Wie Harald schon erwähnte, man sollte schon wissen wo man Musik machen will, und seine Ziele und Wirkungskreis abschätzen können.
Manche Künstler machen es sich allerdings etwas zu einfach, auch deutsche prominente Musiker, die sich hinstellen und Leute ermutigen in Deutsch zu singen. Klar, sie sind für ihre Begriffe erfolgreich und sie ernten sicher auch Sympathien für solche Aussagen, jedoch muß man das etwas relativierter sehen wenn es um die internationale Karriere geht.
Man darf als Vertragskünstler nicht erwarten, dass sich die Muttersprache leicht in der gesamten Welt vermarkten lässt.
Unabhängig davon sollte man sich nicht einbilden, dass man als Musiker nicht ersetzbar wäre.
Es hat schon seine Gründe weshalb Briten im Schnitt erfolgreicher sind als Deutsche. Nicht weil sie alle besser sind, sondern weil sie anders gefördert werden und das US Musikgeschäft durch Sprache eine andere Kooperation bietet. Da muß man als nicht englisch singender Künstler schon deutlich flexibler sein, oder musikalisch ein absolutes Ausnahmetalent sein um auch nur annähernd überzeugen zu können.
Das wir uns nicht falsch verstehen, wenn Musiker ihr Ding durchziehen und gerne in ihrer Sprache singen, und sich auch sonst nicht verbiegen lassen wollen, oder ihre Ziele nur in Deutschland stecken, dann habe ich davor großen Respekt.
Aber für das internationale Geschäft, ist das nicht immer der richtige Weg.
Was aber viel schlimmer ist, dass innerhalb von Deutschland immer noch nicht die eigenen Künstler richtig gefördert werden und es so gut wie kein regionales Kulturverständnis von TV und Radio gibt.
Das es wirtschaftlich sehr klug ist, sich das System vom US broadcasting abzuschauen steht im Musikgeschäft außer Frage, dass man aber nicht nur das Konzept sondern auch gleich deren Künstler in TV shows und Radioprogramme importiert, spricht absolut nicht für die deutsche Musikindustrie und schon garnicht für das deutsche Kulturverständnis.