DESTRUCTION / Metal Discharge / 2003

von A.P., 15.04.05.

  1. A.P.

    A.P. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.05   #1
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    Wenn man diese Scheibe einlegt und das Intro ertönt fühlt man sich sofort wieder in die Jahre 1983 bis 1988 versetzt, denn „Old-schooliger“ als diese CD klangen die üblichen Verdächtigen damals auch nicht.
    Aber ist das nun gut oder nicht? – ich sag eindeutig JA, denn in Zeiten mit in tiefe Kellerregionen runtergestimmte Gitarren und mit pro-tools zusammengezimmerte Alben ist dieses analog aufgenommene eine mehr als willkommene Abwechslung. Anstatt wieder gen Norden ins schwedische Abyss Studio von Großmeister Tägtren zu tingeln war diesmal der Producer V.O. Pulver von den schweizer durchschnitts-Thraschern Gurd.
    Der Sound steht dem Album sehr gut, wenngleich die Drums des öfteren ein wenig untergehen. Dies ist schade, denn der junge Marc ist ein sehr guter Drummer und braucht sich vor niemanden verstecken.

    Zusätzlich zur normalen CD gibts auch noch eine Version mit ner Zusatzscheibe, worauf "Killers" von Maiden, "U.S.A" von The Exploited, der allseits bekannte "Whiplash" und ein paar Demo Versionen von eigenen SOngs drauf sind. Die Demons sind eher uninterressant aber die Covers heizen einem schon gehörig ein. Besonders "Killers" ist ein wahrer Knaller.

    Doch nun zum Album selbst, welches sich „Metal Discharge“ nennt, und diese eiserne Entladung wird hier wirklich ausgelöst.


    Es beginnt mit dem meiner Meinung nach besten Song des Albums nämlich „The Ravenous Beast“. Zwar kein offensichtlicher Hit wie „Nailed to the Cross“ von der letzten Scheibe „The Antichrist“, aber trotzdem ein sehr harter und Destruction-typischer Ohrwurm. Besonders the Chorus-Riff ist typisch German-Thrash und demnach so richtig geil. Alles in allem hat der Song das Potential zum Thrash-Evergreen. Hier kommen auch die auf diesem Album verstärkt eingesetzten Background-Vocals im Chorus zum Einsatz. Die sind auf Platte von Schmier, live werden diese aber vom „neuen“ Drummer Marc geschoutet. (10/10)

    Auf dieses Riffgewitter folgt der nicht schlechtere Titeltrack „Metal Discharge“ – Der Name ist Programm. Dieser beginnt zwar etwas schneller und ist insgesamt ein wenig moderner gehalten, schlägt aber in dieselbe Kerbe wie der vorherige Song. Im Intro wird bereits mit einem gemuteten high-speed Singlenote Riff eine Geschwindigkeit vorgegeben dass das Genick eines 15 Jährigen Korn-Fans nach 6,66 Sekunden den Geist aufgeben würde. Die Geschwindigkeit wird zugunsten der Eingängigkeit und Mitgröhlfaktors im Chorus ein wenig gedrosselt. Ein schnelles und geiles Solo a’la Mike sorgen für letzte Details. Ein weiterer Höhepunkt des Albums. (10/10)

    Nach diesen beiden „MG-Salven“ kommt nun mit „Rippin’ The Flesh Apart“ eine für Destruction Verhältnisse ruhige Nummer. Ich sag es gleich vorweg: diese Nummer zündet bei mir trotz eines eingängigen Refrain einfach nicht. Der Song tingelt so dahin; wird jedoch zum Schluss hin noch ne richtig geile Nummer. Aber wer ist schon perfekt? (6/10)

    „Fear Of The Moment“ ist die nächste Nummer und legt gleich richtig los. Ein hoher Schmier-Schrei und die Matte wird im Takt geschüttelt (zu beobachten auf diversen Destruction Konzerten). Die Struktur des Songs ist eher klassisch gehalten, und das stört keinem. Insgesamt ein sehr guter aber vorhersehbare und irgendwie charakterloser Song – aber das ist meckern auf höchsten Niveau. Was diesen Song jedoch zu einem Klassesong macht ist dieses geile Solo von Mike und das Drum-Outro wo Marc ein wenig angeben darf. (8/10)

    Die Qualität wird mit „Mortal Remains“ auf gleichen Niveau gehalten. Klassische Riffing, vor allem der langsamere Mittelpart ist genial. Eigentlich mag ich solche Songs nicht wo in jeder zweiten Zeile der Songtitel vorkommt, aber hier wird dies durch die Musik wettgemacht. Wird sicher kein All-Time Fave, ist aber doch ein guter Song, besonders der Übergang zum Chorus mag zu gefallen. (7/10)

    Wer öfters am Sonntags öfters VIVA-Plus guckt, dem wird das folgende „Desecrators Of The New Age“ schon bekannt sein. Der Song ist eher im gemächlicherne Tempo gehalten und weist einen eigenartigen Gesang von Schmier auf –steht ihm aber gut. Ein guter Song mit eingängigen Chorus und geilem Lead. (8/10)

    Bei „Historical Force Feed“ darf man einmal Schmier Bass alleine hören. Dies ist auch das einzig besondere an diesem Song. Im Großen und Ganzen ein eher schlechter Song, obwohl Mike ein sehr geiles Solo hinlegt und der Song das ein odere andere Mal zum Kopfschütteln anregt – „anregt“ aber auch nicht mehr… (3/10)

    „Savage Symphony Of Terror“ kann das Niveau durchaus auf hohen Level halten. Es ist ein eher eigenwilliger, kreativer Song. Besonders die Gitarrenarbeit ab der Mitte des Songs ist einfach geil und gehört mit Sicherheit zu den Besten des Albums. Der gesamte Song wird etwa nach der Hälfte auf ein ganz neues Level gehieft – die Matte fliegt once more. Ich liebe diesen Song: (10/10)

    It’s time to Groove: „Made To Be Broken” Erinnert mich aufgrund der Gitarrenarbeit am Anfang irgendwie an Pro-Pain. Aber dann kommen die Destruction-Trademarks zurück und die Seiten werden immer wieder auf Mike-Manier geritten was das Zeug hält. Muss ich erwähnen dass das Solo wieder erste Sahne ist? Sehr guter Song (9/10)

    „Vendetta“ist das letzte Stück dieser Scheibe – und ist ein würdiger Abschluss! Der Song ist sehr gut, jedoch mag ich den Chorus nicht wirklich, dafür die Gitarrenarbeit und das Solo umso mehr. Insgesamt bringt einem der Song zum Kopfschütteln und das ist doch DAS „Thrash-Gütesiegel“, oder? (8/10)

    Nach knapp 40 Minuten is dann auch Schluss, und es ist schon des Öfteren vorgekommen, dass ich mich zurücklehnte und wieder auf Play drückte…

    Insgesamt bekommt das Album ne 8 für die Musik, und +0,5 für die mutige Produktion (so ein Old-School-Album in der heutigen Zeit zu veröffentlichen verlangt nach einer gehörigen Packung Eier in der engen Lederhose),+0,5 für das Aufrechterhalten des Stils und images und +o,5 dafür dass ich die Jungs einfach liebe . Macht insgesamt 9,5 von 10, und warum keine 10? Ganz einfach, weil nur ein einziges 10er Album existiert; und zwar das da:https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?p=603794#post603794



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  2. Der Konrad

    Der Konrad Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.05   #2
    *zustimm*

    Wesentlcih geiler als die überproduzierten zwei Alben nach der Reunion!
     
  3. DEADdy

    DEADdy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.05   #3
    kann dem auch nur zustimmen...
    hab das mir aufgrund dieses albums denne auch die gleichnamoge live-DVD geholt!!! sehr geile band, noch immer, wie man glücklicherweise feststellen konnte!!! hab die mittlerweile auch live gesehn un muss sagen, die jungs hams derbe drauf ;)!!

    mfg heiko
     
  4. Der Konrad

    Der Konrad Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.05   #4
    Hab sie schon zwei mal gesehn, sie sind zwar Poser habens aber trotzdem derb drauf, immer noch! Höhepunkte sind aber natürlich immer die Klassiker!
     
  5. A.P.

    A.P. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.05   #5
    poser ja, aber im positiven sinn - die dürfen das!!!:D

    die zeigen immer wieder ne gewisse selbstironie auf der bühne, d.h. sie können über sich selber lachen!:)

    hab sie bisher 3x (wien, wels, slowenien) gesehen und ich wurde nie enttäuscht...
     
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