Der Saitenzug herrscht zwischen den Punkten, wo die Saite fest fixiert bzw. stark abgeknickt ist. An den Stellen, wo die Saite nur aufliegt, wie z.B. am Sattel, gibt es nur eine Beeinflussung durch die Reibung.
Nein.
Okay, zur Sicherheit nochmal:
Nein.
Wo hast Du nur diesen Unsinn mit der Reibung her, den Du hier so gebetsmühlenhaft wiederholst?
Die Spannung innerhalb einer Saite wird durch die Zugkraft festgelegt, die längs der Saite wirkt, und durch die Querschnittsfläche der Saite.
Wenn die Saite in einem beliebigen Bund gedrückt wird (oder in einer beliebigen Entfernung vom Tuner auf dem Sattel aufliegt), wird dadurch an dieser Stelle lediglich ein Schwingungsknoten erzwungen (die Saite wird dort durch die örtlichen Gegebenheiten einfach am Schwingen gehindert - das hat nichts mit Reibung zu tun!). Weder die Zugkraft längs der Saite noch ihre Querschnittsfläche wird dadurch verändert. Damit bleibt auch die Spannung unverändert.
Ergänzung:
Das war die mathematisch idealisierte Variante.
In der Praxis muss man die Saite, um sie an irgend einer Stelle auf das Bundstäbchen zu drücken, ein klein wenig dehnen.
Dadurch erhöht sich die Spannung, und der Ton wird höher.
Und das ist auch das grundlegende Problem, das Gitarren mit sauberer Intonation haben, und dem man
- mit der Längenkompensation am Steg
- mit kompensierten Sätteln
- mit True Temperament-Bundierung
zu begegnen versucht.
Die Entfernung der Tuner vom Sattel hat aber auf die Spannung keinen, ich wiederhole:
keinen
Einfluss!