile (GS1, GS2) nicht mit Frequenzmodulation, sondern mit Phasenmodulation arbeiten. Es gibt also subtile klangliche Unterschiede, die auch daher kommen, daß Kurzweil schon in der K2000 (die ich verwende) bessere Wandler hatte als ein Yamaha DX7 I. Natürlich schließt KFM auch keinen Sysex/Programm-Konverter DX7 → Kurzweil ein, weil die Klangerzeugungsstrukturen fundamental unterschiedlich sind und bestimmte Algorithmen, etwa solche mit vier Operatoren in Kette, mit KFM nicht machbar sind.
Hm, ok, gut zu wissen. Wobei ich, wie gesagt, von FM eh nur die Standardsounds benutze, also E-Pianos, Bässe, Orgeln, Bläser. Nix Spezielles.
Pattern-Jonglage geht bei Kurzweil nur über Umwege, also nicht so elegant wie etwa bei Roland. Händisches Echtzeit-Einstarten von Patterns à la Roland RPS oder Korg RPPR geht gar nicht.
Letzteres nutze ich eh nicht, aber der Rest bestätigt mein Festhalten am QY700.
Vorsicht. Es gibt Laufwerkskompatibilitätslisten für Kurzweil. Du kannst nicht blind jedes beliebige SCSI-Laufwerk an einer K2xxx mounten, auch nicht jedes spezifische SCSI II-Laufwerk. Wenn du ZIP nicht nutzen willst, nimm Syquest.
Bei Syquest bin ich genauso froh, die losgeworden zu sein, wobei die Monster (44 und 88) die Zuverlässigsten waren. 105 ging, aber 270 war Katastrophe. Habe damals durch ZIP ausgetauscht, die sich dann leider auch als kaum besser rausstellten, und dann irgendwann entnervt zu PD gewechselt, dessen Nachfolger die DVD-RAM ist. Das mit den Listen erinnert mich an alte Mac-Zeiten, wo auch nicht alles ging und man teils den Treiber patchen mußte. Da ist der Emu recht problemlos.
Korrekt, die Speicherverwaltung bis einschließlich K2600 war auf dem Stand von ca. 1991 (70-pin-SIMMs, SCSI II usw.), damals gab es weder USB noch Flash.
1991 war ich sogar noch auf 8Bit, mit Ausflug zum QL, danach Atari. Kenn ich also noch Bestens. Sich darauf einzulassen muß man wollen, wobei ich da Kurzweil mehr zutraue als Anderen. Bei Yamaha hab ich immer einen Bogen um Geräte mit SCSI gemacht, weil die es bis zuletzt nicht hinbekamen, eine einigermaßen flotte Massenspeicheranbindung einzubauen. Diskette war bei denen auch kaum besser, vor allem wenns MSX-Laufwerke sind. Der QY700 geht da zum Glück.
Drumsamples würde ich sowieso nicht, und wenn, dann nur in geringen Mengen über eine K2xxx laufen lassen. Das Problem ist, daß jedes einzelne Sample im Speicher der K2xxx eine eigene Nummer einnimmt und Mehrfachsamples, wo in einem Sample mehrere Bassdrums, mehrere Snares etc. eingesetzt sind, gehen bei RAM-Samples nicht.
Danke für diese Info, das ist ein wesentlicher Punkt (und einer, der fürs Behalten meiner S3 spricht, denn die hat damit keine Probleme). Wenn man solche Details im Vorfeld nicht weiß, stolpert man dann am Gerät drüber und ärgert sich, sich nicht richtig informiert zu haben. Ich nehme auch mal an, daß das beim PC3 genauso gelöst ist.
Die K2xxx wird zwar oft als Sampler vermarktet, aber schon die K2000 hatte tatsächlich 200 ROM-Werkssounds, einige davon sogar recht brauchbar.
Ich hab den K2000 bei seiner Vorstellung vor allem als samplebasierten Synth mit nachladbarem Futter gesehen, die Option, selbst zu samplen, kam doch glaubich erst später.
Wie gesagt, KFM erlaubt keinen Fremdimport.
Das wäre nicht wild, wenn die von mir genutzten Standardsounds verfügbar sind. Wobei es sicher spannend wäre, da einen Konverter zu bauen, aber sicher auf sehr aufwendig.
Hier wäre zu erwähnen, daß V.A.S.T. eben nicht die Tiefensteuerung der Klangprogrammierung ist, also Gefrickel im Hintergrund, sondern alles ist V.A.S.T. Wohl das Einzige, daß du beim Programmieren from scratch nicht zwingend brauchen wirst, sind FUNs. Aber selbst um die Algorithmenwahl mußt du dir einen Kopf machen.
Wenn ich denn in die Programmierung einsteigen will, ja. Das halte ich mir offen. Nur Presetkiste wäre mir ja auch nix.
Vorsicht, ab der K2000 kommt Kurzweil aus Südkorea. Und ich meine nicht "amerikanische Firma, die in Südkorea fertigen läßt", sondern "südkoreanische Firma, die 1991 den Japanern die Hosen runtergezogen hat".
Weiß ich, für mich isses trotzdem ein Ami, denn entwickelt wird in USA und auch die Klancharakteristik ist entsprechend, so wie bei Emu, Alesis und auch Ensoniq. Ja, als der K2000 kam, sahen die Japaner ganz schön blaß aus. Vor allem ist V.A.S.T ja heute noch aktuell, während in Fernost die Syntheseverfahren im Detail alle Jahre wechselten (im Prinzip dann aber doch gleich blieben). Einzig AWM(2) ist in etwa genauso alt, FM wird ja aktuell garnimmer neu angeboten.
Gruß, Dietmar