Durchhänger was spielen betrifft.

von Rockstream, 29.10.07.

  1. Rockstream

    Rockstream Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.07   #1
    Hiho Leute,
    ich spiel jetz seit knapp nem jahr gitarre. noch nicht ganz n jahr^^
    zu meinem Problem:
    Ich hab zurzeit nen extremen Durchhänger was spielen im allgemeinen betrifft.
    Ich hab überhaupt keine Songs/Solos die mir gefallen und die ich auch spielen kann. Entweder kann ich sie schon/sie sind zu leicht oder sie sind zu schwer.
    Ich üb auch brav meine Skalen etc... will heißen mit metronom pentatoniken rauf und runterspielen, die petrucci übung ausm forum hier etc....
    aber ich werd einfach ned schneller. das is total frustrierend. mit tempo 70 (also gespielt 140 bpm) klappts super aber ab 80 (160bpm spielen) happerts schon und über diese scheiß grenze komm ich ned hinaus. das nervt mich echt. Ich mein ich will jetz kein 2ter Malmsteen oder Petrucci werden, aber ich will einfach schneller werden und endlcih auch mal heavy metal solos spielen und son zeugs. aber egal wie oft ich diese übungen mach ich komm über die grenze nicht hinaus. vll 1 mal am tag klappts nach n paar stunden aber dann am nächsten tag haperts schon wieder.

    Meine Frage ist: Was kann man dagegen tun, außer üben? Hattet ihr auch schon so Situationen? Habt ihr vll Solovorschläge aus dem Bereich Metal im Stil von Dream Theater, Children of Bodom oder auch älteres Zeug wie Black Sabbath (ja paranoid hab ich schon) etc...?

    PS: Ich bin zwar kein blutiger Anfänger mehr, aber ich würd mich sehr wohl noch als Anfänger bezeichnen, also tu ich das ma hier rein ;)
     
  2. Pete19

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    Erstellt: 29.10.07   #2
    Um seine Geschwindigkeit zu steigern fallen mir jetzt 3 wichtige Dinge ein:

    1. Die Fingerhaltung/Bewegung der Finger. Da gibt es ja viele Dinge zu beachten (manche spielen so, manche so, aber ich erzähle jetzt einfach mal meine Technik). Der Handballen des Zeigefingers muss immer Kontakt mit dem Griffbrett haben. Die Finger müssen senkrecht auf die Saiten auftreffen, also ca. 2-3 mm hinter dem Fingernagel. Du musst deine Finger als "Hammer" benutzen. Immer nur kleine Impulse geben, "zack-zack"...

    2. Die Bewegung des Pleks. Unbedingt Wechselschlag natürlich, kleine Bewegungen aus dem Handgelenk.

    3. Die Wahl des Pleks. Ich persönlich finde am besten sehr harte und spitze Plekts. Damit ist sehr schnelles, gut klingendes und genaues Spielen möglich.

    Schau dich mal im Internet um die "Circlepicking-Technik" um. Vielleicht kommst du auch mit der weiter.

    Das ist jetzt alles natürlich sehr grob. Um das alles gut zu erklären brauch man eigentlich schonmal 3-4 Stunden Gitarrenunterricht. Also - ich empfehle dir einen Lehrer :D
     
  3. Blue Gator

    Blue Gator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.07   #3
    Dass es Phasen gibt, in denen man schnelle Fortschritte macht und andere, wo man das Gefühl hat zu stagnieren, ist völlig normal. Das hat wohl so zeimlich jeder Gitarrist schonmal erlebt. Ich jedenfalls kenne das auch. Gibt's auch in anderen Bereichen - Sportler zum Beispiel erleben das ebenfalls. Deshalb: Nicht verzweifeln. Durch so eine Phase muss man sich einfach durchkämpfen.

    Was das Thema "Geschwindigkeit" angeht, gibts viele Punkte. Auch hier im Forum gibts genügend Threads dazu. Deshalb nur kurz: Technik spielt - wie Pete zu Recht sagte - eine wichtige Rolle. Da kannst du also weiter optimieren. Ansonsten eventuell mal andere Übungen mit ähnlicher Geschwindigkeit spielen - nicht nur das Petrucci-Dingens. Des weiteren gibt es so einige "Tricks", wie man Speedbarriren überwinden kann: Man kann mal versuchen, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen und (bitte nur kurze Zeit!) viel schneller spielen, als man es eigentlich kann. Hilft zumindest manchmal. Eine weitere Variante wäre, sich Übungen zu bauen, wo man kurz über das bisherige Limit hinausgeht. Nicht über Minuten hinweg - das klappt nicht. Aber einfach mal zwischen die 16tel, die man übt, zwei, drei 32tel-Gruppen (am besten mit unproblematischen Fingersätzen) einstreuen und versuchen, die hinzuklriegen.

    Im Übrigen ist Geschwindigkeit nicht alles. Ich finde das eh sehr fragwürdig, wenn sich der Metal-Nachwuchs nur zur "Shred-Machine" drillen will... Wenns eben an der Speed-Front gerade nicht weitergeht, mach was anderes: Optimiere dein Rhythmus-Spiel, lerne neue Skalen, eigne dir so nette Gimmicks wie pinch-harmonics oder ein paar ausgefallenere Tremolo-Spielereien an. Übe tapping. Schau dir mal ein paar Jazz-Akkorde an (Ja, mit denen kann man auch Metal-Songs farbiger gestalten!). Es gibt sooo viele Möglichkeiten. Gitarre spielen heißt nicht nur "Shreddden mit absolut wahnsinniger Geschwindigkeit".
     
  4. Rockstream

    Rockstream Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.07   #4
    also erstmal vielen dank für die schnellen und ausführlichen antworten.
    jup ich werde verscuhen meine technik noch zu optimieren und
    @bluegator: ich hab ned vor ne wahnsinnige metalshredmaschine zu werden. ich will einfach nur flüssig etwas schnellere läufe etc... hinbekommen, bzw. auch mal schnell shredriffs spielen. das muss ja nicht gleich über der 200 bpm grenze sein^^
     
  5. geka

    geka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.07   #5
    Hi,
    Gratulation erstmal; ich habe für fie 140bpm-Wohlfühlgeschwindigkeit doppelt so lange gebraucht wie Du. ;-)
    Ich habe aber auch nicht sonderlich darauf hingearbeitet, sondern das kam alleine vom regelmäßigen Üben, wo man ja auch das Tempo immer mal etwas hochschraubt.

    Man kann übrigens auch mal Phasen einstreuen, wo man sich mehr um den Klang kümmert!
    Derzeit interessieren mich gerade mal einige Blueslicks, die ja öfter etwas tricki sind. Ehe ich die so locker drauf habe, daß sie sich aus dem Gesamtbild meiner Daddelei nicht mehr gequält hervorheben, vergeht auch eine Weile.
    Die dabei gewonnenen Fingerfertigkeiten kommen später der Geschwindigkeit auch wieder zugute.

    Zielstrebig sein ist gut, aber mit Ungeduld gekrampft bringt nur Frust. ;-)

    Wenn ich nicht weiß, was ich üben will, schaue ich auch mal wieder in mein Lehrbuch, das hat noch etliche nicht durchgearbeitete Seiten.....


    Gruß
    Angelika
     
  6. DerZauberer

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    Erstellt: 29.10.07   #6
    Mal abgesehen von der Technik: Such dir Mitmusiker bzw. eine Band und spiel mit denen. Das bringt in jeder Hinsicht was, auch was die Technik angeht...
     
  7. Rockstream

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    Erstellt: 29.10.07   #7
    jo ich spiel in ner band. das kann ich bestätigen das bringt auf jeden fall was. schreib auch ziemlich viel selbst, allerdings hab ichs ned so mit den texten. n rythmus fällt mir eigentlich imemr ein, aber kein text^^
     
  8. BlueChaoz

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    Erstellt: 30.10.07   #8
    Hi ich hab nen ähnliches Problem!

    Bei mir ist es so, dass ich nen Prob habe mit 16tel Riffs bei ca 120bpm :( Ich fang langsam an, steigere das ganze aber.. Bei 90 oder 100 is dann irg schluss :( Das nervt mich extrem weil das halt echt.. nich schnell is^^ Bei 90 oder so klappts dann auch sehr sauber aber wenn der song 120 hat is das halt 30 zu langsam *würg*

    Außerderdem hab ich festgestellt, dass ich das Plek beim picken mit Daumen und Zeigefinger bewege.. Das wird das Problem sein! Nur kann ich mein Gelenk nicht ganz auflegen weil ich 2 Finger nicht "einklappen" kann (Faust oder sowas bilden) (Zumal ich an der Schlaghand eh nur 4 Finger habe und eben 2 das Plek halten und die anderen 2 kann ich nich richtig einziehen!)

    Ich weiß auch nicht so recht, wie ich da rauskomme.. Wenn ich frustriert bin schau ich mir immer ne Live DVD an und fang an zu weinen :D (Nich ganz ernst nehmen ^^)

    Grüße vom frustrierten :D
     
  9. Pete19

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    Erstellt: 30.10.07   #9
    Beim picken den Daumen und Zeigefinger bewegen ist nicht schlimm. Es gibt viele, die das machen - kreisförmig - nennt sich Circle Picking. Ich denke eher dass dein Problem die Bewegung des Handgelenks ist. Versuche möglichst kleine Bewegungen zu machen und spitze Pleks zu verwenden. "Ein wenig" ausführlicher hab ich das oben schon geschrieben.
     
  10. Blue Gator

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    Erstellt: 30.10.07   #10
    Hey, nicht frustriert sein! ;)

    Ich kenne natürlich deine Situation nicht genau. Aber so wie du deine Spielweise beschreibst, sehe ich da eigentlich kein wirkliches Problem. Wenn du keine Faust machen kannst, lass die beiden anderen Finger eben einigermaßen gestreckt. Ich glaube wirklich nicht, dass das einen bedeutenden Geschwindigkeitsnachteil bringt. :cool:

    Ich habe für mich sowieso das Gefühl, der limitierende Faktor sei eher die Greifhand. Aber das mag bei anderen Gitarristen anders sein. Wenn's nur um Tremolopicking geht: Das kann ich SEHR schnell, wenn's sein muss. :) Das Problem ist, die perfekte Koordination von linker und rechter Hand hinzubekommen.

    Ansonsten gibt es ja auch viele "workarounds", wenn man halt (noch) kein Shred-Gott ist. Bisschen anderen Stil spielen: Mehr auf Melodie statt auf Geschwindigkeit setzen. Durch kurze, schnelle Passagen (die grifftechnisch einfach sind) den Eindruck von Schnelligkeit erwecken. Oder gerade im Metal: Ausgiebig mit pinch harmonics und Jammerhaken Show machen. Dimebag zum Beispiel hat manchmal auch nur mit sowas gearbeitet, anstatt speedmäßig Vollgas zu geben (obwohl er das natürlich jederzeit gekonnt hätte).

    Was Videos angeht: Wenn ich mir Leute wie Vai oder Petrucci anhöre/anschaue, könnte ich auch nur noch "weinen" - wenn ich mich ständig mit diesen Leuten vergleichen würde. Ich ziehe es vor, mich über ihre geniale Musik zu freuen. Ich bewundere diese Leute natürlich. Aber mir ist auch klar, dass das Ausnahmekönner sind - "one in a million"... Gibt auch viele Profi-Musiker, de zumindest in bestimmten Aspekten mit Leuten wie Vai, Gilbert, Satriani und Co. nicht mithalten können. Und die spielen auch und sind erfolgreich...

    Im Übrigen: Als Hobbyläufer halte ich mir auch nicht die Weltrekord-Läufe von Haile Gebrselassie vor und bin dann traurig, wel ich mit Mühe und Not halb so schnell war.:o

    Ich hoffe, ich konnte dich wieder ein wenig aufbauen... ;)
     
  11. BlueChaoz

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    Erstellt: 01.11.07   #11
    Hey das ist echt nett von dir - Danke!

    Versteh mich nicht falsch, ich will kein Shredgott sein :D
    Shredden is nix für mich.. Ich spiel gerne langsamere Sachen und dann mit möglichst viel Gefühl (sehr schwierig!) oder schöne Rhythmen schrammeln (Powerchords mit Deadnotes und PM können ja auch schon recht effektvoll sein) Und das auch alles recht flott!

    Habe mal das Riff aus Kopf Über in die Hölle (DÄ) angehängt.. Das wird bei 110 gespielt wenn ich mich net täusche! Aber ich komme über meine 80-85 nich raus :( Das ganze zwar sauber aber eben zu lahm :( Das Riff is nich schwer aber ich komm nicht auf den Trip, dass es flotter geht ^^

    Das frustriert mich schon weil es eben kein Mörderriff is :D

    @Satriani, Vai und Co: Ich hörs mir gerne an, bin fasziniert aber weiß genau dass ich das NIE erreichen werde! Das frustriert mich überhaupt nicht weil es halt Profis sind.. Ich mein.. das is deren Job und naja.. ich habs eben als Hobby :D Ich komm ja auch nicht auf die Idee, mich in nen F1 Wagen zu setzen, nur weil Schumi toll fährt - Is eben Profi :D

    Grüße und Danke
     

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    Erstellt: 01.11.07   #12
    Ich mag Vai, Satriani und Konsorten nicht, aber hab ein ähnliches Problem wie du. ;) Gut bei mir klappts schon etwas schneller, aber die meisten Metallriffs sind mir noch zu schnell. Gut mag vielleicht einerseits daran liegen, dass ich sowas erst seit 2 Wochen spiele, aber vielleicht hat ihr ja noch jemand Übungen oder etwas "einfachere" Lieder um Grundrhytmen, Grundtechniken und Ausdauer speziell für den Metalbereich zu lernen.
     
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