Mit meinem "Dumping"-VK Preisvorschlag lag ich wohl etwas zu weit unten.
Tatsächlich werden Orgeln vergleichbaren Typs ja nach wie vor angeboten und das immer noch heftig teuer (Böhm/Keyswerk / Wersi).
Meine Einschätzung beruhte auf einer Quelle die ich bei einer eher nur flüchtigen Suche im Netz gefunden hatte:
https://pro-music-news.com/html/04/d31123bo.htm
Demnach wurde von Böhm das Modell "Sinfonia 500" im Herbst 2003 vorgestellt, also vor nunmehr rund 23 Jahren.
Beim Lesen dieser Passage im verlinkten Text:
"Für die verzögerungsfreie Verarbeitung, die Speicherung und den Daten austausch sorgen in Zusammenarbeit ein interner RAM-Speicher mit 4MByte Kapazitä t, 16 MB Flash-ROM, 3,5" Floppydisk, SCSI System für Festplatte, CD-ROM und interne oder externe Massenspeicher."
kommen eher nostalgische Gefühle auf.
Eine Sinfonia 500 aus dieser Zeit dürfte kaum noch einen Interessenten finden, selbst verschenkt nicht.
Bei der fraglichen Orgel um die es hier geht, handelt es sich aber um das Modell "Sinfonia 500
SE", und dieses Modell ist wohl deutlich jüngeren Datums und damit technisch sicher etwas mehr up-to-date. Inwieweit das Sempra 3.0 Update diese Orgel auf ein aktuelles Niveau hebt vermag ich nicht zu sagen. Nach einer wohl aktuellen Preisliste die ich im Netz gefunden habe
(im Link nach unten scrollen) liegt der Preis zwischen 37.000,- € und 44.000,- € je nach Ausstattung.
Wenn das angebotene Modell einem solchen neuen Modell gleich käme, würde zwar einen hohen Verkaufspreis nahe legen. Aber wie die anderen die sich hier dazu geäußert haben glaube auch ich nicht daran, dass sich dieser hohe Wunscherlös erzielen lässt. 350,- € waren sicher zu wenig, um 18.000,- € sind ebenso sicher zu viel.
Dieses Orgel-Format halte ich auch für ein aussterbendes.
Wenn ich vergleiche, was man an (neuen) digitalen Kirchenorgeln für zwar immer noch viel, aber deutlich weniger Geld angeboten bekommt
(siehe hier) und wenn ich sehe, was da Hard- und Softwaremäßig alles für bezahlbare Summen möglich ist (Stichworte
Hauptwerk /
Sakralorgelwelt), dann scheint mir die Preispolitik vom Böhm/Keyswerk auch überzogen.
Die Gebrauchtpreise für digitale Kirchenorgeln rauschen im Übrigen auch relativ schnell in den Keller da auch hier der Kundenkreis überschaubar ist und die technische Entwicklung auch dort rasant verläuft.